Migrationshintergrund

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Migrationshintergrund

Migrationshintergrund ist ein Ordnungskriterium der deutschen amtlichen Statistik zur Beschreibung einer Bevölkerungsgruppe, die aus seit 1950 eingewanderten Personen und deren Nachkommen besteht.

Inhaltsverzeichnis

Definition des Statistischen Bundesamtes

Selbstgemachte deutsch-tĂŒrkische Fahne in Berlin-Neukölln zur Fußballweltmeisterschaft 2006

Seit dem Mikrozensus 2005 ermitteln die Statistischen LandesĂ€mter und das Statistische Bundesamt indirekt Daten zum Migrationshintergrund. Grundlage dafĂŒr ist eine Änderung des Mikrozensusgesetzes von 2003, das die Aufnahme von Fragen zur Feststellung des Migrationshintergrundes in den Befragungen 2005 bis 2012 vorsieht. Konkret werden Angaben zur Zuwanderung, Staatsangehörigkeit und Einwanderung des jeweiligen Befragten sowie dessen Eltern erfragt. Als Personen mit Migrationshintergrund definiert werden „alle nach 1949 auf das heutige Gebiet der Bundesrepublik Deutschland Zugewanderten, sowie alle in Deutschland geborenen AuslĂ€nder und alle in Deutschland als Deutsche Geborenen mit zumindest einem nach 1949 zugewanderten oder als AuslĂ€nder in Deutschland geborenen Elternteil“[1]. Diese Definition wurde sinngemĂ€ĂŸ in die Migrationshintergrund-Erhebungsverordnung vom 29. September 2010 ĂŒbernommen[2], der Text lautet: Ein Migrationshintergrund liegt vor, wenn 1. die Person nicht die deutsche Staatsangehörigkeit besitzt oder 2. der Geburtsort der Person außerhalb der heutigen Grenzen der Bundesrepublik Deutschland liegt und eine Zuwanderung in das heutige Gebiet der Bundesrepublik Deutschland nach 1949 erfolgte oder 3. der Geburtsort mindestens eines Elternteiles der Person außerhalb der heutigen Grenzen der Bundesrepublik Deutschland liegt sowie eine Zuwanderung dieses Elternteiles in das heutige Gebiet der Bundesrepublik Deutschland nach 1949 erfolgte. Somit gehören auch SpĂ€taussiedler und deren Kinder zu den Personen mit Migrationshintergrund. Diese Personen mĂŒssen keine eigene Migrationserfahrung haben. Jede dritte Person mit Migrationshintergrund lebt seit Geburt in Deutschland.

Im Jahr 2006 lebten nach dieser Definition 15,3 Millionen Menschen mit Migrationshintergrund in Deutschland, dies entsprach 18,6 % der Bevölkerung.[3] Im Jahr 2009 stieg die Zahl der Personen mit Migrationshintergrund in Deutschland auf 16,0 Millionen oder 19,6 % der Bevölkerung. Der Wachstum ist auf den Anstieg in der Zahl der deutschen StaatsbĂŒrger mit Migrationshintergrund zurĂŒckzufĂŒhren, da die Zahl der AuslĂ€nder in Deutschland seit circa 10 Jahren bei 7,2 Millionen stagniert.[4][5]

Mit 10,4 Millionen stellen die seit 1950 Zugewanderten – das ist die Bevölkerung mit eigener Migrationserfahrung – zwei Drittel aller Personen mit Migrationshintergrund.[6] 2006 hatten 7,3 Millionen bzw. 8,9 % der Bevölkerung bzw. 47 % der Menschen mit Migrationshintergrund eine auslĂ€ndische Staatsangehörigkeit. Menschen mit Migrationshintergrund und deutscher Staatsangehörigkeit umfassten 2006 7,9 Millionen bzw. 9,5 % der Bevölkerung bzw. 53% der Menschen mit Migrationshintergrund. Personen mit Migrationshintergrund sind im Durchschnitt deutlich jĂŒnger als jene ohne Migrationshintergrund (33,8 gegenĂŒber 44,6 Jahre). In den jungen Alterskohorten sind sie stĂ€rker vertreten als in den alten. Bei den unter FĂŒnfjĂ€hrigen stellen Personen mit Migrationshintergrund im Jahr 2008 ein Drittel dieser Bevölkerungsgruppe.[6]


Beim Zensus 2011 wird eine leicht verÀnderte Definition des Migrationshintergrundes zugrundegelegt. Hier wird nicht die Zuwanderung nach 1949, sondern nach 1955 abgefragt[7].

