Matriarchat

ï»ż
Matriarchat

Matriarchat bezeichnet einen Gesellschaftstyp, in dem alle sozialen und rechtlichen Beziehungen ĂŒber die Abstammung der mĂŒtterlichen Linie organisiert sind, und die religiösen Vorstellungen auf eine Ahnfrau oder Urgöttin zurĂŒckgefĂŒhrt werden. Auch eine Gesellschaftsordung, in der Frauen oder MĂŒtter darĂŒber hinaus exklusiv die politische Macht innehaben (herrschen), wird als Martiarchat bezeichnet.[1] Es wird dabei oft nicht unterschieden, ob die Stellung den MĂŒttern oder Frauen allgemein zugeschrieben wird. Im populĂ€ren Sprachgebrauch der Gegenwart wird unter Matriarchat eine Gesellschaftsordnung verstanden, die vorrangig von Frauen geprĂ€gt ist.[2] Es gibt jedoch keine wissenschaftlich allgemein anerkannte Definition von Matriarchat. Als Synonyme fĂŒr matriarchal oder matriarchalisch sind gebrĂ€uchlich: mutterrechtlich und gynokratisch (Johann Jakob Bachofen), matrizentrisch oder matristisch (Wilhelm Reich, Humberto Maturana), matrifokal oder gylanisch (Riane Eisler). Davon abgegrenzt beschreiben die verwandtschaftsethnologischen Begriffe matrilinear, matrilokal und uxorilokal Abstammungs- und Wohnsitzregeln.

Inhaltsverzeichnis

Etymologie

Der Terminus Matriarchat ist ein Kunstwort, das im deutschen Sprachraum erstmals Ende des 19. Jahrhunderts[3] auftauchte, in Anlehnung an die bis dahin gebrÀuchlichen Begriffe Mutterrecht und Gynaikokratie.[4] Es setzt sich zusammen aus lateinisch mater (Mutter) und altgriechisch archein (herrschen) oder auch arché (Beginn, Ursprung).

Geschichte

Die AnfĂ€nge der Theorien zu Matriarchaten entstammen rechtshistorischen und ethnologischen BeitrĂ€gen des 18. und des 19. Jahrhunderts.[5] Der historische Materialismus (aber auch schon Bachofen) verstehen das Matriachat als eine allgemeine und notwendige Stufe der Gesellschaften der Ur- und FrĂŒhgeschichte.[6] Im zwanzigsten Jahrhundert gehörten sie zum Bestand marxistisch orientierter Kulturwissenschaften.[7] Dabei wurden auch schwĂ€rmerische Elemente mit historischen Tatsachen verbunden, um einen Gegenentwurf zur patriarchalischen Struktur westlicher Industriegesellschaften zu gewinnen. Das Patriarchat wurde weitgehend fĂŒr soziale ZustĂ€nde und moralische sowie psychologische Haltungen und ZwĂ€nge verantwortlich gemacht und das Matriarchat dabei positiv als utopischer Urzustand der Gesellschaft oder abwertend als rĂŒckschrittliche Kulturstufe gedeutet.[8] WĂ€hrend fachwissenschaftlich der RĂŒckgriff auf den Matriarchatsbegriff als ungeeignet fĂŒr die Erforschung von sozialen Systemen und der ihnen innewohnenden Macht- und GeschlechterverhĂ€ltnisse abgelehnt wird [9] [10], erfolgt seit Ende der 1970er-Jahre eine Aneignung durch Vertreter der essentialistischen Zweige des Second Wave-Feminismus. Sie gehen davon aus, dass das Matriarchat im besonderen eine Zeit der Ur- und FrĂŒhgeschichte war, in der vor allem Frauen kulturschöpferisch und -prĂ€gend waren, aber nicht geherrscht haben. Es ist weitgehender Forschungskonsens, dass „sich das Matriarchat als „Mutterherrschaft“ spiegelbildlich zum Patriarchat historisch nicht nachweisen lĂ€ĂŸt“[11]

VorschlÀge zur Bestimmung des Matriarchatsbegriffs

In den Fachwissenschaften und auch in sonstigen Publikationen wurden und werden unterschiedlichste PrĂ€zisierungen des Begriffs „Matriarchat“ vorgeschlagen.

