Minnesota

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Minnesota
Minnesota
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(Details) (Details)
Karte der USA, Minnesota hervorgehoben
Liste der Bundesstaaten
Hauptstadt: Saint Paul
Staatsmotto: L'Étoile du Nord (Französisch: Der Stern des Nordens)
FlĂ€che: 225.171 [1] kmÂČ
Einwohner: 5.303.925 (Zensus 2010) (23 E./kmÂČ)
Mitglied seit: 11. Mai 1858
Zeitzone: Central: UTC-6/-5
Höchster Punkt: 701 m (Eagle Mountain)
Durchsch. Höhe: 365 m
Tiefster Punkt: 183 m (Oberer See)
Gouverneur: Mark Dayton (D)
Post / Amt / ISO MN / MN / US-MN
Karte von Minnesota
Karte von Minnesota
Geographische Karte Minnesotas
Geographische Karte Minnesotas

Minnesota (engl. Aussprache Zum Anhören bitte klicken! [ˌmÉȘnÉȘˈsoʊtə], Abk.: MN oder Minn.) ist der 32. Bundesstaat der Vereinigten Staaten von Amerika und liegt im Norden des Landes an der Grenze zu Kanada. Der flĂ€chenmĂ€ĂŸig zwölftgrĂ¶ĂŸte Bundesstaat der USA entstand 1858 aus dem östlichen Teil des Minnesota-Territoriums und einem kleinen Teil des Wisconsin-Territoriums. Aufgrund der vielen Seen wird Minnesota auch „Land der zehntausend Seen“ genannt.

Der Name entstammt der Sprache der Dakota Sioux und lautet ĂŒbersetzt etwa „mit Himmel gefĂ€rbtes Wasser“. Knapp zwei Drittel der Bevölkerung leben in der Metropolregion der berĂŒhmten Twin Cities (ZwillingsstĂ€dte) Minneapolis und Saint Paul. Erstere ist die grĂ¶ĂŸere Stadt und letztere die Hauptstadt des Staates. In diesen StĂ€dten befindet sich der Sitz einiger großer, international tĂ€tiger Unternehmen. Das grĂ¶ĂŸte Einkaufszentrum der USA, die Mall of America, befindet sich in Bloomington, einem Vorort der Twin Cities.

Minnesota hat die Beinamen North Star State („Nordsternstaat“) und The Gopher State. Unter „Gopher“ versteht man in Minnesota insbesondere den dort sehr verbreiteten Dreizehnstreifenziesel, der das Maskottchen der University of Minnesota, jedoch trotz zweier Gesetzesinitiativen nicht das offizielle Staatstier darstellt.[2][3]

Inhaltsverzeichnis

Geographie

Minnesota ist nach Alaska der nördlichste Bundesstaat der USA, der sogenannte Northwest Angle ist der einzige Teil der 48 zusammenhĂ€ngenden Bundesstaaten, der nördlich ĂŒber den 49. Breitengrad hinausragt. Der Nordosten des Staates liegt am Ufer des Oberen Sees und teilt sich Seegrenzen mit der kanadischen Provinz Ontario sowie den Bundesstaaten Michigan und Wisconsin. An den Osten und SĂŒdosten Minnesotas grenzt Wisconsin, an den SĂŒden Iowa, an den Westen North und South Dakota und im Norden die kanadischen Provinzen Ontario und Manitoba. Mit 225.171 Quadratkilometern (etwa 2,25 Prozent der GesamtflĂ€che) ist Minnesota der zwölftgrĂ¶ĂŸte Bundesstaat der USA und der zweitgrĂ¶ĂŸte des mittleren Westens.[4] Die Ausdehnung in Nord-SĂŒd-Richtung betrĂ€gt etwa 660 Kilometer, in Ost-West-Richtung rund 560 Kilometer.

Geologie und Landschaft

PrÀkambrisch gebildeter Flusslauf im Jay Cooke State Park

In Minnesota liegen einige der Ă€ltesten Gesteine der Erde, manche Gneise sind bis zu 3,6 Milliarden Jahre alt. Vor etwa zwei Milliarden Jahren konnte Lava durch Risse des Urozeans entweichen. Die restlichen Teile des vulkanischen Gesteins bildeten den Kanadischen Schild im Nordosten Minnesotas.[5] Nach den bis vor 1,1 Milliarden Jahren andauernden vulkanischen AktivitĂ€ten war die geologische AktivitĂ€t relativ gering. Vulkanismus, Gebirgsbildung und ErdbebenaktivitĂ€ten traten seitdem in Ă€ußerst geringem Ausmaß auf.[6]

Die AuslĂ€ufer der vulkanischen Berge formten wĂ€hrend des PrĂ€kambriums Seen im nördlichen Minnesota. Diese Seen bewirkten eine Verflachung Minnesotas welche sich mit der vor 600.000 Jahren beginnenden Vergletscherung weiter verstĂ€rkte. Mindestens ein Kilometer dicke Gletscher bewegten sich ĂŒber die Gebiete und formten Minnesotas heutige Landschaft. Der letzte von vier bedeutenden Gletschern, der Wisconsin Gletscher, zog sich vor 12.000 Jahren aus Minnesota zurĂŒck. Die Ausdehnung dieser Gletscher reichte mit Ausnahme des Ă€ußeren SĂŒdwestens und SĂŒdostens ĂŒber ganz Minnesota.

FelsenkĂŒste am Oberen See

Die Gletscher hinterließen ĂŒber den gesamten Bundesstaat verteilt eine Geschiebeschicht von in der Regel mindestens 15 Metern. Als sich die letzten Gletscher zurĂŒckgezogen hatten, formte sich im Nordwesten der riesige Lake Agassiz; der Wegfluss dieses Sees formte den Flusslauf des Minnesota River, der Grund des Sees schuf als fruchtbare Land des Red River Valley.[6] Heutzutage ist die geologische AktivitĂ€t in Minnesota gering. UnregelmĂ€ĂŸig kommt es zu Erdbeben, die jedoch meist schwach sind. Das stĂ€rkste Erdbeben des letzten Jahrhunderts ereignete sich nahe Morris im Jahre 1975 und wurde mit 4,6 bis 4,8 Magnituden auf der Richterskala gemessen.[7]

Der höchste Punkt des Bundesstaates ist der Eagle Mountain mit 701 Metern, welcher nur etwa 21 Kilometer vom mit 183 Metern tiefsten Punkt am Ufer des Oberen Sees entfernt ist.[8][5] Niederschlage können ĂŒber den Mississippi River in den Golf von Mexiko, ĂŒber den Sankt-Lorenz-Seeweg in den Atlantischen Ozean oder ĂŒber die Hudson Bay in den Arktischen Ozean abfließen.