Verwendung des Begriffs

Der Begriff „Mensch mit Migrationshintergrund“ ist nicht synonym mit dem Begriff „AuslĂ€nder“ und auch nicht synomym mit den Begriffen „Zuwanderer“ bzw. „Migrant“, wird aber oft fĂ€lschlicherweise so verwandt:

  • Viele ehemalige AuslĂ€nder haben sich einbĂŒrgern lassen, sind also heute deutsche Staatsangehörige, haben aber, sofern sie nach 1949 eingewandert sind, noch immer einen Migrationshintergrund.
  • Es gibt AuslĂ€nder, die bereits vor 1950 nach Deutschland migriert und bis heute nicht eingebĂŒrgert sind. Nach der ursprĂŒnglichen Definition der Statistik sind weder sie noch ihre Nachkommen „Menschen mit Migrationshintergrund“, nach der neueren Definition der Migrationshintergrund-Erhebungsverordnung von 2010 aber doch.
  • Auch Menschen, die als Deutsche nach Deutschland zugewandert sind (vor allem SpĂ€taussiedler, aber auch zufĂ€llig im Ausland geborene Kinder deutscher Eltern) gelten als „Menschen mit Migrationshintergrund“.
  • Menschen, die als Deutsche in Deutschland geboren sind, haben auch dann einen Migrationshintergrund, wenn ein Elternteil Deutscher ist und der andere Elternteil AuslĂ€nder (oder im Ausland geboren und nach 1949 zugewandert) ist.
  • Seit der Änderung des Staatsangehörigkeitsrechts (§ 4 Abs. 3 StAG) ist ein seit dem 1. Januar 2000 im Inland geborenes Kind, dessen Eltern beide AuslĂ€nder sind, Deutscher, wenn ein Elternteil zu diesem Zeitpunkt seit acht Jahren seinen gewöhnlichen rechtmĂ€ĂŸigen Aufenthalt in Deutschland hat und ein unbefristetes Aufenthaltsrecht besitzt. Zwischen dem 18. und 23. Lebensjahr ist es gemĂ€ĂŸ § 29 StAG verpflichtet, gegenĂŒber der staatlichen Stelle zu erklĂ€ren, ob es die deutsche Staatsangehörigkeit behalten will, wozu es im Regelfall die andere(n) StaatsbĂŒrgerschaft(en) aufgeben muss oder ob es die andere Staatsangehörigkeit vorziehen und auf die deutsche verzichtet (ErklĂ€rungspflicht, Optionszwang) siehe: Optionsmodell

Der Begriff Migrationshintergrund wurde von der Essener PĂ€dagogikprofessorin Ursula Boos-NĂŒnning bereits in den 1990er Jahren geprĂ€gt.[8] Hintergrund der Wortneuschöpfung war der Umstand, dass nach dem Fall des Eisernen Vorhangs viele Menschen aus postkommunistischen Staaten nach Deutschland zuwanderten, die beanspruchten, als deutsche Volkszugehörige im Sinne des Art. 116 GG und § 6 BVFG sofort die deutsche Staatsangehörigkeit zu erhalten. Gleichwohl hatte diese aus Deutschen bestehende Bevölkerungsgruppe Ă€hnliche Probleme zu bewĂ€ltigen wie Zuwanderer, die als AuslĂ€nder nach Deutschland gekommen waren (z.B. das Problem der mangelhaften Beherrschung der deutschen Sprache[9]). Der Begriff „Migrationshintergrund“ wurde auch als Lösung fĂŒr solche FĂ€lle empfunden, in denen AuslĂ€nder eingebĂŒrgert wurden. Dadurch, dass die EingebĂŒrgerten (wie die SpĂ€taussiedler) in die Rubrik „Deutsche“ eingeordnet werden, kann das PhĂ€nomen der Migrationsfolgen methodisch nicht angemessen erfasst werden.

Über den Weg des Kinder-und Jugendberichts der Bundesregierung 1998, an dem Boos-NĂŒnning mitarbeitete, fand der Terminus dann seinen Weg in die Öffentlichkeit. Der Begriff wird vor allem seit 2006 zunehmend verwendet, insbesondere als Reaktion auf die Tatsache, dass die meisten in Deutschland geborenen Kinder von AuslĂ€ndern seit 2000 bei der Geburt automatisch die deutsche Staatsangehörigkeit erhalten. Davor wurden fĂŒr in Deutschland lebende Menschen, die im Ausland geboren wurden oder Eltern haben, die seit 1950 aus dem Ausland zugezogen sind, meist die Begriffe „Deutsche auslĂ€ndischer Herkunft“ bzw. „AuslĂ€nder“ oder die entsprechende NationalitĂ€t (TĂŒrken, Italiener, Spanier, usw.; auch in der Kombination „DeutschtĂŒrke“ etc) verwendet.

Das Statistische Bundesamt berief sich bei der Definition des Begriffs fĂŒr den Mikrozensus 2005 seinerseits darauf, der Begriff sei „in Wissenschaft und Politik seit langem gelĂ€ufig“ und werde „trotz seiner Sperrigkeit immer öfter verwendet.“ Er drĂŒcke aus, „dass zu den Betroffenen nicht nur die Zuwanderer selbst – d.h. die eigentlichen Migranten – zĂ€hlen sollen, sondern auch bestimmte ihrer in Deutschland geborenen Nachkommen.“ Das Amt rĂ€umt allerdings ein, dass es schwierig sei, den Begriff „Menschen mit Migrationshintergrund“ trennscharf zu verwenden.