Johann Jakob Bachofen und in dessen Rezeption u.a. Friedrich Heiler[12] sahen als konstitutive Merkmale einerseits das Bestehen mutterrechtlicher Institutionen, andererseits

  • eine „hervorragende Stellung der Frau in Kult u[nd] Religion (z.B. als Ahnfrau, Seherin, Priesterin)“
  • „die Verehrung einer weibl[ichen] Gottheit“[13]

Birgit Heller umreisst den Matriarchatsbegriff wie folgt: „Gemeint ist meistens eine Ges[ellschafts]-Form, die durch die Dominanz der Mutter bzw. Frau gekennzeichnet ist, od[er] die Abstammungs- u[nd] Erbfolge nach der Mutter, die sich mehr od[er] weniger gĂŒnstig auf die Stellung v[on] Frauen auswirkt.“[14]

Angela Schenkluhn schlĂ€gt vor, kulturwissenschaftliche Begriffe wie MatrilinearitĂ€t, MatrilokalitĂ€t oder MatrifokalitĂ€t, die sich auf die Organisation von Verwandtschaftsbeziehungen beziehen, strikt zu trennen von Matriarchatsbegriffen, die sich demgegenĂŒber auf einen bestimmten Gesellschaftstyp beziehen. Da fĂŒr einen solchen Gesellschaftstyp des „Matriarchats“ bisher weder historische noch archĂ€ologische Evidenzen existierten, sollte der Matriarchatsbegriff verstanden werden als „sozialer Mythos innerhalb bestimmter ideologischer Systeme“.[15] Als Basiselemente wichtiger Theorien zu "Matriarchaten" macht sie aus:

  • eine dominierende Rolle der Frau in Gesellschaft und Politik ("Matriarchat" im engeren Sinne)
  • Bestimmung von RechtsverhĂ€ltnissen der Abstammung, Erbschaft, Familie und Wohnung durch die Mutterlinie ("MatrilinearitĂ€t", "Matriarchat" [im weiteren Sinne])
  • Verehrung weiblicher Gottheiten in Religion und Mythologie[16]

Heide Göttner-Abendroth setzt die Existenz von Matriarchaten in Vergangenheit und Gegenwart als Vorannahme voraus[17] als von Frauen geschaffene und in allen Bereichen geprĂ€gte Gesellschaften mit "komplementĂ€rer Gleichheit", in denen die "Mutter als Prototyp" gelte, "denn vom mĂŒtterlichen Verhalten sind die tragenden Werte der Gesellschaft abgeleitet." [18] Diesen Gesellschaftstyp definiert sie auf vier Ebenen:

  1. Soziale Merkmale: MatrilinearitÀt, MatrilokalitÀt und Matri-UxorilokalitÀt. Biologische Vaterschaft ist neben der sozialen Vaterschaft zweitrangig.
  2. Politische Merkmale: Konsensdemokratie auf verschiedenen Ebenen (Sippenhaus, Dorf, Region). Delegierte agieren als KommunikationstrĂ€ger. Es handele sich um segmentĂ€re Gesellschaften, die sich nach Sigrist durch das Fehlen einer Zentralinstanz auszeichnen. Abweichend dazu beschreibt Göttner-Abendroth Matriarchat auch als "[...] Herrschaft einer Stammmutter ĂŒber die Sippe (= Clan = Dorfgemeinschaft) bzw. eines Priesterinnenkollegiums ĂŒber einen theakratisch aufgefassten Stadtstaat oder einen Bund solcher Stadtstaaten." [19]
  3. Ökonomische Merkmale: Meist Garten- oder Ackerbau in Subsistenzwirtschaft. Kein Privateigentum. Die Frauen haben die Kontrolle ĂŒber die wesentlichen LebensgĂŒter. Das Ideal ist Verteilung und Ausgleich und nicht Akkumulation. Dieser Ausgleich werde durch gemeinschaftliche Feste erreicht.
  4. Weltanschauliche Merkmale: Ahnenkult. Die Natur gilt als heilig. Die Erde als die Große Mutter ist die eine Urgöttin, die andere ist die kosmische Göttin als Schöpferin des Universums. Es handele sich um "sakrale Gesellschaften".

Kein Konsens besteht darin, ob es bei strenger Anwendung aller vorbenannter Kriterien derzeit Matriarchate gibt (bei Konversionenen zu Islam oder Christentum, Aufgeben der ClanhÀuser und somit Abkehr von der MatrilokalitÀt, Abkehr von Subsistenzwirtschaft etc.). Bei selektiver Anwendung einzelner Kriterien ist die Identifikation derart umschriebener Sozialformen unstrittiger. Fraglich ist, ob dann von einem "Matriarchat" gesprochen werden kann.

Rezente matrilineare Ethnien

alte Minangkabau-Frau
MĂ€dchen der Tuareg

Der Terminus "MatrilinearitĂ€t" beschreibt "die soziale Definition der Verwandtschaft und der daraus abgeleiteten individuellen Rechte und Pflichten, insbesondere auch der ErbansprĂŒche, sowie der sozialen Gruppenzugehörigkeit nach der Deszendenz aus der mĂŒtterlichen Linie."[20] Der Terminus "MatrilokalitĂ€t" beschreibt die soziale Norm, dass "Töchter im Hause ihrer Mutter" wohnen, "wĂ€hrend die Söhne im Hause ihrer Ehefrauen bzw. deren Mutter wohnen".[21]

GegenwĂ€rtig existieren auf allen außereuropĂ€ischen Kontinenten Völker (Ethnien) mit matrilinearem Abstammungssystem, von welchen einige zusĂ€tzlich die MatrilokalitĂ€t praktizieren, darunter:

Aufgrund von Kolonisierung und Missionierung, wegen Interaktionsprozessen mit angrenzenden Nationen oder anderen gesellschaftlichen Prozessen weisen diese Ethnien allerdings nur noch selten alle ZĂŒge ihrer ursprĂŒnglichen Kultur auf.

