Liste der Persönlichkeiten der Stadt Wetzlar

Diese Liste umfasst Persönlichkeiten mit einem Bezug zur Stadt Wetzlar und Söhne und Töchter dieser Stadt.

Inhaltsverzeichnis

Persönlichkeiten

800–1600

  • Der Konradiner Gebhard, Graf in der Wetterau und ab 904 Herzog von Lothringen dux regni quod a multis Hlotharii dicitur („Herzog des Königreiches, das von vielen dasjenige Lothars genannt wird“, gemeint ist das Lotharii Regnum, das spätere Lothringen)[1][2] ließ 897 eine Salvatorkirche (Erlöserkirche) an Stelle einer Vorgängerkirche auf dem späteren "Domberg" weihen, er stiftet 914/915 das Kloster St. Maria in Wetzlar, dort wurde er auch begraben.[3][1] [2] [4].
  • Durch Gebhards Söhne Hermann I., einen späteren Herzog von Schwaben, und Udo I., Graf in der Wetterau erfolgte zu Beginn des 10. Jahrhunderts die Gründung des Marienstiftes (Wetzlarer Dom)[5], eines Kollegiatstiftes,
  • Dietrich Holzschuh alias Tile Kolup, der falsche Kaiser Friedrich II. † 1285 hingerichtet (auf dem Scheiterhaufen?) in Wetzlar.
  • Graf Adolf von Nassau im Jahr 1286 zum Burghauptmann auf der Reichsburg Kalsmunt von König Rudolf von Habsburg bestellt. Adolf behielt das Amt bis er selbst zum König des Römisch-Deutschen Reiches gewählt wurde. Bereits 1292 übertrug er das Amt des Burghauptmann an Gottfried von Merenberg.[6]
  • Gerhard Richwin, Ratsherr, Bürger und Wollenweber in Wetzlar (~* 1320)[7]

1601–1700

  • Graf Franz Adolf Dietrich von Ingelheim (* 1659 in Aschaffenburg; † 15. September 1742 in Wetzlar), genannt Echter von und zu Mespelbrunn, war ein Reichskammerrichter von 1730–1742. Nach seinem Studium in Rechtswissenschaft an der Universität Mainz arbeitete er im Verwaltungsdienst von Erfurt, wurde anschließen Hofrat von Kurmainz und 1682 Mitglied des Geheimen Rates vom Viztum Rheingau. 1698 wurde er Reichskammergerichtspräsident in Wetzlar, wovon er 1703 nach Auseinandersetzung mit Amtskollege Solms-Laubach suspendiert wurde. 1711 wurde er wieder eingestellt und von 1730-1742 folgt seine Laufbahn als Reichskammerrichter.
  • Johann Melchior Kraft, (* 11. Juni 1673 in Wetzlar; † 22. Juli 1751 in Schleswig (Stadt)?) lutherischer Theologe
  • Barthold Heinrich Brockes (auch: Bertold Hinrich Brockes) (* 22. September 1680 in Hamburg, † 16. Januar 1747 in Hamburg) war ein bedeutender deutscher Schriftsteller des Barock und der frühen Aufklärung und hamburgischer Patrizier. Hat 1702 in Wetzlar ein halbjähriges Praktikum am dortigen RKG angetreten.
  • Christian Albert Anton von Merle (* 22. Mai 1693 in Wetzlar; † 2. März 1765 in Worms) war von 1734 bis 1765 Weihbischof des Bistums Worms sowie Titularbischof von Sinope.