Der Begriff „Migrationshintergrund“ hat sich in den Medien und auch in der Alltagssprache stark verbreitet, wobei die Verwendung nicht immer korrekt ist. So ersetzt der Begriff „Menschen mit Migrationshintergrund“ hĂ€ufig den ungenauen Begriff „auslĂ€ndische MitbĂŒrger“, der streng genommen noch nie einen Sinn ergab (Oxymoron), da AuslĂ€nder nicht Inhaber von BĂŒrgerrechten und BĂŒrger nicht „auslĂ€ndisch“ sind. Auch in diesem Fall wird jedoch leicht ĂŒbersehen, dass die beiden Begriffe unterschiedliche Gruppen bezeichnen. Noch verwirrender wird die Verwechslung, wenn der Begriff "Person mit Migrationshintergrund" durch das verlockend kĂŒrzere Wort "Migrant" ersetzt und dieses dann, etwa in einem Zahlenvergleich sozialer Gruppen, an anderer Stelle mit anderer Bedeutung erneut verwendet wird. [10]

Auch der Begriff „Menschen mit Migrationshintergrund“ wurde von dem als „Euphemismus-TretmĂŒhle“ bekannten Mechanismus erfasst. Bei vielen stellen sich inzwischen dieselben Konnotationen wie bei dem Begriff „AuslĂ€nder“ ein. Deshalb wurde das Wort „Migrationshintergrund“ auch als „Unwort des Jahres“ vorgeschlagen.[11] Die Tageszeitung (taz) rief ihre Leser Ende des Jahres 2010 auf, einen neuen Begriff vorzuschlagen. Am hĂ€ufigsten wurden "Mensch", "AuslĂ€nder", "Neudeutsche", "Einwanderer", "NeubĂŒrger" und "Immigrant" vorgeschlagen - aber keiner der VorschlĂ€ge konnte die Redaktion ĂŒberzeugen: "So bleibt die Erkenntnis, dass sich viele ein anderes Wort wĂŒnschen, aber leider kein richtig Griffiges zur Hand ist."[12][13]

Gegen den Vorschlag, „Menschen mit Migrationshintergrund“ als Kategorie der Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS) einzufĂŒhren, wurde im Januar 2009 heftig protestiert.[14] Nach Art. 3 GG wie nach dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG) ist es verboten, mit der „ethnischen Herkunft“ eines Menschen Rechtsfolgen zu verbinden. Niemandem darf also wegen der Tatsache, dass er selbst oder seine Vorfahren nach Deutschland zugewandert sind, diskriminiert werden.

Inzwischen wird der Begriff in den Medien auch scherzhaft in nicht-politischen Kontexten verwendet („Deutsche Wörter und ihr Migrationshintergrund“[15], „Übelkeit mit Migrationshintergrund“[16], „Königsspeise mit Migrationshintergrund“[17]) Am 1. Mai 2011 eröffnete in Halberstadt die Ausstellung "Heilig! Fremd? KirchenschĂ€tze des Mittelalters (mit Migrationshintergrund) im Domschatz Quedlinburg und im Domschatz Halberstadt" [18].

Situation in Österreich

Die Definition der Personen mit Migrationshintergrund entspricht in Österreich jener der von der UNECE herausgegebenen "Recommendations for the 2010 censuses of population and housing". Demnach bezeichnet man in Österreich Personen mit Migrationshintergrund als solche, wenn beide Elternteile im Ausland geboren wurden. DarĂŒber hinaus wird differenziert zwischen:

  • Migranten der ersten Generation: Personen, deren eigener Geburtsort wie jener beider Elternteile im Ausland liegt.
  • Migranten der zweiten Generation: Personen, deren eigener Geburtsort in Österreich liegt und jener beider Elternteile im Ausland.

Nach dieser Definition hatten in Österreich im Jahr 2008 1,427 Millionen Menschen einen Migrationshintergrund. 1,075 Millionen davon sind selbst nach Österreich zugezogen (und entsprechen damit den Migranten der ersten Generation). Die verbleibenden 0,353 Millionen Personen sind bereits in Österreich geboren, der Geburtsort beider Elternteile liegt jedoch im Ausland. Fast die HĂ€lfte der Personen mit Migrationshintergrund ist im Besitz der österreichischen StaatsbĂŒrgerschaft.[19]

Allerdings wird der Begriff im schulischen Bereich auch fĂŒr SchĂŒler mit Nicht deutscher Muttersprache verwendet, sodass die Zahlen leicht verwechselt oder verwĂ€ssert werden können.[20]

Synonyme und Antonyme

Synonym zum Begriff des Menschen mit Migrationshintergrund wird der des Allochthonen gebraucht. Antonym zu diesen Begriffen ist die Bezeichnung Autochthoner. In Bezug auf Deutschland ist fĂŒr den Menschen ohne Migrationshintergrund auch (meist scherzhaft) vom Biodeutschen die Rede.

Zu beachten ist, dass der Begriff des deutschstĂ€mmigen Deutschen kein Gegenbegriff zum Begriff Menschen mit Migrationshintergrund ist, denn letzterer schließt auch deutschstĂ€mmige Zuwanderer mit deutscher Staatsangehörigkeit (z. B. SpĂ€taussiedler) und deren Abkömmlinge ein.