Der Spitzname des Bundesstaates Land of 10,000 Lakes (deutsch: „Das Land der 10.000 Seen“) ist keine Übertreibung. In Minnesota gibt es 11.842 Seen mit ĂŒber vier Hektar FlĂ€che.[9] Der Obere See hat mit knapp 3900 kmÂČ die grĂ¶ĂŸte WasserflĂ€che und etwa 393 Metern die grĂ¶ĂŸte Wassertiefe des Bundesstaates. Minnesota hat 6564 FlĂŒsse mit einer LĂ€nge von insgesamt etwa 110.000 Kilometern. Der Mississippi River beginnt am Lake Itasca und ĂŒberquert nach knapp 1090 Kilometern flussabwĂ€rts die Grenze zu Iowa.[9] In ihn mĂŒnden bei Fort Snelling der Minnesota River, bei Hastings der St. Croix River, bei Wabasha der Chippewa River und viele weitere kleine Ströme im SĂŒdosten. Über den Red River, auf dem einstigen Grund des Agassizsee, fließt das Wasser des Nordwestens des Bundesstaates nach Norden in die kanadische Hudson Bay ein.

GeschĂŒtzte Gebiete

Voyageurs-Nationalpark

Minnesota besitzt 66 Staatsparks, 57 StaatswĂ€lder mit einer FlĂ€che von etwa 16.000 kmÂČ und zahlreiche Naturschutzgebiete. Der erste Staatspark, der Itasca State Park, wurde 1891 gegrĂŒndet. Auf 22.200 kmÂČ FlĂ€che erstrecken sich die beiden NationalwĂ€lder Chippewa National Forest und Superior National Forest. Im Superior National Forest, an der nordöstlichen Grenze des Bundesstaates, liegt die Boundary Waters Canoe Area Wilderness, welche ĂŒber 4000 kmÂČ und tausend Seen umfasst. Der Voyageurs-Nationalpark ist der einzige Nationalpark des Bundesstaates.[10] Daneben gibt es zwei National Monuments: Pipestone National Monument bewahrt die SteinbrĂŒche, in denen PrĂ€rie-Indianer den Stein fĂŒr ihre Pfeifen gewannen und bis heute gewinnen, und Grand Portage National Monument ist eine GedenkstĂ€tte fĂŒr die Geschichte des Pelzhandels am Ort einer Handelsstation am Lake Superior.

Flora und Fauna

Die Ökozone Minnesotas entspricht weitestgehend der fĂŒr Nordamerika typischen: PrĂ€riegraslĂ€nder im Westen und SĂŒdwesten des Bundesstaates, Laubwald im SĂŒdosten, und die nördlichen borealen WĂ€lder.[11] Die nördlichen NadelwĂ€lder sind ausgedehnte von Pinien und Fichten bewachsene Gebiete mit vereinzelt auftretenden Birken und Pappeln. Große Teile des nördlichen Waldes Minnesotas wurden abgeholzt. Nur noch wenige FlĂ€chen wie im Chippewa National Forrest und dem Superior National Forest, welcher 1620 kmÂČ ungerodeten Wald beherbergt, sind ursprĂŒnglich bewachsen. Durch das Nachwachsen liegt die Bewaldung des Staates wieder bei etwa einem Drittel.[12]

Waldmurmeltier in Minneapolis

Obwohl durch die Naturzerstörung zahlreiche einheimische Tiere wie Fichtenmarder, Elche, BĂŒffel, Puma, Rentiere und Rotluchse große Teile ihres Lebensraums verloren haben, gedeihen zahlreiche andere einheimische Tierarten. Minnesota hat nach Alaska die zweitgrĂ¶ĂŸte Wolfspopulation der USA und verfĂŒgt ĂŒber gesunde SchwarzbĂ€r-, Elch- und WeißwedelhirschbestĂ€nde. Am Mississippi Flyway beheimatet der Bundesstaat ziehende Wasservögel wie GĂ€nse und Enten sowie Wildvögel wie RauhfußhĂŒhner, Fasane und TruthĂŒhner. Zudem ist Minnesota die Heimat von Greifvögeln wie dem Weißkopfseeadler, dem Rotschwanzbussard und der Schneeeule. In den Seen gibt es zahlreiche Glasaugenbarsche, Streifenbarsche, Muskellungen und EuropĂ€ischen Hechte. Die FlĂŒsse im SĂŒdosten sind bevölkert von Bachsaiblingen, Bachforellen und Regenbogenforellen.

Klima

→ Hauptartikel: Klima in Minnesota

Steckengebliebener Zug wÀhrend der RekordschneefÀlle im MÀrz 1881

Minnesota hat ein kontinentales Klima. So sind die Winter mit Temperaturen weit unter null Grad Celsius eher polar geprĂ€gt, Minnesota gilt als kĂ€ltester Bundesstaat nach Alaska. Die Sommer sind dagegen − vor allem im SĂŒden des Staates − heiß und feucht. Den gesamten Winter ĂŒber kann es zu KaltlufteinbrĂŒchen und Blizzards kommen. Die Jahresmitteltemperatur betrĂ€gt zwei bis acht Grad Celsius. Entsprechend der Klimaklassifikation nach Köppen/Geiger fĂ€llt der sĂŒdlichere Teil des Bundesstaates in das humide Kontinentalklima mit heißen Sommern (Dfa), die nördlichen zwei Drittel werden dem humiden Kontinentalklima mit warmen Sommern (Dfb) zugeordnet.[13]

Die Regionen im Nordosten werden darĂŒber hinaus von der ausgleichenden Wirkung des Oberen Sees beeinflusst. Dies bedeutet, dass die Temperaturen im Winter fĂŒr die Region vergleichsweise warm ausfallen, wĂ€hrend der See im Sommer kĂŒhlend wirkt.

AbhĂ€ngig vom Ort reicht der Jahresniederschlag von rund 480 mm im Nordwesten bis zu 860 mm im SĂŒdosten, zu DĂŒrren kommt es etwa alle zehn bis 50 Jahre. Die Vegetationsperiode variiert von 90 Tagen in der Iron Range bis zu 160 Tagen im SĂŒdosten Minnesotas nahe dem Mississippi.[14] Der SĂŒden Minnesotas gehört zum Gebiet der Tornado Alley.

Durchschnittliche Temperaturen in Minnesota in (°C)
Jan Feb MĂ€r Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Duluth −13 −9 −4 4 11 16 19 18 13 7 −2 −10
International Falls −16 −12 −4 4 12 17 19 18 12 6 −4 −13
Rochester −11 −8 −1 7 14 19 21 20 15 8 −1 −8
Twin Cities −11 −7 0 8 15 20 23 22 16 9 0 −7

Gliederung

Minnesota gliedert sich in 87 Countys.

siehe: Liste der Countys in Minnesota

Geschichte

Minnesota Territory von 1849–1858

Ureinwohner und Entdeckung

Vor der Besiedlung durch die EuropĂ€er war Minnesota von den Anishinabe, den Sioux und anderen Ureinwohnern bevölkert. Im SĂŒdwesten des Staates liegen die SteinbrĂŒche, in denen Catlinit, der Pfeifenstein, gewonnen wurde und wird. Er wurde in den gesamten Great Plains gehandelt und alle PrĂ€rie-Indianer bevorzugten ihn, um daraus die Köpfe ihrer Friedenspfeifen (Calumets) zu schnitzen.