18. Jahrhundert

  • Hohenlohe, Karl Philipp Franz, (* 1702 Wanfried; † 1763 Wetzlar), (1744) Fürst zu Hohenlohe-Bartenstein, Reichskammerrichter in Wetzlar.
  • Johann Friedrich Meckel (* 31. Juli 1714 in Wetzlar; † 18. September 1774 in Berlin) war ein deutscher Mediziner. Meckel wurde 1753 Professor der Anatomie und Hebammenkunst in Berlin, außerdem war er königlicher Leibchirurg.
  • Franz Ludwig Freiherr von Erthal, Fürstbischof von Würzburg und Bamberg (* 16. September 1730 zu Lohr, † 16. Februar 1795 in Würzburg) wurde in Wien dem Kaiser Joseph II. bekannt und von demselben nacheinander zum Geheimen Reichsrat, Visitator des Reichskammergerichts zu Wetzlar (1767–1776) und kaiserlichen Kommissarius auf dem Reichstag zu Regensburg ernannt.
  • Fürst Karl Egon zu Fürstenberg-Stühlingen (* 1729, † 1786) bis 1772 I. Kaiserlicher Visitations-Kommissar am RKG in Wetzlar
  • Reichsvizekanzler Fürst Franz de Paula Gundaccar I.(* 1731; † 1807), der 1767 bis 1770 als Botschafter in Spanien und von 1788 bis 1806 Reichsvizekanzler war. Er war ab 1772 I. Kaiserlicher Visitations-Kommissar am RKG in Wetzlar.
  • Freifrau Maria Dorothea von Albini (* 1734; † 1807 in Wetzlar) geb. von Requile, Kammergerichts-Assessorin, war während ihres Lebens eine große Wohltäterin der Armen. Nach ihrem Tod vermachte sie ihr gesamtes Vermögen (seinerzeit rund 300.000 Gulden) einem "Armeninstitut" in Wetzlar.
  • die Freiherren von Zwierlein [8] seit 1736 über zwei Generationen als bedeutende Juristen am RKG.
  • Johann Christian Kestner (* 28. August 1741 in Hannover; † 24. Mai 1800 in Lüneburg auf einer Dienstreise) war ein deutscher Jurist und Archivar, berühmt vor allem als Ehemann von "Werthers Lotte" Charlotte Buff. Als junger hannoverscher Legationssekretär 1767 bis 1773 am Reichskammergericht in Wetzlar tätig, lernte Kestner Charlotte Buff, die Tochter des Amtmanns am dortigen Deutschordenshof, kennen und verlobte sich mit ihr. Er wurde später königlich großbritannisch-hannoverscher Hofrat und Vizearchivar in Hannover. Der junge Johann Wolfgang von Goethe, 1772 ebenfalls als Praktikant am Reichskammergericht in Wetzlar, wurde mit beiden befreundet.
  • Hieronymus Karl zweiter Graf von Colloredo-Mansfeld (General) wurde am 30. März 1775 in Wetzlar geboren. Er war der Sohn des Reichsvizekanzlers Fürste Franz de Paula Gundaccar I. Hieronymus von Colloredo-Mannsfeld war später am Reichskammergericht in Wetzlar tätig. Er starb am 23. Juli 1822 in Wien.
  • Carl August von Abel (* 1788 in Wetzlar, † 3. September 1859 in München); späterer bayerischer Ministerpräsident unter König Ludwig I.
  • Gotter, Friedrich Wilhelm, Dichter, * 3. Sept. 1746 zu Gotha, begleitete im Jahr 1766 den Freiherrn v. Gemmingen als Legationssekretär nach Wetzlar. 1770 bis 1774 ging er selbst als Legationssekretär wieder nach Wetzlar, wo er mit Goethe, Jerusalem u. a. verkehrte.
