Manchester

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Manchester
City of Manchester
Kathedrale
Kathedrale
Koordinaten 53¬į 29‚Ä≤ N, 2¬į 14‚Ä≤ W53.4808-2.235Koordinaten: 53¬į 29‚Ä≤ N, 2¬į 14‚Ä≤ W
City of Manchester (England)
City of Manchester
City of Manchester
Bevölkerung 458.100 (Stand: 2007)
Fl√§che 115,65 km¬≤ (44,65dep1)
Verwaltung
Postleitzahlen­abschnitt M
Vorwahl 0161
Landesteil England
Region North West England
Shire county Lancashire, teilw. Cheshire
Metropolitan Borough Greater Manchester
ONS-Code 00BN
Website: www.manchester.gov.uk
Politik
Status Metropolitan Borough
City (1853)
Oberb√ľrgermeister: Mark Hackett (Lord Mayor) [1]
Rat der Stadt:
(96 Sitze)
Labour: 61 Sitze
LibDems: 33 Sitze
Die Gr√ľnen: 1 Sitz
Konservative: 1 Sitz

Manchester [ňąm√¶nt É…õst…ô] ist eine Stadt im Nordwesten von England. Manchester hat eine Bev√∂lkerung von 486.000 Einwohnern und konkurriert mit Birmingham um den Rang der zweitwichtigsten Stadt Gro√übritanniens ('UK's Second City'). Manchester liegt im Zentrum des Metropolitan County Greater Manchester, einer der gr√∂√üten Agglomerationen in England mit 2,6 Mio. Einwohnern (2006). Die Einwohner Manchesters werden ‚ÄěMancunians‚Äú oder verk√ľrzt ‚ÄěMancs‚Äú genannt.

Manchester
Klimadiagramm (Erklärung)
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Temperatur in ¬įC,  Niederschlag in mm
Quelle: WMO
Monatliche Durchschnittstemperaturen und -niederschl√§ge f√ľr Manchester
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Max. Temperatur (¬įC) 6,4 6,6 8,9 11,6 15,3 18,2 19,6 19,5 17,0 13,7 9,1 7,1 √ė 12,8
Min. Temperatur (¬įC) 1,3 1,2 2,5 4,3 7,3 10,2 12,0 11,9 10,0 7,5 3,6 2,0 √ė 6,2
Niederschlag (mm) 69 50 61 51 61 67 65 79 74 77 78 78 ő£ 810
Regentage (d) 18,2 13,1 15,6 14,4 15,1 14,4 13,6 15,0 15,0 16,5 17,0 17,4 ő£ 185,3
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Quelle: WMO

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Römerzeit

Vor der Invasion Gro√übritanniens durch die R√∂mer lag das heutige Stadtgebiet im Territorium des keltischen Stammes der Briganten. Gnaeus Iulius Agricola lie√ü 79 n. Chr. am Zusammenfluss des Irwell und des Medlock ein Kastell errichten. Es wurde Mamucium genannt, das lateinische Wort f√ľr ‚Äěbrustf√∂rmiger H√ľgel‚Äú. Der Wortteil chester erinnert an die r√∂mische Zeit und bedeutet Lager (castrum). Nachdem die R√∂mer im Jahr 407 Gro√übritannien verlassen hatten, war die Gegend lange Zeit unbewohnt, bis im 7. Jahrhundert die Angelsachsen sich niederlie√üen. Sie gr√ľndeten ein Dorf mit dem Namen Mameceaster, woraus sich dann Manchester entwickelte.

Die Ruinen der r√∂mischen Befestigung waren bis zum 18. Jahrhundert sichtbar und wurden beim Bau einer Haupteisenbahnlinie endg√ľltig beseitigt. Ein Nachbau des r√∂mischen Kastells wurde im Stadtteil Castlefield errichtet.

