Medellin

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Medellin
Medellín
Panorama von Medellín in Richtung Nordosten
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Flagge Medellíns
Karte
Lage Medellíns innerhalb Antioquias
Basisdaten
Staat: Kolumbien
Provinz: Antioquia
Geografische Lage: 6¬į¬†15‚Ä≤¬†N, 75¬į¬†35‚Ä≤¬†W6.24574-75.58227Koordinaten: 6¬į¬†15‚Ä≤¬†N, 75¬į¬†35‚Ä≤¬†W
Höhe: 1.538 m
Fläche: 380,64 km²
Einwohner: 2.071.392 (entnommen 26. März 2006)
in der Agglomeration: 3.263.949 (1. Januar 2005)
Bevölkerungsdichte: 5442 Einwohner je km²
Offizielle Gliederung: 20 Gebiete
Gemeinden: 16
Bezirke & Vororte: 249
Grundstein: Las Cruces Nro.6
Website: medellin.gov.co
Politik
B√ľrgermeister: Alonso Salazar
Satellitenbild (2005)
Satellitenbild von Medellin
Weitere Bilder
Das Aburra-Tal
Das Aburra-Tal
Zentrum mit der Kathedrale (rechts)
Zentrum mit der Kathedrale (rechts)

Medellín ist die Hauptstadt des Departamento Antioquia in Kolumbien. Sie hat mehr als 2,2 Millionen Einwohner und 3,2 Millionen in der Agglomeration und ist somit die zweitgrößte Stadt Kolumbiens. Medellin ist die zweitgrößte Metropolregion in Kolumbien nach Bogotá (Stand jeweils 1. Januar 2005).

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Geografische Lage

Das Stadtgebiet von Medell√≠n, die √Ārea Metropolitana de Medell√≠n die offiziell √Ārea Metropolitana del Valle de Aburr√° genannt wird umfasst heute neun umliegende Ortschaften. Die Metropolregion von Medell√≠n erstreckt sich durch das ganze √Āburra Tal entlang und besteht aus den folgenden St√§dten von S√ľd nach Norden: Caldas, La Estrella, Sabaneta, Itag√ľi, Envigado, Medell√≠n, Bello, Copacabana, Girardota und Barbosa.

Medell√≠n liegt mitten im Valle de Aburr√°, einem Tal des mittleren Bergzugs der Anden im nordwestlichen Kolumbien, auf einer H√∂he von 1.538¬†m. Sie wird daher auch Capital de la Monta√Īa, Hauptstadt der Berge, genannt.

Die Stadt ist ber√ľhmt f√ľr ihre Gartenanlagen, ihre Blumen und die Vielfalt der Orchideen, die dort heimisch sind. Deswegen hat sie auch den Beinamen Capital de las Flores (Hauptstadt der Blumen).

Dem Stadtviertel Sierra wurde 2005 der Dokumentationsfilm La Sierra (dt. alt. La Sierra - zum Killer geboren) gewidmet. Er handelt von den jugendlichen Kämpfern der Bande Bloque Metro die im internen bewaffneten Konflikt ihr Stadtviertel zu verteidigen versuchen.

Klima

Ihre Einwohner geben ihr stolz Namen wie Bella Villa oder Capital de la Eterna Primavera, Hauptstadt des ewigen Fr√ľhlings, da die Temperaturen selten √ľber 30 Grad klettern oder unter 16 Grad fallen. Die Jahresdurchschnittstemperatur betr√§gt 24 Grad.

Administrative Aufteilung der Stadt

Medellín ist in 249 Stadtteile, barrios, unterteilt. Siehe Barrios von Medellín.

Geschichte

Sie wurde 1616 von Francisco Herrera Campuzano gegr√ľndet. Die Bedeutung von Medell√≠n fand ihren Ursprung in der st√§ndig wachsenden Nachfrage und Produktion von Kaffee. Die Industrialisierung des Gebietes begann am Ende des 19. Jahrhunderts.

Die Stadt entwickelte sich aber erst in den 1930er Jahren zu einem wichtigen Industriezentrum. In den 1980er Jahren litt das √∂ffentliche Leben der Stadt unter der Drogenmafia des Medell√≠n-Kartells, das eine f√ľhrende Rolle im weltweiten Handel mit Kokain einnahm.

Mit dem Namen der Stadt verbindet sich auch die II. Generalversammlung des Lateinamerikanischen Episkopats vom 24. August bis 6. September 1968, auf der die katholische Kirche des Subkontinents eine historische Wende vollzog und sich zur Option f√ľr die Armen bekannte.

Kultur und Sehensw√ľrdigkeiten

Die Kathedrale des Erzbistums Medellin, die das Stadtzentrum √ľberragt, ist eine neuromanische Lehmziegel-Basilika. Baubeginn war 1890, Fertigstellung und Weihe 1931.

