Maio


Maio
Maio
Karte der Insel
Karte der Insel
Gewässer Atlantischer Ozean
Inselgruppe Ilhas de Sotavento
Geographische Lage 15° 13′ N, 23° 10′ W15.222777777778-23.165555555556436Koordinaten: 15° 13′ N, 23° 10′ W
Lage von Maio
Länge 26,1 km
Breite 17,3 km
Fläche 269 km²
Höchste Erhebung Monte Penoso
436 m
Einwohner 8.400
31 Einw./km²
Hauptort Vila do Maio

Maio ist eine der neun bewohnten Kapverdischen Inseln im Atlantik.

Inhaltsverzeichnis

Geographie

Maio gehört zur Inselgruppe Ilhas de Sotavento (dt.: „Inseln unter dem Wind“). Sie liegt östlich der Insel Santiago und südwestlich von Boa Vista. Die von nur wenigen verwitterten Vulkanschloten überragte, auf einem Kalksockel aufsitzende Wüsteninsel hat eine Fläche von 269 km² und rund 8.400 Einwohner. Bevölkerungsdichte: 31 Einwohner/km². Höchste Erhebung ist der Monte Penoso (436 m). Hauptstadt und Hafenstadt ist Vila do Maio.

Geschichte

Der Name Maio (dt.: "Mai") leitet sich ab vom Datum der Entdeckung am 1. Mai 1460. Wenig später wurden halbnomadische Hirtensklaven angesiedelt, die im Auftrag des portugiesischen Königshauses Fleischvieh und Häute produzierten, um die Sklavenschiffe von Cidade Velha zu versorgen. Im 16. Jahrhundert kam zur Viehwirtschaft der Anbau von Baumwolle hinzu und ein Teil der Bevölkerung wurde sesshaft. Fein gewobene Tücher (panos de Santiago) waren ein wertvolles Tauschgut in Kontinentalafrika und dienten vorwiegend dem Aufkauf weiterer Sklaven. Nachdem Santiago seine vorherrschende Position im 17. Jahrhundert verloren hatte, wurden die natürlichen Salinen ausgebaut und freie Siedler folgten. Zum Schutz vor Piratenangriffen und nicht zuletzt, um die den Salzhandel beherrschenden Engländer zu Steuerzahlungen bewegen zu können, errichtete die portugiesische Krone im Hauptort Vila do Maio (bis 1975 Porto Inglês) eine kleine Festung mit ein paar Kanonen.

Wie die anderen Kapverdischen Inseln wurde auch Maio wiederholt von Hungerkatastropen heimgesucht, die mitunter die freie Bevölkerung zwangen, sich als Sklaven nach Amerika zu verkaufen. Dem Rückgang der Salzproduktion und zunehmender Dürre Anfang des 20. Jahrhunderts folgte eine anhaltende Auswanderungsbewegung. Nach der Unabhängigkeit 1975 musste das Überleben durch Arbeitsbeschaffungsprogramme in Straßenbau und Wiederaufforstung gesichert werden. Die im Inneren weitgehend vegetationslose Insel besitzt wieder eine kleine, aber nachhaltige Forstwirtschaft und exportiert Brennholz und Holzkohle nach Praia.

Wirtschaft und Tourismus

Haupterwerbszweige sind extensive Viehzucht, Fischerei und das Kunsthandwerk (Keramik). Viele Familien erhalten Zuwendungen von Familienangehörigen aus Praia und aus Übersee.

Mit seinen kilometerlangen feinen hellen Sandstränden und wildromantischen felsigen Küstenabschnitten besitzt Maio ein beeindruckendes touristisches Potential, das wenig genutzt wird, solange sich der Transport von Wassersportgerät schwierig gestaltet. Die wenigen Besucher freuen sich an einsamen Stränden und weiten Wanderungen und Ausflugsfahrten ins Inselinnere. Ein Anziehungspunkt ist auch das Riff João Valente.

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