  • Otto Heinrich von Gemmingen-Hornberg Schriftsteller der Aufklärung, verbrachte seine Kindheit in Wetzlar
  • Julius Constantijn Rijk (* 13. Januar 1787, Wetzlar; † 2. Mai 1854, Den Haag), Gouverneur von Suriname
  • Heinrich Friedrich Karl Freiherr vom Stein (* 26. Oktober 1757 in Nassau; † 29. Juni 1831 in Cappenberg, Westfalen) war ein preußischer Staatsmann und Reformer, 17.. am RKG in Wetzlar
  • Karl August von Hardenberg später Fürst, von Hardenberg (* 31. Mai 1750, † 26. November 1822) am RKG in Wetzlar
  • Friedrich Christian Reinermann (* 5. Oktober 1764 in Wetzlar; † 7. Februar 1835 in Frankfurt am Main) war ein in Wetzlar tätiger deutscher Landschaftsmaler. 1812 ernannte ihn der Landesherr Karl Theodor von Dalberg zum "Professor der bildenden Künste". 1818 erhielt Reinermann eine Anstellung als Lehrer an der Kunstschule in Frankfurt am Main. Im selben Jahr überreichte Friedrich Wilhelm III. von Preußen Reinermann in Anerkennung seiner Kunstfertigkeit eine Ehrengabe.
  • Als wohl bekannteste Persönlichkeit der Wetzlarer Geschichte wirkte Johann Wolfgang von Goethe 1772 als Jurist am Reichskammergericht. Unter dem Eindruck seiner Liebe zur Wetzlarerin Charlotte Buff und des Suizides Karl Wilhelm Jerusalem machte Goethe die Stadt mit seinem Roman Die Leiden des jungen Werthers weltweit bekannt.
  • Charlotte Sophie Henriette Buff geboren am 11. Januar 1753 in Wetzlar, sie heiratete am 4. April 1773 den hannoverschen Legationssekretär Johann Christian Kestner, der schon seit 1767 als Kammergerichtssekretär am Reichskammergericht in Wetzlar tätig war. Charlotte ist Werthers Lotte aus Goethes Werthers Leiden. Sie starb am 16. Januar 1828 in Hannover.
  • Karl Wilhelm Jerusalem „Urbild von Goethes Werther“ (* 21. März 1747, Braunschweig, † (Suizid) 30. Oktober 1772, Wetzlar) Legationssekretär des braunschweigischen Gesandten Hofrat Johann Jakob von Höfler (1714–1781) am RKG in Wetzlar
  • Jakob Abel (* Juni 1754), Jurist
  • Lazare Hoche, napoleonischer, oberkommandierender General (* 25. Juni 1768 zu Montreuil bei Versailles, † 19. September 1797, Wetzlar).
  • Paul Wigand (* 10. August 1786 in Kassel; † 4. Januar 1866 in Wetzlar) war ein deutscher Jurist und Rechtshistoriker.
  • Ferdinand Walter (* 30. November 1794 in Wetzlar; † 13. Dezember 1879 in Bonn) war ein deutscher Jurist und Abgeordneter der preußischen Nationalversammlung 1848.
  • Karl Maria von Aretin (* 4. Juli 1796 zu Wetzlar, † 29. April 1868 in Berlin), Geschichtsforscher focht in den Freiheitskriegen 1813–15 mit. Seit 1851 Wirklicher Geheimer Rat, wurde er 1859 zum lebenslänglichen Mitglied des Reichsrats ernannt.