  • Mit insgesamt ĂŒber drei Millionen Menschen sind die Minangkabau auf Sumatra das grĂ¶ĂŸte bekannte matrilineare Volk der Welt. Ihre Strukturen und ihre gegenwĂ€rtige Situation sind gut belegt.[22] [23] [24]. Die Minangkabau sind Moslems, tradieren jedoch auch das Adat, ihr ungeschriebenes Gesetz, und integrieren dessen Regeln in ihren Alltag. UrsprĂŒnglich praktizierten sie matrilokale Wohnsitzregeln, heute jedoch sind Kernfamilien eine gĂ€ngige Lebensform. In Indonesien gelten sie als ein Volk von hoher Bildung, Kultur, Weltoffenheit und großer Wirtschaftskraft.

MatrilinearitÀt, Macht und GeschlechterverhÀltnis

Thronhocker der Luba (DR Kongo), Ende 19. Jh. (Linden-Museum, Stuttgart). Die den Thron tragende Frau symbolisiert das Prinzip der matrilinearen Abstammung, das die Gesellschaft „trĂ€gt“.

Das Verwandtschaftssystem sagt noch nichts ĂŒber die politische Machtverteilung einer Kultur aus. Insbesondere lĂ€sst sich vom Befund matrilinearer Verwandtschaftsorganisation nicht darauf schließen, dass Frauen die alleinige politische Macht inne haben. In vielen Gesellschaften matrilinearer und matrilokaler Sozialform werden reprĂ€sentative Aufgaben außerhalb der Sippe von den MĂ€nnern wahrgenommen.

Wenn weiblichen HĂ€uptlingen oder Clan-VorstĂ€nden jeweils mĂ€nnliche gegenĂŒberstehen, ergibt sich daraus ein allgemeines Prinzip der Ämterdoppelung. In Gesellschaften mit matrilinearem Verwandtschaftssystem ist es ĂŒblich, die Verantwortung fĂŒr Ämter auf zwei Personen zu verteilen, die nicht selten denselben Aufgabenbereich zu betreuen haben (→Dyarchie). Wie Henry Lewis Morgan fĂŒr die Irokesen feststellt, resultiert daraus ein Zwang zu Absprachen und zu einem regelmĂ€ĂŸigen Wechsel der FĂŒhrungsrolle.

Das Prinzip der Ämterteilung entspricht der Übereinkunft auf allen gesellschaftlichen Ebenen, wo sich jeweils reziproke HĂ€lften gegenĂŒberstehen. Das kann innerhalb einer Sippe oder eines GefĂŒges mehrerer Sippen sein, die sich untereinander als Geschwister verstehen. Solche dualen Institutionalisierungen sind eine Verwirklichungsform des Prinzips der Gegenseitigkeit, das auch anderen Institutionen zugrunde liegt.[25]

Historisches Matriarchat

Es gibt gegenwĂ€rtig gemĂ€ĂŸ weitestgehendem fachwissenschaftlichem Konsens zwar matrilineare und matrilokale Gesellschaften, es gibt aber keine anthropologischen oder archĂ€ologischen Belege fĂŒr die Idee einer allgemeinen „matriarchalen Phase“ menschlicher Gesellschaften. MatrilinearitĂ€t wird – beispielsweise von Sarah Blaffer Hrdy[26] - interpretiert als Effekt tribaler Hortikultur, wo Frauen das Land bewirteten, weshalb die Verwandtschaftslinie von der Mutter zur Tochter folgte.[27] WĂ€hrend Ă€ltere Publikationen versuchten, palĂ€olithische Figuren heranzuziehen, um die Idee einer Existenz von Matriarchaten zu stĂŒtzen, wird dieses Vorgehen seit Mitte des 20. Jahrhunderts[28] fachwissenschaftlich weithin als unhaltbar zurĂŒckgewiesen. FĂŒr weibliche Statuetten, wie sie aus vordynastischen Kulturen Ägyptens, dem neolithischen Kreta und griechischen Festland sowie dem prĂ€historischen Nahen Osten bekannt sind, gibt es insb. keine Belege einer religiösen Funktion.[29]

In der Ethnologie wird ĂŒberwiegend davon ausgegangen, dass Gesellschaften mit Frauenherrschaft allenfalls als eine temporĂ€re Ausnahmeerscheinungen existiert haben (siehe Amazonenvölker), nicht jedoch als stabile, dauerhafte Gesellschaftsform. Eine allgemeine matriarchale FrĂŒhgeschichte gab es gemĂ€ĂŸ ĂŒberwiegender fachwissenschaftlicher Mehrheitsmeinung nicht. Von Fachwissenschaftlern wird zudem verneint, dass mit archĂ€ologischen Methoden ĂŒberhaupt Aussagen dieser Reichweite ĂŒber Gesellschaftsstrukturen zu gewinnen sind.[30] [31]