Mittelalter und Neuzeit

Das kleine Dorf Manchester stieg im 13. Jahrhundert zu einer Marktsiedlung auf und erhielt im Jahre 1222 das Recht, Jahrm√§rkte durchzuf√ľhren. Im Jahr 1301 folgte das Recht auf Selbstverwaltung. Im 14. Jahrhundert lie√üen sich Einwanderer aus Flandern nieder und begr√ľndeten die Tradition der Wollverarbeitung und Leinenherstellung. Dank dieser Gewerbezweige war Manchester im 16. Jahrhundert ein florierender Marktort geworden. Die Stadtkirche, seit 1847 die Kathedrale der Di√∂zese Manchester, wurde zwischen 1421 und 1506 erbaut. Das Wachstum erhielt um 1620 einen weiteren Schub durch die Einf√ľhrung der Baumwollweberei.

Als 1642 der Englische B√ľrgerkrieg ausbrach, stand Manchester auf der Seite des Parlaments. Die Stadt wehrte sich erfolgreich gegen eine Belagerung der k√∂niglichen Truppen, obwohl sie keine Stadtmauern besa√ü. Als die Royalisten nach 1660 wieder an die Macht gelangten, verlor Manchester s√§mtliche Sitze im Parlament und war fast zweihundert Jahre lang nicht mehr vertreten. Trotz des verlorenen politischen Einflusses nahm die wirtschaftliche Bedeutung der Stadt weiter zu.

Industrielle Revolution

Manchester spielte eine Schl√ľsselrolle w√§hrend der Zeit der Industriellen Revolution. Die zahlreichen B√§che, die in den Pennines n√∂rdlich und √∂stlich der Stadt entsprangen, waren ideal f√ľr die Errichtung von Baumwollspinnereien, die durch Wasserkraft angetrieben wurden. Die Stadt profitierte au√üerdem von der N√§he zum Hafen in Liverpool.

Nach der Erfindung der Dampfmaschine waren die Baumwollspinnereien nicht mehr länger auf die Wasserkraft angewiesen und in der Folge entstanden noch größere Betriebe in der Stadt selbst sowie in den umliegenden Dörfern und Städten. Viele Bewohner ländlicher Gegenden zogen auf der Suche nach Arbeit nach Manchester. Innerhalb weniger Jahrzehnte stieg die Bevölkerungszahl um ein Vielfaches an und Manchester wurde zum wichtigsten industriellen Zentrum der Welt.

Die Er√∂ffnung des Bridgewater-Kanals, einem Narrowboat-Kanal, der von den Kohlegruben des Duke of Bridgewater in Worsley bis nach Manchester f√ľhrte, stellte einen Verkehrsweg zur Verf√ľgung, der f√ľr den sicheren und preiswerten Transport von Kohle f√ľr die Dampfmaschinen und die Haushaltungen in Manchester einerseits und andererseits f√ľr den Abtransport von Fabrikg√ľtern aus Manchester sorgen konnte.

Das ungebremste Bev√∂lkerungswachstum brachte die Stadt an die Grenzen der Belastbarkeit. Die meisten Arbeiter wurden zu Hungerl√∂hnen angestellt und mussten in erb√§rmlichen Zust√§nden leben. So kam es 1797 als Folge einer Rezession in der Textilindustrie zu Aufst√§nden und Pl√ľnderungen.

19. Jahrhundert

Alt und Neu. Der Innenstadtbezirk Castlefield; im Hintergrund der Beetham Tower

Die fehlende Vertretung im Parlament hatte zur Folge, dass die Bev√∂lkerung radikalen politischen Ideen gegen√ľber sehr aufgeschlossen war. 1819 kam es zum Peterloo-Massaker, zwei Jahre sp√§ter erschien erstmals der Manchester Guardian. Nach der Parlamentsreform von 1832 durfte die Stadt wieder Abgeordnete ins Unterhaus entsenden. Manchester blieb ein bedeutendes Zentrum f√ľr radikale politische Ideen. Von 1842 bis 1844 und erneut von 1850 bis 1870 lebte hier der deutsche Journalist und Schriftsteller Friedrich Engels und schrieb sein einflussreiches Buch ‚ÄěDie Lage der arbeitenden Klasse in England‚Äú. 1839 gr√ľndete Richard Cobden die Anti-Corn Law League f√ľr Freihandel und zur Abschaffung von Z√∂llen (besonders Z√∂lle auf importiertes Getreide). 1846 gelang die Abschaffung der Corn Laws. Cobden wurde damit zur Symbolfigur des Manchesterliberalismus.

