Mazda MX-5

Mazda MX-5
Hersteller: Mazda
Produktionszeitraum: seit 1989
Klasse: Roadster
Karosserieversionen: Cabriolet, Stoffverdeck
Vorgängermodell: keines
Nachfolgemodell: keines

Der Mazda MX-5 ist ein Pkw-Modell des japanischen Automobilherstellers Mazda, mit dem Anfang der 1990er-Jahre eine Renaissance der Roadster ausgelöst wurde. In den USA wird der MX-5 als Mazda Miata und in Japan als Eunos Roadster verkauft. Mit über 800.000 verkauften Exemplaren, zwischen 1989 und dem 30. Januar 2007, ist der MX-5 der meistverkaufte Roadster weltweit.[1] In Japan wurde der MX-5 NC zudem zum „Japan Car of the Year 2005/2006“ gewählt.

Inhaltsverzeichnis

Entwicklung

Vor der Vorstellung des MX-5 im Jahre 1989 war die Bauform des klassischen Roadsters aufgrund ständig verschärfter Sicherheitsbestimmungen so gut wie ausgestorben. Einige Hersteller produzierten Fahrzeuge mit herausnehmbaren Dachteilen (Targa). Der einzige noch in Großserie gebaute Vertreter der Gattung der klassischen Roadster war der Alfa Romeo Spider, der jedoch aufgrund seiner langen Bauzeit technisch veraltet war.

Da die Marktforschungsabteilungen der Automobilkonzerne kein Potenzial für ein solches Fahrzeug sahen, ist es zu großen Teilen der persönlichen Initiative vieler Entwickler wie dem MX-5 Projektleiter Toshihiko Hirai zu verdanken, dass der Wagen dennoch in Serie ging. Bei Markteinführung war laut auto motor und sport[2] eine Produktion von 5.000 Fahrzeugen im Jahr geplant, davon 3.000 für die USA und 500 für Europa. Bis Ende 1990 waren jedoch bereits 140.918 Fahrzeuge produziert worden, davon 15.888 für Europa. Die europäischen Importe konnten die Nachfrage jedoch bei weitem nicht decken, was zu einer großen Menge an „Grauimporten“ führte.

Der MX-5 wurde mit besonderem Blick auf den kalifornischen Markt entwickelt. Man erhoffte sich von dem Wagen eine emotionale Besetzung des Markennamens Mazda; eine Strategie, die im Nachhinein wohl als erfolgreich bezeichnet werden kann. Die deutliche Ausrichtung auf den amerikanischen Markt ist auch Folge davon, dass der ursprüngliche Gedanke zur Entwicklung eines Roadsters aus einem Gespräch zwischen dem Mazda-Manager Kenichi Yamamoto und dem amerikanischen Journalisten Bob Hall stammt, der auf Yamamotos Frage, welches Fahrzeug Mazda im nordamerikanischen Markt besonders fehlte, antwortete: „A lightweight sportscar.“

Andere Hersteller zogen später mit eigenen Roadster-Modellen nach, so zum Beispiel BMW mit dem Z1 und Z3, Mercedes mit dem SLK, MG mit dem MGF/TF und Fiat mit der Barchetta. Während die im Preissegment des MX-5 angesiedelten Konkurrenten praktisch ausnahmslos ohne Nachfolger eingestellt wurden, hat sich der Markt für höherpreisige, meist verhältnismäßig komfortbetonte Roadster seitdem zu einer festen Größe entwickelt.

