Lutherstadt Wittenberg

ÔĽŅ
Lutherstadt Wittenberg
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Lutherstadt Wittenberg
Lutherstadt Wittenberg
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Lutherstadt Wittenberg hervorgehoben
51.85805555555612.64361111111175
Basisdaten
Bundesland: Sachsen-Anhalt
Landkreis: Wittenberg
H√∂he: 75 m √ľ. NN
Fl√§che: 240,32 km¬≤
Einwohner:

49.496 (31. Dez. 2010)[1]

Bevölkerungsdichte: 206 Einwohner je km²
Postleitzahlen: 06886, 06888, 06889, 06895
Vorwahlen: 03491, 034920, 034928, 034929
Kfz-Kennzeichen: WB
Gemeindeschl√ľssel: 15 0 91 375
Gemeindegliederung: 19 Stadtteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Lutherstraße 56
06886 Lutherstadt Wittenberg
Webpräsenz: www.wittenberg.de
Oberb√ľrgermeister: Eckhard Naumann (SPD)
Lage der Gemeinde Lutherstadt Wittenberg im Landkreis Wittenberg
Brandenburg Sachsen Dessau Landkreis Anhalt-Bitterfeld Annaburg Bad Schmiedeberg Coswig (Anhalt) Gräfenhainichen Jessen (Elster) Kemberg Oranienbaum-Wörlitz Lutherstadt Wittenberg Zahna-ElsterKarte
√úber dieses Bild
Der Marktplatz der Lutherstadt mit dem Rathaus und der Stadtkirche St. Marien

Lutherstadt Wittenberg ist die Kreisstadt des Landkreises Wittenberg im √∂stlichen Teil des deutschen Bundeslandes Sachsen-Anhalt. Sie liegt an der Elbe zwischen Dessau-Ro√ülau im Westen, dem Fl√§ming im Norden, der D√ľbener Heide im S√ľden und der Elbe-Elster-Region im Osten, knapp 100 Kilometer s√ľdwestlich von Berlin und etwa 70 Kilometer nord√∂stlich von Leipzig.

Herausragende Bedeutung erlangte Wittenberg als eines der wichtigsten deutschen Zentren politischer, kulturgeschichtlicher und k√ľnstlerischer Bestrebungen im 16. Jahrhundert. Die weltber√ľhmten Reformationsst√§tten in der Altstadt und in verschiedenen Epochen entstandene Geb√§ude z√§hlen zu den bedeutendsten St√§tten der deutschen Geschichte. Die Wirkungsst√§tten Martin Luthers, Philipp Melanchthons und Lucas Cranachs werden bereits seit Jahrhunderten von internationalen G√§sten aufgesucht. Das Lutherhaus, das Melanchthonhaus, die Stadt- und die Schlosskirche sind als Luthergedenkst√§tten seit 1996 Teil des Weltkulturerbes der UNESCO. Wittenberg war Hauptstadt des s√§chsischen Kurkreises und herzogliche und kurf√ľrstliche Residenz von Sachsen-Wittenberg. Sp√§ter wurde die Stadt auch Zentrum der chemischen Industrie und ein wichtiger Eisenbahnknotenpunkt an den Strecken Berlin‚ÄďLeipzig und Magdeburg‚ÄďDresden.

Inhaltsverzeichnis

Geographie

Geographische Lage

Die Elbe in Wittenberg

Lutherstadt Wittenberg liegt im Gebiet des norddeutschen Tieflandes, im Osten Sachsen-Anhalts am Nordufer der Elbe. Ihr heutiges Oberfl√§chenbild ist das Ergebnis der √§lteren Glazialzeit sowie der Saalevereisung, und daher tr√§gt das Wittenberger Stadtgebiet die Merkmale einer Altmor√§nenlandschaft. Wittenberg geh√∂rt zum Bereich der Talsande des Berliner Urstromtals, das im Norden vom Fl√§ming und im S√ľden von den Sandfl√§chen der D√ľbener Heide begrenzt wird. Die durchschnittliche H√∂he liegt bei ca. 75 Metern √ľber dem Meeresspiegel.

Die Stadt rechnet man landwirtschaftlich zum S√ľdfl√§ming bzw. mit den s√ľdlich der Elbe gelegenen Eingemeindungen (Pratau, Seegrehna) zur Elbaue. N√∂rdlich der Stadt befinden sich ausgedehnte Kiefernw√§lder, w√§hrend die Elbauen s√ľdlich der Stadt flach und unbewaldet sind. Westlich der Stadt erstreckt sich elbabw√§rts bis nach Sch√∂nebeck das Biosph√§renreservat Mittelelbe. Rund zehn Kilometer √∂stlich m√ľndet die Schwarze Elster in die Elbe sowie stromabw√§rts die Saale. Topographisch - grob betrachtet - ist Wittenberg eine Stadt zwischen Leipzig und Berlin.

Klima

Klimadiagramm von Wittenberg[2]

Die Stadt befindet sich in der gem√§√üigten Klimazone. Die durchschnittliche Lufttemperatur in Wittenberg betr√§gt 8,7 ¬įC, der j√§hrliche Niederschlag 563 Millimeter. Ma√ügeblichen Einfluss auf das Klima der Stadt haben der Regenschatten des Harzes als Einflussgebiet und die sandige Umgebung der Stadt im Fl√§ming sowie der D√ľbener Heide. Ebenfalls bildet die Elbe als klimatischer Faktor eine Wetterschneise.

Die Speicherung von W√§rme in den sandigen Sedimentsschichten kann zu klimatischen Ph√§nomenen f√ľhren. Dies zeigte sich unter anderem an den Auswirkungen des Orkan Kyrill, als 2007 binnen weniger Minuten ein Tornado ein Wohngebiet in Wittenberg-West so stark besch√§digte, dass viele Wohnungen unbewohnbar wurden. Den Ursprung des Orkans bildete ein pl√∂tzlich auftretender heftiger Niederschlag, der von Gewitter begleitet war und auf Warmluft im sandigen Sediment der Stadt im Bereich des Ortsteils Piesteritz stie√ü. Auch Windhosen sind in der Wittenberger Umgebung h√§ufig zu beobachten. Bereits 2002 hatte ein Tornado (auf fast identischer Linie) im Ortsteil Teuchel ein Einkaufszentrum besch√§digt und ein Gewerbegebiet verw√ľstet.

Geschichte

Bis 1200

Ausgrabungsfunde aus verschiedenen pr√§historischen Epochen auf dem Territorium Wittenbergs lassen bereits eine fr√ľhzeitliche Besiedlung des Stadtgebietes vor zirka 10.000 Jahren erkennen. In einer Urkunde vom 12. April 965 (bei der es sich jedoch vermutlich um eine F√§lschung aus dem Jahre 1000 handelt) ist √ľberliefert, dass die Gegend, in der sich die heutige Lutherstadt Wittenberg befindet, als der slawische Gau Nizizi bezeichnet wurde. Dieser erstreckte sich entlang der Elbe von der M√ľndung der Schwarzen Elster (im Osten) bis zur M√ľndung der Mulde (im Westen).

Die ersten verl√§sslichen Erw√§hnungen, die direkt auf das heutige Territorium der Stadt zutreffen, stammen aus den Jahren 973/1004. Dort werden die heutigen Ortsteile Pratau (Broth, 973) und Seegrehna (Grodisti, 1004) erw√§hnt. Die erste Erw√§hnung des Namens Wittenberg findet sich m√∂glicherweise bereits im Jahre 1174, als ein Graf Thiedrich von Wittburc genannt wird, der offensichtlich der Burgward des in einer Urkunde des Bischofs Balderan von Brandenburg f√ľr das Kloster Leitzkau um 1187 erw√§hnten burchwardum‚ĶWittenburg war[3], in dem ebenfalls eine Kirche erw√§hnt wird, die als Vorl√§uferin der heutigen Stadtkirche anzusehen ist.

Von 1200 bis 1500

Stadtrechtsurkunde Wittenbergs vom 27. Juni 1293

Die Entwicklung der Stadt ist eng verbunden mit der Politik der Askanier. Nachdem Bernhard von Sachsen 1180 die Herzogsw√ľrde von Sachsen erhielt, erbte sein Sohn Albrecht I. das Gebiet um Wittenberg und die Herzogsw√ľrde Sachsens. Nach einer Urkunde vom 11. September 1227 errichtete seine Gemahlin ein Franziskanerkloster, was auf eine bevorzugte Stellung der Gemarkung bei den Askaniern hinweist. Sein Sohn Albrecht II., der gemeinsam mit seinem Bruder Johann I. von Sachsen-Lauenburg regierte, hatte durch dessen Abdankung von seinem Schwiegervater Rudolf von Habsburg die Kurw√ľrde erhalten.

Da Albrecht II. sich st√§ndig in Wittenberg aufhielt, wurde der Ort zu seiner Residenz von Sachsen-Wittenberg, und es entbrannte eine Auseinandersetzung mit der sachsen-lauenburgischen Linie. Wittenberg selbst hatte sich von einer Gemarkung mit Bauern, Handwerken und Kaufmannsleuten, beg√ľnstigt durch die verkehrsg√ľnstige Lage, zu einem Ort mit einem bestehenden Gemeinwesen entwickelt. Um sich die Treue seiner Untertanen zu sichern, verlieh Albrecht II. am 27. Juni 1293 Wittenberg das Stadtrecht. Damit entstanden die Voraussetzungen, dass sich in Wittenberg ein B√ľrgertum entwickeln konnte.

Durch den weiteren Erwerb von Gerechtsamen stieg der Einfluss der B√ľrger Wittenbergs, so dass eine Selbstverwaltung entstand, die 1317 erstmals als Rat nachgewiesen ist. 1332 erlangte die Stadt die niedere Gerichtsbarkeit und konnte so den sich entwickelnden Gewerken der B√§cker, Fleischer, Schuh- und Tuchmacher einen regulierten entwickelten Rahmen geben. Dazu z√§hlen auch das 1354 verliehene Marktrecht, die 1380 erhaltene F√§hrordnung, aber auch die mit dem Stadtrecht verliehene Erlaubnis zur Errichtung von Stadtmauern. So konnten die Hussiten 1429 die Stadt zwar belagern, doch nicht einnehmen.