Die ersten europĂ€ischen Siedler waren französische PelzhĂ€ndler, welche zu Beginn des 17. Jahrhundert ankamen. Als die Ojibwe-Indianer spĂ€ter weiter westwĂ€rts nach Minnesota zogen, kam es zu Spannungen mit den Sioux.[15] Entdecker wie Daniel Greysolon, Sieur du Lhut, Louis Hennepin, Jonathan Carver, Henry Schoolcraft und Joseph Nicollet fĂŒhrten Forschungsreisen in dem Gebiet des heutigen Staats Minnesota durch und kartierten ihn. 1679 errichtete Greysolon nach einer Expedition am Ufer des Oberen Sees ein Fort und beanspruchte das Gebiet des nördlichen Minnesotas fortan fĂŒr Frankreich.

Als Folge des Franzosen- und Indianerkrieges musste Frankreich 1763 diese Gebiete jedoch an Großbritannien abtreten. Mit dem Frieden von Paris und der UnabhĂ€ngigkeitserklĂ€rung wurde das Gebiet zwischen den Großen Seen und dem Mississippi Teil des Nordwestterritoriums und war damit erstmals den USA zugehörig. Dennoch blieb die Region bis etwa 1816 stark vom Einfluss Großbritanniens geprĂ€gt. Mit dem Louisiana Purchase erwarben die USA auch die sĂŒdlichen und westlichen Gebiete des heutigen Minnesotas von Frankreich. Zwischen 1860 und 1870 kam die erste große Welle deutscher Einwanderer, die noch heute das kulturelle Bild Minnesotas prĂ€gen.[16]

Beginn der Eigenstaatlichkeit

Im Jahre 1805 erwarb der Entdecker und Offizier Zebulon Pike Gebiete am Zusammenfluss des Minnesota River und des Mississippi River. Allerdings dauerte es noch einige Jahre, bis die ersten Siedler in die Gegend kamen. Als Folge wurde als erste dauerhafte Siedlung von 1819 bis 1825 Fort Snelling errichtet.[17] Zudem bauten Soldaten eine WassermĂŒhle und eine SĂ€gemĂŒhle an den Saint Anthony Falls. Als die Industrie spĂ€ter wuchs, bildete sich dort die Stadt Minneapolis. In der Zwischenzeit hatten sich viele Menschen in der NĂ€he des Forts angesiedelt. 1839 zwang die Armee sie flussabwĂ€rts zu ziehen und sie ließen sich in der Gegend nieder, in der spĂ€ter Saint Paul entstand.[18] Das Minnesota Territory wurde am 3. MĂ€rz 1849 gegrĂŒndet. Bis 1858 kamen tausende weitere Siedler nach Minnesota. Innerhalb von knapp zehn Jahren hatte sich die Bevölkerungszahl von 6.000 auf mehr als 170.000 vervielfacht. Am 11. Mai 1858 wurde aus dem östlichen Teil des Minnesota Territory und dem westlichen Teil des Wisconsin Territory Minnesota als 32. Bundesstaat der Vereinigten Staaten von Amerika gegrĂŒndet.

Sioux-Aufstand: Massenexekution in Mankato 1862

VertrĂ€ge, in denen die europĂ€ischen Siedler den Ureinwohnern Teile ihrer Gebiete abkauften, drĂ€ngten die Sioux und Ojibwe langsam von ihrem Land auf kleinere Reservate und vergrĂ¶ĂŸerten die Siedlungs- und AgrarflĂ€chen der europĂ€ischen Siedler. Als sich die Lebensbedingungen fĂŒr die Sioux verschlechterten, wuchsen die Spannungen und fĂŒhrten 1862 zum Sioux-Aufstand. Das Ergebnis des sechs Wochen andauernden Krieges war die Hinrichtung von 38 Indianern, die grĂ¶ĂŸte Massenhinrichtung in der Geschichte der USA, in Mankato und die Verbannung der meisten verbleibenden Sioux in das Crow Creek Reservat in Nebraska.[19]

Einen wirtschaftlichen Aufschwung erlebte Minnesota nach Ende des Sezessionskrieges um 1870. Die Nachfrage nach dem reichlich vorhandenen Holz machte die Land- und Forstwirtschaft zu den HauptstĂŒtzen der frĂŒhen Bevölkerung Minnesotas. Mit den SĂ€gemĂŒhlen an den Saint Anthony Falls und HolzfĂ€llerlagern in St. Croix, Stillwater und Winona wurden große Mengen an Nutzholz erzeugt. Diese StĂ€dte waren fĂŒr den Transport idealerweise an FlĂŒssen gelegen. SpĂ€ter wurden die Saint Anthony Falls genutzt, um Energie fĂŒr GetreidemĂŒhlen zu liefern. Innovationen der MĂŒller von Minneapolis fĂŒhrten zur Produktion von patent flour, welches als eines der feinsten Brotmehle seiner Zeit galt. 1900 wurden, angefĂŒhrt von Pillsbury und der Washburn-Crosby Company (einem VorlĂ€ufer der General Mills), 14,1 Prozent des Getreides der USA in Minnesota gemahlen.

Der Eisenerzabbau begann mit der Entdeckung großer Vorkommen im Norden des Bundesstaates in den 1880er-Jahren. Das Erz wurde mit der Eisenbahn nach Two Harbors und Duluth transportiert, dann auf Schiffe geladen und ostwĂ€rts ĂŒber die Großen Seen transportiert.[19]

Der Staat im 20. Jahrhundert

Die industrielle Entwicklung und die zunehmende arbeitsteilige Fertigung ließen die Bevölkerung zu Beginn des 20. Jahrhunderts langsam aus den lĂ€ndlichen Gegenden in die StĂ€dte abwandern. Dennoch blieb die Landwirtschaft der bedeutendste Wirtschaftsfaktor. Durch die Weltwirtschaftskrise wurde die Wirtschaft hart getroffen, was sich in niedrigeren Preise fĂŒr Farmer, Entlassungen von Minenarbeitern und Arbeiterunruhen ausdrĂŒckte. Hinzu kam, dass das westliche Minnesota und Dakota von 1931 bis 1935 von DĂŒrren getroffen waren und große ErnteausfĂ€lle zu beklagen hatten. Erst neue Wirtschaftsförderungs- und Handelsprogramme fĂŒhrten zu einer Kehrtwende in der Wirtschaft. Das Civilian Conservation Corps und andere Programme schufen Arbeit fĂŒr Indianer in ihren Reservaten. Der Indian Reorganization Act von 1934 ermöglichte den IndianerstĂ€mmen die Bildung eigener Stammesregierungen, wodurch sie ein grĂ¶ĂŸeres Gewicht im Bundesstaat und mehr Respekt innerhalb der Bevölkerung erhielten.[17]

Nach dem Zweiten Weltkrieg beschleunigte sich die industrielle Entwicklung. Neue Technologien verbesserten die ProduktivitĂ€t der Farmen durch die Automatisierung der Feedlots fĂŒr Schweine und Rinder, das maschinelle Melken auf Milchhöfen und die Großzucht von HĂŒhnern in großen Hallen. In der Pflanzenaufzucht kamen Hybride von Mais und Getreide zum Einsatz. Auch landwirtschaftliche Maschinen wie Traktoren und MĂ€hdrescher wurden fortan eingesetzt. Norman Borlaug verband mit dieser Entwicklung den Begriff der GrĂŒnen Revolution. Gleichzeitig beschleunigte sich die Entwicklung der VorstĂ€dte durch den nach dem Krieg höheren Bedarf an UnterkĂŒnften und die VerfĂŒgbarkeit privater Fortbewegungsmittel. Die höhere MobilitĂ€t ermöglichte zudem spezialisiertere Berufe.[17] Minnesota entwickelte sich in der Folgezeit immer weiter zu einem Zentrum chemischer Industrie, des Maschinenbaus sowie der Raumfahrt- und Nahrungsmittelindustrie.