Zusammensetzung der Bevölkerungsgruppen mit Migrationshintergrund in Deutschland

Nach Status und Generationszugehörigkeit

Nach Aussagen des Statistischen Bundesamtes setzte sich die Menge der Menschen mit Migrationshintergrund im Jahr 2005 folgendermaßen zusammen:[21]

  • Zugewanderte AuslĂ€nder (1. Generation): ca. 36 Prozent
  • In Deutschland geborene AuslĂ€nder (2. und 3. Generation): ca. 11 Prozent
  • SpĂ€taussiedler: ca. 12 Prozent
  • EingebĂŒrgerte zugewanderte AuslĂ€nder: ca. 20 Prozent
  • Personen mit mindestens einem zugewanderten Elternteil oder Elternteil mit auslĂ€ndischer Staatsangehörigkeit: ca. 21 Prozent

Nach der geographischen Herkunft der Zugewanderten

Der afrodeutsche Fußballnationalspieler Gerald Asamoah, der 2005 an der Kampagne „Du bist Deutschland“ teilnahm

Europa ist fĂŒr die Zuwanderung nach Deutschland quantitativ besonders bedeutsam. 59,9 % der seit 1950 Zugewanderten stammten im Jahre 2008 aus Europa. 23,5 % von ihnen stammen aus den 27 Mitgliedstaaten der EuropĂ€ischen Union. Die elf bedeutendsten HerkunftslĂ€nder waren 2008:

  • TĂŒrkei (mit 14,2 % aller Zugewanderten),
  • Russische Föderation (8,4 %),
  • Polen (6,9 %),
  • Italien (4,2 %),
  • Serbien und Montenegro (3,4 %), (seit 2006 zwei Staaten, seit 2008 zudem neuer Staat Kosovo)
  • Kasachstan (3,3 %),
  • RumĂ€nien (3,0 %),
  • Kroatien (2,6 %),
  • Griechenland sowie Bosnien und Herzegowina (jeweils 2,2 %)
  • Ukraine (1,9 %)[6]

Umfangreiches statistisches Material findet sich auch in den zehn Graphiken eines Spiegel-Online-Artikels vom 17. Oktober 2010[22]

Nach Milieu

Die Sinus-Studie nach sozialer Lage und Grundorientierung von 2008 teilt Menschen mit Migrationshintergrund in acht Soziale Milieus ein, die sich wie folgt unterscheiden:

BĂŒrgerliche Migranten-Milieus (28 %) Adaptives BĂŒrgerliches Milieu (16 %)

Die pragmatische moderne Mitte der Migrantenpopulation, die nach sozialer Integration und einem harmonischen Leben in gesicherten VerhÀltnissen strebt

Statusorientiertes Milieu (12%)

Klassisches Aufsteiger-Milieu, das durch Leistung und Zielstrebigkeit materiellen Wohlstand und soziale Anerkennung erreichen will

Ambitionierte Migranten-Milieus (24 %) Multikulturelles Performermilieu (13%)

Junges, leistungsorientiertes Milieu mit bi-kulturellem SelbstverstÀndnis, das sich mit dem westlichen Lebensstil identifiziert und nach beruflichem Erfolg und intensivem Leben strebt

Intellektuell-kosmopolitisches Milieu (11%)

AufgeklÀrtes, global denkendes Bildungsmilieu mit einer weltoffenen, multikulturellen Grundhaltung und vielfÀltigen intellektuellen Interessen

Traditionsverwurzelte Migranten-Milieus (23 %) Religiös-verwurzeltes Milieu (7%)

Vormodernes, sozial und kulturell isoliertes Milieu, verhaftet in den patriarchalischen und religiösen Traditionen der Herkunftsregion

Traditionelles Arbeitermilieu (16%)

Traditionelles Blue Collar Milieu der Arbeitsmigranten und SpĂ€taussiedler, das nach materieller Sicherheit fĂŒr sich und seine Kinder strebt

PrekÀre Migranten-Milieus (24%) Entwurzeltes Milieu (9%)

Sozial und kulturell entwurzeltes Milieu, das Problemfreiheit und Heimat/IdentitÀt sucht und nach Geld, Ansehen und Konsum strebt

Hedonistisch-subkulturelles Milieu (15%)

Unangepasstes Jugendmilieu mit defizitĂ€rer IdentitĂ€t und Perspektive, das Spaß haben will und sich den Erwartungen der Mehrheitsgesellschaft verweigert

Tabelle: Die Sinus-Migranten-Milieus in der Bundesrepublik Deutschland im Jahr 2008. Die Prozentzahlen geben die Anteile der Milieus in der Gesamtbevölkerung an. [23]

Gesellschaftliche Stellung

Migrationshintergrund und Gesundheit

Menschen mit Migrationshintergrund in der lebenden Generation haben schlechtere Gesundheitschancen. MĂŒtter- und SĂ€uglingssterblichkeit ist erhöht. Die Sterblichkeit von SĂ€uglingen und Kleinkindern ist um 20 % erhöht. Kleinkinder und Schulkinder sind durch UnfĂ€lle ĂŒberdurchschnittlich stark gefĂ€hrdet[24].