19. Jahrhundert

  • Carl Christian Wilhelm Sartorius (* 31. August 1796 in Gundershausen bei Darmstadt;† 16. Januar 1872 Mirador bei Vera Cruz, Mexiko), ein deutscher Theologe, Pädagoge und Schriftsteller. War ab 1819 als Lehrer am Gymnasium in Wetzlar tätig.
  • Joseph von Linden (* 7. Juni 1804 in Wetzlar; † 31. Mai 1895 Hebsack bei Freiburg im Breisgau), württembergischer Innenminister und Abgeordneter, Gründer des Lindemuseums in Stuttgart
  • Ludwig Erk, am 6. Januar 1807 in Wetzlar geboren, war Musikpädagoge und Komponist, Herausgeber unter anderem der Sammlung der Deutschen Volkslieder mit ihren Singweisen, des Deutsche Liederhorts sowie aus Achim von Arnims literarischem Nachlass des vierten Teils von Des Knaben Wunderhorn. Er starb am 25. November 1883 in Berlin.
  • Constantin Franz von Neurath, (* 22. April 1807 in Wetzlar; † 8. September 1876 in Leinfelderhof) württembergischer Jurist und Außenminister
  • Ludwig Julius Budge, Mediziner, * 6. Sept. 1811 zu Wetzlar, studierte seit 1828 in Marburg, Würzburg und Berlin und lebte als Arzt in Wetzlar. Seine Arbeiten bezogen sich namentlich auf den nervösen Zusammenhang zwischen Gehirnteilen und Harn- und Geschlechtsorganen sowie auf den Ursprung des sympathischen Nervs aus dem Rückenmark und waren in dieser Hinsicht epochemachend. Er entdeckte auch die Gallenkapillaren.
  • Karl Albert Christoph Heinrich von Kamptz, preuß. Staatsmann, geb. 16. Sept. 1769 zu Schwerin in Mecklenburg, studierte zu Göttingen und trat 1790 als Assessor der Justizkanzlei in mecklenburg-strelitzsche Dienste. 1804 ernannte ihn der König von Preußen zum Reichskammergerichtsassessor in Wetzlar (bis 1809).
  • Carl Friedrich Deiker (* 1836 in Wetzlar; † 1892 in Düsseldorf) und sein Bruder Johannes Deiker (* 27. Mai 1822 in Wetzlar; †) waren bekannte deutsche Maler.
  • Gustav Adolph von Lauer (* 10. Oktober 1808 in Wetzlar; † 8. April 1889), preußischer Generalstabsarzt, Leibarzt Kaiser Wilhelms I. Für seine Verdienste um die Verbesserung des militärischen Medizinalwesens erhielt er 1885 die Ehrenbürgerschaft seiner Vaterstadt.
  • Friedrich Bertram Sixt von Armin (* 27. November 1851 in Wetzlar; † 30. September 1936 in Magdeburg) war ein deutscher General. Er erhielt für seine Leistungen den Schwarzen Adler Orden und das Eichenlaub zum Pour le Mérite. Er war Ehrenbürger von Wetzlar.
  • Carl Kellner (* 1823 in Hirzenhain; † 1855 in Wetzlar), Optiker und Feinmechaniker (Mikroskope).
  • Christian Kremp (* 1. Februar 1843 in Ennerich (heute ein Stadtteil von Runkel an der Lahn); † 21. Januar 1920 in Wetzlar) war einer der Pioniere von Wetzlars Optischer- und Feinmechanischer Industrie.
  • August Bebel (* 22. Februar 1840 in Köln-Deutz; † 13. August 1913 in Passugg, Schweiz) war ein Führer der Arbeiterbewegung und sozialistischer Politiker und Mitbegründer der SPD. Er verlebte seine Jugendjahre in Wetzlar und erlernte hier das Drechslerhandwerk.
  • Karl Knortz, deutsch-amerikanischer Schriftsteller, * 28. Aug. 1841 in Garbenheim bei Wetzlar, wanderte 1863 nach Amerika aus und widmete sich hier dem Lehrerfach, in welchem er 1866-68 zu Detroit in Michigan, darauf bis 1871 zu Oshkosh in Wisconsin, später in Cincinnati für die deutsche Sprache und Literatur tätig war. Als Redakteur des „Deutschen Pioniers“ in Cincinnati, der „Indiana Deutschen Zeitung“ zu Indianapolis; Veröffentlichungen u. a.: „Märchen und Sagen der nordamerikanischen Indianer“, „Amerikanische Skizzen“, „Epigramme“, „Longfellow, literarhistorische Studie“ u.s.w.
  • Moritz Hensoldt, (* 11. November 1821 in Lindenau, Thüringen; † 10. Oktober 1903 in Wetzlar), Fabrikant in der optischen und feinmechanischen Industrie (Mikroskope, Fernrohre).