In den 1980er-Jahren rĂŒckten die Themen Umwelt und Bildung in den Vordergrund des politischen Handelns. Bildungs- und Verkehrseinrichtungen wurden ausgebaut, zudem fortschrittliche Maßnahmen zum Umweltschutz und zur Steuerung des Landverbrauchs beschlossen.

StÀdte

Bevölkerungsdichte in Minnesota

Die Hauptstadt von Minnesota ist Saint Paul. Sie liegt im Osten des Staates am Mississippi. Zusammen mit der grĂ¶ĂŸten Stadt Minnesotas, Minneapolis bildet St. Paul die Twin Cities (ZwillingsstĂ€dte), die zusammen mit den umliegenden Gegenden die sechzehntgrĂ¶ĂŸte Metropolregion der Vereinigten Staaten von Amerika bilden. Rund 60 Prozent der Einwohner Minnesotas leben in dieser Gegend.[20][21] Die restlichen, eher lĂ€ndlich geprĂ€gten Gebiete werden auch als „Greater Minnesota“ oder „Outstate Minnesota“ bezeichnet.

Minnesota hat sechzehn StĂ€dte mit mehr als 50.000 Einwohnern (Stand: 2010), von denen allerdings nur drei (Rochester, Duluth und St. Cloud) außerhalb der Metropolregion der Twin Cities liegen. Das Bevölkerungswachstum beschrĂ€nkt sich vornehmlich auf die stĂ€dtischen Gebiete. WĂ€hrend die Sherburne und Scott Countys zwischen 1980 und 2000 ihre Bevölkerung verdoppelten, sank in 40 der 87 Countys von Minnesota in derselben Zeit die Bevölkerung.[22]

Siehe auch: Liste der StÀdte in Minnesota

Demografie

Bevölkerung

Historische Einwohnerzahlen
Census Einwohner ± in %
1850 6077 —
1860 172.023 3.000 %
1870 439.706 200 %
1880 780.773 80 %
1890 1.310.283 70 %
1900 1.751.394 30 %
1910 2.075.708 20 %
1920 2.387.125 20 %
1930 2.563.953 7 %
1940 2.792.300 9 %
1950 2.982.483 7 %
1960 3.413.864 10 %
1970 3.804.971 10 %
1980 4.075.970 7 %
1990 4.375.099 7 %
2000 4.919.479 10 %
2010 5.303.925 8 %
Vor 1900[23]

1900–1990[24] 2000[25]

Von 6.100 Einwohnern im Jahre 1850 stieg die Bevölkerung von Minnesota 1900 auf 1,75 Millionen. Innerhalb der nĂ€chsten sechs Dekaden wuchs die Bevölkerung jeweils um 15 Prozent, sodass 1960 die Zahl auf 3,41 Millionen Einwohner angestiegen war. In den folgenden Jahren verlangsamte sich das Bevölkerungswachstum auf Raten von rund 10 Prozent pro Dekade.[26] Am 1. Juli 2006 lebten nach dem U.S. Census Bureau 5.167.101 Personen in Minnesota.[27] Obgleich ethnische Minderheiten einen deutlich kleineren Anteil an der Gesamtbevölkerung ausmachen, ist bei ihnen ein ĂŒberdurchschnittliches Wachstum auszumachen.[28] 50,4 Prozent der Bevölkerung sind weiblich, 49,6 Prozent mĂ€nnlich.

Minnesota verzeichnete im Jahr 2005 ca. 71.000 Geburten und etwa 37.500 TodesfĂ€lle. Die Geburtenrate lag somit bei 13,9/1000 Einwohner, die Sterberate bei 7,3/1000 Einwohner. Das natĂŒrliche Bevölkerungswachstum lag dementsprechend bei 6,6/1000 Einwohner. Die SĂ€uglingssterblichkeit lag bei 5,2 TodesfĂ€llen je 1000 Geburten und somit unter dem US-Durchschnitt von 6,8 je 1000 Geburten.[29]

Abstammung

Über drei Viertel der Bevölkerung Minnesotas stammen von Vorfahren aus Westeuropa ab. Dabei bilden DeutschstĂ€mmige mit 39 Prozent die grĂ¶ĂŸte Gruppe, des Weiteren sind 17,2 Prozent norwegischer, 11,9 Prozent irischer und 9,6 Prozent schwedischer Abstammung.[30] Innerhalb der letzten Jahre hat sich die Zusammensetzung verĂ€ndert. Prognosen sehen einen deutlich ĂŒberdurchschnittlichen Anstieg der farbigen und hispanischen Bevölkerungsgruppen von 2000 insgesamt neun auf 22 Prozent im Jahre 2030,[31] aber auch von Immigranten aus Asien, dem Mittleren Osten und aus den Gebieten der ehemaligen Sowjetunion vor. Die Bevölkerung setzte sich 2006 folgendermaßen zusammen:[32]

  • 89,6 % Weiße Bevölkerung (Europa, Naher Osten, Nordafrika)
  • 4,3 % Afroamerikaner
  • 3,6 % SpanischstĂ€mmige oder Latino-Amerikaner
  • 3,4 % Asiatische Amerikaner/ Pazifische Insulaner
  • 1,2 % Ureinwohner (Indianer und Inuit)
  • 1,4 % Multirassische Einwohner
  • 1,8 % Anderer ethnischer Gruppen

Altersstruktur

Alterspyramide von Minnesota (2000)

Die Altersstruktur von Minnesota setzt sich folgendermaßen zusammen:[33]

  • unter 18 Jahre: 1.286.894 (26,4 %)
  • 18–64 Jahre: 3.038.319 (61,5 %)
  • ĂŒber 64 Jahre: 594.266 (12,1 %)

Das Medianalter betrÀgt 35,4 Jahre.

