MĂ€rtyrer

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MĂ€rtyrer

MĂ€rtyrer, auch Martyrer (von griechisch ÎŒÎŹÏÏ„Ï…Ï‚ „Zeuge“ oder ΌαρτύρÎčÎżÎœ „Zeugnis“, „Beweis“;[1] weibliche Formen MĂ€rtyrerin bzw. Martyrerin, sowie MĂ€rtyrin bzw. Martyrin) sind Menschen, die um des Bekenntnisses ihres Glaubens willen einen gewaltsamen Tod erdulden.

Als MĂ€rtyrer in der weiteren Bedeutung bezeichnet man Personen, die nicht um ihres religiösen Bekenntnisses willen, sondern aufgrund einer andersartigen, zum Beispiel politischen Überzeugung oder einer Verfolgung den Tod erleiden.

Eine deutsche, seit dem 17. Jahrhundert eingebĂŒrgerte Übertragung des Begriffs MĂ€rtyrer ist Blutzeuge, der im christlichen Bereich den Unterschied gegenĂŒber sogenannten Bekennern (lateinisch confessores: Personen, die fĂŒr ihr christliches Bekenntnis unblutige Verfolgung wie zum Beispiel Haft und Verbannung erlitten) verdeutlichen soll.

Inhaltsverzeichnis

Das Martyrium im Christentum

Entstehung des Begriffs MĂ€rtyrer

Der fest geprĂ€gte Begriff MĂ€rtyrer taucht zum ersten Mal im Bericht vom Martyrium des Polykarp von Smyrna aus dem dritten Viertel des 2. Jahrhunderts auf. Die genaue Entstehung dieses fest geprĂ€gten Terminus ist noch ungeklĂ€rt.

Als sicher gilt, dass in den Schriften des Neuen Testaments martys immer den Wort- bzw. Glaubenszeugen, der vom Glauben an Jesus Christus Zeugnis ablegt, bezeichnet. Personen, die um ihres Glaubens willen verfolgt wurden oder dafĂŒr starben, werden im Neuen Testament noch nicht als MĂ€rtyrer bezeichnet, auch wenn sie wegen ihres Wortzeugnisses umgebracht werden. Vom neutestamentlichen Begriff des Zeugen bzw. des Zeugnisses her kann der MĂ€rtyrerbegriff daher nicht abgeleitet werden, auch wenn das, was spĂ€ter durch den Begriff MĂ€rtyrer beziehungsweise Martyrium beschrieben wird, der Sache nach schon im Neuen Testament auftritt (z.B. Apg 7,54−60 EU: Tod des Stephanus).

Um zu erklĂ€ren, wie es zur Bezeichnung dieses Geschehens als Martyrium kommt, erwĂ€gt man unterschiedliche EinflĂŒsse:

  1. Die Vorstellung vom Martyrium lĂ€sst sich bereits im FrĂŒhjudentum nachweisen. Allerdings wird auch dort der MĂ€rtyrer nicht als solcher bezeichnet. Das Martyrium ist dort Folge der Treue zum Gesetz (Tora) und der Tod des MĂ€rtyrers kann als SĂŒhne fĂŒr das jĂŒdische Volk gedeutet werden. Die spĂ€tjĂŒdischen Vorstellungen haben vermutlich die Vorstellung vom christlichen Martyrium mitgeprĂ€gt, erklĂ€ren aber nicht, wie es zur Verbindung dieser Vorstellung mit dem Begriff MĂ€rtyrer kommen konnte.
  2. Vielfach nimmt man einen Einfluss der Philosophie der Stoa, insbesondere des Philosophen Epiktet an. Das Martyrium ist hier ein besonders intensiver Fall des Zeugnisses des Philosophen: der wahre Philosoph lebt in der Haltung der Ataraxie, der GleichgĂŒltigkeit gegenĂŒber allen Ă€ußeren, sinnlich-körperlichen EinflĂŒssen auf das eigene Leben. Das kann auch bedeuten im Falle der Auseinandersetzung mit einem Herrscher, der dem Philosoph hier widersprechen muss, den Tod hinzunehmen. Zwar zeigen sich inhaltlich und formal zahlreiche Parallelen zwischen der von Epiktet vertretenen Vorstellung eines „Philosophen-Martyriums“ und dem christlichen MĂ€rtyrerbegriff. Man kann aber nicht nachweisen, dass und wie diese Vorstellung auf den christlichen MĂ€rtyrerbegriff eingewirkt hat.
  3. Der Begriff martys kann im antiken Griechisch neben dem Wortzeugen auch den Tatzeugen bezeichnen. In diesem Sinne wurde der Begriff auch von Epiktet aufgegriffen. In dieser Verwendung begegnet er auch in den Schriften des Neuen Testaments (z.B. Mk 6,11 EU; Lk 9,5 EU; Mt 10,18 EU; 1 Petr 5,1 EU). Daher ist es auch möglich, dass sich der christliche MÀrtyrer-Begriff vom allgemeinen Griechisch seiner Zeit her ableiten lÀsst. Dann aber muss erklÀrt werden, wie sich die zu Grunde liegende Vorstellung vom Tatzeugnis durch den eigenen Tod entwickelt hat.