Modellgeschichte

  • Der NA mit Klappscheinwerfern von 1989 bis 1998.
  • Innerhalb der Modellreihe des NA gab es ab 1994 (mit fließendem Produktionsübergang) ein leichtes Facelift mit geändertem Innenraum (v.a. Armaturenbrett) und auch Motoränderungen (131 PS und später 90 PS anstatt 116 PS (Euro2))
  • Der NB von 1998 bis 2000 mit feststehenden Scheinwerfern, neuem Fahrwerk, geänderter Karosserie, neuem Interieur, geänderten Motoren und jetzt beheizbarer Heckscheibe aus Glas.
  • Der NB-FL (FL=Facelift) wurde ab 2001 als überarbeitete Version des NB gebaut: Geänderte Scheinwerfer, Frontpartie und Rückleuchten, diverse Änderungen bei Interieur und Technik (z. B. Instrumentenbeleuchtung rot statt grün, neue Mittelkonsole, andere Sitze, geänderte Türverkleidungen, Motor).
  • Weitere Überarbeitung 2004: Detailänderungen beim Interieur, die äußere Form bleibt gleich.
  • Der NC als völlige Überarbeitung des gesamten Fahrzeuges ab 2005.
  • Der NC-FL als leichte optische und technische Überarbeitung, ab Sommer 2009.

Erste Generation NA (1989–1998)

NA
Mazda MX-5 (1989–1998)

Mazda MX-5 (1989–1998)

Produktionszeitraum: 1989–1998
Karosserieversionen: Flexibles Softtop
Hardtop (Zubehör)
Motoren: Ottomotoren:
1,6 l R4 (66 kW)
1,6 l R4 (85 kW)
1,8 l R4 (96 kW)
Länge: 3970 mm
Breite: 1675 mm
Höhe: 1235 mm
Radstand: 2270 mm
Leergewicht: 940–1046 kg
Mazda MX-5 mit geöffneten Dach

Der MX-5 wurde auf der Chicago Auto Show am 10. Februar 1989 vorgestellt. Ein Jahr später war Markteinführung in Europa. Beim Verkaufsstart wurde zunächst nur ein 1,6-l-Motor mit 85 kW (115 PS) angeboten. 1994 kam ein leistungsfähigerer 1,8-l-Motor mit 96 kW (131 PS) hinzu. Darüber hinaus gab es eine neue Metallic-Farbe hellblau (Laguna Blue Mica), diese wurde nur 1994 angeboten und ist bei Sammlern sehr beliebt. 1995 wurde der 1,6-l-Motor 66 kW (90 PS) mit einer kostengünstigeren Motorisierung angeboten.

Modell Typ Hubraum Leistung Drehmoment 0-100 km/h V-Max Bauzeit
1.6 R4, 16V, DOHC 1598 cm³ 66 kW (90 PS) bei 6000 min-1 129 Nm bei 4000 min-1 10,5 s 175 km/h 1995−1998
1.6 R4, 16V, DOHC 1598 cm³ 85 kW (115 PS) bei 6500 min-1 135 Nm bei 5500 min-1 8,7 s 195 km/h 1989–1995
1.8 R4, 16V, DOHC 1840 cm³ 96 kW (131 PS) bei 6500 min-1 152 Nm bei 5000 min-1 8,6 s 197 km/h 1994–1998


Zweite Generation NB (1998–2005)

NB/NB-FL
Mazda MX-5 (1998–2005)

Mazda MX-5 (1998–2005)

Produktionszeitraum: 1998–2005
Karosserieversionen: Flexibles Softtop
Hardtop (Zubehör)
Motoren: Ottomotoren:
1,6 l R4 (81 kW)
1,8 l R4 (103 kW)
1,8 l R4 (107 kW)
Länge: 3955 mm
Breite: 1680 mm
Höhe: 1235 mm
Radstand: 2270 mm
Leergewicht: 1035−1175 kg

1998 präsentierte Mazda die zweite Generation des MX-5 (Produktions-Code NB). Es wurden stärkere Motoren angeboten, der 1,8-l-Motor leistet nun 103 kW (140 PS) und der 1,6-l-Motor 81 kW (110 PS).

Mazda MX-5 mit Softtop

Im Jahr 1999 feierte Mazda das 10-jährige Jubiläum des MX-5, mit einer limitierten Auflage. Dieses "10th Anniversary" Modell hatte einige exklusive Features, wie beispielsweise ein Sechs-Gang-Getriebe und Bilstein-Stoßdämpfer. Durch das Sechs-Gang-Getriebe erzielte er eine höhere Beschleunigung, hatte aber eine niedrigere Höchstgeschwindigkeit als das Fünf-Gang-Modell. Im Dezember 2000 erhielt der MX-5 (NBFL) eine leicht modifizierte Optik (Front und Heck) und einen leicht veränderten Innenraum. Außerdem gab es nun eine Automatikversion mit 102 kW (139 PS) und die Schaltversion hatte nun 107 kW (146 PS).