Religionen

Nach einer Umfrage setzt sich die Bevölkerung Minnesotas aus 25 Prozent Einwohnern mit römisch-katholischem und 24 Prozent mit lutherischem Glauben zusammen. Des Weiteren folgen kleinere christliche Gruppierungen. Insgesamt haben 77 Prozent der Bevölkerung einen christlichen Glauben, drei Prozent einen jĂŒdischen, muslimischen, buddhistischen oder hinduistischen Glauben und 14 Prozent keinen. Sechs Prozent gaben keine Antwort.[34] Die wichtigste lutherische Kirche ist die Evangelical Lutheran Church in America mit 853.448 Mitgliedern.[35]

Wirtschaft und Infrastruktur

Wirtschaftliche Kennzahlen (2007)
Bruttoinlandsprodukt 254,97 Mrd. USD
BIP pro Einwohner 49.200 USD
Pro-Kopf-Einkommen 41.105 USD
Wirtschaftswachstum 2,2 %
Arbeitsmarkt (MĂ€rz 2009)[36]
BeschÀftigte 2.676.350
Arbeitslose 260.679
Arbeitslosenquote 8,9 %

Die Wirtschaft von Minnesota hat in den letzten 200 Jahren einen starken Wandel vollzogen. Nachdem zu Beginn der Geschichte des Bundesstaates hauptsĂ€chlich die Land- und Forstwirtschaft und der Handel von GĂŒtern das Wirtschaftsgeschehen bestimmten, gewannen im Zuge der Industrialisierung auch immer weiter der sekundĂ€re Sektor an Bedeutung. Vor allem die Region im Nordwesten um Duluth profitierte von den Eisenerzvorkommen. Wie in allen IndustrielĂ€ndern stieg aber auch in Minnesota seit den 1950er-Jahren der Anteil des Dienstleistungssektors im Bruttoinlandsprodukt immer weiter. Heute sind ĂŒber 80 Prozent aller BeschĂ€ftigten in ihm tĂ€tig, wohingegen nur noch weniger als ein Prozent im primĂ€ren Sektor beschĂ€ftigt sind.[37] Innerhalb der USA gehört der Bundesstaat aber weiterhin zu den grĂ¶ĂŸten Produzenten landwirtschaftlicher Erzeugnisse wie ZuckerrĂŒben, Zuckermais oder Erbsen.[38]

Im Jahr 2007 lag das Bruttoinlandsprodukt von Minnesota bei 255 Milliarden US-Dollar.[39] Das Pro-Kopf-Einkommen betrug 41.105 USD und war damit das zwölfthöchste in den USA.[40] Der Median des Haushaltseinkommens lag bei 55.802 USD (Platz 10 in den USA).[41] Das reale Bruttoinlandsprodukt pro Kopf (engl. per capita real GDP) – der wichtigste Wohlstandsindikator – lag im Jahre 2007 bei 41.353 USD (nationaler Durchschnitt der 50 US-Bundesstaaten: 38.020 USD; nationaler Rangplatz: 9).[39] Im Zuge der Finanzkrise ab 2007 stieg die Arbeitslosenzahl in Minnesota stark an und erreichte die höchsten Werte seit 1983.

36 der 1000 umsatzstĂ€rksten Unternehmen der Vereinigten Staaten haben ihren Sitz in Minnesota, dazu gehören Target, UnitedHealth Group, 3M, Medtronic und General Mills. Auch das national grĂ¶ĂŸte privat-gefĂŒhrte Unternehmen Cargill hat seinen Sitz in Minnesota.

ZahlungsunfÀhigkeit

Seit Freitag, 1. Juli 2011 ist Minnesota als erster amerikanischer Staat zahlungsunfĂ€hig und nicht in der Lage, seine Rechnungen zu begleichen. Als erste Folge blieben am amerikanischen UnabhĂ€ngigkeitstag, am 4. Juli, der Zoo und Nationalparks geschlossen. Bauarbeiten an Straßen wurden eingestellt und 22.000 staatliche Bedienstete werden auf nicht absehbare Zeit kein Gehalt bekommen und mĂŒssen unbezahlten Urlaub nehmen.[42]

Energie

Minnesota besitzt mit der Pine Bend Refinery nahe St. Paul die grĂ¶ĂŸte Erdölraffinerie der Bundesstaaten, die selbst ĂŒber keine eigene Förderanlagen verfĂŒgen. Diese deckt etwa 70 Prozent des Kraftstoffbedarfs von tĂ€glich rund 27,2 Millionen Litern Benzin. Der restliche Bedarf wird ĂŒber Raffinerien aus anderen Bundesstaaten bezogen. Zudem ist Minnesota an die Lakehead Pipeline und die Minnesota Pipeline angeschlossen. JĂ€hrlich steigt der Kraftstoffbedarf um etwa zwei Prozent. Als erster US-Bundesstaat fĂŒhrte Minnesota 2006 die Vorschrift ein, dass zehn Prozent Ethanol (E10) dem Benzin zugemischt werden mĂŒssen. 2013 wird dieser Wert auf 20 Prozent steigen.[43]

Zum Heizen wird vor allem Erdgas verwendet. Über zwei Drittel aller privaten Haushalte verwenden dieses zum Heizen. Innerhalb der letzten Jahre hat auch die Windenergie an Bedeutung gewonnen. Die vor allem im SĂŒdwesten (Coteau des Prairies) aufgestellten Windkraftanlagen verfĂŒgen ĂŒber eine Leistung von insgesamt bis zu 812 Megawatt.[44] Weitere Anlagen mit einer zusĂ€tzlichen Leistung von 82 Megawatt sind in Planung. Bis 2025 soll der Anteil erneuerbarer Energien auf 25 Prozent des gesamten Stromverbrauchs steigen.[45]

Verkehr

Hafen von Duluth

Die ZustĂ€ndigkeit fĂŒr das Verkehrswesen in Minnesota besitzt das Minnesota Department of Transportation. Hauptknotenpunkt des Automobilverkehrs ist die Metropolregion Minneapolis-St. Paul. Die großen Interstate Highways I-35 und I-94 fĂŒhren durch das Ballungszentrum, I-90 fĂŒhrt durch den SĂŒden, entlang der Grenze zu Iowa und ist nahe Albert Lea mit dem I-35 verbunden. 2006 wurde ein Gesetz verabschiedet, dass die Steuereinnahmen aus dem privaten Automobilverkehr zu mindestens vierzig Prozent dem öffentlichen Verkehr zugute kommen sollen.[46]

Es fĂŒhren ĂŒber 20 Bahnlinien durch den Bundesstaat, vor allem fĂŒr den GĂŒtertransport von und zu Minnesota-St. Paul und Duluth, das ĂŒber den grĂ¶ĂŸten Hafen des Bundesstaates verfĂŒgt (Twin Harbor Duluth-Superior). Neben dem Schiffsverkehr ĂŒber den Mississippi wird vor allem der Obere See fĂŒr die Schifffahrt genutzt. Mit dem Empire Builder von Amtrak sind verschiedenen StĂ€dte in Minnesota und dem Mittleren Westen im schienengebunden Personenverkehr miteinander verbunden.

Metro Transit in Minneapolis

Der grĂ¶ĂŸte Verkehrsflughafen ist der Minneapolis-St. Paul International Airport, an dem Delta Air Lines und Sun Country Airlines ein Fracht- und Passagierdrehkreuz betreiben. Er ist der zehntgrĂ¶ĂŸte Flughafen der Vereinigten Staaten und wickelt jĂ€hrlich rund 540.000 Flugbewegungen ab. GrĂ¶ĂŸere FlughĂ€fen sind der Flughafen in Duluth und Rochester, die als ĂŒberregionale FlughĂ€fen an die Luftfahrt-Drehkreuze angebunden sind. Regionale FlughĂ€fen gibt es in Bemidji, Brainerd, Hibbing, International Falls, St. Cloud und Thief River Falls.