WĂ€hrend im 2. Jahrhundert der MĂ€rtyrertod im Martyrium des Polykarp durch den Begriff des Martyriums bezeichnet wird, entwickeln die Ignatianen (vgl. Ignatius von Antiochien †107-110; die Datierungen der unter seinem Namen ĂŒberlieferten Briefe liegen zwischen 100 und 170) eine Theologie des Martyriums: Der Tod des MĂ€rtyrers entspricht dem Leiden und dem Tod Christi. Durch den Tod wird der MĂ€rtyrer zum JĂŒnger Jesu, er erwirbt im Tod mit Jesus Christus die Vollendung und Auferstehung. Polykarp fĂŒhrt die Kreuzigung Christi als ein Zeugnis gegen die Irrlehre des Doketismus an. So könnte sich erklĂ€ren, wie es zur AusprĂ€gung des MĂ€rtyrerbegriffs kommt.

Der MĂ€rtyrertod wurde als Bluttaufe bezeichnet; sie sollte die Taufe, wenn diese noch nicht stattgefunden hatte, ersetzen und sofort zur Seligkeit fĂŒhren.[2]

MĂ€rtyrer der ersten christlichen Jahrhunderte

Grab des hl. MĂ€rtyrers Almachus

Der erste christliche MĂ€rtyrer, der ProtomĂ€rtyrer oder ErzmĂ€rtyrer, war Stephanus, der wegen seines Glaubens gesteinigt wurde (Apg 7,54–60 EU). Seine Ermordung war das Signal zu einer großen Verfolgung der Christen in Jerusalem, an der sich Saulus besonders eifrig beteiligte.

Von den Martyrien zahlreicher frĂŒhchristlicher MĂ€rtyrer (z. B. Polykarp, Mauritius, Perpetua und Felicitas, MĂ€rtyrer von Scili, Cyprian, Maximilianus, Marcellus) sind MĂ€rtyrerberichte bzw. literarisch bearbeitete Akten des Prozesses ĂŒberliefert. FĂŒr die ersten Jahrhunderte stellen diese oft wertvolle historische Quellen dar; die spĂ€teren, seit dem 4. Jahrhundert entstandenen MĂ€rtyrerberichte (Gesta Martyrum) sind dagegen ĂŒberwiegend legendĂ€r.

MĂ€rtyrer der TĂ€uferbewegung

Hubmaier-Gedenktafel

An die 1000 historisch erfasste TĂ€ufer, von ihren Gegnern als WiedertĂ€ufer oder Anabaptisten bezeichnet, ließen im 16. und 17.Jahrhundert aufgrund ihrer GlaubensĂŒberzeugungen ihr Leben.[3]

Als einer der ersten MĂ€rtyrer der TĂ€uferbewegung gilt Felix Manz, der am 5. Januar 1527 in der Limmat bei ZĂŒrich ertrĂ€nkt wurde. Weitere bekannte MĂ€rtyrer waren Balthasar Hubmaier, Jörg Blaurock und Michael Sattler. Der mennonitische MĂ€rtyrerspiegel fĂŒhrt etwa 800 tĂ€uferische MĂ€rtyrer namentlich auf.[4] Das Geschichtbuch der Hutterischen BrĂŒder beschreibt auf rund 670 Seiten viele Einzelschicksale tĂ€uferischer MĂ€rtyrer.[5] Die TĂ€uferforschung geht davon aus, dass die dokumentierte Opferzahl mindestens verdoppelt werden muss. Aber auch damit ist das ganze Ausmaß der Verfolgungen nicht beschrieben. TĂ€ufer wurden ihres Besitzes beraubt, außer Landes verwiesen und in die Sklaverei verkauft. Nur wenige Landesherren gewĂ€hrten den TĂ€ufern â€“ oft nur vorĂŒbergehend â€“ Schutz. An den Verfolgungen waren die römisch-katholische Kirche, die lutherische und reformierte Geistlichkeit gleichermaßen beteiligt.