Zahlreiche Kultur- und Bildungsinstitutionen wurden gegr√ľndet, so z. B. die Manchester Literary and Philosophical Society (1781), die Portico Library (1803), die Royal Manchester Institution (1823), die heutige University of Manchester Institute of Science and Technology (1824) und die Victoria University of Manchester (1851). 1847 entstand die Di√∂zese Manchester der Church of England. 1853 wurde Manchester offiziell eine Stadt.

Die bl√ľhende Textilindustrie f√ľhrte zu einer Expansion der Stadt und zur Bildung eines breiten Vorortg√ľrtels. Vor allem der Bau von Eisenbahnen und Kan√§len trug zum Wachstum bei. 1829 baute George Stephenson die erste Eisenbahn von Liverpool nach Manchester (Liverpool and Manchester Railway). Der Ausbruch des Amerikanischen B√ľrgerkriegs im Jahr 1861 hatte eine sofortige Verknappung der Baumwolle zur Folge, was die Textilindustrie in eine tiefe Krise st√ľrzte. Um die Abh√§ngigkeit vom Hafen von Liverpool zu verringern, wurden zahlreiche Kan√§le gebaut, allen voran der 1894 er√∂ffnete Manchester Ship Canal. Dadurch wurde Manchester zur drittgr√∂√üten Hafenstadt Gro√übritanniens, trotz der Entfernung von 64 Kilometern zum Meer. Offiziell nahm Queen Victoria die Freigabe des Bauwerks f√ľr den Schiffsverkehr am 21. Mai 1894 vor, doch war die k√ľnstliche Wasserstra√üe schon ab dem 1. Januar in Betrieb.[2]

20. und 21. Jahrhundert

The Printworks

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts ver√§nderte sich die Wirtschaftsstruktur der Stadt. 1910 wurde Trafford Park er√∂ffnet, die erste eigens zu diesem Zweck geschaffene Industriezone der Welt. Hier siedelten sich u. a. Ford und Westinghouse an. 1931 wurde die h√∂chste Bev√∂lkerungszahl von 766.311 Einwohnern erreicht. Die Weltwirtschaftskrise traf die Stadt hart, die Textilindustrie sank fast zur Bedeutungslosigkeit herab. W√§hrend des Zweiten Weltkriegs wurden in Manchester die Avro-Flugzeuge gebaut, weshalb die Stadt immer wieder Ziel von Luftangriffen war. Aufgrund dessen ist in der Stadt nur noch wenig alte Bausubstanz anzutreffen und die Stadt ist gr√∂√ütenteils modern im Stil der Nachkriegsjahre gepr√§gt

Nach dem Krieg √ľbernahm Manchester erneut eine F√ľhrungsrolle, diesmal in der Informatik. Der ‚ÄěVater‚Äú der modernen Computer, Alan Turing, lehrte an der Universit√§t Manchester. 1948 entstand aus seinen Ideen die Small-Scale Experimental Machine, der erste auf der Von-Neumann-Architektur basierende Computer. 1949 folgte der Manchester Mark I, woraus sich der Ferranti Star entwickelte, einer der ersten kommerziellen Computer. Das Filmstudio Mancunian Films nahm 1947 den Betrieb auf und wurde 1954 von der BBC √ľbernommen. Im gleichen Jahr wurde auch Granada TV gegr√ľndet, eine der Hauptst√ľtzen von ITV, die u. a. die seit Jahrzehnten laufende Seifenoper Coronation Street produziert.

Diese Diversifikation konnte den Niedergang der Industrie zwar nicht verhindern, aber zumindest abfedern. Die Bev√∂lkerungszahl ging zur√ľck: Z√§hlte man 1971 noch 543.868 Einwohner, so waren es 2001 nur noch 422.302. In den 1950ern und 1960ern wurden alte, √ľberbev√∂lkerte Viertel gro√üfl√§chig abgerissen und durch Hochhaussiedlungen ersetzt. Diese wiederum werden seit den sp√§ten 80ern zu einem Gro√üteil wieder abgerissen.