Modell Typ Hubraum Leistung Drehmoment 0-100 km/h V-Max Bauzeit
1.6 R4, 16V, DOHC 1598 cm³ 81 kW (110 PS) bei 6500 min-1 134 Nm bei 5000 min-1 9,7 s 191 km/h 1998−2005
1.8
Automatik
R4, 16V, DOHC 1840 cm³ 102 kW (139 PS) bei 6500 min-1 162 Nm bei 4500 min-1 11 s 190 km/h 2000–2002
1.8 R4, 16V, DOHC 1840 cm³ 103 kW (140 PS) bei 6500 min-1 162 Nm bei 4500 min-1 8,5 (8,4) s 205 (203) km/h 1998–2000
1.8 R4, 16V, DOHC 1840 cm³ 107 kW (146 PS) bei 7000 min-1 168 Nm bei 5000 min-1 8,5 (8,4) s 205 (208) km/h 2000–2005
  • Abweichende Werte mit 6-Gang Getriebe (Sportive).


Dritte Generation NC (seit 2005)

NC
Mazda MX-5 (2005–2008)

Mazda MX-5 (2005–2008)

Produktionszeitraum: seit 2005
Karosserieversionen: Flexibles Softtop
Klappbares Hardtop
Motoren: Ottomotoren:
1,8–2,0 Liter
(93–118 kW)
Länge: 3995–4002 mm
Breite: 1720 mm
Höhe: 1245–1255 mm
Radstand: 2330 mm
Leergewicht: 1150−1375 kg

Auf dem 75. Genfer Auto-Salon im März 2005 wurde die dritte Generation des Mazda MX-5 (Produktions-Code NC) vorgestellt. Zunächst war sie als Vorverkaufs-Sondermodell 3rd Generation erhältlich, das ab Oktober 2005 verkauft wurde. Die reguläre Markteinführung fand Ende Januar 2006 statt. Dieses Modell basiert auf der Bodengruppe des Mazda RX-8 und wird mit zwei verschiedenen MZR-Ottomotoren mit 16 Ventilen angeboten.

Es hat eine verbesserte Serienausstattung mit DSC, Traktionskontrolle, Seiten- und Kopf-Schulter-Airbags sowie größeren Scheibenbremsen und wiegt etwa 100 kg mehr als sein Vorgänger. Die 2,0-Liter-Version besitzt zudem ein Sperrdifferenzial an der Hinterachse.

Mazda MX-5 Roadster-Coupé
(2006–2008)

Seit 2006 ist neben dem Stoffverdeck auch eine Version mit Kunststoff-Klappdach namens Roadster-Coupé erhältlich.

Modell Typ Hubraum Leistung Drehmoment 0-100 km/h Verbrauch/100 km Bauzeit
Abweichende Werte mit 6-Gang-Getriebe () u. 6-Stufen-Automatik [].
1.8 MZR R4, 16V, DOHC 1798 cm³ 93 kW (126 PS) bei 6500 min-1 167 Nm bei 4500 min-1 9,9 s 7,3 l Super seit 2005
2.0 MZR R4, 16V, DOHC 1999 cm³ 118 kW (160 PS) bei 6700 min-1 188 Nm bei 5000 min-1 7,9 s 7,7 (8,2) l Super 2005–2009
2.0 MZR R4, 16V, DOHC 1999 cm³ 118 kW (160 PS) bei 7000 min-1 188 Nm bei 5000 min-1 7,6 [8,5] s 7,4 (7,6) [7,9] l Super seit 2009