20. Jahrhundert

  • Oskar Barnack (* 1. November 1879 in Lynow, Nuthe-Urstromtal; † 16. Januar 1936 in Bad Nauheim) war ein deutscher Feinmechaniker, erentwickelte zwischen 1913 und 1914 als Entwicklungschef der Firma Leitz in Wetzlar die erste Kleinbildkamera, die erste Leica (Leitz Camera).
  • Ernst Leitz (* 26. April 1843 in Sulzburg; † 12. September 1920 in Solothurn, Schweiz), Wetzlarer Fabrikant, opt. und feinmech. Industrie (Mikroskope, Kameras und Fernrohre).
  • Ernst Leitz II (* 1. März 1871 in Wetzlar; † 15. Juni 1956 ebenda), Wetzlarer Unternehmer, der mit der Leica die erste international erfolgreiche Großserien-Kleinbildkamera der Welt verwirklichte.
  • Karl Horn (Bad Homburg) (1888–1971), Bürgermeister von Wetzlar (1945)
  • Germaine Krull (* 20. November 1897 in Poznan(Polen)]; † 31. Juli 1985 in Wetzlar), Fotografin.
  • Irmgard Freiin von Lemmers-Danfort (* 1892; † 1989 in Wetzlar), Wetzlarer Kinderärztin und ihre von ihr im fürstlichen Palais Papius zusammengestellte und öffentlich zugänglich gemachte Sammlung historischer Möbel.
  • Sepp Christmann (* 22. September 1895 in Bingen am Rhein; † 11. April 1977 in Wetzlar) war ein deutscher Trainer für mehrere Sportarten
  • Johannes Albert von Rudloff (* 24. Januar 1897 in Wetzlar; † 26. Juni 1978 in Hamburg) war Weihbischof in Osnabrück und Bischofsvikar in Hamburg
  • Elli Hatschek, geborene Lotz, (* 2. Juli 1901 in Wetzlar; † 8. Dezember 1944 in Berlin-Plötzensee), deutsche Widerstandskämpferin gegen den Nationalsozialismus und NS-Opfer
  • Paul Hölzig (* 1911; † 1989 in Wetzlar-Naunheim), deutscher Puppenspieler, Grafiker und Zauberkünstler (als Leo Paolo)
  • Gisela May (* 31. Mai 1924 in Wetzlar), mehrfach ausgezeichnete Schauspielerin (Bühne und Film), Diseuse, Brecht-Interpretin
  • Helmut Spengler (* 19. April 1931 in Wetzlar), evangelischer Theologe; von 1985 bis 1993 Kirchenpräsident der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau
  • Werner Jan Christiaan Noorda (* 9. Juli 1933), niederländischer Maler und Dichter des Expressionismus, lebt seit 1970 in Wetzlar.[9][10].
  • Klaus Enders (* 2. Mai 1937 in Wetzlar), Motorradrennfahrer; zwischen 1967 und 1974 sechsfacher Seitenwagen-Weltmeister
  • Peter Kunter (* 28. April 1941 in Berlin, aufgewachsen in Wetzlar, Zahnarzt und Fussballbundesligatormann, zuletzt bei Eintracht Frankfurt.
  • Volker Pingel (* 18. Oktober 1941 in Wetzlar; † 2005), Professor für Vor- und Frühgeschichte an der Ruhr-Universität Bochum