Mittlerweile steigt die Einwohnerzahl der City of Manchester wieder an. Alleine im Stadtzentrum hat sich die Einwohnerzahl von 2.000 auf mehr als 12.000 erhöht. Dies wird als großer Erfolg im Zuge der Regenerierung der Innenstadt gewertet. Im Jahr 2015 rechnet man in der Innenstadt wieder mit einer Einwohnerzahl von mehr als 20.000.

Vor 1974 geh√∂rte das Ballungsgebiet um Manchester zu den Grafschaften Cheshire and Lancashire, daneben existierten zahlreiche eigenst√§ndige County Boroughs. Das Gebiet wurde informell ‚ÄěSELNEC‚Äú genannt (South East Lancashire North East Cheshire). 1974 erfolgte die Einf√ľhrung einer √ľbergeordneten Verwaltungseinheit namens Greater Manchester, die den Status eines Metropolitan County erhielt. 1986 wurde der Rat und die Verwaltung der Grafschaft abgeschafft.

Am 15. Juni 1996 um 11:20 Uhr explodierten 1500 kg Sprengstoff im Zentrum Manchesters. Die IRA hatte diese Bombe in einem Lieferwagen in der Corporation Street nahe der Einkaufsstra√üe Market Street platziert. Dies war die gr√∂√üte IRA-Bombe, die jemals in England detoniert war. Es gab zwar keine Toten, jedoch 206 Verletzte. Dem Anschlag ging eine Warnung nur gut eine Stunde vor der Z√ľndung voraus, die Schlimmeres verhinderte. Der Anschlag zerst√∂rte 50.000 m¬≤ Einkaufsfl√§che und 25.000 m¬≤ B√ľrofl√§che. Seit dem Anschlag wurde die gesamte Umgebung komplett renoviert, was das Stadtbild allgemein verbesserte. Ein Briefkasten au√üerhalb Marks & Spencer in der Corporation Street √ľberstand den Anschlag beinahe unversehrt und wurde mit einer kleinen Gedenktafel versehen.

Als Folge der Wiederaufbauma√ünahmen und einer g√ľnstigen Wirtschaftsentwicklung hat die gesamte Innenstadt Manchesters in den letzten 10 Jahren einen bedeutenden Aufschwung erfahren. Das Stadtbild wird heutzutage durch Kaufh√§user der gehobenen Klasse sowie Luxuswohnungen und futuristische Architektur mitgepr√§gt. Manchester erhielt 2003 von der EU den Preis f√ľr den besten Strukturwandel einer europ√§ischen Gro√üstadt.

Manchester bewarb sich erfolglos f√ľr die Durchf√ľhrung der Olympischen Sommerspiele 1996 sowie der Olympischen Sommerspiele 2000. Stattdessen fanden in der Stadt die Commonwealth Games 2002 statt.

Kultur und Sehensw√ľrdigkeiten

Opera House

Stadtbild und Architektur

Das Stadtbild wird von Geb√§uden aus unterschiedlichen Stilepochen von der Viktorianischen Architektur bis zur Moderne gepr√§gt. Au√üerhalb des Stadtzentrums sind Fabriken der Baumwollindustrie erhalten geblieben, die heute als Wohnungen oder B√ľros genutzt werden. Charakteristisch f√ľr Manchester ist die h√§ufige Verwendung von roten Backstein als Baustoff. Sehenswerte Geb√§ude sind die gotische Kathedrale von Manchester (erbaut 1421 im Perpendikular-Stil; Turm 1876 wiederaufgebaut), die Getreideb√∂rse (Corn Exchange, erbaut 1897, heute das Einkaufszentrum The Triangle) und das neugotische Rathaus von Manchester, dass 1877 von Alfred Waterhouse entworfen wurde. Seit den 1960er Jahren entstanden in der Stadt mehrere gro√üe Hochh√§user, die eine neue Stadtsilhouette entstehen lie√üen. Das h√∂chste Geb√§ude ist der 2006 gebaute Beetham Tower, der ein Hotel, Restaurants und Wohnungen beherbergt. Im Fr√ľhjahr 2008 begann der Bau des Piccadilly Tower, der bei Fertigstellung das h√∂chste britische Geb√§ude au√üerhalb von London sein wird.