Sondermodelle

3rd Generation

Mazda MX-5 3rd Generation

Mit dem auf 3500 Fahrzeuge limitierten Sondermodell 3rd Generation wurde im Oktober 2005 die dritte Generation des MX-5 eingeführt. Das Sondermodell war ab 30.700 Euro erhältlich und besitzt den 2,0-l-Ottomotor mit 118 kW (160 PS) und Sechsgang-Schaltgetriebe. Das Exterieur wurde durch Chrom-Einfassungen des Windschutzscheibenrahmens, des Frontgrills, der Türgriffe sowie Nebelscheinwerfer und Seitenblinker aufgewertet. Die polierten 17-Zoll-Aluminiumräder mit 205/45 Bereifung werden mit einem Sportfahrwerk und Bilstein-Stoßdämpfern kombiniert. Weiterhin gibt es Xenonscheinwerfer und eine Metalliclackierung im Farbton Tornadorot.

Passend dazu sind die beheizbaren Sitze und die Türverkleidungen mit rotem Leder bezogen. Auf der Mittelkonsole gibt es eine „3rd Generation Limited“-Plakette mit integrierter Seriennummer. Neben einer Klimaautomatik und einem Multifunktionslederlenkrad mit drei Speichen gibt es ein Bose-Sound-System inklusive sieben Lautsprechern und Sechsfach-CD-Wechsler. Silberfarbene Applikationen befinden sich zudem am Armaturenträger, den Anzeigeinstrumenten und den Lautsprechern. Das Sondermodell umfasst auch ein Vorverkaufspaket mit einem Fila Polo-Shirt, einer Levis Jeans, exklusiv für Mazda hergestellte Puma-Sportschuhe sowie eine Fliegeruhr der Uhrenmanufaktur Sinn. Deren Zifferblatt ist in Wagenfarbe lackiert und das Armband aus rotem Leder gefertigt.[3]

Black & White

Im September 2006 wurde das auf 250 Stück limitierte Sondermodell Black & White als Roadster zu Preisen ab 23.800 Euro und in zwei Versionen angeboten. Beiden gemein ist die Lackierung in Brillantschwarz oder Pegasusweiß und die Leichtmetallräder. Als Black & White Energy auf Basis der Energy-Ausstattung war das Fahrzeug mit 1,8- oder 2,0-l-Motor und Fünfgang-Schaltgetriebe erhältlich. Als Black & White Expression mit 2,0-l-Motor und Sechsgang-Schaltgetriebe basiert der MX-5 auf der Variante Expression. Das optionale Lichtpaket mit Nebel-, Xenonscheinwerfern und Scheinwerferreinigungsanlage war beim Energy Serie und kostete für den „Expression“ 910 Euro Aufpreis. Ebenfalls aufpreispflichtig war das Bose-Sound-System mit Sechsfach-CD-Wechsler und sieben Lautsprechern sowie das Professional Paket mit Alarmanlage, Innenraumüberwachung und schlüssellosem Zugangs- und Startsystem LogIn. Im Innenraum gibt es schwarze beheizbare Ledersitze, eine Klimaautomatik, ein Multifunktionslederlenkrad und ein mobiles Navigationssystem. Der serienmäßige Apple iPod mit zwei Gigabyte Speicher und Adapterkabel für das Audio-System besitzt eine zur Außenlackierung kontrastierende Farbe. Je nach Version betrug der Preisvorteil bis zu 2070 Euro.[4]

Mithra

Ab April 2007 war das nach dem persischen Sonnengott benannte und limitierte Sondermodell Mithra ausschließlich als Roadster ab 26.000 Euro erhältlich. Zwei verschiedene Versionen wurden angeboten: der Mithra Emotion mit 1,8-l-Motor, Fünfgang-Schaltgetriebe und 16-Zoll-Aluminiumrädern auf Basis der Emotion-Ausstattung gegenüber der er 539 Euro Preisvorteil bot. Der Mithra Expression mit 2,0-l-Motor, Sechsgang-Schaltgetriebe und 17-Zoll-Aluminiumrädern war hingegen 450 Euro günstiger als die Version Expression auf der er basiert.

