Moosburg a.d.Isar

Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Moosburg a.d.Isar
Moosburg an der Isar
Deutschlandkarte, Position der Stadt Moosburg a.d.Isar hervorgehoben
48.46666666666711.933333333333421Koordinaten: 48° 28′ N, 11° 56′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberbayern
Landkreis: Freising
Höhe: 421 m ü. NN
Fläche: 43,86 km²
Einwohner: 17.492 (31. Dez. 2007)
Bevölkerungsdichte: 399 Einwohner je km²
Postleitzahlen: 85360–85368
Vorwahl: 08761
Kfz-Kennzeichen: FS (Kennzeichen mit einem Buchstaben H, M, P, R und vier Ziffern oder Buchstabe I und 1 bis 4 Ziffern)[1]
Gemeindeschlüssel: 09 1 78 143
Adresse der Stadtverwaltung: Stadtplatz 13
85368 Moosburg
Webpräsenz:
Bürgermeisterin: Anita Meinelt (CSU)
Lage der Stadt Moosburg a.d.Isar im Landkreis Freising
Karte

Moosburg an der Isar (amtlich: Moosburg a.d.Isar) ist die älteste Stadt im oberbayerischen Landkreis Freising und liegt 45 km nordöstlich von München auf halber Strecke zwischen der Großen Kreisstadt Freising und der niederbayerischen Bezirkshauptstadt Landshut, eingebettet in einer Insellage der Flüsse Isar und Amper. Der internationale Flughafen München Franz Josef Strauß ist nur 15 km entfernt und über die Autobahnausfahrt Moosburg-Süd an der A92 leicht zu erreichen.

Moosburg erhielt im Jahre 1331 noch vor Freising (1359) das Stadtrecht und ist ein Mittelzentrum in der Region München. Das auf einer Anhöhe befindliche Stadtzentrum wird überragt von den Türmen des Kastulusmünsters und der Johanneskirche. Da beide Kirchtürme mit jeweils 50 Meter die gleiche Höhe aufweisen, äußerlich gleich gestaltet wurden und beide Kirchen sehr eng zusammenstehen, hat man aus Richtung der Domstadt Freising kommend den Eindruck, dass auch die Stadt Moosburg a. d. Isar einen eigenen Dom mit zwei Türmen besitzt.

Als Regionalexpress-Haltepunkt im Münchner Verkehrs- und Tarifverbund (MVV) ist die Stadt ein beliebter Wohnort für 4.578[2] Pendler nach München, Freising, Landshut und zum Flughafen. Andererseits ist die Stadt als Standort verschiedener Industriebetriebe aber auch das Ziel von 3.032[2] Pendlern aus dem Umland und 1.736 sozialversicherungspflichtig Beschäftigter aus der Stadt selbst. Es sind neben der chemischen, der elektrotechnischen und der Nahrungsmittelindustrie auch eine Maschinenfabrik in der Stadt beheimatet.

Inhaltsverzeichnis

Geographie

Das Stadtgebiet ist geprägt durch eine Vielzahl von Flüssen, Bächen und Kanälen. So münden hier neben der Amper auch die Sempt, die Strogen und die Dorfen in die Isar.

Stadtteile

Das Kerngebiet der Stadt zwischen Isar und Amper gliedert sich in die Stadtteile Altstadt, Michaelivorstadt, Bonau, Westerberg und seit 1945 Neustadt. 1972 bis 1978 wurden im Rahmen der bayerischen Gemeindegebietsreform die vorher selbständigen Gemeinden Thonstetten (mit Grünseiboldsdorf und Moosham), Niederambach (mit Oberambach, Feldkirchen und Kirchamper) und Pfrombach (mit Aich) eingemeindet, so daß sich das Stadtgebiet von 14 auf über 43 km² vergrößerte. 1978 kam dann noch die Siedlung Uppenbornstraße aus der vormaligen Gemeinde Volkmannsdorferau hinzu. Auf dem ehemaligen Gemeindegebiet Pfrombachs, unmittelbar in Stadtnähe entstand die letzten Jahre das Gewerbe- und Industriegebiet Degernpoint als neuer Stadtteil.

Nachbarorte

Die Stadt Moosburg a. d. Isar befindet sich in unmittelbarer Grenzlage zwischen Nieder- und Oberbayern, den Landkreisen Freising, Erding und Landshut. Im Norden und Nordosten wird das Stadtgebiet von der Gemeinde Wang umschlossen. Im Osten grenzen die im Landkreis Landshut (Niederbayern) gelegenen Gemeinden Eching und Buch am Erlbach an. Im Süden die im Landkreis Erding gelegene Gemeinden Langenpreising und Berglern. Im Westen schließlich noch die im Landkreis Freising gelegenen Gemeinden Langenbach und Haag an der Amper.