Als Reaktion darauf schlagen einige Autoren, die an der Matriarchatsidee festhalten, vor, eine komplexere Methodologie zu befolgen. Dabei sollen Fachdisziplinen wie ArchĂ€ologie, Ethnologie, Religionswissenschaft, Volkskunde und "Oral History", Geschichte, Soziologie u. a. kombiniert werden. Mythen, Legenden und MĂ€rchen werden ebenfalls als Überreste einer matriarchalen Gesellschaftsordnung zu interpretieren versucht.[32]

Stefanie Knauß merkt dazu kritisch an, dass diese Matriarchatsforschung hĂ€ufig aus dem Sammeln und ZusammenfĂŒgen von Mosaiksteinchen aus verschiedensten Quellen und Gesellschaften bestehe, und es fraglich bleibe, ob diese Quellen vergleichbar sind. "[
] aus einer Sammlung bunter Steine können schließlich sehr verschiedene Bilder entstehen. Dass in diesem Fall das Bild der idealen matriarchalen Gesellschaft entsteht, liegt [
] an der Vorannahme, [
] dass Matriarchate existierten und 'nur noch' im Detail beschrieben werden mĂŒssen."[33]

FĂŒr Matriarchatstheorien angefĂŒhrte Kulturen

Fruchtbarer Halbmond
rekonstruiertes Haus in Catal HĂŒyĂŒk

Matriarchatstheoretiker der Gegenwart und AnhĂ€nger einer Bewegung, die Feminismus und eine auf Göttinnen ausgerichtete SpiritualitĂ€t vereint, gehen davon aus, dass alle frĂŒhen menschlichen Gesellschaften, insbesondere diejenigen der neolithischen Ackerbauern, matriarchal gewesen seien.[34] Dies wird u.a. damit zu begrĂŒnden versucht, dass archĂ€ologische Befunde aus dieser Zeit angeblich keine Anzeichen fĂŒr die Dominanz des Mannes und fĂŒr Gewalt, Krieg oder Klassenunterschiede ergaben.[35]. Seit den 1980er-Jahren sind jedoch vermehrt archĂ€ologische Befunde entdeckt worden, wie das Massaker von Talheim in Baden-WĂŒrttemberg. [36], die dieses Bild gewaltfreier neolithischer Gesellschaften erschĂŒttern. So weist die PrĂ€historikerin Eva-Maria Mertens anhand der Bandkeramiker nach, dass diese Kultur keine friedliche im Sinne der MatriarchatsanhĂ€nger war. [37]

Als historische Matriarchate, die ungefÀhr zwischen 10.000 und 3000 v.Chr. anzusiedeln seien, werden von Vertretern von Matriarchatstheorien diskutiert:

Im Widerspruch zum gegenteiligen Glauben bei manchen AnhÀngern des Neuheidentums (zum Beispiel Wicca) waren die Kelten, trotz teilweise höherer Stellung der Frauen als bei anderen Kulturen der Antike, eine eindeutig patriarchal geprÀgte Kultur.

Hypothesen zur Religion historischer Matriarchate

PrĂ€gend fĂŒr viele Vertreter von Matriarchatsideen war die Idee eines Kults der Großen Göttin. Hypothesen zu Religion und Kult historischer Matriarchate hat nach den diesbezĂŒglichen Hypothesen von Robert Graves, Marija Gimbutas u.a. Göttner-Abendroth vorgelegt.