Die sozialepidemiologische Forschung weist immer wieder darauf hin, dass eine besondere Belastung von Migrantinnen und Migranten auch in der zweiten und dritten Generation nachweisbar ist.[25]

Migrationshintergrund und schulische Erfolge

Schulische Erfolge

ThrĂ€nhardt bezeichnet Aussagen ĂŒber SchĂŒler mit Migrationshintergrund als „wenig trennscharf und aussagekrĂ€ftig“. Es gibt sowohl Gruppen, die sehr gut im deutschen Schulsystem abschneiden, als auch solche, die sehr schlecht abschneiden. Am wenigsten Schulerfolg haben die Gruppen der Staatsangehörigen Italiens und der TĂŒrkei: neben einer hohen Zahl an SchulabgĂ€ngern finden sich in beiden Gruppen auch eine besonders große Gruppe ohne Ausbildung auch wenn ein Schulabschluss erreicht wurde (56,1% der TĂŒrken und 50,3% der Italiener im VerhĂ€ltnis zu 9,3% der Deutschen) [26]. Der Großteil der SchĂŒler in diesen beiden Gruppen ist darĂŒber hinaus in der Hauptschule zu finden, nur kleinere ProzentsĂ€tze besuchen Gymnasien und Realschulen.

Unter SchĂŒlern mit spanischer, russischer, polnischer, kroatischer und auch bosnischer Zugehörigkeit dagegen finden sich viele RealschĂŒler und Gymnasiasten. Sie erzielen Ă€hnliche schulische Erfolge wie die deutschen SchĂŒler. Ebenso liegt seit Jahren die Gymnasialquote von SchĂŒlern vietnamesischer Herkunft ĂŒber dem Durchschnitt, wie die Studien von Beuchling gezeigt haben. [27][28]

Bei Kindern mit ex-jugoslawischem Hintergrund liegen die schulischen Leistungen im deutlich besseren Bereich als bei ihren tĂŒrkischen und italienischen MitschĂŒlern, jedoch nicht so gut wie bei Aussiedlern und deutschen SchĂŒlern (siehe Tabellen).

Kinder mit griechischem Migrationshintergrund gehen statistisch gesehen sogar hĂ€ufiger aufs Gymnasium als Deutsche[29]. Keine andere Einwanderergruppe in Deutschland hat in der Schule mehr Erfolg als die Vietnamesen: Über 50 Prozent ihrer SchĂŒler schaffen den Sprung aufs Gymnasium. Damit streben prozentual mehr vietnamesische Jugendliche zum Abitur als deutsche. [30].

Bei Zuwanderern aus muslimisch geprĂ€gten LĂ€ndern sind bei der Bildungsbeteiligung große Unterschiede zwischen verschiedenen HerkunftslĂ€ndern festzustellen. Die Anteile der mĂ€nnlichen SchĂŒler nichtdeutscher Staatsangehörigkeit, die eine weiterfĂŒhrende Schulform (Realschule, Gymnasium) besuchen, reichten 2006 von 50,2 Prozent (Iraner) bis zu 12,7 Prozent (Libanesen).[31]

Laut Cornelia Kristen (2002) erhalten SchĂŒler aus einigen Migrantengruppen trotz gleicher Leistungen schlechtere Schulnoten. Diese fĂŒhren dazu, dass sie schlechtere Schulen besuchen mĂŒssen.[26]

Die Noten sind der wichtigste Faktor fĂŒr die besuchte Schulform, jedoch nicht der einzige. Deutsche besuchen auch bei gleich schlechten Noten seltener die Hauptschule als AuslĂ€nder. Sie gehen statt dessen hĂ€ufiger zur Realschule. Beim Übergang auf das Gymnasium gibt es jedoch keinen Effekt der NationalitĂ€t mehr, wenn man die Noten kontrolliert.[26] AuslĂ€nderkinder haben vor allem dann schlechte Chancen auf ein Gymnasium oder eine Realschule zu gehen, wenn sie eine Schule mit vielen anderen AuslĂ€nderkindern besuchen. Auf solchen Schulen zeigen sie schlechtere Leistungen und erreichen schlechtere Noten als auf sozial heterogeneren Schulen.[26] Dieses Ergebnis gewinnt angesichts der ausgeprĂ€gten ethnischen Segregationstendenzen im deutschen Grundschulsystem eine besondere Bedeutung. Denn gerade in segregierten Schulsystemen gelangen Migrantenkinder besonders hĂ€ufig in Grundschulklassen, deren SchĂŒlerschaft relativ leistungshomogen auf niedrigem Niveau zusammengesetzt ist.[32]

Alba et al. (2004) stellten fest, dass vor allem tĂŒrkische und italienische Migrantenkinder im deutschen Bildungssystem schlecht abschnitten und nicht die Leistungen erbrachten, die ihrer Intelligenz entsprachen. Griechische Migranten hingegen schnitten gut ab.[33]

Unterschiedliche schulische Erfolge in Ost- und Westdeutschland

In allen ostdeutschen BundeslĂ€ndern gibt es unter auslĂ€ndischen Jugendlichen mehr Abiturienten und weniger SonderschĂŒler als in allen WestlĂ€ndern. In Brandenburg verlassen sogar 44 Prozent aller auslĂ€ndischen Jugendlichen die Schule mit dem Abitur. Damit gibt es in Brandenburg sogar mehr Abiturienten unter Zuwanderern als unter Deutschen. Es gibt frĂŒhzeitige Förderprogramme (besonders fĂŒr SpĂ€taussiedler) und flĂ€chendeckend KindergĂ€rten[34].