Mittelzentrum

Moosburg a. d. Isar ist als im Landesentwicklungsprogramm ausgewiesenes Mittelzentrum laut dortiger Festlegung der zentrale Ort für die Umlandgemeinden Hörgertshausen, Gammelsdorf, Nandlstadt, Mauern, Wang und Langenpreising, also für gesamt 33.646 Einwohner. Darüber hinaus durch die zentralen Einrichtungen, wie Schulen, vielfältige Einkaufsmöglichkeiten und nicht zueletzt durch die kurze Entfernung und die hervorragende Straßenanbindung inoffiziell auch für weitere 31.698 Einwohner der Gemeinden Bruckberg, Buch am Erlbach und Vilsheim im Landkreis Landshut, Kirchberg, Wartenberg, Fraunberg und Berglern im Landkreis Erding, sowie Langenbach, Haag an der Amper und Attenkirchen im Landkreis Freising.

Geschichte

St.Johannes und St. Kastulus

Moosburg im Jahre 1644

Um 770 n.Chr. wurde die Klostersiedlung "Mosabyrga" erstmals urkundlich erwähnt. Die Mönche Albin und Rhenobot brachten um 800 die Reliquien des heiligen Kastulus nach Moosburg. Das Benediktinerkloster wurde 1021 aufgelöst und daraufhin ein Chorherrenstift gegründet. Ein Großbrand vernichtete 1207 das Grafenschloss und große Teile des Münsters. Das Kastulusmünster wurde 1212 nach Aufbau wieder eingeweiht und 1331 bekam Moosburg das Stadtrecht zugesprochen. Im Jahr 1403 war Baubeginn der Stadttore und der Stadtmauer.

1702 wurde fast die Hälfte der Stadt durch einen Großbrand zerstört und 1865 suchte ein erneuter Großbrand die Stadt heim.

Bis Mitte des 19. Jahrhunderts war Moosburg als Sitz eines Landgerichts auch selbständiger Verwaltungsbezirk im damaligen Isarkreis, später Oberbayern. Er umfasste das Gebiet des heutigen nördlichen Landkreises Freising und die angrenzenden Gemeinden von Schweitenkirchen über Wolnzach und Obersüßbach bis Bruckberg. Zusammen mit dem Landgerichtsbezirk Kranzberg erfolgte dann die Eingliederung in den neuen Landkreis Freising.

1939 wurde das riesige Kriegsgefangenenlager STALAG VII A errichtet, und 1945 von den Amerikanern befreit.

1965 dann erhielt die Stadt den heutigen Namen "Moosburg an der Isar". 1971 wurde vom damaligen Stadtrat im Rahmen der bayerischen Gemeindegebietsreform entschieden, auch weiterhin im Landkreis Freising und damit in Oberbayern zu verbleiben, und nicht wie das benachbarte Bruckberg nach Niederbayern zu wechseln.

Einwohnerentwicklung

Jahr Einwohner
1840 2.643
1871 3.459
1900 3.970
(V) 1939 6.169
Jahr Einwohner
(V) 1950 10.023
(V) 1961 11.310
(V) 1970 13.050
1980 13.236
Jahr Einwohner
1990 15.243
2000 16.607
2005 17.276
2006 17.284

(jeweils zum 31. Dezember[2] / (V): Tag der Volkszählung)

Trotz Einführung der Zweitwohnungssteuer und damit bedingter Rückverlagerung der Erstwohnsitze in die Landeshauptstadt München zum 1. Januar 2006 gab es, dem Trend in der Flughafenregion folgend, wieder einen leichten Einwohnerzuwachs. Im Jahr 2007 ist die Einwohnerzahl insbesondere durch die Ausweisung von Neubaugebieten mit 1,2 % wieder stärker gewachsen. Dieser Trend soll sich die nächsten Jahre weiter fortsetzen.