Obwohl mit dem Erwerb von Gerechtsamen der Einfluss der Askanier in der Stadt sank, spielten diese in der Reichspolitik eine immer gr√∂√üere Rolle. Vor allem Rudolf I. f√ľhrte Sachsen-Wittenberg mit einer geschickten Territorialpolitik 1356 vom Herzogtum zum best√§tigten Kurf√ľrstentum. Damit erlangte Wittenberg den Status einer kurs√§chsischen Hauptstadt. Lange sollte aber diese Phase nicht anhalten. Mit dem Tod Albrechts III. im Jahre 1422 verloren die Askanier die s√§chsische Kurw√ľrde an die Wettiner. Damit schwand auch der Status einer kurf√ľrstlichen Residenz. Von Friedrich dem Streitbaren wurden Wittenberg zwar alle bis dahin erworbenen Rechte best√§tigt und 1444 um die h√∂here Gerichtsbarkeit erweitert, dennoch entwickelte sich Wittenberg zun√§chst als Stadt ohne besondere Bedeutung weiter.

Durch die 1485 herbeigef√ľhrte Leipziger Teilung spalteten sich die Wettiner in eine ernestinische und eine albertinische Linie. 1486 √ľbernahm der Ernestiner Friedrich der Weise die Kurw√ľrde. Fortan wurde Wittenberg wieder zur kurf√ľrstlichen Residenz. 1487 errichtete man eine neue Elbbr√ľcke, und 1490 begann der Kurf√ľrst anstelle des alten Askanierschlosses sein neues Residenzschloss und die neue Stiftskirche Allerheiligen zu errichten sowie Wittenbergs Festungsanlagen weiter auszubauen.

Von 1500 bis 1600

Wittenberger Stadtansicht 1536/37

Am Anfang des 16. Jahrhunderts hatte sich Wittenberg zu einer starken Festung an der mittleren Elbe entwickelt. Dennoch war es eine bescheidene Mittelstadt mit ca. 2.000 Einwohnern geblieben. 1502 entschied sich Friedrich der Weise, in seiner neu errichteten Residenz die Universit√§t Wittenberg zu errichten. Diese Universit√§t war die erste von einem Landesherren[4] und nicht von der Kirche gegr√ľndete Universit√§t im Reich. Von nun an wurde der kurf√ľrstliche Hof zu einem Anziehungspunkt f√ľr sch√∂pferische Kr√§fte. Weitere Bauten wie 1503 das Fridericianum (Altes Kollegium) als erstes Geb√§ude der Universit√§t und 1504 das ‚ÄěSchwarze Kloster‚Äú der Augustinereremiten unterst√ľtzten diese Tendenz.

Neben Lucas Cranach dem √Ąlteren, der 1505 in die Stadt gekommen war, wurde 1508 auch Martin Luther von der sich entwickelnden Stadt angezogen. Die Buchdruckerkunst wurde etabliert, und die Stadt selbst erlebte einen st√ľrmischen wirtschaftlichen sowie intellektuellen Aufschwung. Verst√§rkt wurde diese Tendenz, als am 31. Oktober 1517 Luther seine 95 Thesen der √Ėffentlichkeit bekannt machte. Dies √ľbte eine gro√üe Anziehungskraft auf viele Gelehrte und Studenten aus, so dass die Wittenberger Universit√§t zu einer der bedeutendsten des 16. Jahrhunderts wurde. Es war eine moderne, dem Humanismus ge√∂ffnete Universit√§t, an der 1518 auch Philipp Melanchthon lehrte und die bedeutende Gelehrte sowie hochrangige F√ľrsten besuchten.

Als Geburtsort der Reformation erlangte Wittenberg nach der Abkehr Luthers von der r√∂misch-katholischen Kirche mit der Verbrennung der p√§pstlichen ‚ÄěKanonischen Rechte‚Äú und der Bannandrohungsbulle Exsurge Domine des Papstes Leo X. vor dem Elstertor weitere Bedeutung durch die Ereignisse der Wittenberger Bewegung. Von Wittenberg, das scherzhaft auch als das ‚ÄěRom der Protestanten‚Äú bezeichnet wurde, gingen damit in der damaligen Zeit f√ľr die gesamte Welt entscheidende Impulse aus.

Auch wenn Wittenberg nach dem Tod Friedrichs des Weisen seine s√§chsische Hauptstadtfunktion an Torgau abgeben musste, blieb seine Stellung als Zentrum der Reformationsbewegung, z.B. bei der Wittenberger Konkordie und der Entstehung der ersten Lutherbibel, erhalten. Um den steigenden Anspr√ľchen der wachsenden Bev√∂lkerung in der damals territorial beschr√§nkten Stadt gerecht zu werden, fanden w√§hrend dieser Zeit umfangreiche Bauma√ünahmen statt. 1526 wurde wiederum damit begonnen, die Festungsanlagen weiter auszubauen. Ein neues Rathaus und im sp√§ten 16. Jahrhundert eine Trinkwasserversorgungsanlage, das R√∂hrwasser, wurden errichtet.

Infolge der Reformationsbewegung entstanden Auseinandersetzungen, die im Schmalkaldischen Krieg gipfelten. Dadurch kam es zur Wittenberger Kapitulation, wodurch Wittenberg als Zentrum des Kurkreises an die albertinische Linie der Wettiner √ľberging. Da sich w√§hrend der Reformationszeit ein Konsistorium und davor ein Hofgericht herausgebildet hatte, behielt Wittenberg auch f√ľr die Albertiner weiterhin Bedeutung. So entwickelten sich im Kurf√ľrstentum Sachsen sowie in den anderen evangelischen L√§ndern zunehmend konfessionelle Auseinandersetzungen, wobei sich vor allem die Gnesiolutheraner durchsetzten und Wittenberg als Zentrum der lutherischen Orthodoxie etablierten.

Von 1600 bis 1800

Die Universität Wittenberg im 17. Jahrhundert
Wittenberg während des Beschusses 1760
Wittenberg nach dem Beschuss 1760

Hatten zum Anfang des 17. Jahrhunderts Namen wie Daniel Sennert, Friedrich Taubmann oder August Buchner bedeutende Studenten in die Stadt gezogen, √§nderte sich dies mit dem Beginn des Drei√üigj√§hrigen Krieges. Um den Anforderungen einer milit√§rischen Auseinandersetzung gewappnet zu sein, verst√§rkte man 1626 die Festungsmauern und das Festungspersonal durch kampff√§hige B√ľrger. Obwohl Wittenberg in dieser Zeit glimpflich davonkam, hatten vor allem die kleineren Orte der Umgebung unter Brandschatzungen zu leiden. Deren Bev√∂lkerung suchte in den sch√ľtzenden Mauern der Stadt Zuflucht. Nahrungsmangel, der mit der h√§ufig in der Stadt grassierenden Pest einherging, dezimierte die Bev√∂lkerung, so dass zus√§tzliche Sterbeb√ľcher angelegt werden mussten. Dennoch konnte die Stadt sich 1637 der Angriffe des schwedischen Feldherrn Johan Ban√©r erwehren. Als dieser sein Ziel nicht erreichte, brannte er am 17. Januar die h√∂lzerne Elbbr√ľcke Friedrichs des Weisen nieder.

Die milit√§rischen Handlungen und ihre Folgen wirkten sich auch auf das Umfeld der Universit√§t aus. Die Verrohung der Menschen f√ľhrte des √Ėfteren zu Zusammenst√∂√üen der Studenten mit den in Wittenberg ans√§ssigen S√∂ldnern, die meist blutig endeten. Daher hatten zu jener Zeit die Wittenberger Scharfrichter alle H√§nde voll zu tun. Hinzu kamen auch die einsetzenden Hexenprozesse, wodurch viele Menschen einen qualvollen Tod auf dem Scheiterhaufen oder dem Schafott auf dem Wittenberger Marktplatz fanden. Als sich das akademische Leben ein wenig erholte, unter anderem durch so bedeutende Professoren wie Abraham Calov und Konrad Samuel Schurzfleisch, war in der Folgezeit wieder eine gewisse wirtschaftliche Erholung der Stadt erkennbar.

Die vom nordischen Krieg wiederum heimgesuchte Stadt √ľberwand die Folgen der schwedischen Besatzung schnell. Bekannte Studenten wie Anton Wilhelm Amo und Gotthold Ephraim Lessing zeugen von der Anziehungskraft Wittenbergs. Mit Beginn des Siebenj√§hrigen Krieges war Wittenberg wechselnden Besatzungen ausgesetzt mit dem Resultat, dass die Preu√üen am 27. August 1759 wieder in den Besitz der Festungsstadt kamen. Nachdem die preussische Armee die Vorst√§dte abgebrannt hatte, um freies Schussfeld zu haben, lehnte der Stadtkommandant 1760 eine Kapitulation der Stadt vor der Reichsarmee ab. Daraufhin wurde Wittenberg von der Reichsarmee am 13. Oktober 1760 derart beschossen, dass das Schloss und dessen Kirche v√∂llig niederbrannten. Die Preu√üen kapitulierten. Ein gro√üer Teil der H√§user war zerst√∂rt. Auch die urspr√ľngliche Thesent√ľr war ein Opfer der Flammen geworden.

1764 hob die s√§chsische Regierung f√ľr die stark besch√§digte Stadt das Festungsrecht auf. Die Aufbauarbeiten zogen sich aber nur schleppend hin. Erst am 6. August 1770 konnte das Wittenberger Schloss in sp√§tbarocken Formen neu eingeweiht werden. Die im Drei√üigj√§hrigen Krieg zerst√∂rte Elbbr√ľcke wurde nach dreij√§hriger Bauzeit 1787 dem Verkehr √ľbergeben. Studenten zog es nicht mehr so stark in die zerst√∂rte Stadt. 1795 z√§hlte die Universit√§t nur noch 366 Studenten.