Ergebnisse der PISA-Studie

Mit der Sonderstudie Where Immigrant Students Succeed – a comparative Review of Performance and Engagement from PISA 2003 (deutscher Titel: Wo haben SchĂŒler mit Migrationshintergrund die grĂ¶ĂŸten Erfolgschancen? – Eine vergleichende Analyse von Leistung und Engagement in PISA 2003) wurde ermittelt, ob Migrantenkinder im Schulsystem ebenso erfolgreich sind wie autochthone SchĂŒler.

Ein erstes Ergebnis war, dass kein ausschlaggebender Zusammenhang zwischen dem Umfang der zugewanderten SchĂŒler in den BeispiellĂ€ndern einerseits und dem Umfang der zwischen Migrantenkindern und einheimischen SchĂŒlern beobachteten Leistungsunterschiede andererseits besteht. Dies widerlege die Annahme, wonach sich ein hohes Zuwanderungsniveau negativ auf die Integration auswirke.

Im LĂ€ndervergleich dieser Studie ist Deutschland das Schlusslicht bei der Integration von Migrantenkindern der zweiten Generation. Obschon den Migrantenkindern von der Studie Lernbereitschaft und eine positive Einstellung attestiert wurde, sind ihre Erfolgschancen im deutschen Bildungssystem geringer als in jedem anderen der 17 untersuchten Staaten:

  • Im Durchschnitt liegen Migrantenkinder gegenĂŒber einheimischen Kindern um 48 Punkte zurĂŒck; in Deutschland jedoch um 70 Punkte. Am grĂ¶ĂŸten sind die Unterschiede in den Naturwissenschaften, am geringsten in der Lesekompetenz [35].
  • WĂ€hrend in fast allen anderen teilnehmenden Staaten in der zweiten Generation die Migrantenkinder höhere Leistungspunktzahlen erreichen, sinken diese in Deutschland noch einmal extrem: Migrantenkinder der zweiten Generation liegen hinter ihren MitschĂŒlern rund zwei Jahre zurĂŒck. Über 40 % erreichen von ihnen nicht die Grundkenntnisse der Leistungsstufe 2 in Mathematik und schneiden auch in der Lesekompetenz Ă€hnlich schlecht ab.

Detailliertere, auf die PISA 2000 Untersuchung aufbauende Studien zeigen, dass im Ergebnis nicht die Herkunft als solche, sondern (neben der im Elternhaus gesprochenen Sprache [Esser 2001; Kristen 2002] das Ausbildungsniveau der Eltern, insbesondere der Mutter, ĂŒber den Bildungserfolg entscheidet [36] – ein Zusammenhang, der gleichermaßen auch fĂŒr die einheimische Bevölkerung festgestellt wurde.

Leistungspunkte in Mathematik der 15-jĂ€hrigen SchĂŒler
SchĂŒler ohne Migrationshintergrund SchĂŒler der ersten Generation* SchĂŒler der zweiten Generation**
OECD-Durchschnitt 523 475 483
Deutschland 525 454 432
*im Ausland geboren, auslĂ€ndische Eltern – **im Erhebungsland geboren, auslĂ€ndische Eltern


Dass Jugendliche auslĂ€ndischer Herkunft, die selbst zugewandert sind, nach dieser Tabelle bessere Ergebnisse erzielen als Jugendliche auslĂ€ndischer Herkunft, wĂ€re allerdings ein statistischer Fehlschluss. Denn die Familien der in Deutschland geborenen SchĂŒler auslĂ€ndischer Herkunft stammen grĂ¶ĂŸtenteils aus der TĂŒrkei, und tĂŒrkischstĂ€mmige Migranten schneiden bei PISA besonders schlecht ab. Bei den Jugendlichen, die selbst zugewandert sind, sind Jugendliche aus Aussiedlerfamilien stĂ€rker reprĂ€sentiert. Diese sind meistens leistungsstĂ€rker. Man kann also nicht sagen, dass sich in Deutschland ĂŒber die Generationen hinweg die Lage verschlechtert. Im Gegenteil: Innerhalb der einzelnen Herkunftsgruppen scheint die Bildungssituation von Generation zu Generation besser zu werden.[37]

FĂŒr jedes einzelne Herkunftsland gilt, dass in Deutschland geborene Jugendliche auslĂ€ndischer Herkunft bessere Ergebnisse erzielen als Jugendliche, die im Ausland geboren wurden. Beispielhaft sei das fĂŒr den Fall der Jugendlichen aus dem ehemaligen Jugoslawien und der TĂŒrkei fĂŒr den Bereich Mathematik gezeigt.[35] Es gilt in Ă€hnlicher Weise fĂŒr andere Herkunftsgruppen und die Bereiche Naturwissenschaften und Lesekompetenzen:

Herkunft der Familie Migrationsstatus Leistungspunkte Mathematik
Ehem. Jugoslawien In Deutschland geboren 472
Ehem. Jugoslawien Zugewandert 420
TĂŒrkei In Deutschland geboren 411
TĂŒrkei Zugewandert 382

Es wurde bereits in anderen Studien darauf hingewiesen, dass Jugendliche tĂŒrkischer Herkunft eine „Risikogruppe“ sind und im deutschen Schulsystem weniger lernen als andere Jugendliche auslĂ€ndischer Herkunft und schlechtere Schulen besuchen als diese. Die GrĂŒnde dafĂŒr sind umstritten.