Der öffentliche Personennahverkehr begrenzt sich auf den Busverkehr in einigen grĂ¶ĂŸeren StĂ€dten. Lediglich die Twin Cities sind seit 2004 mit der Hiawatha Line ausgestattet, einer Stadtbahnlinie, die zwischen Bloomington und der Innenstadt von Minneapolis verkehrt. Ein ĂŒberregionaler Busverkehr wird von den privaten Betreibern Greyhound, Jefferson Lines und Coach USA angeboten.

Kultur

Guthrie Theater in Minneapolis

Die Twin Cities gelten als kulturelles Zentrum des Upper Midwest. Namhafte Museen wie das Weisman Art Museum, das Walker Art Center oder das Minneapolis Institute of Arts sind dort beheimatet. Mit dem Saint Paul Chamber Orchestra und dem Minnesota Orchestra gibt es zudem professionelle und traditionsreiche Musikensembles. Die Twin Cities weisen nach New York City die höchste Pro-Kopf-Dichte an Theatern in den USA auf. In den mehr als 30 Theatern wurden rund 2,3 Millionen Theaterkarten verkauft. Der Minnesota State Fair zÀhlt jÀhrlich rund 1,7 Millionen Besucher.

Musik

Zahlreiche Musiker aus Minnesota verschiedener Genres gelangten zu nationaler und internationaler Bedeutung: So kommt die legendĂ€re Judy Garland, die 1922 in der Kleinstadt Grand Rapids geboren wurde, die Andrews Sisters, der Folk- und Rockmusiker Bob Dylan, die Songwriter Jimmy Jam und Terry Lewis, Popstar Prince und die Bands Motion City Soundtrack, HĂŒsker DĂŒ oder Atmosphere aus dem Bundesstaat.

Literatur

Die Literatur der ersten HĂ€lfte des 20. Jahrhunderts war vor allem von den allgemeinen Lebenssituation und dem lĂ€ndlich geprĂ€gten Leben beeinflusst. Neben Ole Rolvaag erlangte vor allem die Autorin Laura Ingalls Wilder große Bekanntheit. Durch die Darstellung in Unsere kleine Farm machte sie den Ort Walnut Grove zum Inbegriff fĂŒr eine typische Kleinstadt im Mittleren Westen der Vereinigten Staaten. Auch in den Romanen der Autoren Sinclair Lewis und Garrison Keillor spielte das Leben im Mittleren Westen eine besondere Bedeutung. Der in St. Paul geborenen F. Scott Fitzgerald gilt als einer der Hauptvertreter der amerikanischen Moderne und wird zur sogenannten „Verlorenen Generation“ („Lost Generation“) gezĂ€hlt, die sich in den 1920er-Jahren von Amerika abwandten und nach Europa gingen.

Bildung

Eine der ersten Handlungen der Regierung Minnesotas nach der StaatsgrĂŒndung war die Eröffnung der ersten Normalschule in Winona im Jahre 1858. Seit 1885 besteht eine allgemeine Schulpflicht. Der Bundesstaat zĂ€hlt zu denen mit der besten Bildung innerhalb der Vereinigten Staaten. Bei einer Erhebung von Morgan Quitno zum Smartest State Award kam Minnesota auf Rang 13.[47] Mit 84 Prozent der Einwohner haben die High School abgeschlossen, was national den fĂŒnftbesten Wert darstellt.[48]

Zum Bildungswesen gehören auch die zahlreichen öffentlichen und privaten Hochschuleinrichtungen. 32 öffentliche UniversitĂ€ten und Colleges sind in dem Minnesota State Colleges and Universities System zusammengeschlossen, vier Einrichtungen gehören zur University of Minnesota. Daneben gibt es mehr als 20 private Colleges und UniversitĂ€ten. Mit einem Bestand von ĂŒber vier Millionen BĂŒchern zĂ€hlt die Bibliothek der University of Minnesota zu den grĂ¶ĂŸten UniversitĂ€tsbibliotheken in den USA.

Siehe auch: Liste der UniversitÀten in Minnesota

Gesundheit

Mayo Clinic in Rochester, Minnesota

Die Einwohner von Minnesota gehören zu den GesĂŒndesten innerhalb der Vereinigten Staaten.[49] Vor allem in den Bereichen der Kindersterblichkeit und Sterblichkeit vor dem 75. Lebensjahr erreicht der Bundesstaat die national besten Werte. Rund 91 Prozent der Bevölkerung ist krankenversichert.[50] Die Lebenserwartung ist die zweithöchste aller US-Bundesstaaten.[51]

Die medizinische Versorgung ergibt sich aus einem umfassenden Netzwerk an KrankenhĂ€usern und Arztpraxen. Von internationaler Bedeutung ist die University of Minnesota Medical School, die vor allem in der Forschung Erfolge erzielen konnte. DarĂŒber hinaus hat Mayo Clinic in Rochester ihren Sitz. Sie gehört zu den weltweit renommiertesten Kliniken und ist darĂŒber hinaus in Zusammenarbeit mit der University of Minnesota in der medizinischen Forschung und Ausbildung tĂ€tig.

Politik

Die politische Ordnung von Minnesota beruht auf der Verfassung von 1857. Die Gewalten teilen sich in eine Exekutive, Legislative und Judikative auf. An der Spitze der Exekutive steht der Gouverneur, der fĂŒr eine Amtszeit von jeweils vier Jahren gewĂ€hlt wird. Die Legislative wird unterteilt in einen Senat mit 67 Senatoren und ein ReprĂ€sentantenhaus mit 134 Abgeordneten. Die Amtszeiten fĂŒr die Senatoren betrĂ€gt vier Jahre, fĂŒr die Abgeordneten des ReprĂ€sentantenhaus zwei Jahre. Die Judikative unterteilt sich in drei Ebenen: die untersten stellen die District Courts (Bezirksgerichte) dar. Diesen ĂŒbergeordnet sind die Courts of Appeals. Höchste bundesstaatliche Instanz ist der aus sieben Richtern bestehende Minnesota Supreme Court.

Gouverneur des Staates ist seit 2011 der Demokrat Mark Dayton, der nach seinem Sieg im November 2010 ĂŒber Tom Emmer die Nachfolge des seit 2003 amtierenden Republikaners Tim Pawlenty antrat. Vizegouverneurin (Lieutenant Governor) ist Yvonne Prettner Solon. In beiden Gremien der Legislative errang die Republikanische Partei bei den Wahlen des Jahres 2010 die Mehrheit.