Von 1800 bis 1900

Aufmarsch der preußischen Truppen vor Wittenberg
Die Erst√ľrmung Wittenbergs
Der Wittenberger Schlossplatz nach der Erst√ľrmung

Nachdem die vereinigte preu√üisch‚Äďs√§chsische Armee in der Schlacht bei Jena und Auerstedt am 14. Oktober 1806 von Napoleon besiegt worden war, huldigte und unterwarf sich der s√§chsische Kurf√ľrst Friedrich August dem Kaiser der Franzosen. Er schloss mit ihm am 11. Dezember 1806 Frieden und trat dem Rheinbund bei. Daraufhin erhob Napoleon Friedrich August zum K√∂nig von Sachsen. Von nun an war der s√§chsische K√∂nig Verb√ľndeter Napoleons und unterst√ľtzte den franz√∂sischen Kaiser milit√§risch. Nachdem Napoleon am 23. Oktober 1806 Wittenberg besichtigt hatte, wurde die Stadt auf seinen Befehl wieder zur Festung ausgebaut. Die Wittenberger Universit√§t wurde nach Bad Schmiedeberg ausgelagert, und die Wittenberger B√ľrger mussten f√ľr die franz√∂sischen Truppen Quartiere bereitstellen. In der Folge wurde Wittenberg zu einem franz√∂sischen Durchgangsquartier, wobei die B√ľrger wie √ľblich f√ľr die Versorgung aufkommen mussten. Insgesamt zogen 160.000 Franzosen durch die Stadt. 60.000 Soldaten waren st√§ndig als Besatzung im Ort.

W√§hrend der Befreiungskriege r√ľckte Wittenberg wiederum in den Blickpunkt der √Ėffentlichkeit. General Lapoype, der am 20. M√§rz 1813 die Kommandantur in Wittenberg f√ľhrte, lie√ü am 6. April die H√§user in den Vorst√§dten, die B√§ume und Z√§une, die die Festungsstadt umgaben, auf 900 Schritt niederrei√üen, um freies Schussfeld zu schaffen. Nach der Schlacht bei Wartenburg verst√§rkten sich die Angriffe der gegnerischen Verb√ľndeten auf die Festung, so dass es am 25. September zum heftigsten Beschuss der Stadt durch die Preu√üen kam. W√§hrend der franz√∂sische Kommandant in Torgau kapituliert hatte, lehnte dies Lapoype f√ľr Wittenberg ab. In der Stadt selbst herrschte immer mehr Not, die Wasserversorgung war zerst√∂rt und die Lebensmittel wurden rationiert. Zerst√∂rung, Not, Elend, Krankheit und Hunger waren in der Stadt durch die Belagerung an der Tagesordnung.

Nachdem man dem Kommandeur am 12. Februar 1814 abermals die Kapitulation angeboten hatte, die er wiederum ablehnte, erfolgte ab 12 Uhr mittags bis 1 Uhr nachts erneut ein intensiver Beschuss. Dabei wurden in diesem Zeitraum 2.477 Kanonensch√ľsse auf die Stadt abgegeben. Unter den Augen des Generals von Tauentzien und des Prinzen August von Preu√üen sowie unter dem preu√üischen General von Dobsch√ľtz wurde im Anschluss an die Kanonade um 1 Uhr fr√ľh die Stadt erst√ľrmt. Nach Verlusten von 100 Mann und 8 Offizieren hatten die Preu√üen die Stadt erobert und Lapoype im Keller des Schlosses gefangengesetzt. Auch dieser hatte gro√üe Verluste: war seine Truppe im Oktober 1813 noch 3.000 Mann stark, waren nach der Eroberung nur noch 2.000 Mann kampff√§hig. 800 Mann lagen in den Lazaretten. Noch am selben Tag wurde der Gouverneur in Tauentziens Hauptquartier nach Coswig gebracht und dort verh√∂rt. Als Folge dieser Auseinandersetzungen wurden alle 259 H√§user in den Vorst√§dten Wittenbergs und 37 H√§user in der Innenstadt zerst√∂rt. 100.000 B√§ume waren den Schussfeldma√ünahmen Lapoypes zum Opfer gefallen, unter anderem auch die Luthereiche. Die Sterblichkeit war seit Oktober 1813 viermal gr√∂√üer als √ľblich, so dass sich die Bev√∂lkerungszahl der Stadt um ein Drittel verminderte.

Auf Beschluss des Wiener Kongresses fielen drei F√ľnftel des Landes Sachsen, darunter auch Wittenberg, an Preu√üen. 1817 traf der Preu√üenk√∂nig Friedrich Wilhelm III. die folgenschwere Entscheidung, die Wittenberger Universit√§t aufzul√∂sen und mit der Halleschen Hochschule zu vereinigen. Als Ersatz bekam Wittenberg ein evangelisches Predigerseminar. 1820 wurde Wittenberg mit dem Einzug des Infanterieregiments 26 zur Garnisonsstadt. Das Wittenberger Schloss wurde zur Kaserne umgebaut und das alte Universit√§tsgeb√§ude musste ebenfalls einem Kasernenbau weichen.

Wittenberg erlebte den f√ľr die damalige Zeit typischen Wandlungsprozess als Festungsstadt. Schulen und das Gymnasium entwickelten sich weiter. 1847 wurde eine neue Elbbr√ľcke √ľbergeben. Mit der am 28. August 1841 er√∂ffneten ersten Bahnstrecke der Berlin-Anhaltischen Eisenbahn erhielt Wittenberg eine Anbindung an das deutsche Schienennetz. Auch die Ereignisse der M√§rzrevolution 1848 gingen nicht spurlos vor√ľber. Zahlreiche politischen Vereine wurden gegr√ľndet, wobei sich der konservative Einfluss durchsetzte. Nachdem der erste Evangelische Kirchentag in der Schlosskirche stattgefunden hatte, wurde auf dem zweiten Kirchentag von 1848 von Wichern die Innere Mission gegr√ľndet, die ein Vorl√§ufer des heutigen Diakonischen Werkes ist.

Auf Befehl Kaiser Wilhelms I. durch Kabinettsorder vom 30. Mai 1873 begann man unter der Leitung von Fritz Eunike am 11. Juni 1873, die Festungsmauern um die Stadt abzurei√üen. An der Stelle der Festungsanlage entstanden Gr√ľnanlagen. 1876 wurde Wittenberg an die Telegraphenlinie zwischen Berlin und Halle angeschlossen, und 1893 erhielt die Stadt ein neues Postgeb√§ude. Durch die g√ľnstige Verkehrslage der Stadt kam es zur schnellen Ansiedlung von Betrieben, so dass sich im heutigen Ortsteil Reinsdorf bereits 1894 die Westf√§lisch-Anhaltische Sprengstoff-Aktiengesellschaft mit einem Sprengstoffwerk angesiedelt hatte. Ebenfalls fanden w√§hrend dieser Zeit der Maschinenbau, eine Eisengie√üerei und ein Gummiwerk in Wittenberg ein Zuhause.

Zunehmend entstand in Wittenberg eine Gedenkkultur der Reformationszeit. 1821 wurde in Wittenberg das Lutherdenkmal auf dem Marktplatz eingeweiht, 1830 die noch heute stehende Luthereiche neu gepflanzt, 1858 eine bronzene Thesent√ľr an der Schlosskirche gestiftet, 1865 das Melanchthondenkmal auf dem Marktplatz enth√ľllt, von 1877-1883 ein reformationsgeschichtliches Museum im Lutherhaus eingerichtet, am 31. Oktober 1892 im Beisein Kaiser Wilhelms II. die restaurierte Schlosskirche eingeweiht und 1894 das Bugenhagendenkmal auf dem Kirchplatz enth√ľllt.

Von 1900 bis heute

Marktplatz, Rathaus, Stadtkirche, 1949
Werkssiedlung Piesteritz mit Blick auf das Torhaus

Der im 19. Jahrhundert entstandene Trend der industriellen Ansiedlung setzte sich auch im 20. Jahrhundert fort. 1906 nahm das heutige Wikana-Werk als Kant-Chokoladenfabrik seinen Betrieb auf. Mit der Errichtung des städtischen Elektrizitätswerkes setzte die durchgehende Elektrifizierung der Stadt ein. 1915 wurde im heutigen Ortsteil Piesteritz nach Plänen von Karl Janisch ein Stickstoffwerk errichtet. Im Rahmen dieses Aufbauwerkes wurden die Städtebauer Paul Schmitthenner und Otto Rudolf Salvisberg gewonnen, die die Piesteritzer Werkssiedlung entwarfen, die heute unter Denkmalsschutz steht.

Je mehr sich Wittenberg zur Industriestadt entwickelte, desto st√§rker wirkten sich auch die innenpolitischen Ereignisse Deutschlands auf die Stadt aus - ob es die Mangelzeit des Ersten Weltkriegs war, die Folgen der Novemberrevolution, des Kapp-Putsches oder die nachfolgende Inflation. Jedes Ereignis fand auch in Wittenberg seinen Niederschlag und pr√§gte das Leben in der Stadt. So verlor Wittenberg 1919 vor√ľbergehend seinen Status als Garnisonsstadt. Im Rahmen der Industrialisierung kam es zu einem immer st√§rkeren Anwachsen der Bev√∂lkerung, so dass Wittenberg am 1. April 1922 den Status einer kreisfreien Stadt erhielt. Darauf folgend beschlossen der Magistrat und die Stadtverordnetenversammlung der Stadt im Mai 1922, den Namen ‚ÄěLutherstadt Wittenberg‚Äú zu f√ľhren. Die offizielle Anerkennung erfolgte aufgrund von Schwierigkeiten bei der Bewilligung erst 1938.

