Modica


Modica
Modica
Kein Wappen vorhanden.
Modica (Italien)
Modica
Staat: Italien
Region: Sizilien
Provinz: Ragusa (RG)
Lokale Bezeichnung: Muòrica
Koordinaten: 36° 52′ N, 14° 46′ O36.86166666666714.760833333333296Koordinaten: 36° 51′ 42″ N, 14° 45′ 39″ O
Höhe: 296 m s.l.m.
Fläche: 290,77 km²
Einwohner: 55.196 (31. Dez. 2010)[1]
Bevölkerungsdichte: 190 Einw./km²
Postleitzahl: 97015
Vorwahl: 0932
ISTAT-Nummer: 088006
Demonym: Modicani
Schutzpatron: San Giorgio
Website: Modica

Modica ist eine Stadt im Südosten von Sizilien und liegt in der Provinz Ragusa in Italien mit 55.196 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2010). Sie ist eine der spätbarocken Städte des Val di Noto, die von der Unesco zum UNESCO-Welterbe erklärt wurden.

Inhaltsverzeichnis

Lage und Daten

Blick auf Modica

Die Stadt liegt auf einer Höhe von 296 m s.l.m. und 20 km südöstlich von Ragusa an den Südhängen der Monti Iblei.

Die Hauptortsteile von Modica sind Modica alta, Modica bassa, Modica sorda und Marina di Modica.

Die Nachbargemeinden sind Buscemi, Giarratana, Ispica, Noto (SR), Palazzolo Acreide, Pozzallo, Ragusa, Rosolini (SR) und Scicli.

Wirtschaft

Bedeutendster Wirtschaftszweig ist die Landwirtschaft mit dem Anbau von Oliven, Johannisbrotbäumen und Getreide. Gemüse wird hier in größerem Umfang in Treibhäusern angebaut. Daneben haben Viehzucht (Modica-Rind) und Milchwirtschaft Bedeutung erlangt. Auch der Tourismus wird seit einigen Jahren stark gefördert, insbesondere durch Veranstaltungen von historischen Events und der verstärkten Herstellung und Vertreibung typischer modicanischer Spezialitäten wie Schokoladenlikör, Schokolade und Süßwaren, die aufgrund der hohen Nachfrage auch in den Nachbarorten vermarktet werden.

Geschichte

Die Stadt wurde von den Sikulern unter dem Namen Motyka gegründet und in späteren Zeiten von Griechen und Römern bewohnt, die aber kaum nennenswerte Spuren hinterließen. Die Araber eroberten 845 die Stadt und nannten sie Mohac. Im 11. Jahrhundert übernahmen die Normannen, angeführt von Roger I., die Stadt.

Modica wurde wie andere Städte im Val di Noto durch das schwere Erdbeben vom 9. Januar 1693 zerstört, bei dem in Sizilien 60.000 Menschen ums Leben kamen. Im Stil des sizilianischen Barocks wieder aufgebaut, ist Modica trotz zweier Überflutungen 1833 und 1902 heute ein ruhiges Regionalzentrum mit einem der schönsten Stadtbilder im Stil des sizilianischen Barocks.

Sehenswürdigkeiten

  • Kirche Santa Maria delle Grazie aus dem Jahre 1615, der Bau blieb unvollendet
  • Kirche San Pietro aus dem 18. Jahrhundert mit einem Treppenaufgang, an dem die zwölf Apostel stehen
  • Kirche San Giorgio aus dem 12. Jahrhundert, im 17. Jahrhundert von Rosario Gagliardi wieder aufgebaut, sie befindet sich am Ende eines Treppenaufgangs mit 250 Stufen
  • Geburtshaus von Salvatore Quasimodo

Bilder

Personen

  • Salvatore Quasimodo (1901-1968), Lyriker und Kritiker, Träger des Nobelpreises für Literatur 1959

Einzelnachweise

  1. Statistiche demografiche ISTAT. Bevölkerungsstatistiken des Istituto Nazionale di Statistica vom 31. Dezember 2010.

Weblinks

 Commons: Modica – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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