Beide Varianten besitzen ein schwarzes Stoffverdeck, das mit den drei Metalliclackierungen Festivalschwarz, Tiamatblau und Argosgrün kombiniert werden kann. Des Weiteren gibt es Nebelscheinwerfer, Chrom-Applikationen am Frontgrill, den Türgriffen und den Überrollbügeln sowie eine weiße dritte Bremsleuchte und weiße Seitenblinker mit Chrom-Einfassung. Das Interieur bietet beigegraue, beheizbare Sportledersitze, beigefarbene Ziernähte am Schaltknauf, dem Handbremsgriff und dem Lederlenkrad. Letzteres verfügt über Bedienelemente für das Audio-System mit CD-Player und sechs Lautsprechern. Ebenso zur Serienausstattung gehören eine Klimaautomatik, ein Windschott und silberne Einlagen am Armaturenbrett.[5]

Niseko

Mazda MX-5 Niseko
MX-5 Niseko mit braunem Textilverdeck

Das nach einem japanischen Skiort benannte Sondermodell Niseko basiert auf der Ausstattungsvariante Emotion und war ab März 2008 für beide Karosserie- und Motorversionen mit Fünfgang-Schaltgetriebe verfügbar. Der Preisvorteil betrug je nach Motor zwischen 4780 und 5680 Euro, wobei das Basismodell als Roadster mit 1,8-Liter-Motor 21.700 Euro kostete.

Das Exterieur des Sondermodells wird durch silbergraue 17-Zoll-Aluminiumräder im Zehnspeichen-Design, Chrom-Applikationen am Frontgrill, den Scheinwerfereinsätzen, den Türgriffblenden sowie an den Nebelscheinwerfern und Seitenblinkern bestimmt. Letztere sind ebenso wie die dritte Bremsleuchte weiß gefärbt. Die fünf Außenlackierungen Brillantschwarz, Pegasusweiß (nicht für das Roadster-Coupé verfügbar), Satinsilber-Metallic, Mephistograu-Metallic und speziell für das Sondermodell Pontosblau-Metallic, werden beim Roadster mit einem dunkelbraunen Stoffverdeck kombiniert.

Passend zum Verdeck sind die beheizbaren Sitze genau wie das Lenkrad, der Schaltknauf und der Handbremsgriff in dunkelbraunem Leder mit hellblauen Kontrastnähten bezogen. Weiterhin besitzt der Innenraum eine Klimaautomatik und chromumrandete Rundinstrumente. Das sonst aufpreispflichtige Touring-Paket mit zwei zusätzlichen Lautsprechern, Edelstahleinstiegsleisten, MP3-CD-Radio mit Lenkradbedienung, einem Ablagenetz im Beifahrerfußraum und beheizbarer Glasheckscheibe ist auch im Sondermodell enthalten.[6]

Ab Mai 2008 war für das Sondermodell optional das „Plus-Paket“ erhältlich. Dieses umfasst ein Bose-Sound-System mit Sechsfach-CD-Wechsler, MP3-Wiedergabe und sieben Lautsprechern sowie Xenonscheinwerfer mit automatischer Leuchtweitenregulierung und Scheinwerferreinigungsanlage. Für 1500 Euro Aufpreis bot es nochmals 130 Euro Preisvorteil und erhöhte so die Ersparnis auf bis zu 5810 Euro.[7]

20th Anniversary

Mazda MX-5 20th Anniversary

Auf dem Genfer Auto-Salon im März 2010 stellte Mazda anlässlich des 20-jährigen Jubiläums dieses Sondermodell vor. Es wird nur auf dem europäischen Markt angeboten und ist auf 2000 Einheiten limitiert. 500 davon sind für Deutschland vorgesehen. Der 20th Anniversary basiert auf dem Modell mit 1,8-Liter-Motor und Stoffverdeck. Die Ausstattung wurde um ein Chrompaket, 17-Zoll-Leichtmetallräder, Aluminiumpedale, spezielle Sondermodell-Logos im Interieur sowie eine zusätzliche Domstrebe im Motorraum ergänzt. Die Dekorelemente im Innenraum und die Überrollbügel des Sondermodells sind in den jeweils erhältlichen Außenfarben Kardinalrot, Arachneweiß oder der neuen Farbe Nereusblau lackiert. Im Frühjahr 2010 kam der MX-5 20th Anniversary ab circa 22.000 Euro auf den Markt.[8]

Modellpflege

Auf der Mondial de l’Automobile im Oktober 2008 wurde eine modellgepflegte Version (NCFL) des Roadsters vorgestellt. Äußerlich wurde der MX-5 des Modelljahrs 2009 vor allem an der Front überarbeitet.