In der Zeit des Nationalsozialismus ereignete sich am 13. Juni 1935 das schwerste Explosionsungl√ľck seit Bestehen des Reinsdorfer Sprengstoffwerkes der WASAG. Mindestens 90 Tote (die genaue Zahl wurde nie ermittelt) und starke Sch√§den waren die Folge. Im selben Jahr wurden in Wittenberg die Arado Flugzeugwerke errichtet, wo unter menschenunw√ľrdigen Bedingungen auch Frauen aus dem KZ Ravensbr√ľck zur Arbeit herangezogen wurden. Wittenberg wurde 1936 wieder Garnisonsstadt der Wehrmacht. In der ‚ÄěKristallnacht‚Äú 1938 kam es zu Ausschreitungen vor j√ľdischen Gesch√§ften und Wohnungen. In der Folge wurden j√ľdische Einwohner verhaftet und deportiert. Nach dem Ausbruch des Zweiten Weltkrieges r√ľckten die in Wittenberg ausgebildeten Einheiten ins Feld, und Erg√§nzungseinheiten nahmen ihre Stelle ein. Die Todesanzeigen der Gefallenen h√§uften sich. Zahlreiche Fliegerangriffe f√ľhrten dazu dass die Arbeiter in den R√ľstungsbetrieben kaum zur Ruhe kamen und dennoch die auf Hochtouren laufende Maschinerie am Leben erhielten. Obwohl die Bomberverb√§nde haupts√§chlich Berlin anflogen, besch√§digten 1944 anglo-amerikanische Bombenabw√ľrfe im √∂stlichen Teil der Stadt mehrere H√§user, den Bahnhof und zerst√∂rten das Kino Filmburg in der Mittelstra√üe. Um die R√ľstungsindustrie aufrechtzuerhalten, wurde im Sommer 1944 ein Au√üenlager des KZ Sachsenhausen in Wittenberg errichtet. Vor dem Einmarsch der Roten Armee am 26. April 1945 wurden noch die Elbbr√ľcke und die Flutbr√ľcke im heutigen Ortsteil Pratau gesprengt.

Nach dem Einzug der sowjetischen Soldaten kam es wie in anderen deutschen Städten auch in Wittenberg zu Übergriffen auf die Bevölkerung. Erst allmählich konnte die Kommandantur der sowjetischen Truppen die chaotischen Zustände beenden. In Zusammenarbeit der demokratischen Kräfte begann der Aufbau des hinterlassenen Erbes. Nachdem die schwersten Schäden beseitigt worden waren, begann auch wieder in Wittenberg Normalität einzuziehen.

Aus einem Kabarett entwickelte sich 1946 ein Theater (das sp√§tere Elbe-Elster-Theater), und im selben Jahr wurde die Lutherhalle wiederer√∂ffnet. Die R√ľstungsbetriebe wurden zerst√∂rt, und man nahm die zivile Produktion wieder auf. Im Schloss wurde 1948 die Errichtung des Julius-Riemer-Museums begonnen. Noch zur Zeit der Lebensmittelkarten er√∂ffnete man in Wittenberg einen freien Laden, in dem man damals noch sehr teuer einkaufen konnte. Mit der Gr√ľndung der DDR erhielt der Rat der Stadt wieder die Pflichten zur Amtsaus√ľbung. Als 1952 die L√§nder in der DDR aufgel√∂st wurden und Bezirke entstanden, verlor Wittenberg den Status einer kreisfreien Stadt. Die f√ľnfziger Jahre waren gepr√§gt von einem engagierten Aufbauwerk f√ľr die Bev√∂lkerung. So wurden eine Musikschule (1953), ein Schwimmbad (1953) und ein Kulturhaus errichtet. Auch wenn es w√§hrend der Zeit des 17. Juni 1953 Proteste in kleineren Betrieben gab, wurden diese in den Gro√übetrieben durch Auffahren von Panzern unterbunden.

Durch den Zuzug vieler Vertriebener aus den Gebieten √∂stlich der Oder und Nei√üe und aus dem Sudetenland am Endes des Zweiten Weltkrieges kam es auch in Wittenberg zu einer Wohnungsnot. In Kleinwittenberg wurden von 1957‚Äď1963 erstmals Wohnungen in Gro√üblockbauweise errichtet. Das Leben in Wittenberg entwickelte sich in den typischen Bahnen einer Stadt in der DDR. Am 5. Dezember 1979 wurde im Rahmen des ‚Äěeinseitigen sowjetischen Truppenabzugs‚Äú (20.000 Soldaten und 1.000 Panzer) die seit 1945 in der Stadt stationierte 6. Gardepanzerdivision √∂ffentlich verabschiedet.

Nachdem man 1952 den 450. Jahrestag der Gr√ľndung der Wittenberger Universit√§t begangen hatte, folgten 1953 der Gedenktag zum 400. Todestag Lucas Cranachs d. √Ą. und 1967 ein gro√üer historischer Festzug zur 450-Jahrfeier der Reformation. Ein internationales Symposium und ein akademischer Festakt der Martin-Luther-Universit√§t Halle-Wittenberg bildeten die H√∂hepunkte dieser Feierlichkeiten im Jahre 1967. Zu Ehren Philipp Melanchthons wurde in seinem ehemaligen Wohnhaus ein Memorialmuseum er√∂ffnet. Eine Vielzahl von Ereignissen standen im Zeichen des Lutherjubil√§ums 1983. Die Deutsche Post der DDR (9. November 1982 und 18. Oktober 1983) und die Deutsche Bundespost (13. Oktober 1983) gaben aus diesem Anlass Sonderbriefmarken heraus. Zu Pfingsten wurde in der Stadtkirche eine neue Orgel geweiht. Die Lutherhalle er√∂ffnete nach baulicher Umgestaltung und musealer Neugestaltung anl√§sslich der 500. Wiederkehr des Geburtstages Martin Luthers ihre Ausstellung. Die Restaurierungsarbeiten am Turm der Schlosskirche und an der Thesent√ľr wurden abgeschlossen. G√§ste aus 15 L√§ndern nahmen am Evangelischen Kirchentag teil. Dabei lie√ü Pfarrer Friedrich Schorlemmer ein Schwert zu einer Pflugschar umschmieden.

Das Stickstoffwerk Piesteritz wurde 1970‚Äď1976 durch den Bau von zwei Ammoniak- und drei Harnstoffanlagen erweitert. Damit verbunden entstand von 1971‚Äď1980 am n√∂rdlichen Stadtrand ein gro√ües Wohngebiet in Plattenbauweise.

In den achtziger Jahren wurde die Unzufriedenheit mit den wirtschaftlichen und politischen Verh√§ltnissen in der Bev√∂lkerung immer dr√§ngender. 1989 kam es auch in Wittenberg zu Demonstrationen mit 10.000 protestierenden B√ľrgern. Die Wiedervereinigung Deutschlands √§nderte auch das politische und wirtschaftliche Umfeld in der Stadt. Es kam zu einer radikalen Stilllegung von Betrieben, die zu einer hohen Arbeitslosigkeit f√ľhrte. Da der wirtschaftliche R√ľckhalt in der Stadt weggebrochen war, kam es zu einer massiven Abwanderungswelle, vor allem bei der j√ľngeren Generation.

Derzeit ist Wittenberg gepr√§gt vom st√§dtischen R√ľckbau der Neubaugebiete aus der DDR-Zeit, einer langsamen wirtschaftlichen Erholung und einer touristischen Entwicklung als ‚ÄěWallfahrtsort‚Äú der Reformation. Die Abwanderung wird sich laut offiziellen Gutachten fortsetzen, da keine sprunghafte wirtschaftliche Entwicklung, die Perspektiven auf dem ersten Arbeitsmarkt schaffen k√∂nnte, zu erwarten ist.

Einwohnerentwicklung

Die Einwohnerzahlen sind nach dem jeweiligen Gebietsstand aufgef√ľhrt. Bis 1791 handelt es sich meist um berechnete Sch√§tzungen, danach um Volksz√§hlungsergebnisse oder amtliche Fortschreibungen der jeweiligen Statistischen √Ąmter beziehungsweise der Stadtverwaltung selbst.

Jahr Einwohnerzahl
1500 2.000
1532 4.500
1791 4.860
1792 4.703
1793 4.662
1794 4.617
1814 4.727
1826 6.725
1834 8.107
1846 10.283
Jahr Einwohnerzahl
1875 12.479
1880 13.448
1885 13.836
1890 14.443
1895 16.479
1900 18.345
1905 20.331
1910 22.419
1925 24.160
1939 35.130
Jahr Einwohnerzahl
1946 41.304
1950 49.852
1964 46.828
1971 47.323
1981 53.874
1989 51.754
1990 49.682
1992 55.096
1995 53.207
Jahr Einwohnerzahl
2000 49.643
2005 47.805
2008 47.695
2009 47.615

Politik

Oberb√ľrgermeister

Eckhard Naumann (SPD) wurde zuletzt 2008 f√ľr die Dauer von sieben Jahren direkt gew√§hlt.

Stadtrat

Der Stadtrat der Lutherstadt Wittenberg besteht aus 40 Stadtverordneten und dem Oberb√ľrgermeister.