Effekte sprachlastiger Testaufgaben

Es wÀre möglich, dass das schlechte Abschneiden der Jugendlichen mit Migrationshintergrund bei PISA ein Ergebnis sprachlastiger Testaufgaben ist. Die Aufgaben bei PISA unterschieden sich hinsichtlich ihrer Sprachlastigkeit. Insbesondere Aufgaben, die technische FÀhigkeiten messen, kommen mit minimalen sprachlichen Instruktionen und wenig Text aus, andere wiederum sind sehr sprachlastig.

Es wurde ĂŒberprĂŒft, ob SchĂŒler mit Migrationshintergrund weniger sprachlastige Aufgaben besser lösten. Das war nicht der Fall. Stattdessen deutet sich das Gegenteil an: SchĂŒler mit Migrationshintergrund schneiden bei sprachlastigen Aufgaben etwas besser ab als bei relativ sprachfreien. Die GrĂŒnde dafĂŒr sind ungeklĂ€rt. Es wird deutlich, dass die niedrige mittlere Kompetenz der SchĂŒler mit Migrationshintergrund nicht durch schlechtere Ergebnisse in sprachabhĂ€ngigen Teilkompetenzen bedingt ist.[35]

Weblinks

Literatur

  • Olaf Beuchling: Vom BootsflĂŒchtling zum BundesbĂŒrger – Migration, Integration und schulischer Erfolg in einer vietnamesischen Exilgemeinschaft. Waxmann, 2003, ISBN 3-8309-1278-1.
  • JĂŒrgen Duschek, Julia Weinmann u. a.: Leben in Deutschland. Haushalte, Familien und Gesundheit – Ergebnisse des Mikrozensus 2005. Statistisches Bundesamt, Wiesbaden 2005, S. 73 (via destatis.de)
  • Ruth-Esther Geiger: Ihr seid Deutschland, wir auch. Junge Migranten erzĂ€hlen. Suhrkamp, Frankfurt a.M. 2008, ISBN 978-3-518-46009-2.