Zu den grĂ¶ĂŸeren Parteien gehört neben der Democratic-Farmer-Labor Party, die auf nationaler Ebene zur Demokratischen Partei gehört, und der Republikanischen Partei Minnesotas auch die Independence Party, die auf nationaler Ebene der Reform Party angeschlossen ist. Sie konnte mit Jesse Ventura den Gouverneur von 1998 bis 2003 stellen, hat aktuell aber keine Vertreter im ReprĂ€sentantenhaus oder Senat. ViertgrĂ¶ĂŸte Partei ist die Green Party, welche bisher nur auf regionaler Ebene Mandate gewinnen konnte.

Partei ReprÀsentantenhaus Senat
Republikanische Partei 72 37
DFL 62 30
Gesamt 134 67
Hubert H. Humphrey

Minnesota, ĂŒber viele Jahrzehnte eine Hochburg des populistischen, agrarischen Linksliberalismus Ă€hnlich dem in den kanadischen Bundesstaaten Manitoba und Saskatchewan, ist bekannt fĂŒr eine ĂŒberdurchschnittlich großes Interesse der Bevölkerung am politischen Geschehen. Bei der PrĂ€sidentschaftswahl 2004 nahmen 77,2 Prozent der Bevölkerung an der Wahl teil, was die höchste Beteiligung aller US-Bundesstaaten darstellt.[52] Seit den PrĂ€sidentschaftswahlen 1976 gewannen jeweils die demokratischen PrĂ€sidentschaftskandidaten in Minnesota. Zusammen mit dem District of Columbia war dies auch der einzige Bundesstaat, den Amtsinhaber Ronald Reagan bei den Wahlen 1984 gegen Walter Mondale nicht gewinnen konnte. Zwischen 1965 und 1969 mit Hubert H. Humphrey sowie von 1977 bis 1981 mit Walter Mondale stammten in der Geschichte der Vereinigten Staaten zweimal VizeprĂ€sidenten aus Minnesota.

Heute, aufgrund des Wachstums konservativer Vororte von Minneapolis/St. Paul, gilt Minnesota allerdings als Swing State und erfÀhrt somit im PrÀsidentschaftswahlkampf, zusammen mit den Swing States Wisconsin und Iowa, zumeist besondere Aufmerksamkeit.[53] Beim Electoral College stellt Minnesota zehn WahlmÀnner.

Im Kongress stellt Minnesota zwei Senatoren und acht Mitglieder im ReprĂ€sentantenhaus. Nachdem die Demokraten zuvor die Mehrheit der Delegation im ReprĂ€sentantenhaus gestellt hatten, mussten sie bei den Kongresswahlen 2010 den Verlust eines Bezirks hinnehmen, womit die großen beiden Parteien jeweils vier Abgeordnete in den 112. Kongress entsenden. Senatoren sind gegenwĂ€rtig die Demokraten Amy Klobuchar und Al Franken. Ein enges Wahlergebnis bei den Wahlen 2008 zwischen Amtsinhaber Norm Coleman und Al Franken hatte dazu gefĂŒhrt, dass erst knapp acht Monate spĂ€ter ein bestĂ€tigtes Endergebnis vorlag und der zweite Sitz zunĂ€chst unbesetzt geblieben war.

Gouverneure

Kongress

Medien

Sendestudio von KSTP in St. Paul

Die Region der Twin Cities wird vom Nielsen Media Research als fĂŒnfzehntgrĂ¶ĂŸter Medienmarkt der Vereinigten Staaten eingestuft. Daneben zĂ€hlen noch die Regionen Fargo-Moorhead (118.), Duluth-Superior (137.), Rochester-Mason City-Austin (152.) und Mankato (200.) zu den grĂ¶ĂŸten, national gelisteten MedienmĂ€rkten.[54]

Die Ausstrahlung des ersten Fernsehprogramms in Minnesota begann am 27. April 1948, als KSTP-TV seinen Sendebetrieb aufnahm. Heute ist die Hubbard Broadcasting Corporation, zu der KSTP gehört, der einzige TV-Konzern mit Sitz in Minnesota.[55]

In den Twin Cities sind auch die beiden grĂ¶ĂŸten Tageszeitungen Minnesotas ansĂ€ssig: der Star Tribune (Auflage: wochentags 361.172, sonntags 596.333)[56] aus Minneapolis und die Saint Paul Pioneer Press (Auflage: wochentags 190.939, sonntags 251.765).[57] DarĂŒber hinaus sind eine Vielzahl an kleineren Tages- und Wochenzeitungen erhĂ€ltlich.

Zwei der grĂ¶ĂŸten öffentlichen Radiostationen sind das Minnesota Public Radio (MPR) und das Public Radio International (PRI). MPR strahlt auf 37 verschiedenen Sendern aus und erreicht die grĂ¶ĂŸte Zahl an Hörern aller öffentlichen, regionalen Radiostationen in den Vereinigten Staaten.[58]

Sport

Leistungssport

WCHA Final Five im Xcel Energy Center
Die Golden Gophers wÀhrend eines Basketballspiels

Minnesota ist in allen großen US-amerikanischen Sportligen durch professionelle Teams vertreten. Große Beliebtheit erfreut sich hierbei Eishockey. Nachdem 1993 die Minnesota North Stars nach Dallas umgezogen waren, hatte der „State of Hockey“ bis zur GrĂŒndung der Minnesota Wild kein Team in der NHL. Seit der Franchise-NeugrĂŒndung waren sĂ€mtliche Spiele der Wild im Xcel Energy Center ausverkauft.

Im Hubert H. Humphrey Metrodome sind die Minnesota Vikings in der National Football League und die Minnesota Twins in der Major League Baseball beheimatet. Die Twins waren auch bisher das einzige Team, welches mit dem Gewinn der World Series 1987 und 1991 große Titel erringen konnte. Die Minnesota Timberwolves spielen im Target Center in Minneapolis in der National Basketball Association. Mit den Minnesota Thunder ist seit 1994 auch eine professionelle Fußballmannschaft in der Stadt beheimatet, die in der USL First Division antritt, der zweithöchsten Spielklasse Nordamerikas. Die Minnesota Swarm sind eine professionelle Lacrosse-Mannschaft aus St. Paul.

Im Frauensport vertreten die Minnesota Lynx den Staat in der Women’s National Basketball Association, die Minnesota Vixen treten in der Women’s Professional Football League an und die Minnesota Whitecaps in der National Women’s Hockey League.

Auch im Hochschulsport sind Teams aus Minnesota vertreten. So sind die Golden Gophers der University of Minnesota in der National Collegiate Athletic Association (NCAA) organisiert und als einziges in der Division I vertreten. Dabei treten sie gegen andere Teams in der Big Ten Conference an. Weitere UniversitĂ€ten treten in der Division II und III an. Im Eishockey sind fĂŒnf Teams aus Minnesota in der Western Collegiate Hockey Association vertreten.

Bei Olympischen Spielen konnten Athleten aus Minnesota in der Vergangenheit Erfolge feiern. Beim Miracle on Ice, dem Gewinn der Olympiagoldmedaille der US-Eishockeymannschaft 1980, kamen neben dem Trainer Herb Brooks auch die meisten Spieler der US-amerikanischen Nationalmannschaft aus Minnesota. Der Schwimmer Tom Malchow konnte nach dem Silbermedaillengewinn 1996 vier Jahre spĂ€ter in Sydney die Goldmedaille ĂŒber 200 Meter Schmetterling gewinnen. Bei den Olympischen Winterspielen 2006 gewann die US-amerikanische Curling-Mannschaft vom Bemidji Curling Club mit Skip Pete Fenson Bronze.