Mazda MX-5 Roadster-Coupé (seit 2008)

Der bisher ovale Kühllufteinlass wird von dem für Mazda typischen „Fünfpunkt-Kühlergrill“ im Stil des Facelifts des Mazda RX-8 ersetzt. Außerdem wurden die Scheinwerfer optisch gestreckt, das Markenemblem wird deutlicher hervorgehoben und die Einfassung der Nebelscheinwerfer wurde geändert. Weiterhin wurden die Außenspiegel aerodynamisch optimiert und die Seitenschweller von einer Lichtkante durchzogen. Die Rückleuchten wurden auch aerodynamisch und optisch überarbeitet. Des Weiteren unterscheidet sich das Roadster-Coupé nun durch einen chromumrandeten Kühlergrill mit Maschendrahtmuster und chromumrandete Nebelscheinwerfer besser vom Roadster.

Heckansicht des überarbeiteten MX-5

Neu im Angebot ist ein Sportpaket mit Recaro-Sitzen und ein Automatikgetriebe für den 2,0-l-Motor.

Das Faceliftmodell des NC wird in den beiden Ausstattungsvarianten Center-Line und Sports-Line angeboten. Letztere bietet zusätzlich ein 6-Gang-Schaltgetriebe, ein Bilstein-Sport-Fahrwerk, Xenon-Hauptscheinwerfer und Aluminiumpedale. Das Softtopmodell wird mit manueller Klimaanlage ausgeliefert, das Coupé-Modell erhält serienmäßig eine Klimaautomatik.

Beim 2,0-Liter-Motor wurden die Kolben, Kurbelwelle und Ventilfedern überarbeitet und die Drehzahlgrenze um 500 Umdrehungen auf 7500/min bei gleicher Leistung angehoben. Hier wurde auch ein Induction Sound Enhancer vom Motorraum in den Innenraum eingebaut, welcher für einen intensiveren Motorenklang sorgen soll. Die Fahrleistungen haben sich im Allgemeinen geringfügig verbessert während der Verbrauch gesenkt werden konnte. Außerdem wurde das Fahrwerk überarbeitet, das ESP wurde weniger sensibel eingestellt und das Sechsgang-Schaltgetriebe soll sich dank Karbonbeschichtung leichter schalten als bisher.

Das neue Modell ist in den Farben Brilliantschwarz, Kardinalrot, Arachneweiß, Plutossilber, Carminarot, Kronosgrau und Tiamatblau erhältlich. Bis auf die ersten beiden Lacke handelt es sich um Metallicfarben.

Folgende Ausstattungsmerkmale wurden mit der Modellpflege in unterschiedliche Paketen aufgenommen: eine Cruisematic genannte Geschwindigkeitsregelanlage, eine Bluetooth-Freisprecheinrichtung mit Sprachsteuerung, eine Außentemperatur- und Verbrauchsanzeige, eine fünfstufige Sitzheizung in Verbindung mit Ledersitzen und ein Reifendruck-Kontrollsystem.

Im Innenraum wurde die Mittelkonsole verändert, der Mittelsteg der Becherhalter ist nun herausnehmbar, die Armauflage gepolstert. Auch die Türverkleidungen wurden überarbeitet, ebenso wie das Audiosystem, welches ein anderes Bedienkonzept erhielt.[9]

Superlight Version

Superlight Version auf der IAA

Auf der IAA 2009 wurde eine Superlight Version genannte Studie des aktuellen MX-5 vorgestellt. Dieser entstand im europäischen Design- und Entwicklungszentrum in Oberursel und zeichnet sich, wie der Name andeutet, durch seine Leichtbauweise aus. So wurde auf ein Dach und eine Windschutzscheibe vollständig verzichtet, lediglich ein großer Überrollbügel schützt die Insassen bei Überschlägen. Auch werden viele Teile in Leichtbauwerkstoffen ausgeführt und die Innenausstattung wurde deutlich reduziert.