Einzelnachweise

  1. ↑ E. W. MĂŒller, Eintrag Mutterrecht in: Historisches Wörterbuch der Philosophie Bd. 6, S. 261
  2. ↑ Elke Hartmann: Zur Geschichte der Matriarchatsidee. Antrittsvorlesung 2. Februar 2004, Humboldt-UniversitĂ€t zu Berlin.
  3. ↑ Der niederlĂ€ndische Rechtsethnologe George Alexander Wilken hat den Terminus Matriarchat 1884 mit seinem Buch Das Matriarchat (Das Mutterrecht) bei den alten Arabern als Erster benutzt. Vergl. Meret Fehlmann: Die Rede vom Matriarchat (2011), S. 19
  4. ↑ Der Begriff Gynaikokratie von altgriechisch gynaikokratia (Frauenherrschaft) ist seit dem 4. Jahrhundert vor Christus nachweisbar. Vergl. Uwe Wesel: Der Mythos vom Matriarchat(1980), S. 35. Johann Jakob Bachofen benutzte die Begriffe Mutterrecht und Gynaikokratie ebenfalls.
  5. ↑ Die erste Beschreibung einer mutterrechtlichen Gesellschaft stammt von dem Irokesen-Missionar J. F. Lafitau: Moeurs des sauvages amĂ©r. comparĂ©es aux moeurs des premiers temps 1. 2 (Paris 1724). J. J. Bachofen: Das Matriarchat. Eine Untersuchung der Gynaikokratie der alten Welt (1861). stellt eine theoretisch-spekulative Rekonstruktion des Matriarchats in der FrĂŒhgeschichte des nahen Ostens dar. Vgl. E. W. MĂŒller, Eintrag Mutterrecht in Historisches Wörterbuch der Philosophie Bd. 6, S. 261
  6. ↑ E. W. MĂŒller, Eintrag Mutterrecht in: Historisches Wörterbuch der Philosophie Bd. 6, S. 261
  7. ↑ Vgl. etwa Franz Borkenau, Von der minoischen zur griechischen Kultur, in: ders.: Ende und Anfang, Stuttgart 1984 (UrsprĂŒnglich unter dem Titel Zwei Abhandlungen ĂŒber griechische Mythologie in der Zeitschrift Psyche, April 1953)
  8. ↑ Vgl. Birgit Heller: Artikel Matriarchat, in: Lexikon fĂŒr Theologie und Kirche, Bd. 6, 1997, Sp. 1475: "Die M[atriarchat]-Kontroverse ist bis heute ideologisch ĂŒberfrachtet u[nd] dient oft der Legitimierung gesellschaftl[icher] MachtverhĂ€ltnisse".
  9. ↑ vergl. etwa Elke Hartmann: Zur Geschichte der Matriarchatsidee. Antrittsvorlesung (= Öffentliche Vorlesungen der Humboldt-UniversitĂ€t zu Berlin 133). Berlin 2004, 2. A. 2006
  10. ↑ vergl. etwa Ilse Lenz: Geschlechtssymmetrische Gesellschaften: Wo weder Frauen noch MĂ€nner herrschen. in: Ruth Becker; Beate Kortendiek: Handbuch Frauen- und Geschlechterforschung. VS Verlag fĂŒr Sozialwissenschaften 2010, S.30 ff.
  11. ↑ Birgit Heller: Artikel Matriarchat, In: Lexikon fĂŒr Theologie und Kirche, Bd. 6, 1997, Sp. 1475. Ähnlich Gerda Lerner: The Creation of Patriarchy, Oxford University Press, New York 1986, ISBN 0-19-503996-3, S. 31.
  12. ↑ Friedrich Heiler: Die Frau in den Religionen der Menschheit. (= Theologische Bibliothek Töpelmann 33), De Gruyter , Berlin 1977.
  13. ↑ Birgit Heller: Artikel Matriarchat, in: Lexikon fĂŒr Theologie und Kirche, Bd. 6, 1997, Sp. 1475.
  14. ↑ Birgit Heller: Artikel Matriarchat, In: Lexikon fĂŒr Theologie und Kirche, Bd. 6, 1997, Sp. 1475.
  15. ↑ Angela Schenkluhn: Artikel Matriarchy / Patriarchy, in: Kocku von Stuckrad (Hg.): The Brill Dictionary of Religion, Brill, Leiden - Boston 2006, S. 1177-1179, hier 1177: „Concepts of matriarchy are radically distinguished here from notions of cultural science like 'matrilinearity,’ 'matrilocality,’ and 'matrifocality,’ which describe the organization of kinship in the 'succession of the mother.’ But since matriarchy ... as a societal type is thus far sufficiently evidenced neither historically nor archaeologically, the central consideration of the concept of matriarchy should become that of a social myth within certain ideological systems.“
  16. ↑ Angela Schenkluhn: Artikel Matriarchy / Patriarchy, in: Kocku von Stuckrad (Hg.): The Brill Dictionary of Religion, Brill, Leiden - Boston 2006, S. 1177-1179, hier 1177: "Dominant role of woman in society and politics (‘matriarchy’ in the strict sense)", "Descendancy, and inheritance, family, or domicile rights determined through the maternal line (‘matrilinearity,’ ‘matriarchy’)", "Veneration of female divinities in religion and mythology (‘mother deities’/ goddesses)".
  17. ↑ vergl. Heide Göttner-Abendroth: Die Göttin und ihr Heros. MĂŒnchen 1980, S. 30
  18. ↑ H. Göttner-Abendroth: Moderne Matriarchatsforchung. Ihre Grundlagen und der heutige Stand. Vortrag am 13. Mai 2011, St. Gallen [1]
  19. ↑ vergl. Helga Laugsch: Der Matriarchatsdiskurs. MĂŒnchen 2011, S. 201