Manchester besitzt 135 Pl√§tze, Park- und Gartenanlagen. Wichtigste Parkanlage ist der Heaton Park im Norden der Innenstadt. Die Gr√ľnanlage ist mit 250 Hektar Fl√§che eine der gr√∂√üten √∂ffentlichen Parkanlagen Europas. Auf den zwei gro√üen Pl√§tzen St Peter‚Äôs Square und Albert Square im Stadtzentrum stehen zahlreiche Denkm√§ler in Gedenken an ber√ľhmte Personen und K√∂nige.

Musik und Theater

Manchester besitzt zwei Sinfonieorchester, das Hall√© Orchestra und das BBC Philharmonic Orchestra. Die Stadt ist mit dem Royal Northern College of Music und der freien Musikschule Chetham‚Äôs School of Music ein Zentrum der musikalischen Lehre in Nordengland. Die Hauptspielorte f√ľr sinfonische Musik sind die Free Trade Hall und die Bridgewater Hall, ein 1996 er√∂ffnetes Geb√§ude, das dem Grafen von Bridgewater gewidmet ist.

Im Manchester Opera House und Palace Theatre werden regelm√§√üig Opern, Ballett, Konzerte, Kabarett und Musicals aufgef√ľhrt. Weitere wichtige Theaterh√§user sind das Royal Exchange Theatre, Library Theatre und das Lowry Centre.

Manchester ist die Heimat und Gr√ľndungsort vieler bekannter Musikgruppen und S√§nger, darunter Oasis, The Hollies, New Order, The Smiths, I am Kloot, Elbow, Simply Red, Inspiral Carpets, Stone Roses, Happy Mondays und Take That. Zur Zeit des New Wave wurden The Fall, Joy Division, Buzzcocks, Magazine oder 808 State aus Manchester bekannt. Ende der 80er Jahre wurde hier The Future Sound Of London gegr√ľndet. Mit Factory Records beheimatete Manchester eines der einflussreichsten Independent-Labels. Durch seine lebendige Musikszene bekam die Stadt den Spitznamen "Madchester" verliehen. Insbesondere in den 1980ern und den 1990ern wurde die Stadt zu einem Zentrum der Subkultur. Die Diskothek ‚ÄěThe Ha√ßienda‚Äú wurde in diesen Zusammenhang √ľberregional bekannt. Der Film ‚Äě24 Hour Party People‚Äú (2002) von Michael Winterbottom behandelt die Geschichten um den popul√§ren Club.

Größte Veranstaltungshalle ist die Manchester Evening News Arena (MEN-Arena) mit 21.000 Sitzplätzen, in der regelmäßig Popmusikkonzerte und Events stattfinden. Weitere wichtige Veranstaltungsorte sind das Manchester Apollo und die Manchester Academy.

Museen und Galerien

Das Museum of Science and Industry besch√§ftigt sich mit der industriellen Vergangenheit Manchesters und zeigt eine Sammlung von Lokomotiven, Industriemaschinen und Flugzeugen. Im Museum of Transport werden historische Busse und Stra√üenbahnen gezeigt. Das 1880 er√∂ffneten Manchester Museum beheimatet eine naturhistorische und √§gyptologische Sammlung. Das vom Architekt Daniel Libeskind entworfene Imperial War Museum North zeigt eine milit√§rhistorische Sammlung und ist mit einer Fu√üg√§ngerbr√ľcke mit dem Stadtzentrum verbunden.