Sehenswert sind das Orquideorama, eine Sammlung von Orchideen im botanischen Garten. Das "Museo de Antioquia" und "Plaza Botero", wo zahlreiche Werke des weltbekannten K√ľnstlers Fernando Botero zu sehen sind. Auch der bekannte Bildhauer Rodrigo Arenas Betancur konnte in der Stadt mehrere seiner Arbeiten als Monumente zeigen.

Bevölkerung

Die Bev√∂lkerung Medell√≠ns setzt sich zum gro√üen Teil aus den Nachfahren baskischer Einwanderer zusammen. Sie zeichnen sich durch ganz spezifische Charaktereigenschaften, eine eigene K√ľche und sogar durch ihren spezifischen Dialekt aus. Dieser Menschenschlag ist au√üer in Antioqu√≠a in den Departamenden Caldas, Risaralda und Quind√≠o - der so genannten Kaffeeachse - zu Hause.

Feste

Medellin ist √ľber die Grenzen Kolumbiens bekannt f√ľr seine Feste, zu diesen z√§hlen das Blumenfestival - ‚Äěder Feria de Flores‚Äú, dem ‚ÄěFestival de la Poesia‚Äú (dem Poesie-Festival) sowie der ‚ÄěFiesta de Luz‚Äú, dem Lichterfestival, bei dem jedes Jahr zu Weihnachtszeit der Fluss Medellin mit Millionen von Lichtern ausgeleuchtet wird.

Sport

In Medellín findet seit 1995 jedes Jahr ein Halbmarathon statt. Mit Independiente Medellín und Atlético Nacional hat Medellín zwei Fußballteams die in der Primera A spielen.

Wirtschaft und Infrastruktur

In der Stadt befinden sich Betriebe der Textilindustrie, der Konfektion, der Nahrungsmittel- und Tabakindustrie, der Herstellung von Landwirtschaftsmaschinen, der metallurgischen und chemischen Industrie, der Zementherstellung und der M√∂belindustrie und anderen Industriezweigen an. Damit steht Medell√≠n inzwischen an zweiter Stelle der nationalen Industrieproduktion und an erster Stelle in S√ľdamerika in Bezug auf die Textilherstellung. Inzwischen hat sich neben der Industrie aber auch ein sehr breiter terti√§rer Sektor entwickelt. Ein weiteres wirtschaftliches Standbein ist die Blumenproduktion. Haupts√§chlich werden Orchideen f√ľr den Export in die USA, nach Europa oder Asien gez√ľchtet. Zu Ehren dieses bedeutenden Wirtschaftszweigs veranstaltet Medellin seit 1957 die Feria de Flores.

Verkehr

Medell√≠n verf√ľgt als einzige Stadt in Kolumbien mit einer 1995 eingeweihten Hochbahn √ľber ein effizientes Massenverkehrsmittel, das die Stadt mit ihrer Umgebung verbindet. Die Metro de Medell√≠n hat zwei Linien mit insgesamt 42¬†km Schienennetz und gilt als eine der saubersten in Lateinamerika. Die Stadt betreibt auch eine integrierte Seilbahnlinie bis zum Bezirk Santo Domingo. Pro Jahr transportiert diese rund 100¬†Millionen Passagiere. Die Flugh√§fen Olaya Herrera und Jose Maria C√≥rdova werden auch international angeflogen.

Bildung

Die Universit√§t Antioquia (gegr√ľndet 1803), die Universit√§t Medell√≠n (er√∂ffnet 1950), die Pontifical University Bolivariana (er√∂ffnet 1936), die Universit√§t EAFIT (er√∂ffnet 1960) und die Autonome Universit√§t Lateinamerika (er√∂ffnet 1966) sind in der Stadt beheimatet. Unter dem B√ľrgermeister Sergio Fajardo Valderrama wurde eine gro√üangelegte Bildungskampagne gestartet, z.B. wurden B√ľcherhallen in den Slums errichtet und paramilit√§rische Milizen entwaffnet. Die Mordrate sank drastisch von 6.500 F√§llen (1991, 381/100.000 Einwohner) auf 778 F√§lle (2005, 32/100.000 Einwohner) und liegt somit weit unter dem Durchschnitt anderer lateinamerikanischer Gro√üst√§dte.

Söhne und Töchter der Stadt

Städtepartnerschaften

Weblinks

Folgende Weblinks sind, wenn nicht anders gekennzeichnet, auf spanisch:

Allgemein
Reisef√ľhrer
Industrie- und Handelskammer
Universitäten
Sport
Zeitungen


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  • Medell√≠n ‚ÄĒ [mńĀőĄdńĀ yńďn‚Ä≤] city in NW Colombia: pop. 1,971,000 ‚Ķ   English World dictionary


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