  20. ↑ G. Wilhelm: MatrilinearitĂ€t. B. Bei den Hethitern. in: Reallexikon der Assyriologie und vorderasiatischen ArchĂ€ologie Bd. 7/7.-8. Lieferung, de Gruyter, Berlin u.a. 1990, S. 588-590, hier 588.
  21. ↑ G. Wilhelm: MatrilinearitĂ€t. B. Bei den Hethitern. in: Reallexikon der Assyriologie und vorderasiatischen ArchĂ€ologie Bd. 7/7.-8. Lieferung, de Gruyter, Berlin u.a. 1990, S. 588-590, hier 588.
  22. ↑ vergl. Peggy Reeves Sanday: Women at the Center. Life in a Modern Matriarchy, Cornell University Press, Ithaca, New York 2002
  23. ↑ Franz v. Benda-Beckmann: Struggles over communal property rights and law in Minangkabau, West Sumatra, Max Planck Institute for Social Anthropology. 2004, Working Papers No. 64
  24. ↑ Jannic Wöhrle: Adat und Islam in Indonesien. Spezifika des indonesischen Familienrechts sowie das Beispiel der Minangkabau als regionale Variante islamischer Familienstrukturen. MĂŒnchen, Grin Verlag, 2011
  25. ↑ vgl. hierzu LĂ©vi-Strauss' elementare Strukturen der Verwandtschaft
  26. ↑ S. B. Hrdy: The sex that never woived, Harvard University Press, Cambridge 1981.
  27. ↑ Russell Dale Guthrie: The nature of Paleolithic art, University of Chicago Press, London 2005, S. 368 (einsehbar bei Google Books) mit Bezug auf Hrdy 1981 und S. Goldberg: The erosion of the social sciences, in: K. Washburn, J. F. Thornton (Hgg.): Dumbing Down, W.W. Norton, New York 1996, 97-113.
  28. ↑ V. G. Childe: Social organzisation, Watts, London 1951; angefĂŒhrt bei Russell Dale Guthrie: The nature of Paleolithic art, University of Chicago Press, London 2005, 368 (einsehbar bei Google Books).
  29. ↑ Russell Dale Guthrie: The nature of Paleolithic art, University of Chicago Press, London 2005, S. 368f (einsehbar bei Google Books) mit Bezug auf Peter Ucko: Anthropomorphic figurines of predynastic Egypt and neolithic Crete with comparative material from the prehistoric Near East and mainland Greece, London 1968. Vgl. auch Mary M. Voigt: Çatal HöyĂŒk in context: Ritual at early Neolithic sites in Central and eastern Turkey, in: Ian Kuijt (Hrsg.): Life in Neolithic farming communities: social organization, identity, and differentiation. Plenum, New York 2000, S. 253-293.
  30. ↑ vgl. Brigitte Röder, Juliane Hummel, Brigitta Kunz: GöttinnendĂ€mmerung. Das Matriarchat aus archĂ€ologischer Sicht Droemer Knaur, MĂŒnchen 1996, ISBN 3426268876
  31. ↑ Stefanie Knauß: Heide Göttner-Abendroth (geb. 1941). Eine kritische Vorstellung der Klassikerin der Matriarchatforschung, in: A.-K. Höpflinger, A. Jeffers, D. Pezzoli-Olgiati (Hgg.): Handbuch Gender und Religion, UTB / Vandenhoeck & Ruprecht, Stuttgart 2008, ISBN 978-3-8252-3062-3, S. 100. ([2] teilweise einsehbar bei Libreka)
  32. ↑ vgl. Heide Göttner-Abendroth: Die Göttin und ihre Heros, MĂŒnchen 1984
  33. ↑ Stefanie Knauß: Heide Göttner-Abendroth (geb. 1941). Eine kritische Vorstellung der Klassikerin der Matriarchatforschung, in: A.-K. Höpflinger, A. Jeffers, D. Pezzoli-Olgiati (Hgg.): Handbuch Gender und Religion, UTB / Vandenhoeck & Ruprecht, Stuttgart 2008, ISBN 978-3-8252-3062-3, S. 100
  34. ↑ "Diese Überzeugung speist sich [...] aus archĂ€ologischen Werken, die [... ] nicht mehr den neuesten wissenschaftlichen Stand abbildeten und davon zeugten, dass eine Reihe großer Namen, vor allem der englischsprachigen ArchĂ€ologie (bspw. Jacquetta Hawkes, James Mellaart, Marija Gimbutas) nicht nur mit streng wissenschaftlichen Werken hervortrat, sondern auch BĂŒcher publizierte, die sich an ein weiteres Publikum richteten. Hierdurch wurde die Vorstellung der matriarchalen Vorzeit popularisiert." Meret Fehlmann: Die Rede vom Matriarchat. Zur Gebrauchsgeschichte eines Arguments. Dissertation, Chronos Verlag, ZĂŒrich 2011, S. 135 ff.
  35. ↑ vgl. James deMeo: Update on Saharasia, 1998
  36. ↑ Ursula Eisenhauer: JĂŒngerbandkeramische Residenzregeln. PatrilokalitĂ€t in Talheim. In: Jörg Eckert, Ursula Eisenhauer, Andreas Zimmermann (Hrsg.): ArchĂ€ologische Perspektiven. Analysen und Interpretationen im Wandel. Festschrift fĂŒr Jens LĂŒning zum 65. Geburtstag. Leidorf, Rahden Westf. 2003, S.562–573, ISBN 3896464000.
  37. ↑ Eva-Maria Mertens: Der Mythos vom friedlichen Matriarchat. In: Antje Hilbig / Claudia Kajatin / Ingrid Miethe (Hrsg.): Frauen und Gewalt. InterdisziplinĂ€re Untersuchungen zu geschlechtsgebundener Gewalt in Theorie und Praxis, Königshausen & Neumann, WĂŒrzburg 2003, S. 33–46. (einsehbar[3] bei Google Books)