Wichtige Kunstmuseen sind die Manchester Art Gallery, mit einer Sammlung von europ√§ischer Malerei und insbesondere Pr√§raffaelitischer Malerei, und die Whitworth Art Gallery mit dem Schwerpunkt f√ľr moderne Kunst. Weitere Museen sind das Cornerhouse, ein Kulturzentrum mit Ausstellungsr√§umen, Kinos√§le f√ľr Independent-Filme und einem Caf√© in einem ehemaligen Kaufhaus, der Urbis centre, momentan geschlossen wegen Umbau, die Manchester Costume Gallery at Platt Fields Park, das People's History Museum, das Fu√üballmuseum im Old Trafford-Stadium und das J√ľdische Museum. Dem Maler L. S. Lowry ist der Lowry Centre gewidmet, ein Kulturzentrum mit Theatern und Kunstgalerien, dass vom Architekt Michael Wilford errichtet wurde.

Einkaufen

Shopping rund um Piccadilly Gardens

Die großen Einkaufsstraßen sind die Market Street, die King Street und Deansgate. In der New Cathedral Street und am Exchange Square sind zahlreiche hochwertige Geschäfte ansässig, darunter das Nobelkaufhaus Harvey Nichols. Das Northern Quarter, ein ehemaliges Industrieviertel, gilt als Szeneviertel der Stadt mit kleineren Mode- und Musikgeschäften, Restaurants und Cafés. Erwähnenswert sind außerdem die großen Einkaufszentren Arndale Centre in der Market Street und The Triangle.

Das chinesische Viertel, die drittgrößte Chinatown Großbritanniens, liegt im Osten der Innenstadt mit asiatischen Geschäften und Restaurants. In der Wilmslow Road im Stadtteil Rusholme liegt das indische Viertel, dass den Spitznamen Curry Mile trägt. Eine Besonderheit sind die zahlreichen bunten Leuchtreklamen, mit denen die Gastronomie und der Einzelhandel wirbt. [3]

Rund um die Canal Street liegt Gay Village, das Lesben- und Schwulenviertel der Stadt.[4] Sp√§testens seit den 1940er Jahren ist es ein Treffpunkt der Szene, in den fr√ľhen 1980er Jahren begann der Weg zu mehr Offenheit. [5] Heute ist das Viertel eines der gr√∂√üten schwulen und lesbischen kulturellen Zentren Europas, mit mehr als 40 Bars, Pubs, Clubs und Gesch√§ften und wird meist gleich nach Soho in London genannt. Zu gro√üer Bekanntheit hat auch die von 1999 bis 2000 ausgestrahlte britische Fernsehserie Queer as Folk beigetragen, vor allem beim heterosexuellem Publikum.[6] Ende August findet j√§hrlich der Manchester Pride statt, im Jahr 2003 wurde hier der Europride gefeiert. In unmittelbarer N√§he steht im Sackville Park das Alan Turing Memorial.

Sport

Manchester ist bekannt f√ľr die beiden Fu√üballvereine, die in der Englischen Premier League spielen: Manchester City und Manchester United. Das Stadion von Manchester United, das Old Trafford, liegt in Trafford, das verwaltungstechnisch zu Stretford geh√∂rt. Im Jahre 2002 fanden die Commonwealth Games im neu erbauten City-of-Manchester-Stadion, seit 2003 Heimstadion von Manchester City. Das B of the Bang vor dem Stadion, eine 56 Meter hohe Skulptur in Form eines explodierenden Feuerwerksk√∂rpers, erinnert an die zehnt√§gige Sportveranstaltung. Durch die Errichtung des Aquatics Centers f√ľr die Commonwealth Games besitzt Manchester nun auch eine Schwimmhalle f√ľr internationale Sportveranstaltungen. Das Manchester Velodrome ist das Zentrum des britischen Bahnradsports.

Seit 2005 findet im Mai der Great Manchester Run statt, der bedeutendste britische Stra√üenlauf √ľber 10 km.

Wirtschaft

Die ehemals dominierende Schwer- und Textilindustrie ist heute kaum noch von Bedeutung. Wichtigster Wirtschaftszweig ist der Dienstleistungssektor, insbesondere Finanzdienstleistungen und die Medien- und Kommunikationsbranche, außerdem die herstellende Industrie und Hochtechnologie. Rund 15.000 Menschen arbeiten in der Finanzwirtschaft und rund 60 Bankinstitute sind in der Stadt vertreten. Der genossenschaftlich organisierte Mischkonzern Co-operative Group hat seinen Sitz in Manchester und ist der größte Arbeitgeber in der Stadt.