Wappen

Ursulakapelle

Das Moosburger Wappen zeigt geteilt von Silber und Rot oben zwei rote Rosen, unten eine silberne. Ursprünglich geht das Wappen auf die Grafen von Moosburg zurück welche bis 1281 in Moosburg lebten. Nach Aussterben des Grafenhauses konnte die Stadt die drei Rosen für sich beanspruchen. Die älteste Abbildung des Wappens ist in der Ursulakapelle im Kastulusmünster zu sehen. Dort ziert sie die Deckenfreske der ehemaligen Grabgelege der Grafen. Hier ist jedoch die Farbgebung umgekehrt.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Bauwerke

  • Kastulusmünster (Anfang des 19. Jahrhunderts berühmte Wallfahrtskirche): Einen besonderen Bekanntheitsgrad hat der im Jahre 1514 von dem Landshuter Bildhauer Hans Leinberger geschnitzte Hochaltar im Kastulusmünster. Diesen Altar zieren folgende Figuren: in der Mitte die Hl. Maria mit Kind, eingeschlossen vom Hl. Kastulus und vom Hl. Heinrich. Hinter dem Altarkreuz ist der Kastulusschrein zu sehen. Ein Großteil der Gebeine des Hl. Kastulus, die ursprünglich von Albin und Rhenobot nach Moosburg gebracht wurden, befinden sich heute in der Landshuter Martinskirche.
  • Johanniskirche: aus dem 15. Jh. Vom Altar von Hans Leinberger sind lediglich zwei Flügelreliefs erhalten, die sich in Museen befinden. 1980 wurden beim rechten Seitenportal mehrere Grabsteine und Fresken entdeckt. Der Turm der Johanniskirche diente lange Zeit als Stadtturm, in dem sich die Wohnung des Türmers befand. Deswegen befindet sich der Turm der Johanniskirche, im Gegensatz zum Turm des Kastulusmünsters, im Besitz der Stadt.
  • Friedhofskirche St. Michael: Im 13.Jh erbaut. Teils gotisch aber auch barocke Elemente
  • Piuskirche: Im Gebiet des ehemaligen Strafgefangenenlagers, vor allem für die Heimatvertriebenen. Finanziert wurde sie unter anderem durch eine große Spende von Papst Pius XII. Geplant von Architekt Friedrich Haindl, 1950 eingeweiht. Direkt neben der Kirche steht der Franzosenbrunnen, der 1942 von einem französischen Kriegsgefangenen im Stalag gestaltet wurde, und auf dem die vier größten französischen Flüsse dargestellt sind; er wurde 1963 hier aufgestellt.
  • Heimatmuseum am Castulusplatz in alter Klosterschule (Vor- und Frühgeschichte, Stadtgeschichte, Handwerk, Landwirtschaft, Volkskunst)
  • Nördlich des Stadtgebietes wurde 1939 das Stammlager VII A der Wehrmacht errichtet. Heute befindet sich dort der Moosburger Stadtteil Neustadt.

Gedenkstätten

Ein Gedenkbrunnen des französischen Bildhauers Antoniucci Volti im Stadtteil Neustadt erinnert seit 1963 an die Toten des Stalag VII A.[3]

Galerie

Politik

Mit 63 % der Stimmen wurde Anita Meinelt bei den Kommunalwahlen 2008 für weitere sechs Jahre im Amt bestätigt.

Stadtrat

Dem Stadtrat gehören ab Mai 2008 vier Parteien und Gruppierungen an:

Partei CSU SPD FW Grüne
Sitze 10 5 6 3

Erste Bürgermeister seit 1933

Name von bis Partei
Dr. Hermann Müller 1933 29.04.1945
Max Fertl 09.05.1945 13.08.1945
Richard Braun 13.08.1945 30.04.1956 CSU
Josef Erber 01.05.1956 19.07.1965 SPD
Oscar Hertel 01.10.1965 30.04.1978 SPD
Herbert Franz 01.05.1978 30.04.1984 CSU
Anton Neumeier 01.05.1984 30.04.2002 SPD
Anita Meinelt 01.05.2002 CSU

Partnerstädte

Die Stadt Moosburg a.d.Isar verbinden drei Städtepartnerschaften und zwei Städtepatenschaften mit anderen Städten. Dies sind:

Städtepartnerschaften

seit 29. September 1973: Bry-sur-Marne, (Frankreich)

seit 18. Juli 1981: Rochester, (USA)

seit 15. Juli 1991: Moosburg, (Österreich)

Städtepatenschaften

seit 8. April 1968: Kynšperk nad Ohří (Königsberg a.d. Eger), (Tschechien)

seit 9. Juli 1973: Odžaci (Hodschag), (Serbien)

Ehrenbürger

siehe: Liste der Ehrenbürger von Moosburg a.d.Isar


Infrastruktur

Öffentliche Einrichtungen und Freizeit

Schulen

In Moosburg finden sich insgesamt acht Bildungseinrichtungen.

Die Mehrzahl der Schüler kommt dabei aus umliegenden Gemeinden der Landkreise Freising, Erding und Landshut, so daß die Stadt das Bildungszentrum der ganzen Region darstellt.