Einzelnachweise

  1. ↑ Statistisches Bundesamt Deutschland: Bevölkerung und ErwerbstĂ€tigkeit. Bevölkerung mit Migrationshintergrund – Ergebnisse des Mikrozensus 2005. Erschienen am 4. Mai 2007, https://www-ec.destatis.de/csp/shop/sfg/bpm.html.cms.cBroker.cls?cmspath=struktur,vollanzeige.csp&ID=1020313, abgerufen am 28. Mai 2008 (Link nicht mehr abrufbar)
  2. ↑ § 6 Satz 2 Verordnung zur Erhebung der Merkmale des Migrationshintergrundes (Migrationshintergrund-Erhebungsverordnung - MighEV) vom 29. September 2010, BGBl. I, Seite 1372, 1373
  3. ↑ Statistisches Bundesamt, Bevölkerung und ErwerbstĂ€tigkeit: Bevölkerung mit Migrationshintergrund – Ergebnisse des Mikrozensus 2005, Fachserie 1, Reihe 2.2, Wiesbaden, 2007. S. 7
  4. ↑ Statistisches Bundesamt, Bevölkerung und ErwerbstĂ€tigkeit: Bevölkerung mit Migrationshintergrund – Ergebnisse des Mikrozensus 2009 –, Fachserie 1, Reihe 2.2, Wiesbaden, 2010. S. 7.
  5. ↑ Statistisches Bundesamt. Bevölkerung und ErwerbstĂ€tigkeit. AuslĂ€ndische Bevölkerung. Ergebnisse des AuslĂ€nderzentralregisters 2009. Fachserie 1, Reihe 2, Wiesbaden, 2010. S. 23.
  6. ↑ a b c Statistisches Bundesamt Deutschland: Leichter Anstieg der Bevölkerung mit Migrationshintergrund, Pressemitteilung Nr. 105 vom 11. MĂ€rz 2008, abgerufen am 16. April 2008
  7. ↑ http://cdn.zensus2011.de/live/fileadmin/material/pdf/fragebogen/Fragebogen_Haushaltebefragung_20101007a.pdf
  8. ↑ Sandro Mattioli: Die Deutschen erster und zweiter Klasse. In: Stuttgarter Zeitung, 9. September 2006.
  9. ↑ Wolfgang GĂ€rthe: Feststellung von Qualifikationen und Kenntnissen von Migrantinnen und Migranten: Assessmentverfahren als Grundlage von IntegrationsplĂ€nen, S. 31 (PDF)
  10. ↑ Mangelndes Migrationshintergrundwissen.
  11. ↑ Unwort II: Migrationshintergrund. In: Handelsblatt. 16. Januar 2008, eingesehen 28. Mai 2008.
  12. ↑ “Memi”, “Beute-Teutone” und “ReinlĂ€nder”. In: taz.de, 7. Dezember 2010, eingesehen 10. Januar 2011.
  13. ↑ “Migra” und “Neudeutscher” am beliebtesten. In: taz.de, 8. Dezember 2010, eingesehen 10. Januar 2011.
  14. ↑ Kriminalstatistik: Heftige Kritik an Ramsauers StraftĂ€ter-Vorschlag. In: Der Spiegel. 3. Januar 2009.
  15. ↑ Sören Kittel: Deutsche Wörter und ihr Migrationshintergrund. In: Die Welt. 20. August 2008, eingesehen 28. Mai 2008
  16. ↑ Markus Zens: Übelkeit mit Migrationshintergrund. In: wissenschaft.de, eingesehen 28. Mai 2008.
  17. ↑ Peter Wagner: Königsspeise mit Migrationshintergrund. In: Spiegel Online. 6. August 2008, eingesehen 28. Mai 2008
  18. ↑ http://www.dom-und-domschatz.de/
  19. ↑ Pressemitteilung der Statistik Austria
  20. ↑ Was bedeutet "Migrationshintergrund"? bei Infos ĂŒber den Österreichischen Integrationspreis abgerufen am 11. April 2011
  21. ↑ Carsten Wippermann, Berthold Bodo Flaig: Lebenswelten von Migrantinnen und Migranten. In: Aus Politik und Zeitgeschichte. Heft 5/2009 vom 26. Januar 2009, S. 4.
  22. ↑ Faktencheck zur Migration: Deutschland ist Auswanderungsland. SPIEGEL ONLINE (15. Oktober 2010). Abgerufen am 19. Mai 2011.
  23. ↑ Sinus Institut
  24. ↑ Antje Richter: ArmutsprĂ€vention – ein Auftrag fĂŒr Gesundheitsförderung. In: Margherita Zander: Kinderarmut. VS Verlag fĂŒr Sozialwissenschaften, Wiesbaden 2005, ISBN 3-531-14450-2, S. 202.
  25. ↑ Zu dieser Problematik gab es einen Themenkomplex wĂ€hrend einer Tagung in Bielefeld
  26. ↑ a b c d Hauptschule, Realschule oder Gymnasium? Ethnische Unterschiede am ersten BildungsĂŒbergang. In: Kölner Zeitschrift fĂŒr Soziologie und Sozialpsychologie. Jg. 54, Heft 3, 2002, S. 534–552.
  27. ↑ Beuchling, Olaf. Vom BootsflĂŒchtling zum BundesbĂŒrger. Migration, Integration und schulischer Erfolg in einer vietnamesischen Exilgemeinschaft. Waxmann 2003, ISBN 3-8309-1278-1;
  28. ↑ Dietrich ThrĂ€nhardt: Spanische Einwanderer schaffen Bildungskapital: Selbsthilfe-Netzwerke und Integrationserfolg in Europa. UniversitĂ€t MĂŒnster. Stand: 12. Februar 2009
  29. ↑ Panagiotis Kouparanis: Migrantenkinder mit Bildungserfolg abgerufen am 20. Januar 2008
  30. ↑ Martin Spiewak: Integration: Das vietnamesische Wunder. In: Die Zeit. 5/2009, abgerufen am 24. Januar 2009
  31. ↑ Frank Gesemann: Die Integration junger Muslime in Deutschland: Bildung und Ausbildung als SchlĂŒsselbereiche sozialer Integration. im Auftrag der Friedrich-Ebert-Stiftung; Politische Akademie: Referat Interkultureller Dialog; Berlin im Dezember 2006, S.11.
  32. ↑ Peter RĂŒesch: Spielt die Schule eine Rolle? Schulische Bedingungen ungleicher Bildungschancen von Immigrantenkindern. Eine Mehrebenenanalyse. Lang, Bern 1998.
  33. ↑ Richard Alba, D. Johann Handl, Walter MĂŒller: Ethnische Ungleichheiten im deutschen Bildungssystem. In: Kölner Zeitschrift fĂŒr Soziologie und Sozialpsychologie. 46 (2), 1994, S. 209–237.
  34. ↑ Ostlehrer integrieren Migrantenkinder besser. In: TAZ. 19. April 2006, abgerufen am 22. Januar 2008
  35. ↑ a b c Manfred Prenzel u.a.: Soziokulturelle Herkunft: Migration. In: PISA-Konsortium Deutschland: PISA 2003: Der Bildungsstand der Jugendlichen in Deutschland. Waxmann, New York 2004, ISBN 3-8309-1455-5.
  36. ↑ vgl. Neue Erkenntnisse aus der PISA-Studie, isoplan, 30. Mai 2003, mit Verweis auf eine Studie des Rheinisch-WestfĂ€lischen Instituts fĂŒr Wirtschaftsforschung und siehe die (englischsprachige) Studie Michael Fertig: Who’s To Blame? The Determinants of German Students’. Achievement in the PISA 2000 Study (PDF), „RWI: Discussion Papers“, No. 4, Rheinisch-WestfĂ€lisches Institut fĂŒr Wirtschaftsforschung, 2003
  37. ↑ Pisa-Studie: Am hĂ€rtesten trifft es die Migranten. auf: Spiegel Online. 6. Dezember 2007.

Weblinks

Wiktionary Wiktionary: Migrationshintergrund â€“ BedeutungserklĂ€rungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

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