Die Superlight Version wird vom üblichen 1,8-l-Benzinmotor mit 93 kW (126 PS) angetrieben, hat aber durch sein geringeres Gewicht von 995 kg bessere Fahrleistungen als das gleichstarke Serienmodell.[10]

Literatur

  • Toshihiko Hirai (Projektleiter), Kouichi Hayashi, Shunji Tanaka (Designer), Naoyuki Ikemizu (Chefingenieur) et al.: Mazda MX-5 Miata. Design & Development: The inside story told by Mazda's designers & engineers. 176 Seiten mit vielen Originaldokumenten aus der Mazda- Entwicklungsabteilung. Veloce Publishing 2004, ISBN 1-904788-29-7
  • Keith Tanner: Mazda Miata MX-5 Performance Projects (Motorbooks Workshop), Sprache: Englisch, Taschenbuch – 112 Seiten – Motorbooks International, Erscheinungsdatum: Dezember 2003, ISBN 0-7603-1620-1
  • Rod Grainger und Pete Shoemark: Mazda Miata Mx5 Enthusiast's Shop Manual, Sprache: Englisch, Taschenbuch – 368 Seiten – Veloce Publishing, Erscheinungsdatum: Juni 2001, ISBN 1-874105-59-6
  • Norman Garrett; (=) Norman H. Garrett III, ehemaliger Mazda Ingenieur beim Miata Projekt: Mazda Miata Performance Handbook, (Motorbooks Workshop), Sprache: Englisch. ISBN 0-7603-0437-8
  • Dieter Korp: Jetzt helfe ich mir selbst (Band 151): Mazda MX-5. In diesem Band werden alle Modelle von 1989 bis 1999 mit folgenden Motoren behandelt: 1,6 Liter, 66kW/90PS, 85kW/115PS 1,9 Liter, 96kW/131PS. ISBN 3-613-01520-X

Weblinks

 Commons: Mazda MX-5 – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. AutoMotoPortal.com vom 2. Juli 2007: „Mazda Zooms 800,000th MX-5 Miata Off Production Line (Englisch)
  2. auto motor und sport Heft 13/1989
  3. Mazda MX-5: Editionsmodell „3rd Generation“ kommt zuerst. In: Auto-News Online-Ausgabe. 2. August 2005, abgerufen am 3. März 2010.
  4. Black & White: Kontrastprogramm für den Mazda MX-5. In: Auto-News Online-Ausgabe. 22. September 2006, abgerufen am 3. März 2010.
  5. Offener Sonnengott: Mazda MX-5 als Sondermodell Mithra. In: Auto-News Online-Ausgabe. 12. April 2007, abgerufen am 3. März 2010.
  6. Mazda MX-5 Niseko: Open-Air-Luxus mit Spar-Vorteil. In: Auto-News Online-Ausgabe. 27. Mai 2008, abgerufen am 3. März 2010.
  7. Mazda MX-5: Extrapäckchen Luxus für Sondermodell Niseko. In: Auto-News Online-Ausgabe. 11. März 2008, abgerufen am 3. März 2010.
  8. Uli Baumann: Sondermodell zum 20 Jahr-Jubiläum. In: auto, motor und sport Online-Ausgabe. 1. Februar 2010, abgerufen am 3. März 2010.
  9. Betont unauffällig: Der Mazda MX-5 bekommt ein Facelift. In: Auto-News Online-Ausgabe. 4. September 2008, abgerufen am 3. März 2010.
  10. Stephan Bähnisch: Es lebe der Purismus! In: Auto-Bild Online-Ausgabe. 14. September 2009, abgerufen am 3. März 2010.

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