(Ergebnis der Stadtratswahl am 7. Juni 2009) [5]

Verwaltungszugehörigkeit

Verwaltungsgeschichte

Als 1293 Wittenberg das Stadtrecht erhielt, f√ľhrte ein ‚ÄěVocatus‚Äú (Vogt) die Verwaltung der Stadt. Die Bewohner des Ortes waren bis dahin zumeist Leibeigene gewesen, die sich nun als B√ľrger nach und nach in Innungen organisierten. So geht die √§lteste Gr√ľndung der Tuchmacherinnung auf das Jahr 1300 zur√ľck. Ein Rat mit einem Proconsul (B√ľrgermeister) und sieben Consulen (Ratsmitglieder) wird erstmalig 1317 erw√§hnt. Dieser √ľbernahm die Verwaltungsrechte der Stadt und dessen vier Innungen (Tuchmacher, Schuhmacher, Fleischer und B√§cker), aus denen er sich zusammensetzte. Durch den st√§ndigen Geldbedarf der Regenten konnte dieser Rat nach und nach verschiedene Rechte und Grundbesitze gegen Bezahlung von diesen erwerben. Durch verwandtschaftliche Ratswahlinteressen hatte sich im Laufe eines Jahrhunderts ein Patriziat gebildet. Dies wurde durch den Regenten um 1425 durch neue Satzungen ge√§ndert. Das Ratskollegium bestand nun aus drei besonderen R√§ten, deren Mitgliederzahl zusammen 24 betrug, die alle drei Jahre einander in der Regierung abwechselten und die kurf√ľrstliche Best√§tigung ben√∂tigten. Im Laufe der Entwicklung der Stadt stiegen auch die Anspr√ľche an den Rat. W√§hrend anf√§nglich vorwiegend die Ratsmitglieder beratende Funktionen erf√ľllten, wurden nach und nach Funktionen an die Ratsmitglieder gekoppelt (Syndikus, Richter, K√§mmerer, Bauherr, Beisitzer B√ľrgermeister etc.). Dies f√ľhrte zu einer Vergr√∂√üerung des Rates. 1696 wurde die Struktur des Rates auf eine st√§ndig anhaltende Dienstzeit ge√§ndert. In der nachfolgenden Zeit entwickelten sich aus Funktionen im Rat Kommissionen, die bestimmte Thematiken der Stadt berieten.[6]

Der Titel des Oberb√ľrgermeisters wurde 1703 und 1918 bereits auf k√∂niglichen Erlass ehrenhalber vergeben. Mit dem Erreichen einer Einwohnerzahl von 25.000 erhielt Wittenberg 1922 den Status einer kreisfreien Stadt. Damit erhielt das Stadtoberhaupt auch offiziell die Bezeichnung Oberb√ľrgermeister. Durch die Verwaltungsreform vom 1. August 1950 wurde der Status der kreisfreien Stadt aufgehoben, womit auch der Titel des Oberb√ľrgermeisters verschwand. Die Verwaltung der eingemeindeten Ortsteile Piesteritz, Kleinwittenberg, Teuchel, Trajuhn, Labetz und Wiesigk wurde in der Stadtverwaltung zentralisiert.

1994 wurde entsprechend der Gemeindeordnung Sachsen-Anhalts wieder der Oberb√ľrgermeistertitel eingef√ľhrt, dessen Beigeordneter tr√§gt den Titel eines B√ľrgermeisters. Die eingemeindeten Stadtteile Abtsdorf, Apollensdorf, Mochau, Nudersdorf, Pratau, Reinsdorf, Schmilkendorf und Seegrehna besitzen einen Ortsb√ľrgermeister und einen Ortschaftsrat.

Die Oberb√ľrgermeister Wittenbergs

Stadtgliederung

Ortsteile und Eingemeindungen

Die Altstadt von der Schlosskirche aus gesehen

Die Lutherstadt Wittenberg setzt sich aus mehreren Ortsteilen zusammen: der Altstadt Wittenberg mit den dazugeh√∂rigen urspr√ľnglichen Gemarkungen Elstervorstadt, Schlossvorstadt (1417), Friedrichstadt (1301 als Broder Annendorf) und Rothemark (1391). Durch Eingemeindungen gelangten 1938 Teuchel und Labetz, 1945 Kleinwittenberg, 1950 Wiesigk, Piesteritz und 1950 Trajuhn, 1974 Apollensdorf hinzu. Nach der Wende wurden eingemeindet: 1993 Reinsdorf mit dem 1937 dort eingemeindeten Dobien und dem 1950 eingemeindeten Braunsdorf, 1993 Pratau mit dem 1929 eingemeindeten Wachsdorf, 1993 Seegrehna mit dem ehemaligen Vorwerk Bleesern, 2005 Nudersdorf und Schmilkendorf [7], 2008 Griebo[8], 2009 Abtsdorf mit den Ortsteilen Euper und Karlsfeld sowie Mochau mit dem Ortsteil Thie√üen[9], 2010 Straach mit den Ortsteilen Berkau und Grabo, Bo√üdorf mit den Ortsteilen Assau, Kerzendorf und Weddin sowie Kropst√§dt mit den Ortsteilen Jahmo, K√∂pnick und W√ľstemark[10].

Weiterhin gehören zu der Lutherstadt Wittenberg die Gemarkungen Apollensdorf Nord, Birkenbusch, Hohenroda, Kienberge, Luthersbrunnen und die Probstei. Diese sind den entsprechenden Ortsverwaltungen zugeordnet.

Stadtgliederung

Wittenberg gliedert sich in folgende Ortsteile (Stand 31. Dezember 2009)[11]:

Ortsteil Fläche (km²) Einwohner
Altstadt 0,84 2.159
Schlossvorstadt 3,47 4.458
Lindenfeld 1,24 6.550
Elbtor 1,20 0
Innenstadt 6,75 13.167
Apollensdorf 6,25 1.376
Apollensdorf Nord 4,91 649
Piesteritz 5,57 4.141
Rothemark 1,05 872
Wittenberg-West 0,72 2.737
Kleinwittenberg 1,15 941
Griebo 636
West 19,65 11.352
Reinsdorf 4,21 949
Braunsdorf 5,76 431
Dobien 4,98 1.448
Nudersdorf 4,97 982
Schmilkendorf 6,15 222
Nord 26,07 4.032
Tonmark 2,60 213
Teuchel 5,82 1.040
Stadtrandsiedlung 1,13 1.130
Trajuhn 4,64 343
Lerchenbergsiedlung 1,55 2.018
Friedrichstadt 1,90 7.837
Mochau 6,63 415
Thießen 4,33 148
Nordost 28,61 13.144
Elstervorstadt 3,42 925
Labetz 4,44 457
Wiesigk 3,09 68
Luthersbrunnen 2,05 326
Abtsdorf 3,35 1.114
Euper 3,91 136
Karlsfeld 2,44 50
Ost 22,69 3.076
Seegrehna 27,45 883
Pratau 17,12 1.906
Wachsdorf 1,21 55
S√ľd 45,78 2.844
Insgesamt 160,15 47.615

Hinzu kommen die im Jahr 2010 eingemeindeten Ortsteile Straach, Boßdorf und Kropstädt.

Wappen

Zeichnungskopie eines alten Wappens von Wittenberg

Das Wappen wurde am 5. Dezember 1995 durch das Regierungspräsidium Dessau genehmigt und im Landeshauptarchiv Magdeburg unter der Wappenrollennummer 117/1995 registriert.

Blasonierung: ‚ÄěIn Silber √ľber blauem Wasser, in dem ein silberner Fisch schwimmt, eine rote Burg, bestehend aus zwei mit einer zinnengekr√∂nten Mauer verbundenen Zinnent√ľrmen, zwischen ihnen ein kleiner unbewehrter Turm, alle drei mit spitzen blauen Kegeld√§chern und goldenen Kn√§ufen, die Burg flankiert von zwei niederen roten Zinnent√ľrmen; die Burgmauer belegt mit zwei gegeneinander gelehnten Schilden, der rechte geteilt von Schwarz √ľber Silber, belegt mit zwei schr√§ggekreuzten roten Schwertern, der linke neun mal geteilt von Schwarz und Gold, belegt schr√§grechts mit einem gr√ľnen Rautenkranz.‚Äú

Die Stadtfarben zeigen Rot - Silber (Weiß).

Das Wappen der Lutherstadt Wittenberg vermittelt mit seinen Symbolen ein St√ľck Stadtgeschichte. Am 27. Juni 1293 wurde Wittenberg durch Herzog Albrecht II. das Stadtrecht verliehen. Es entstand eine mittelalterliche Stadtgemeinde mit dem Rat als oberstem Verwaltungsorgan. Diesem Rat, erstmals 1317 nachgewiesen, √ľbertrug man die Aufgabe, die Stadt im Innern durch Recht und Gesetzgebung zu regieren und die st√§dtischen Einnahmen zu verwalten. Zur Beurkundung gebrauchte die Verwaltung ihr eigenes Siegel. Eine Darstellung auf dem vermutlich √§ltesten Wittenberger Stadtsiegelstempel, den die Verwaltung nutzte und der aus der l. H√§lfte des 14. Jahrhunderts stammt, bildet in ihren Grundz√ľgen die Vorlage f√ľr verschiedene Stadtwappen bis in die heutige Zeit.

Das Wappen symbolisiert durch die mit Zinnen bekr√∂nte Mauer, den dahinter liegenden und den seitlich freistehenden T√ľrmen eine seit 1409 stark befestigte Stadt.

Die beiden Schilde im Zentrum bilden zusammen das Wappen von Kursachsen. Rechts befindet sich das s√§chsische Rautenkranzwappen, in dem die schwarz-goldenen Balken auf die Hausfarben des askanischen Stammhauses verweisen. Der dar√ľberliegende gr√ľne Rautenkranz schm√ľckte bereits 1262 das Schild des Stadtgr√ľnders Herzog Albrecht II. von Sachsen-Wittenberg.

1356 best√§tigte Kaiser Karl IV. dem Herzog von Sachsen-Wittenberg die Kurw√ľrde. Wittenberg wurde kurf√ľrstliche Residenz. Das linke, mit Schwertern belegte Schild steht f√ľr das mit der Kurw√ľrde untrennbar verbundene Amt des Erzmarschalls des R√∂misch-Deutschen Reiches, das Rudolf l. nach Wittenberg brachte. Sowohl das s√§chsische Rautenkranzwappen als auch das Wappen mit den Kurschwertern wurden nach dem Aussterben der Askanier im Jahr 1422 von den Wettinern weitergef√ľhrt.