  • Ellen-Heidi Hebestreit (* 25. November 1941 in Wetzlar), Politikerin (CDU)
  • Ted Herold (* 9. September 1942), Rock-Sänger; ab 1963 Bundeswehr in der Spilburg, verheiratet in Wetzlar-Nauborn, Lehre und Ausbildung zum Meister in Wetzlar, Scheidung und Wegzug ca. 1980.
  • Jörg Siebert (* 2. April 1944 in Wetzlar), Ruderer, 1968 Goldmedaille im Deutschlandachter bei den Olympischen Spielen in Mexico
  • Hans Christoph Buch (* 13. April 1944 in Wetzlar), Schriftsteller und Essayist
  • Hans-Jürgen Heinrichs (* 26. September 1945 in Wetzlar), Ethnologe und Schriftsteller
  • Hans-Johann Färber (* 1947 in Wetzlar), Ruder-Olympiasieger 1972 und Weltmeister im "Bullen"-Vierer
  • Brigitta Weiss (* 30. Mai 1949 in Wetzlar), Schriftstellerin
  • Hella Heizmann (* 24. Februar 1951 in Wetzlar; † 12. Juli 2009 in Eschenburg), Sängerin, Gesangspädagogin und Liedermacherin christlicher Musik
  • Charly Weller (* 9. Oktober 1951 in Marburg), Filmregisseur und Autor; Jugend und Abitur in Wetzlar
  • Elli H. Radinger (* 1951 in Wetzlar), Wolfsexpertin, Fachjournalistin und Autorin
  • Michael Keiner (* 8. Februar 1959 in Wetzlar), bekannter deutscher Pokerspieler
  • Jürgen Stock (* 4. Oktober 1959 in Wetzlar), einer von zwei Vizepräsidenten beim Bundeskriminalamt und Lehrbeauftragter für Kriminologie in Gießen
  • Dieter Büddefeld (* 1960), Direktor des Landeskriminalamts Brandenburg]]
  • Annette Biemer (* 1966 bei Wetzlar), Krimiautorin
  • Sabine Remdisch (* 21. April 1969 in Wetzlar), deutsche Psychologin und Professorin für Wirtschaftspsychologie an der Leuphana Universität Lüneburg
  • Anja Daniel-Zeipelt (* 30. April 1969 in Wetzlar) ist eine deutsche Autorin und Malerin.
  • Toni Rios mit bürgerlichem Namen Antonio Jose Ferro (* 13. Oktober 1971 in Wetzlar) ist ein deutscher Techno- und House-DJ.
  • Mathis Mootz (* 18. August 1976 in Wetzlar), DJ Panacea ist der Künstlername des deutschen Drum-’n’-Bass-Produzenten.
  • Nia Künzer (* 18. Januar 1980 in Botswana), Fußballspielerin, Weltmeisterin 2003; aufgewachsen in Wetzlar
  • Lukas Müller (* 19. Mai 1987 in Wetzlar), deutscher Ruderer (Welt- und Europameister 2010)
  • Fabian Hambüchen (* 25. Oktober 1987 in Bergisch Gladbach), deutscher Kunstturner, lebt in Wetzlar
  • Mareike Adams (* 27. Februar 1990 in Wetzlar), 4malige Ruder-Weltmeisterin, zuletzt 2011 im U 23-Doppelzweier.
  • Marc El-Sayed (* 18. Januar 1991 in Wetzlar), deutscher Juniorennationalspieler im Eishockey.
  • Cenk Tosun (* 7. Juni 1991 in Wetzlar), deutsch-türkischer Fußballspieler.

