Mechitar von Sebasteia

Mechitar von Sebasteia (* 7. Februar 1676 in Sebasteia; † 27. April 1749 auf der Insel San Lazzaro bei Venedig) war ein armenisch-apostolischer, später armenisch-katholischer Geistlicher und Ordensgründer.

Manuk (Taufname) nahm bei seinem Eintritt in das Kloster Surb Nšan (Heilig-Kreuz) den Mönchsnamen Mechitar an, der auf Armenisch „Tröster“ bedeutet (Epitheton des Heiligen Geistes). Er gründete 1701 in Konstantinopel, heute Istanbul, die armenisch-katholische Kongregation der später nach ihm benannten Mechitaristen. 1711 wurde sie von Papst Clemens XI. anerkannt, 1717 fanden die Mechitaristen eine Heimat auf der Insel San Lazzaro bei Venedig. Mechitar und seine Ordensbrüder wirkten als bedeutende Übersetzer, Grammatiker und Sprachforscher und legten mit die Grundlagen für eine neue Blüte armenischer Gelehrsamkeit im 18. und 19. Jahrhundert.

Weblinks


Wikimedia Foundation.

Schlagen Sie auch in anderen Wörterbüchern nach:

  • Avetik von Tokat — (* 7. April 1657 in Tokat; † 21. Juli 1711 in Paris) war ein Patriarch des Armenischen Patriarchats Konstantinopel. Leben Avetik wurde 1676 bei Adana zum Diakon geweiht, wenige Jahre später zum Priester. Er wirkte danach im Jakobs Kloster bei… …   Deutsch Wikipedia

  • Armenier in Mitteleuropa — Über die unmittelbar an Armenien angrenzenden Gebiete hinaus wanderten Armenier schon im frühen Mittelalter nach Westkleinasien, Südosteuropa, Syrien, Ägypten und Persien. Im 16. Jahrhundert unterhielten armenische Kaufleute, auf die… …   Deutsch Wikipedia

  • Armenische Diaspora — Über die unmittelbar an Armenien angrenzenden Gebiete hinaus wanderten Armenier schon im frühen Mittelalter nach Westkleinasien, Südosteuropa, Syrien, Ägypten und Persien. Im 16. Jahrhundert unterhielten armenische Kaufleute, auf die… …   Deutsch Wikipedia

  • Mechitarist — Die Mechitaristen (armenisch: Մխիթարեան), sind eine Kongregation armenisch katholischer Mönche mit Sitz in San Lazzaro, einer Insel bei Venedig, sowie in Wien. Ihren Gottesdienst feiern sie nach dem Armenischen Ritus, allerdings mit gewissen… …   Deutsch Wikipedia

  • Mechitharisten — Die Mechitaristen (armenisch: Մխիթարեան), sind eine Kongregation armenisch katholischer Mönche mit Sitz in San Lazzaro, einer Insel bei Venedig, sowie in Wien. Ihren Gottesdienst feiern sie nach dem Armenischen Ritus, allerdings mit gewissen… …   Deutsch Wikipedia

  • Mechitaristen — Die Mechitaristen (armenisch: Մխիթարեան), sind eine Kongregation armenisch katholischer Mönche. Heute besteht die Kongregation der Mechitaristen aus zwei selbständigen Abteien mit jeweils einem Generalsuperior [1]. Dieses sind die Mechitaristen… …   Deutsch Wikipedia

  • 7. Feber — Der 7. Februar ist der 38. Tag des Gregorianischen Kalenders, somit bleiben 327 Tage (in Schaltjahren 328 Tage) bis zum Jahresende. Historische Jahrestage Januar · Februar · März 1 2 …   Deutsch Wikipedia

  • Armenisch-katholische Kirche — Der gegenwärtige Patriarch der armenisch katholischen Kirche, Nerses Bedros XIX. Die Armenisch katholische Kirche ist eine katholische Ostkirche mit Armenischem Ritus. Sie bildet den mit dem Papst von Rom unierten Zweig des armenischen… …   Deutsch Wikipedia

  • Liste der Biografien/Mea–Mee — Biografien: A B C D E F G H I J K L M N O P Q …   Deutsch Wikipedia

  • Hagop Nalyan — Hagop II. Nalyan Zmmarazi (* 1706 in Zimara ; † 19. Juli 1764 in Konstantinopel) war Erzbischof und der 50. armenische Patriarch von Konstantinopel. Er erneuerte das Bildungswesen und festigte dadurch die Autorität der armenisch apostolischen… …   Deutsch Wikipedia

Share the article and excerpts

Direct link
Do a right-click on the link above
and select “Copy Link”

We are using cookies for the best presentation of our site. Continuing to use this site, you agree with this.