Das im Schildfu√ü dargestellte flie√üende Wasser symbolisiert die Lage Wittenbergs an der Elbe. Der im Wasser schwimmende Fisch stellt einen Lachs dar, der fr√ľher reichlich in der Elbe vorhanden war und von gro√üem Fischreichtum zeugte. So erhielten auch die Fischer, wie jedes Gewerk in der Stadt, 1422 ihre eigene Ordnung, und der Lachs hielt Einzug in das Wappen.

Flagge

Die Flagge wurde am 4. Juli 1997 durch das Regierungspräsidium Dessau genehmigt.

Die Stadtflagge ist schwarz-gelb quergestreift. Das Stadtwappen ist mittig auf die Flagge aufgelegt.

Städtepartnerschaften

Kultur und Sehensw√ľrdigkeiten

Bauwerke

Lutherhaus
Augusteum und Lutherhaus
Der repr√§sentative Schaufassadenbau Augusteum ist einst ein Erweiterungsbau der Universit√§t Wittenberg ‚ÄěLeucorea‚Äú gewesen. Er beherbergt heute das evangelische Predigerseminar und dessen Bibliothek. Im Innenhof des Augusteums befindet sich das einstige Wohnhaus Martin Luthers. Heute befindet sich in dem Geb√§ude das reformationsgeschichtliche Museum mit seinen Sammlungen von Bildern, Schriften und zeitgen√∂ssischen Exponaten der Reformationszeit. Bei der Renovierung des Lutherhauses ging dessen mittelalterlicher Charme teilweise verloren.
Melanchthonhaus
Der die selbstbewusste Modernit√§t der Renaissance ausdr√ľckende Baustil des Melanchthonhauses in der Collegienstra√üe ist eine architektonische Sehensw√ľrdigkeit. In diesem Haus lebte und starb der Reformator Philipp Melanchthon. In ihm befindet sich eine Ausstellung.
Universit√§t ‚ÄěLeucorea‚Äú Wittenberg
Die 1502 gegr√ľndete Universit√§t Leucorea war und ist nicht nur Lehreinrichtung. In ihr wirkten auch die ber√ľhmten Pers√∂nlichkeiten der Reformation Martin Luther und Philipp Melanchthon. In der traditionsreichen Geschichte der Universit√§t fanden Innovationen statt, die sich nicht nur auf Deutschland, sondern auch auf gro√üe Teile der Welt auswirkten.
Hamlethaus
Das architektonisch reizvolle Hamlethaus in der Collegienstraße bindet sich in das Ensemble der Stadt ein.
Stadtkirche
Stadtkirche
Die Stadt- und Pfarrkirche St. Marien ist die Mutterkirche der Reformation. In ihr wurde 1521 die erste evangelische Messe durch Justus Jonas den √Ąlteren und Andreas Bodenstein von Karlstadt abgehalten. Als Predigtkirche Martin Luthers war sie seit der Reformation Amtskirche der Generalsuperintendenten des s√§chsischen Kurkreises. Nach dem Wiener Kongress wurde sie Amtssitz der Wittenberger Superintendenten. Die k√ľnstlerische Ausstattung ist gut erhalten und umfasst unter anderem Werke von Lucas Cranach dem √Ąlteren und Lucas Cranach dem J√ľngeren. Epitaphe an den Innen- und Au√üenw√§nden weisen auf das Wirken vieler bedeutender Pers√∂nlichkeiten hin. Die Friedhofskapelle zum heiligen Leichnam steht s√ľdlich neben der Stadtkirche und geh√∂rte einst zum ummauerten Friedhofsbereich der Kirche.
Stadthaus
Das Stadthaus am Arsenalplatz geht in seiner Baugeschichte auf das 13. Jahrhundert zur√ľck und enth√§lt in seinen Umfassungsmauern bedeutende Reste mittelalterlicher Bausubstanz der ehemaligen Klosterkirche der Franziskaner, die ihrerseits als Grablege der Askanier genutzt wurde. Bereits 1536 wurde das Geb√§ude durch Conrad Thei√ü zu einem Kornspeicher umgebaut und durch das Einziehen mehrerer Ebenen stark √ľberformt. Die mittelalterlichen Fenster wurden hierbei zugesetzt und Sch√ľtt√∂ffnungen eingebaut. Im Siebenj√§hrigen Krieg wurde das Geb√§ude schwer besch√§digt und mit niedrigerer Geb√§udeh√∂he wiedererrichtet. Mehrfache Baut√§tigkeiten der Folgezeit haben das Erscheinungsbild des Geb√§udes stark ver√§ndert. So wurde Ende des 19. Jahrhunderts ein Geschoss aufgestockt, und an der S√ľdseite wurden gro√üe Fenster√∂ffnungen eingebrochen. Zwischen 1945 und 1992 war der Arsenalplatz mit dem Stadthaus durch die Rote Armee besetzt und daher nicht zug√§nglich.
Das alte Rathaus der Stadt
Rathaus und Marktplatz
Im Zentrum der Altstadt befindet sich der gro√üz√ľgig bemessene Marktplatz, an dem √ľber Jahrhunderte ein harmonisches Bauensemble von B√ľrgerh√§usern gewachsen ist. Auf ihm befinden sich das Renaissancerathaus, die Denkm√§ler Martin Luthers (Entwurf von Schadow) und Philipp Melanchthons (von Drake) sowie der Marktbrunnen.
Cranachhöfe
Die Cranachh√∂fe belegen das Wirken von Lucas Cranach d.√Ą, Lucas Cranach d.J., Hans Cranachs, Augustin Cranachs und Lucas Cranach III. in Wittenberg. Das Geb√§ude am Markt 4 und die Apotheke mit Hof an der Schlossstra√üe 1 belegen Ber√ľhrungspunkte zu der Pers√∂nlichkeit Lucas Cranachs und seiner Nachkommen.
Schloss und Schlosskirche
Schloss und Schlosskirche
Einer der Hauptanziehungspunkte der Stadt ist das Wittenberger Schloss mit der Schlosskirche, die vor allem in Verbindung mit dem mutigen Angriff auf die Ablasspraxis der römisch-katholischen Kirche im 16. Jahrhundert durch die Veröffentlichung der 95 Thesen Martin Luthers steht. Nach den Zerstörungen der Kirche und des Schlosses in den Jahren 1760 und 1814 wurde das Schloss als Bestandteil der Verteidigungsanlagen als Kaserne genutzt. Die Schlosskirche wurde 1884 umgestaltet. Nach den Absichten der Bauherren sollte die weltgeschichtliche Bedeutung der Schlosskirche zum Ausdruck gebracht werden. Im Sinne der Zeit des Historismus wurde die Aussage auf die Vorläufer und Träger der Reformation bezogen und damit eine Reformationsgedenkstätte geschaffen.
Hundertwasserschule
Das Luther-Melanchthon-Gymnasium in der Schillerstra√üe ist nach Entw√ľrfen des √∂sterreichischen K√ľnstlers Friedensreich Hundertwasser umgestaltet worden, wobei aus der Standardtypplattenbauschule Erfurt II die Hundertwasserschule wurde. In der verspielten, ungew√∂hnlichen und zugleich anregenden Bildungsst√§tte, die auch Europaschule ist, setzen sich die Sch√ľler mit √∂kologischen Zusammenh√§ngen auseinander und entfalten ihre k√ľnstlerische Kreativit√§t. Als Besonderheiten der Schule gelten die Sternwarte, der Zwiebelturm, der Toleranz gegen√ľber anderen Religionen und Menschen symbolisiert, und die Fruchtkapsel, ein der Natur gewidmeter Turm. Die Dachterrassen, die aus Fenstern herausragenden B√§ume (‚ÄěBaummieter‚Äú) und die mit farbenfrohen S√§ulen gestaltete Aula sind weitere Elemente der Schule.
Hundertwasser hat den Umbau von seinem Wohnsitz in Neuseeland aus √ľber sein Architekturb√ľro gesteuert. Zur Einweihung war er nicht anwesend; kurz darauf verstarb er. Sein einziges Projekt des Umbaus einer vorhandenen Architektur hat er selbst nie gesehen.
Lutherdenkmal auf dem Marktplatz

Museen

Weitere Sehensw√ľrdigkeiten

Luthereiche

Luthereiche

Dort, wo Martin Luther 1520 die Bannbulle des Papstes verbrannte und damit seine Trennung von der römisch-katholischen Kirche vollzog, steht die Luthereiche am Beginn der Lutherstraße.

Röhrwasser

Holzmarktbrunnen

Im 16. Jahrhundert wurde durch das stetige Anwachsen der Bev√∂lkerung der Stadt Wittenberg eine Versorgung mit frischem und klarem Wasser immer notwendiger. Die vorhandenen Brunnen und B√§che gen√ľgten nicht mehr, da sie zunehmend mit Unrat verschmutzt wurden. Durch das R√∂hrwasser √§nderte sich dies. Den B√ľrgern stand mit dem R√∂hrwasseranschluss Tag und Nacht, Sommer wie Winter frisches Quellwasser zur Verf√ľgung. Erst 1883 verlor das R√∂hrwasser durch die zentrale Wasserversorgung an Bedeutung. Heute ist das Wittenberger R√∂hrwasser mit seinen noch ca. 20 vorhandenen Brunnen das noch einzig funktionierende R√∂hrwasserleitungssystem aus dem Mittelalter n√∂rdlich der Alpen und somit ein technisches Baudenkmal.

Seit 2002 wurden Teile der die Stadt durchfließenden Bäche geöffnet. [12]

Katholische Kirche

Die Katholische Kirche St. Marien in der Mauerstraße wurde 1872 von Bischof Konrad Martin konsekriert. Die Kirche wurde in den Jahren 1999/2000 renoviert.