Freizeitsport

Angler am Lake Calhoun

Neben dem professionellen Sport ist auch der Freizeitsport in Minnesota beliebt.[59] So sind zusĂ€tzlich zur offiziellen Staatssportart Eishockey auch weitere Sportarten wie Basketball, Football, Baseball oder Fußball und FreizeitaktivitĂ€ten im Freien beliebt.[60]

In den wĂ€rmeren Jahreszeiten werden AktivitĂ€ten auf oder im Wasser bevorzugt. Neben Sportarten wie Wasserski oder Kanufahren ist auch Angeln sehr populĂ€r. Über 36 Prozent der Einwohner gehen Angeln, das ist nach Alaska der zweithöchste Wert der US-Bundesstaaten.[61] In den Wintermonaten passen sich die AktivitĂ€ten meist an das kalte Klima an. Eisfischen, Eislaufen, Curling oder Schneemobil fahren sind hier beliebt.

Die zahlreichen WÀlder und Parks werden ganzjÀhrig zum Jagen, Wandern oder Camping genutzt. Neben vielen ausgewiesenen Wanderwegen besitzt der Staat auch die meisten Kilometer an Radwegen in den gesamten USA.[62]

Einzelnachweise

  1. ↑ Density Using Land Area
  2. ↑ N.N.: „Squirrels“, <http://www.dnr.state.mn.us/mammals/index.html>, letzter Zugriff: 21. November 2007.
  3. ↑ State of Minnesota: „Minnesota State Symbols--Unofficial, Proposed, or Facetious“,<http://www.leg.state.mn.us/leg/Unsym.asp>, letzter Zugriff: 21. November 2007.
  4. ↑ Facts and figures
  5. ↑ a b Greg Breining: Compass American Guides: Minnesota. 3rd Edition, Compass American Guides, 2005, ISBN 1-4000-1484-0
  6. ↑ a b Richard W. Ojakangas, Charles L. Matsch: Minnesota's Geology University of Minnesota Press, 1982, ISBN 0-8166-0953-5.
  7. ↑ Table Showing Minnesota Earthquakes
  8. ↑ Minnesota Map Collection – State, City, Road, County, River, Lake
  9. ↑ a b Minnesota DNR: Lakes, rivers & wetlands
  10. ↑ Minnesota North Star: About MN Forests and Parks (Link nicht mehr abrufbar)
  11. ↑ Minnesota Department of Natural Resources: Biomes of Minnesota
  12. ↑ Tim Bewer: Moon Handbooks Minnesota. Avalon Travel Publishing, 2004, ISBN 1-56691-482-5.
  13. ↑ World Map of the Köppen-Geiger climate classification updated. Markus Kottek. Abgerufen am 4. Dezember 2010.
  14. ↑ National Weather Service Forecast Office: Climate of Minnesota
  15. ↑ Minnesota Historical Society: TimePieces
  16. ↑ - German Migration to Minnesota. Minnesota State University Anthropology Department. Abgerufen am 4. Dezember 2010.
  17. ↑ a b c Rhoda R. Gilman: The Story of Minnesota's Past. Minnesota Historical Society Press, 2001, ISBN 0-87351-267-7.
  18. ↑ Minnesota Historical Society Press: Historic Fort Snelling
  19. ↑ a b William E. Lass: Minnesota: A History. W.W. Norton & Company, 1998, ISBN 0-393-04628-1.
  20. ↑ Population in Metropolitan Statistical Areas Ranked by 2000 Census
  21. ↑ Minnesota Demographic Center: Population Estimates
  22. ↑ Environmental Information Report, App. D Socioeconomic Information
  23. ↑ U.S. Census Bureau _ Census of Population and Housing. Abgerufen am 28. Februar 2011
  24. ↑ Auszug aus Census.gov. Abgerufen am 28. Februar 2011
  25. ↑ Auszug aus factfinder.census.gov Abgerufen am 28. Februar 2011
  26. ↑ Environmental Information Report
  27. ↑ Annual Population Estimates 2000 to 2006
  28. ↑ Minnesota QuickFacts from the US Census Bureau
  29. ↑ Births, Marriages, Divorces, and Deaths: Provisional Data for 2005
  30. ↑ Minnesota – Selected Social Characteristics. U.S. Census Bureau (2005). Abgerufen am 4. Dezember 2010.
  31. ↑ Minnesota Population Projections by Race and Hispanic Origin
  32. ↑ quickfacts.census.gov
  33. ↑ Minnesota – DP-1. Profile of General Demographic Characteristics
  34. ↑ American Religious Identification Survey, Exhibit 15
  35. ↑ The Association of Religion Data Archives | Maps & Reports
  36. ↑ Local Unemployment Statistics for March 2009 – Minnesota Unemployment Statistics (Not Seasonally Adjusted)
  37. ↑ U.S. Census Bureau: Minnesota – DP-3. Profile of Selected Economic Characteristics: 2000
  38. ↑ Minnesota Department of Employment and Economic Development: Wealth of Resources
  39. ↑ a b U.S. Bureau of Economic Analysis: Regional Economic Accounts
  40. ↑ U.S. Bureau of Economic Analysis: Regional Economic Accounts
  41. ↑ U.S. Census Bureau: United States and States – R2001. Median Household Income
  42. ↑ Minnesota gibt Vorgeschmack auf US-„Shutdown“. Handelsblatt.com, 4. Juli 2011, abgerufen am 4. Juli 2011.
  43. ↑ Minnesota Votes: 2005 Senate Bill 4 (Ethanol Mandate Increase)
  44. ↑ The American Wind Energy Association: Wind Energy Projects Throughout the United States of America
  45. ↑ Governor Pawlenty signes stronges renewable energy requirement in the nation
  46. ↑ Minnesota Department of Transportation: Transportation amendment update
  47. ↑ Smartest State Award
  48. ↑ Education Working Paper 8 – Table 2
  49. ↑ America’s Health Rankings (Seite 55)
  50. ↑ The Percentage of People Without Health Insurance Coverage by State Using 2- and 3-year Averages: 2003 to 2005
  51. ↑ Explore Minnesota Living
  52. ↑ United States Elections Project
  53. ↑ 2004 Elections Project
  54. ↑ 210 Designated Market Areas – 03-04
  55. ↑ Kstp.com – History
  56. ↑ Text of Star Tribune press release
  57. ↑ startribune.com – Pioneer Press circulation rises
  58. ↑ Minnesota Public Radio – About MPR
  59. ↑ Health Statistics – Physical exercise by state
  60. ↑ It's in the books: Hockey is state's official sport
  61. ↑ Managing for Results
  62. ↑ Explore Minnesota Biking

Weblinks

 Commons: Minnesota â€“ Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Wiktionary Wiktionary: Minnesota â€“ BedeutungserklĂ€rungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

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