In letzter Zeit gab es bei den Moosburger Schulen wegen zunehmender Schülerzahlen, insbesondere durch die neuen Schulsysteme (R6 und G8), immer mehr Raumprobleme. Die Lösungen hierzu wurden unterschiedlich gehandhabt. Am Gymnasium wurde der lang umstrittene 3-geschossige Erweiterungsbau errichtet und zum Schuljahr 2007/08 eröffnet. Das von der Stadt Moosburg a. d. Isar an den Landkreis Freising verkaufte, direkt neben der Realschule liegende Gebäude der ehemaligen Landwirtschaftsschule wurde für die Realschule renoviert, umgebaut im September 2007 bezogen. Auch die Hauptschule wurde mit einem Neubau erweitert.

Nachfolgend findet sich eine Auflistung der Schulen in Moosburg mit deren Adresse und ggf. Link zum Internetauftritt.

Volksschulen

weiterführende Schulen

  • Kastulus-Realschule Moosburg
  • Karl-Ritter-von-Frisch-Gymnasium

weitere Schulen

Freizeit und Sportanlagen

  • Freibad
  • Hallenbad
  • Eisstadion (an bisheriger Stelle ist der Neubau incl. Überdachung in Gange)
  • DAV Kletteranlage
  • Skateanlage
  • Kegelhalle
  • Jugendzentrum
  • Tennishalle
  • Tennisplätze
  • Fußballanlage Bonau (Zusammenschluss zum FCM aus den Vereinen Real Bonau und Spvgg.)
  • Fußballanlage Neustadt (TSV Moosburg Neustadt)
  • Fahrrad-Tricks Gelände und Bolzplatz
  • Zwei Dreifach-Turnhallen (Albinstraße und Realschule) sowie Zweifachturnhalle (Gymnasium) und Stadthallen-Turnhalle

Wirtschaft

In Moosburg sind einige größere Industriebetriebe ansässig, die teilweise von internationaler Bedeutung sind:

Verkehrsanbindung

Bahn

Die Stadt Moosburg a. d. Isar durchläuft seit 1858 die Hauptbahn München-Landshut-Regensburg. Diese Strecke ist seit dem 25. November 1891 zweigleisig und wird bereits seit dem 3. Oktober 1925 elektrisch betrieben. Werktags halten am Bahnhof 66 Regionalexpresszüge und Regionalbahnen nach München, Landshut, Regensburg, Nürnberg, Plattling und Passau, am Wochenende 48 Züge. Etwa 5.000 Reisende frequentieren den Bahnhof täglich, der damit der meistgenutzte Durchgangsbahnhof außerhalb der S-Bahngebiete ganz Bayerns ist. Am 28. Oktober 2007 wurde das Elektronische Stellwerk Moosburg in Betrieb genommen, welches (ferngesteuert aus der Betriebszentrale München) für den Bereich Landshut - Marzling die Betriebsabwicklung von 28 km Strecke, 2 Bahnhöfen und 18 verbliebenen Bahnübergängen übernimmt.

Ab Dezember 2009 wird das Zugangebot im Rahmen der Ausschreibung durch die Bayerische Eisenbahngesellschaft mit der Einführung des Donau-Isar-Express in der Relation München - Landshut - Passau neu geordnet. Es wird dann zusammen mit einer zwischen Freising und Landshut pendelnden Regionalbahn für Moosburg a. d. Isar ein exakter Halbstundentakt angeboten.

Auch wird seit längerem darüber nachgedacht, die Münchner S-Bahn bis Moosburg a. d. Isar fahren zu lassen. (siehe: S-Bahn München unter "Planungen zum weiteren Ausbau" ). Dazu müssen aber zunächst die Zwischenhalte Marzling (2007) und Langenbach (2009/2010) neue Bahnsteige und Zugangsanlagen erhalten. Während die Fahrtdauer der verlängerten S1 mit 56 Minuten zwar immer noch die 68 Minuten einer S-Bahnfahrt von München nach Altomünster unterbieten würde, wäre sie dennoch deutlich länger als die heutige Fahrzeit von 36 Minuten mit dem Regionalexpress. Somit erscheint eine Verlängerung nur in Zusammenhang mit dem geplanten Express-S-Bahn-System sinnvoll, das durch den zweiten Münchner S-Bahn-Tunnel eingeführt werden soll und somit die Fahrzeit der dann im Halbstundentakt verkehrenden S-Bahnen auf nurmehr 44 Minuten verkürzt.