Druckerstube im Cranachhof

Druckerstube im Cranachhof

Lucas Cranach der √Ąltere hatte in der einst ber√ľhmten Druckerstadt Wittenberg eine eigene Druckerei eingerichtet. In dieser wurden unter anderem die 95 Thesen, der erste Teil der Lutherbibel, Luthers Tischreden und zahlreiche Holzschnitte gedruckt. Nach der Rekonstruktion der Lutherh√∂fe richtete man in der Schlossstrasse wieder eine historische Druckstube ein, in der heute im Buchhochdruckverfahren Texte (z. B. Luthers Tischreden) und Illustrationen (im Linolschnitt) als Privatdrucksachen hergestellt werden. Zu Schauveranstaltungen wird auf der historischen Gutenberg-Presse im Cranachhof Markt 4 vorgef√ľhrt, wie einst zur Zeit des Mittelalters gedruckt wurde.

Alter Bahnhof

Der ‚ÄěAlte Bahnhof‚Äú von 1841 ist eines der √§ltesten Bahnhofsgeb√§ude Deutschlands. Das Geb√§ude wurde nach dem Jahr 2000 gesichert. Es ist aber nicht zu besichtigen. Es liegt an der Stra√üe Am alten Bahnhof.

Freizeit- und Sportanlagen

  • Alaris Schmetterlingspark; Rothemark
  • Arthur-Lambert-Stadion; Wallstra√üe
  • Stadthalle; Sternstra√üe
  • Freibad; Piesteritz
  • Schwimmhalle; Piesteritz
  • Strandbad; Reinsdorf
  • Marina Pratau

Regelmäßige Veranstaltungen

Wittenberger Maiblumenfest
Dieses Fest ist den in Wittenberg traditionell gez√ľchteten Maigl√∂ckchen gewidmet. G√§rtner und Gartenbaubetriebe der Region schm√ľcken Anfang Mai dazu den gesamten Markt mit Fr√ľhlingsblumen und Geh√∂lzen aus.
Wittenberger Radsporttage und Regio Pedale
Während der zweitägigen Sportveranstaltung Anfang Mai werden Kriterien durch die Wittenberger Altstadt gefahren. Am zweiten Tag wird die Radwanderung Regio Pedale veranstaltet. Dabei fahren große Radwandergruppen an verschiedene Punkte der Region.
Luthers Hochzeit
Alljährlich findet am zweiten Wochenende im Juni eines der größten Themenstadtfeste Deutschlands an den Originalschauplätzen der Reformation in Wittenberg statt. Das Fest erinnert an die Hochzeit Martin Luthers und Katharina von Boras im Jahr 1525. Höhepunkt ist der historische Festumzug am Samstag.
Wittenberger Kultursommer mit den Wittenberger Hofkonzerten
An drei Wochenenden im Sommer finden die Wittenberger Hofkonzerte statt.
Wittenberger Erlebnisnacht
Alljährlich am 3. Wochenende im August werden in den Museen, den Altstadthöfen, im Schloss und in den Kirchen Rundgänge und Einblicke in das Stadtleben einst und jetzt, garniert mit Musik und kulinarischen Angeboten angeboten.
Wittenberger Töpfermarkt
Auf dem Marktplatz pr√§sentieren sich am letzten Wochenende im September √ľber 80 T√∂pferwerkst√§tten aus ganz Deutschland. Im Cranachhof findet ein historischer Bauernmarkt statt.
Reformationsfest
Am 31. Oktober wird alljährlich das Reformationsfest mit Festgottesdiensten, Konzerten, Disputationen und historischem Treiben auf dem Markt und in den Altstadthöfen gefeiert.
Wittenberger Weihnachtsmarkt
Der Marktplatz und die Altstadth√∂fe bieten die Kulisse f√ľr den Weihnachtsmarkt, der allj√§hrlich vom ersten bis zum vierten Advent stattfindet.

Medien und Telekommunikation

  • Sendeanlage f√ľr UKW und TV auf dem Gallunberg

Wittenberg auf Briefmarken

Inzwischen zum Weltkulturerbe der UNESCO erhobene Bauwerke sowie weltgeschichtliche Ereignisse in Wittenberg lieferten in den letzten Jahrzehnten wiederholt Motive auf Briefmarken. So gab die Deutsche Post der DDR von 1952 bis 1983 mehrere Sondermarken heraus. Die Deutsche Bundespost (auch Deutsche Bundespost Berlin) widmete in ihrer Dauermarkenserie Deutsche Bauwerke aus zwölf Jahrhunderten (1966) den 1-DM-Wert dem Melanchthon-Haus. Die Deutsche Post AG verausgabte 2009 einen 145 Eurocent-Wert mit Luthergedenkstätten in Eisleben und Wittenberg.

Wirtschaft

Wallstraße

Die Lutherstadt Wittenberg wurde zum Ende des 19. Jahrhunderts mehr und mehr zum Industriestandort. International agierende Unternehmen (unter anderem SIG Combibloc und das Margarinewerk Pratau der Unilever Bestfoods) sowie eine breite Anzahl kommunaler und mittelst√§ndischer Betriebe (darunter bekannte Firmen wie Wikana), bestimmen die gegenw√§rtige Wirtschaftsstruktur. Ein gro√ües lokales Unternehmen ist des Weiteren SKW Stickstoffwerke Piesteritz. Die Lutherstadt bietet als Eisenbahnknotenpunkt, mit der Bundeswasserstra√üe Elbe, mit einer guten Stra√üenanbindung, einem modernen Kl√§rwerk und einer ausgepr√§gten Ressourcenanbindung in den f√ľnf Gewerbegebieten ein innovatives Ansiedlungsumfeld. So gelang in den letzten Jahren die Ansiedlung von PCI Augsburg, Agrolinz Melamine International und anderen Unternehmen, insbesondere der chemischen und verarbeitenden Industrie.

Verkehr

Autoverkehr

Die Lutherstadt Wittenberg ist √ľber die Autobahn A 9 (Anschlussstelle 6: Klein Marzehns, Anschlussstelle 7: K√∂selitz und Anschlussstelle 8: Coswig (Anhalt)) erreichbar. Die Bundesstra√üen 2 und 187 kreuzen sich in der Lutherstadt Wittenberg. S√ľdlich der Elbe beginnen die Bundesstra√üen 100 und 182 an der Bundesstra√üe 2 in bzw. nahe dem Ortsteil Eutzsch der Stadt Kemberg.

Schienenverkehr

Der Hauptbahnhof Wittenberg 2004

In der Lutherstadt Wittenberg kreuzen sich die Anhalter Bahn (Berlin‚ÄďLutherstadt Wittenberg‚ÄďHalle (Saale)/Leipzig‚ÄďM√ľnchen) und die Bahnstrecke Ro√ülau‚ÄďFalkenberg/Elster (Magdeburg/Dessau‚ÄďLutherstadt Wittenberg‚ÄďFalkenberg/Elster/Dresden). Weiterhin existiert eine Nebenbahnstrecke, die Bahnstrecke Lutherstadt Wittenberg‚ÄďTorgau/Eilenburg.

Lutherstadt Wittenberg hat Anschluss an die Fernverkehrslinien Hamburg‚ÄďBerlin‚ÄďLutherstadt Wittenberg‚ÄďHalle (Saale)/Leipzig‚ÄďM√ľnchen (ICE-Halt im Zwei-Stunden-Takt) und Stralsund‚ÄďBerlin‚ÄďLutherstadt Wittenberg‚ÄďHalle (Saale)‚ÄďErfurt‚ÄďAltenbeken‚ÄďD√ľsseldorf (IC-Halt im Zwei-Stunden-Takt).

Im Regionalverkehr sind Bahnverbindungen mit dem SPNV-Unternehmen DB Regio in alle vier Himmelsrichtungen m√∂glich. Es gibt alle zwei Stunden eine RE-Verbindung √ľber Berlin nach Rostock in Richtung Norden, in Richtung S√ľden erreicht man Halle (Saale) und Leipzig st√ľndlich im Regionalverkehr mit einer RB-Linie. Ein Umstieg in Bitterfeld ist gegebenenfalls n√∂tig. Des Weiteren gibt es in Richtung Osten eine st√ľndliche Regionalverbindung mit einer Regionalbahn in das brandenburgische Falkenberg/Elster, √ľber u. a. Jessen (Elster) und Annaburg. Letztendlich erreicht man von der Lutherstadt Wittenberg aus in Richtung Westen st√ľndlich mit einer RB-Linie u. a. die Orte Coswig (Anhalt) und Dessau sowie, mit gegebenenfalls einem Umstieg in Ro√ülau (Elbe), die sachsen-anhaltische Landeshauptstadt Magdeburg √ľber u. a. Zerbst/Anhalt und G√ľtergl√ľck. Im Ortsteil Pratau zweigt eine eingleisige Nebenbahn (Bahnstrecke Lutherstadt Wittenberg‚ÄďTorgau/Eilenburg) von der Hauptstrecke Berlin‚ÄďHalle (Saale)/Leipzig‚ÄďM√ľnchen nach Bad Schmiedeberg ab, auf der Z√ľge durch das Busunternehmen Vetter betrieben werden (Elbe-Heide-Bahn).

Der Hauptbahnhof wird bis zum Jahr 2013 ein neues Gewandt erhalten. Er wird zum ersten klimafreundlichen Bahnhof der Bundesrepublik Deutschland.[13]


Folgende Bahnhöfe befinden sich auf dem Stadtgebiet der Lutherstadt Wittenberg:

  • Griebo
  • Lutherstadt Wittenberg‚ÄďPiesteritz (innerhalb des Werksgel√§ndes des SKW Piesteritz)
  • Lutherstadt Wittenberg West
  • Lutherstadt Wittenberg Altstadt
  • Hauptbahnhof Lutherstadt Wittenberg
  • Lutherstadt Wittenberg‚ÄďLabetz
  • Pratau

Busverkehr

Der √ĖPNV wird seit dem 1. Januar 2007 durch den Unternehmensverbund Neuer Wittenberger Busverkehr durchgef√ľhrt. Dieser setzte sich in einem europaweiten Bieterwettbewerb durch. Der Unternehmensverbund wird durch mehrere regionale Busunternehmen gebildet. Das Liniennetz wurde infolgedessen ver√§ndert, und es wurden neue Liniennummern vergeben. Zentraler Umsteigepunkt f√ľr Bus- und Bahnreisende ist in der Lutherstadt Wittenberg der ZOB, der Busbahnhof, mit direktem barrierefreiem Zugang zum Hauptbahnhof. Ein weiterer wichtiger Knotenpunkt, der von (fast) allen Buslinien angefahren wird, befindet sich in der Mauerstra√üe.