Siehe auch

Literatur

  • Ernest Bornemann: Das Patriarchat, Fischer, Frankfurt am Main 1991 (Erstauflage 1975), ISBN 3-596-23416-6.
  • Carol B. Duncan: Matriarchy and Patriarchy, in: William H. McNeill u.a. (Hgg.): Berkshire Encyclopedia Of World History, Bd. 3, Berkshire Publishing Group, Great Barrington, Massachusetts 2005, S. 1218-1223.
  • Lucy Goodison, Christine Morris (Hgg.): Ancient Goddesses. The Myths and the Evidence. University of Wisconsin Press / British Museum Press, Madison 1999, ISBN 0-299-16320-2.
    • Mary R. Lefkowitz: Review, in: Bryn Mawr Classical Review 10/03 (1999).
  • Heide Göttner-Abendroth, Kurt Derungs: Matriarchate als herrschaftsfreie Gesellschaften. Edition Amalia 1997, ISBN 3-905581-01-9.
  • Heide Göttner-Abendroth: Das Matriarchat II.1. Stammesgesellschaften in Ostasien, Indonesien, Ozeanien. 2. ergĂ€nzte Auflage, Kohlhammer, Stuttgart 1999, ISBN 3-17-014995-4.
  • Heide Göttner-Abendroth: Das Matriarchat II.2. Stammesgesellschaften in Amerika, Indien, Afrika. Kohlhammer, Stuttgart 2000, ISBN 3-17-010568-x.
  • Heide Göttner-Abendroth (Hg.): Matriarchat in SĂŒdchina – Eine Forschungsreise zu den Mosuo; Kohlhammer Verlag, Stuttgart, Berlin, Köln 1998, ISBN 3-17-014006-X
  • Janet Alison Hoskins: Artikel Matriarchy, in: M. C. Horowitz (Hg.): New Dictionary of the History of Ideas, Bd. 4, Routledge, London, UK / New York, NY 2004 / Thomson Gale 2005, S. 1384-1389. (online einsehbar, verlinkt der erste Unterabschnitt, weitere Abschnitt ĂŒber "next" erreichbar)
  • Ernst Kornemann: Artikel Mutterrecht, in: Pauly-Wissowa, Supplementband VI, Metzler, Stuttgart 1935, Sp. 557-571.
  • Lars Lambrecht / Karl Hermann Tjaden / Margarete Tjaden-Steinhauer: Gesellschaft von Olduvai bis Uruk, Verlag Jenior und Pressler, Kassel 1998, ISBN 3-928172-82-4
  • Claude LĂ©vi-Strauss: Die elementaren Strukturen der Verwandtschaft. Suhrkamp, Frankfurt am Main 1993 (Erstauflage 1949), ISBN 3-518-28644-7.
  • Claude Meillassoux: Die wilden FrĂŒchte der Frau. Syndikat, Frankfurt am Main 1976, ISBN 3-8108-0010-4.
  • Wilhelm Emil MĂŒhlmann, Ernst Wilhelm MĂŒller: Artikel Mutterrecht. In: W. Bernsdorf (Hrsg.): Wörterbuch der Soziologie. Enke, Stuttgart 2. A. 1969, S. S. 727–729.
  • Yang Erche Namu, Christine Mathieu: Das Land der Töchter – eine Kindheit bei den Moso, wo die Welt den Frauen gehört. 2. Auflage, Ullstein, MĂŒnchen 2008, ISBN 978-3-548-25959-8.
  • Walter Pötscher: Artikel Mutterrecht, in: Der Kleine Pauly, Band 3, Stuttgart 1969, Sp. 1499-1501.
  • CĂ€cilia Rentmeister: Frauenwelten - MĂ€nnerwelten, Leske+Budrich, Opladen 1985, ISBN 3-8100-0474-x. Volltext zum Download [4]
  • W. H. R. Rivers: Mother-right, in: James Hastings (Hg.): Encyclopaedia of Religion and Ethics, T. & T. Clark, Edinburgh / Charles Scribner's Sons, New York 1915, Bd. 8, 851-859, Digitalisat bei archive.org.
  • Brigitte Röder, Juliane Hummel, Brigitta Kunz (Hgg.): GöttinnendĂ€mmerung. Das Matriarchat aus archĂ€ologischer Sicht. Droemer Knaur, MĂŒnchen 1996. ISBN 3-426-26887-6
  • David Schneider, Kathleen Gough (Hgg.): Matrilineal Kinship, University of California Press, Berkeley 1961.
  • Beate Wagner-Hasel (Hg.): Matriarchatstheorien der Altertumswissenschaft. Wege der Forschung Bd. 561. Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 1992, ISBN 3-534-01496-0.
  • Beate Wagner-Hasel: Matriarchat, in: Rolf Wilhelm Bednich (Hg.): EnzyklopĂ€die des MĂ€rchens. Handwörterbuch zur historischen und vergleichenden ErzĂ€hlforschung, Walter de Gruyter, Berlin - New York 1997, Band 9 / Lieferung 1, Sp. 407-415.
  • Beate Wagner-Hasel: Matriarchat. in: Manfred Landfester (Hg.): Der Neue Pauly, J. B. Metzler, Stuttgart/Weimar 2001, Bd. 15: Rezeptions- und Wissenschaftsgeschichte, Sp. 321-329.
  • George Alexander Wilken: Das Matriarchat (das Mutterrecht) bei den alten Arabern, Otto Schulze, Leipzig 1884. (Digitalisat ULB Sachsen-Anhalt)