Straße

Moosburg ist überregional durch die Bundesautobahn 92 mit 2 Ausfahrten Nord und Süd angebunden. Im Stadtgebiet schneiden sich außerdem die Bundesstraße 11 sowie die Staatsstraßen 2054 (Zolling - Geisenhausen), 2085 (Mainburg - Langenpreising) und 2331 (nach Erding).

Von Juli 2005 bis Ende 2007 wurde nach 80-jähriger Planung für über 14 Mio. € der von täglich 12.000 KfZ und 144 Zügen befahrene, im Bereich von 7 zusammenführenden Straßenästen liegende Bahnübergang der St. 2085 durch einen mit Rampenbauwerken 250 m langen Straßentunnel ersetzt. Die Eröffnung war stadtauswärts am 7. September 2007, stadteinwärts am 13. Oktober 2007. Gleichzeitig wurde eine neue, verkehrsabhängig geschaltene Ampelanlage im großzügig gestalteten Einmündungsbereich der Industriestraße und der St. 2085 in Betrieb genommen. Da die Verkehrsführung im Innenstadtbereich, wie auch bereits mit Fertigstellung der Südumfahrung im Zuge der B11 im Jahre 1965 dabei jedoch weiterhin unverändert blieb und eine Ortsumgehung bislang fehlt, ist das historisch enge Stadtzentrum mit durchschnittlich 20.000 Fahrzeugen am Tag übermäßig stark verkehrsbelastet.

Von Ende Juni bis 10. September 2008 wurde zumindest als erste Maßnahme zum Bau der stark entlastend wirkenden Westumfahrung (Kreisstraße FS 15) an der unfallträchtigen Einfahrt West der Bundesstraße 11 mit der Staatsstraße 2054 ein Kreisverkehr errichtet. Am 28. Juli 2008 beschloss der Stadtrat nach 20-jähriger Diskussion die Vorfahrt an zwei Einmündungen der Stadion-, Westerberg- (St. 2054) und Münchner Straße (St. 2085) ändern zu lassen, damit zumindest eine Teilentlastung der Innenstadt vom Durchgangsverkehr erreicht wird.

Am 15.September 2008 wurde vom Verwaltungsgericht München die Normenkontrollklage gegen den Bebauungsplan der Westumfahrung abgewiesen, lediglich die Artenschutzprüfung ist noch nachzuholen. Der Baubeginn für die folgerichtig als Kreisstraße FS15 eingestufte Westumfahrung ist somit bereits 2009 möglich. Die Westumfahrung führt dann kurz nach der Amperbrücke der St. 2085 an der Amper entlang zur St. 2054, die mit einem Kreisverkehr gekreuzt wird, anschließend in einem großzügigen Bogen, der die bestehende Wohnbebauung vom Lärm entlasten soll bei Strecken-km 56,16 über die Bahnstrecke München–Regensburg und schließlich zum bereits fertiggestellten Kreisverkehr der Bundesstraße 11.

Flughafen

Das internationale Luftverkehrsdrehkreuz Flughafen München ist mit dem Auto in etwa 20 Minuten und mit Bahn und Flughafenbus 635 (Umsteigen in Freising) in etwa 45-50 Minuten zu erreichen. Seit 2006 wird vom Freistaat Bayern mit der "Neufahrner Gegenkurve" eine mit nur 20 Minuten Fahrzeit direkte Bahnanbindung des Flughafens über Freising mit Fertigstellung im Jahr 2013 geplant. Dann soll ab Landshut eine Regionalbahn eingerichtet werden, die über Moosburg und Freising zum Flughafen fahren soll.

Persönlichkeiten

  • Georg Hummel (1856-1902), Unternehmer, Erfinder des Gleichstromzählers
  • Franz Dietl (* 20. März 1934), Weihbischof der Erzdiözese München und Freising
  • Franz J. Bauer, (* 27. März 1952 in Moosburg), Historiker
  • Isolde Ohlbaum (* 1953), Fotografin
  • Birgit Rockmeier (* 29. November 1973), Leichtathletin und Olympiateilnehmerin
  • Gabi Rockmeier (* 29. November 1973), Leichtathletin und Olympiateilnehmerin

Quellen

Literatur

  • Geschichte der Stadt Moosburg
  • Moosburg/Isar - Geschichte und Kunst der Stadt

Einzelnachweise

  1. Kraftfahrt-Bundesamt: Abgrenzung Zulassungsbezirk Freising und Moosburg a. d. Isar
  2. a b c Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung Bayern
  3. Gedenkstätten für die Opfer des Nationalsozialismus. Eine Dokumentation, Band 1. Bundeszentrale für politische Bildung, Bonn 1995, ISBN 3-89331-208-0, S. 166

Weblinks


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