Vorg√§ngerin des Busverkehrs war die Pferdebahn in Wittenberg (1888‚Äď1921).

Schifffahrt

Durch die direkte Lage an der Elbe verf√ľgt die Lutherstadt Wittenberg √ľber zwei G√ľterumschlagh√§fen in Kleinwittenberg und Piesteritz sowie zwei Anlegestellen f√ľr die Passagierschifffahrt. Von dort aus werden Fahrten mit der MS ‚ÄěLutherstadt Wittenberg‚Äú nicht nur f√ľr Touristen angeboten, gefahren wird u. a. flussaufw√§rts in Richtung Torgau, vorbei am UNESCO-Biosph√§renreservat Mittlere Elbe. Die Anlegestelle f√ľr die Passagierschifffahrt mit der MS ‚ÄěLutherstadt Wittenberg‚Äú befindet sich in direkter N√§he zum Gewerbepark Elbe, etwa einen Kilometer westlich vom historischen Stadtzentrum.

Persönlichkeiten

Lutherdenkmal auf dem Marktplatz

Nicht nur die gro√üen M√§nner der Reformationszeit Martin Luther, Philipp Melanchthon und Lucas Cranach hinterlie√üen ihre Spuren in der Lutherstadt Wittenberg. Viel mehr noch als in der Rolle als Hauptstadt Kursachsens und als Residenzstadt von Sachsen-Wittenberg wurde die Stadt durch die im ausgehenden Mittelalter f√ľr Mitteleuropa wohl bedeutendste Universit√§t gepr√§gt. Sie war Wirkungsst√§tte vieler Pers√∂nlichkeiten, die gleichzeitig Einfluss auf die Lutherstadt Wittenberg aus√ľbten. Heute sind die Namen und Daten vieler Pers√∂nlichkeiten auf Gedenktafeln an den H√§usern der Altstadt Lutherstadt Wittenbergs verzeichnet.

Siehe auch: Pers√∂nlichkeiten Wittenberg, S√∂hne und T√∂chter der Stadt und Ehrenb√ľrger von Wittenberg

Namenspatenschaft

Die Lutherstadt Wittenberg war Namensgeber f√ľr einige Verkehrsmittel:

Literatur

  • Schriftenreihe des Stadtgeschichtlichen Zentrums (Heft 1‚Äď14)
  • Die Denkmale der Lutherstadt Wittenberg, Weimar 1979
  • Helmar Junghans: Wittenberg als Lutherstadt, Berlin 1979
  • Stefan Oehmig (Hrsg.): 700 Jahre Wittenberg: Stadt, Universit√§t, Reformation. B√∂hlau, Weimar 1995, ISBN 978-3980335829
  • Karlheinz Blaschke: Wittenberg vor 1547: Vom Landst√§dtchen zur Weltgeltung. In: Oehmig, 700 Jahre Wittenberg, 1995, S. 29-38. Wiederabdruck (Auszug) in: Peter Johanek (Hrsg.) unter Mitarbeit von Uwe John: Stadtgrundri√ü und Stadtentwicklung. Forschungen zur Entstehung mitteleurop√§ischer St√§dte. Ausgew√§hlte Aufs√§tze von Karlheinz Blaschke (= St√§dteforschung : Reihe A, Darstellungen Bd. 44). K√∂ln, Weimar, Wien: B√∂hlau 1997, S. 315-318. ISBN 3-412-06897-7 . 2., unver√§nderte Auflage ebd. 2001. ISBN 3-412-02601-8 .
  • Albrecht Steinwachs (Text) und J√ľrgen M. Pietsch (Fotografie): Willkommen! Lutherstadt Wittenberg. Welcome! Wittenberg - The Town of Luther. Edition Akanthus, Spr√∂da 2003, ISBN 3-00-012754-2
  • Lorenz Friedrich Beck: Herrschaft und Territorium der Herz√∂ge von Sachsen-Wittenberg (1212-1422). Verlag f√ľr Berlin-Brandenburg, Potsdam 2000 (= Bibliothek der Brandenburgischen und Preu√üischen Geschichte, Bd. 6), ISBN 3-932981-63-4
  • Corinna Nitz (Text) und Roland Krawulsky (Fotografie): Lutherstadt Wittenberg. Hinstorff, Rostock 2011, ISBN 978-3-356-01394-8

Weblinks

 Commons: Lutherstadt Wittenberg ‚Äď Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikisource: Wittenberg ‚Äď Quellen und Volltexte
 Wikiquote: Wittenberg ‚Äď Zitate

Einzelnachweise

  1. ‚ÜĎ Statistisches Landesamt Sachsen-Anhalt ‚Äď Bev√∂lkerung der Gemeinden nach Landkreisen; Stand: 31. Dez. 2010 (PDF; 231 KB) (Hilfe dazu)
  2. ‚ÜĎ Deutscher Wetterdienst, Normalperiode 1961-1990
  3. ‚ÜĎ Codex diplomaticus Anhaltinus
  4. ‚ÜĎ Friedrich Wilhelm Bautz: FRIEDRICH der Weise. In: Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon (BBKL). Band 2, Hamm 1990, ISBN 3-88309-032-8, Sp. 128‚Äď129.
  5. ‚ÜĎ Die neue Br√ľcke. Das Amtsblatt der Lutherstadt Wittenberg. Sonderausgabe vom 14. Juni 2009
  6. ‚ÜĎ 700 Jahre Stadtrecht, 700 Jahre Lutherstadt Wittenberg, 1293 - 1993, Drei-Kastanien-Verl., 1993, ISBN, 3-9803358-2-8
  7. ‚ÜĎ StBA: √Ąnderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 2005
  8. ‚ÜĎ StBA: √Ąnderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 2008
  9. ‚ÜĎ StBA: √Ąnderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 2009, 1. Liste
  10. ‚ÜĎ StBA: √Ąnderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 2010
  11. ‚ÜĎ Lutherstadt Wittenberg. Statistischer Informationsdienst Nr. 17/2009, S. 15)
  12. ‚ÜĎ √Ėffnung der historischen B√§che in der Altstadt.
  13. ‚ÜĎ http://www.wittenberger.de/index.php/news/1949-in-wittenberg-entsteht-erster-klimafreundlicher-bahnhof



Wikimedia Foundation.

Schlagen Sie auch in anderen W√∂rterb√ľchern nach:

  • Lutherstadt Wittenberg ‚ÄĒ Wittemberg ‚Ķ   Wikip√©dia en Fran√ßais

  • Lutherstadt Wittenberg ‚ÄĒ LuŐ£|ther|stadt Wit|ten|berg vgl. Wittenberg, Lutherstadt ‚Ķ   Die deutsche Rechtschreibung

  • Lutherstadt Wittenberg ‚ÄĒ LuŐ£therstadt WiŐ£ttenberg, ¬† Wittenberg ‚Ķ   Universal-Lexikon

  • Bahnhof Lutherstadt Wittenberg ‚ÄĒ Lutherstadt Wittenberg Bahnhofsgeb√§ude von den Gleisen aus gesehen Daten Kateg ‚Ķ   Deutsch Wikipedia

  • Bahnstrecke Lutherstadt Wittenberg‚ÄďTorgau/Eilenburg ‚ÄĒ Lutherstadt Wittenberg‚ÄďTorgau/Eilenburg √úbersichtskarte der Strecke Kursbuchstrecke (DB): 218 Spurweite: 1435 mm ‚Ķ   Deutsch Wikipedia

  • Bahnstrecke Lutherstadt Wittenberg‚ÄďStraach ‚ÄĒ Lutherstadt Wittenberg West‚ÄďStraach Streckennummer (DB): 6829 Spurweite: 1435 mm (Normalspur) Streckenklasse: B2[1] Legende ‚Ķ   Deutsch Wikipedia

  • Bahnstrecke Lutherstadt Wittenberg-Eilenburg ‚ÄĒ Pratau‚ÄďPretzsch‚ÄďTorgau Kursbuchstrecke (DB): 218 Streckennummer: 6830 Streckenl√§nge: 41,87¬†km Spurweite: 1435¬†mm (Normalspur) Legende ‚Ķ   Deutsch Wikipedia

  • Rathaus (Lutherstadt Wittenberg) ‚ÄĒ Rathaus Das Rathaus der Lutherstadt Wittenberg befindet sich im Zentrum der Altstadt am Marktplatz. Geschichte Mit dem Aufbl√ľhen der Stadt Wittenberg zur Reformationszeit nahm auch deren Bev√∂lkerung zu. Daher reichte das alte urspr√ľngliche… ‚Ķ   Deutsch Wikipedia

  • Marktplatz (Lutherstadt Wittenberg) ‚ÄĒ Lutherdenkmal Melanchthondenkmal Der Marktplatz der Lutherstadt Wittenber ‚Ķ   Deutsch Wikipedia

  • VEB Wittol Lutherstadt Wittenberg ‚ÄĒ Logo des VEB Wittol Logo des VEB Wittol Der ‚Ķ   Deutsch Wikipedia


Share the article and excerpts

Direct link
… Do a right-click on the link above
and select ‚ÄúCopy Link‚ÄĚ

We are using cookies for the best presentation of our site. Continuing to use this site, you agree with this.