Originale[11][12]

  • "Hakim Rex Aquarillo", seine selbsterdachte Namensgebung bedeutet: Hakim = Arzt im Orient, Rex = König, Aquarillo = Maler. Er war gelernter Schumacher, Tondichter und Poet seines Zeichens. Franz-Josef Kienzler, ein Mann großer Fantasie, immer mit schwarzer Baskenmütze, olivfarbenen Armeeblouson, weißem Hemd mit schwarzer Fliege und weißen Handschuhen. In den 50er- und 60er Jahren war er oft laut schwatzend auf Wetzlars Straßen unterwegs. Er regelte bisweilen auf dem Karl-Kellner-Ring, einer der Hauptverkehrsadern, den Verkehr. Er spielte sogar in verschiedenen Kinofilmen mit, so in Peter Fleischmanns Das Unheil (Prädikat: Besonders wertvoll) eine Hauptrolle auch in Charly Wellers Filmen Der Kienzler die Hauptrolle sowie in Wetzlar ist nicht Washington eine Nebenrolle.
  • "Tsigga Willem" (Zigarren Wilhelm) aus der "Rue de la Pumps" (Schuhgasse), immer mit Zigarre im Mund. Er hatte am Eisenmarkt vor der "Alten Münz" direkt neben dem Verkehrspolizisten seinen Stammplatz, als sogenannter "Eckensteher".
  • "Hannsschen Hardt", stadtbekannter Drehorgelspieler, kam früh bei einem Verkehrsunfall ums Leben.
  • "Tante Anna", bei bloßem Augenkontakt mit Passanten konnte sie laut zu schimpfen anfangen. Wenn sie von Kindern mit lauten "Tante-Anna-Rufen" gehänselt wurde, konnte sie sehr böse werden, dann lief sie ihnen, Stock oder Schirm schwingend, hinterher.
  • "de Ottoruut", Bauernsohn aus der Neustadt. Man sagte ihm einen Riesenhunger nach. So soll er einmal das gesamte Frühstück für 20 Drescher weggeputzt haben.
  • "de Silver", Wilhelm Silberzahn war für Kauzigkeit und hintergründigen Humor bekannt. Als früherer Kreishandwerksmeister und Stadtverordneter sagte er einmal während einer Etatdebatte: „Ich höre nur immer wir hätten Defizit, – Schulden haben wir gemacht!“.
  • "Knittel Lein" aus der Rosengasse, auch immer mit Zigarre. Er sorgte Jahrzehnte dafür, dass der Pferdemist (gleich "Pferdeknittel") von den Straßen verschwand, er lieferte ihn mit seinem Handwägelchen bei Buderus ab, wo man die "Knittel" für die Gußformen benötigte.
  • "Plasterschisser", ein Nickname für die Wetzlarer. In früheren Zeiten wurde der häusliche Unrat, mangels Kanalisation, einfach aus dem Fenster aufs Pflaster gekippt, wohl dem der sich (nicht) vorsah.

Einzelnachweise

  1. a b [1] In Peter Bohrer, Heppenheim, „Familien und Verwandte der Vorfahren der Grafen von Beilstein…"
  2. a b [2] In Peter Bohrer, Heppenheim, „Familien und Verwandte der Vorfahren der Grafen von Beilstein…"
  3. [3]. In Barth Rüdiger E.: Seite 180, "Der Herzog in Lothringen im 10. Jahrhundert".
  4. [4] In: Karl-Heinz Schreiber: Konradiner, Europäische Stammtafeln Neue Folge Band I.1 Tafel 8–9, Lexikon des Mittelalters: Band V Seite 1369
  5. Stadtgeschichte: Ein unspektakulärer Anfang
  6. Spielmann: Geschichte der Stadt und Herrschaft Weilburg; Stadt Weilburg, 1896 (Neuauflage 2005) S. 35–55.
  7. von Wilhelm Heinrich Riehl: Der stumme Ratsherr (*~1358–1375), Verlag: Hamburger Lesehefte, ISBN 978-3-87291-038-7; Stuttgart; Reclam-Verlag; 1957, Bestell-Nr.: Pu1-287772
  8. [5].(Zedler. — Stramberg, Rhein. Antiquarius II, 10, 683. — Stadtarchiv zu Frankfurt a. M. und Worms; Staatsarchive zu Wetzlar und Wiesbaden)
  9. [6].
  10. [7]
  11. In: „Helmut der Fußgänger“: Wetzlarer Originale
  12. Hans Georg Waldschmidt: Als die Polizei noch Isetta fuhr. Geschichten und Anekdoten aus Wetzlar. S. 49ff.

Literatur

  • Andreas Klass: Standes- oder Leistungselite? - Eine Untersuchung der Karrieren der Wetzlarer Anwälte des Reichskammergerichts (1693-1806), 2002, ISBN 3-631-38721-0
  • Anke Stein: Advokaten und Prokuratoren am Reichskammergericht in Wetzlar (1693-1806) als Rechtslehrer und Schriftsteller 2002, ISBN 3-932274-86-5
  • Hans Georg Waldschmidt: Als die Polizei noch Isetta fuhr, ISBN 978-3-8313-2089-9; Wartberg Verlag
  • Riehl, Wilhelm: Der stumme Ratsherr. Verlag: Hamburger Lesehefte, ISBN 978-3-87291-038-7; Reclam-Verlag Stuttgart 1957. (Grundlage aus der Limburger Chronik).

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