Weblinks


Wikimedia Foundation.

Synonyme:

Schlagen Sie auch in anderen WörterbĂŒchern nach:

  • Matriarchāt — Matriarchāt, s. Mutterrecht 
   Meyers Großes Konversations-Lexikon

  • Matriarchat — Matriarchāt (lat. grch.), s. Mutterrecht 
   Kleines Konversations-Lexikon

  • Matriarchat — Sn Gesellschaftsordnung mit Dominanz der Frau per. Wortschatz fach. (19. Jh.) Neoklassische Bildung. Nachbildung zu Patriarchat (Patriarch) aus l. māter Mutter .    Ebenso nndl. matriarchaat, ne. matriarchate, nfrz. matriarcat, nschw. matriarkat 
   Etymologisches Wörterbuch der deutschen sprache

  • matriarchat — {{/stl 13}}{{stl 8}}rz. mnĆŒ I, D. u, Mc. matriarchatacie, blm {{/stl 8}}{{stl 7}} stadium rozwoju spoƂeczeƄstwa pierwotnego z dominującą rolą kobiety – gƂowy rodziny {{/stl 7}} 
   Langenscheidt Polski wyjaƛnieƄ

  • Matriarchat — Frauenherrschaft * * * ◆ Ma|tri|ar|chat 〈n. 11âŒȘ = Mutterherrschaft; Ggs Patriarchat (1) [<lat. mater „Mutter“ + grch. arche „Herrschaft“] ◆ Die Buchstabenfolge ma|tr... kann in Fremdwörtern auch mat|r... getrennt werden. * * * Ma|t|ri|ar|chat 
   Universal-Lexikon

  • Matriarchat — ◆ Ma|tri|ar|chat 〈[ ça:t] n.; Gen.: (e)s, Pl.: eâŒȘ 1. absoluter Vorrang der Mutter in der Familie, Mutterherrschaft; Ggs.: Patriarchat (1) 2. Gesellschaftsordnung, in der die Kinder verwandtschaftlich u. rechtlich zur Sippe der Mutter gerechnet… 
   Lexikalische Deutsches Wörterbuch

  • Matriarchat — Mat·ri·ar·chaÌČt das; (e)s, e; meist Sg; ein gesellschaftliches System, in dem die Frau im öffentlichen Leben und in der Familie eine beherrschende Stellung hat ↔ Patriarchat || hierzu mat·ri·ar·chaÌČ·lisch Adj 
   Langenscheidt Großwörterbuch Deutsch als Fremdsprache

  • Matriarchat — Ma|tri|ar|chat das; [e]s, e Analogiebildung zu ↑Patriarchat> Mutterherrschaft; Gesellschaftsordnung, in der die Frau die bevorzugte Stellung in Staat u. Familie innehat u. in der Erbgang u. soziale Stellung der weiblichen Linie folgen; Ggs.… 
   Das große Fremdwörterbuch

  • matriarchat — m IV, D. u, Ms. matriarchatacie, blm «typ organizacji spoƂeczeƄstwa pierwotnego, w ktĂłrym dominujące znaczenie miaƂy kobiety» â€čƂac. + gr.â€ș 
   SƂownik języka polskiego

  • Matriarchat — Ma|t|ri|ar|chat, das; [e]s, e Plural selten (Mutterherrschaft) 
   Die deutsche Rechtschreibung


Share the article and excerpts

Direct link

 Do a right-click on the link above
and select “Copy Link”

We are using cookies for the best presentation of our site. Continuing to use this site, you agree with this.