Medien

Manchester ist der Hauptsitz der TV-Produktionsgesellschaft Granada Television, die zur Sendergruppe ITV geh√∂rt. Granada produziert die weltweit √§lteste Seifenoper Coronation Street. Auch weitere TV-Serien wie Cracker (F√ľr alle F√§lle Fitz), Life on Mars, The Royle Family oder Clocking Off spielen in Manchester.

Die Stadt ist neben London und Bristol ein Standort der BBC. F√ľr das Fernsehen entstehen in Manchesters Studios mehrere Sendungen, der Radiosender BBC One unterh√§lt hier ein Regionalprogamm. Seit 2000 besitzt die Stadt mit Channel M einen eigenen privaten Fernsehsender und strahlt haupts√§chlich ein Programm mit starken regionalen Bezug aus.

Manchester besitzt die größte Anzahl an Radiosendern in Großbritannien außerhalb von London. Wichtige Radiostationen sind BBC Radio Manchester, Cey 103, Galaxy, Piccadilly Magic 1152, 105.4 Century FM, 100.4 Smooth FM, Kapital Gold 1458, 96.2 The Revolution und Xfm. Die beiden großen Universitäten unterhalten mit Fuse FM (Universität Manchester) und MMU Radio (Manchester Metropolitan University) eigene Radiosender.

Die √ľberregionale Tageszeitung The Guardian wurde 1821 in Manchester als The Manchester Guardian gegr√ľndet. Dessen Hauptb√ľro ist gegenw√§rtig noch in Manchester ans√§ssig, der Hauptsitz wurde 1964 nach London verlagert. Die Schwesterpublikation Manchester Evening News ist die auflagenst√§rkste t√§gliche Abendzeitung in Gro√übritannien. Sie ist im Stadtzentrum am Donnerstag und Freitag frei erh√§ltlich, in den Vororten wird die Zeitung verkauft. Weiter werden einige Lokalmagazine angeboten, darunter das YQ Magazine und Moving.

Bildung

Universität

In Manchester sind zwei Universitäten ansässig, die Universität Manchester (The University of Manchester) und die Manchester Metropolitan University (MMU). Letztere war bis 1992 eine technische Hochschule. Bis zur Fusion mit der Victoria University of Manchester im Jahr 2004 zur Universität Manchester war die University of Manchester Institute of Science and Technology (UMIST) die dritte Universität Manchesters.

Der Universität Manchester ist eine eigenständige Wirtschaftshochschule (Manchester Business School) angegliedert, die auf Finanzwirtschaft und Doktorandenprogramme spezialisiert ist und ihr Programm auch in Singapur, Hongkong, Dubai und Jamaika anbietet. Die Hochschule belegte im Jahr 2006 im Financial-Times-Ranking den 22. Platz im weltweiten Master-of-Business-Administration-Vergleich.

Der Ableger des Royal College of Music in London ist das Royal Northern College of Music in Manchester. Das Manchester City College ist eine weitere Weiterbildungstätte in der Stadt. Auch in der benachbarten Stadt Salford befindet sich eine Universität, die University of Salford.

Verkehr

Der Flughafen Manchester ist nach London Heathrow und London Gatwick der drittgr√∂√üte Flughafen des Vereinigten K√∂nigreiches. J√§hrlich werden ca. 18 Mio. Passagiere abgefertigt. Direktverbindungen bestehen zu Kontinentaleuropa (u. a. Hamburg, D√ľsseldorf, Frankfurt, M√ľnchen) und interkontinentalen Destinationen (u. a. New York, Washington, Singapur).

Der öffentliche Personennahverkehr basiert auf Stadtbussen und der Stadtbahn Manchester Metrolink, die zu großen Teilen auf ehemaligen Eisenbahnstrecken verkehrt. Drei Buslinien (Metroshuttle 1, 2 und 3), die die wichtigsten Punkte in der Innenstadt mit Midibussen verbinden, sind kostenlos nutzbar. Direkte Fernbuslinien verbinden die Stadt unter anderem mit London, Liverpool, Birmingham, Leeds und Schottland. Das Programm zur Ausbau der Stadtbahn wurde im Juli 2006 von der Regierung genehmigt. Dieses Programm sieht ein Ausbauvolumen des Stadtbahnnetzes von insgesamt 1,5 Milliarden Pfund vor.

Manchester ist ein Eisenbahnverkehrsknotenpunkt. Der Hauptbahnhof Manchester Piccadilly ist der verkehrsreichste Bahnhof Englands außerhalb von London. Die weiteren zentralen Bahnhöfe Oxford Road und Victoria dienen dem Regionalverkehr.

Die Binnenkanäle Manchester-Kanal, Bolton & Bury-Kanal, Rochdale-Kanal, Manchester-Ship-Kanal, Bridgewater-Kanal, Ashton-Kanal und der Leigh-Abzweiger des Leeds & Liverpool-Kanal waren in der Vergangenheit wichtige Transportwege. Heute dienen sie hauptsächlich Ausflugsschiffen (Narrowboats) als Fahrtweg.

Umgebung

Folgende bedeutende Ortschaften befinden sich in der Agglomeration Manchesters: Altrincham und Sale, Trafford Borough, Ashton-under-Lyne Tameside Borough, Bury, Bolton, Oldham, Rochdale, Salford, Stockport und Wigan.

√Ėstlich der Stadt liegt der Peak-District-Nationalpark. Mit dem Auto gut erreichbar ist der Lake-District-Nationalpark, der n√∂rdlich der Stadt liegt.

Städtepartnerschaft

Persönlichkeiten

→ Hauptartikel: Liste von Persönlichkeiten der Stadt Manchester

Weblinks

 Wikiquote: Manchester ‚Äď Zitate
 Commons: Manchester ‚Äď Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. ‚ÜĎ Manchester‚Äôs Lord Mayor Councillor Mark Hackett
  2. ‚ÜĎ Information-Britain.Co.uk: Manchester Ship Canal Opens, abgefragt am 20. Mai 2010
  3. ‚ÜĎ Restaurants of Manchester (engl.), aufgerufen am 24. Juli 2008]
  4. ‚ÜĎ John J. Parkinson-Bailey: Manchester: an Architectural History, Manchester University Press, Manchester 2000, ISBN 0-7190-5606-3, S. 249‚Äď250, 284‚Äď286
  5. ‚ÜĎ Paul Baker: Polari - the lost language of gay men, Routledge, 2002, ISBN 0-415-26180-5, S. 127
  6. ‚ÜĎ Take me to the gay bar?, bbc.co.uk, 27. M√§rz 2006

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  • Manchester, GA ‚ÄĒ U.S. city in Georgia Population (2000): 3988 Housing Units (2000): 1853 Land area (2000): 5.712314 sq. miles (14.794825 sq. km) Water area (2000): 0.007479 sq. miles (0.019370 sq. km) Total area (2000): 5.719793 sq. miles (14.814195 sq. km) FIPS… ‚Ķ   StarDict's U.S. Gazetteer Places

  • Manchester, IA ‚ÄĒ U.S. city in Iowa Population (2000): 5257 Housing Units (2000): 2315 Land area (2000): 4.126261 sq. miles (10.686966 sq. km) Water area (2000): 0.015163 sq. miles (0.039273 sq. km) Total area (2000): 4.141424 sq. miles (10.726239 sq. km) FIPS… ‚Ķ   StarDict's U.S. Gazetteer Places

  • Manchester, IL ‚ÄĒ U.S. village in Illinois Population (2000): 354 Housing Units (2000): 147 Land area (2000): 1.035661 sq. miles (2.682350 sq. km) Water area (2000): 0.000000 sq. miles (0.000000 sq. km) Total area (2000): 1.035661 sq. miles (2.682350 sq. km) FIPS… ‚Ķ   StarDict's U.S. Gazetteer Places


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