Die rechtliche Grundlage der TĂ€uferverfolgung im 16. und 17. Jahrhundert bildete das sogenannte WiedertĂ€ufermandat, das 1529 auf dem Reichstag zu Speyer beschlossen worden war. Auch das Augsburger Bekenntnis der lutherischen Kirchen legitimierte die Verfolgungen, in dem es die TĂ€ufer ausdrĂŒcklich verdammt. Der TĂ€uferforscher Wolfgang Krauss spricht im Blick auf das Ausmaß des Martyriums, das die TĂ€ufer durchlitten haben, von einem „Ekklesiozid“.[6]

AnlĂ€sslich des TĂ€uferjahres 2007 baten Vertreter der reformierten Kirche der Schweiz die Nachfahren der TĂ€uferbewegung um Vergebung. Bei einem Bußgottesdienst in Stuttgart (Juli 2010) legte der Lutherische Weltbund gegenĂŒber Vertretern der reformatorischen TĂ€uferbewegung ein umfassendes Schuldbekenntnis ab.[7]

MĂ€rtyrer des 20. und 21. Jahrhunderts

MĂ€rtyrer des 20. Jahrhunderts am Westportal der Westminster Abbey in London

In den christlichen Kirchen gibt es unterschiedliche Auffassungen darĂŒber, welche Personen als MĂ€rtyrer gelten können. Aus diesem Grund können Zahlenangaben und Namenslisten keine allgemeine Verbindlichkeit beanspruchen.

1998 wurde am Westportal der Westminster Abbey in London ein Fries von zehn reprÀsentativen MÀrtyrer-Gestalten des 20. Jahrhunderts eingeweiht. AusgewÀhlt wurden: Maximilian Kolbe, Manche Masemola, Janani Luwum, Elisabeth von Hessen-Darmstadt, Martin Luther King, Oscar Romero, Dietrich Bonhoeffer, Esther John, Lucian Tapiedi und Wang Zhiming.

Ikone der MĂ€rtyrer des 20. Jahrhunderts in der Basilika San Bartolomeo all’Isola in Rom

Auf Anregung von Papst Johannes Paul II.[8] ließ die Römisch-Katholische Kirche am Ende des zweiten Jahrtausends in mehreren LĂ€ndern Dokumentationen ĂŒber christliche Blutzeugen des 20. Jahrhunderts erstellen, um deren Zeugnis nicht in Vergessenheit geraten zu lassen. Das „deutsche Martyrologium des 20. Jahrhunderts“, an dessen Entstehen ĂŒber 130 Fachleute mitgewirkt haben, verzeichnet Lebensbilder von 700 römisch-katholischen Glaubenszeugen.[9] Insgesamt wurden der „Kommission neue MĂ€rtyrer“ 12692 MĂ€rtyrer des zwanzigsten Jahrhunderts gemeldet.

Der MĂ€rtyrer wurde im Heiligen Jahr 2000 in einem ökumenischen Gottesdienst im Kolosseum in Rom unter Vorsitz des Papstes gedacht. Zum stĂ€ndigen Gedenkort der neuen MĂ€rtyrer wurde auf Wunsch von Johannes Paul II die Basilika San Bartolomeo all’Isola in Rom. Auf der dort ausgestellten Ikone der neuen MĂ€rtyrer sind einige reprĂ€sentative MĂ€rtyrer des 20. Jahrhunderts zu sehen, darunter Paul Schneider und Maximilian Kolbe.[10]

Die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) hat im MĂ€rz 2006 die Ergebnisse eines Forschungsprojekts ĂŒber Martyrien des 20. Jahrhunderts vorgestellt. Die Publikation zu diesem Projekt enthĂ€lt systematische Darstellungen zu unterschiedlichen theologischen und historischen Aspekten der Thematik sowie eine unabgeschlossene Dokumentation von 500 Einzelschicksalen aus dem Bereich des deutschsprachigen evangelischen Christentums.[11]

Der islamische MĂ€rtyrerbegriff

Islamischer Ursprung

Im Koran kommt der MĂ€rtyrerbegriff nicht vor, jedoch bedeutet der Begriff auch im Islam: „der, der ein Zeugnis ablegt“. Die Wortbedeutung vermischt sich seit Wiedererstarken des Islamismus im 20. Jahrhundert mit der Übersetzung des islamischen Begriffes Schahid / â€ŰŽÙ‡ÙŠŰŻâ€Ž / ĆĄahÄ«d (wörtlich „Zeuge“), eines solchen, der im Kampf zur Verbreitung oder Verteidigung des Islams umgekommen ist, als „MĂ€rtyrer“.

Einigkeit herrscht in der islamischen Welt darĂŒber, dass wer den Tod ungerecht erleidet oder im Dschihad stirbt, als MĂ€rtyrer gilt. Heute wird MĂ€rtyrer allerdings ĂŒberwiegend in Verbindung mit militĂ€rischen Angelegenheiten gebraucht.

Der Islam versteht jedoch grundsĂ€tzlich das MĂ€rtyrertum, als Einstellung und Haltung im Leben, umfassender. So heißt es in einem authentischen Ausspruch Mohammeds, dass ein jeder zu den MĂ€rtyrern gehört, der sein eigenes Heim, sein Vermögen, seine Familie (
) verteidigt. Das MĂ€rtyrertum hĂ€ngt also nicht zwingend mit dem Tod zusammen. So kann es nach einem weiterem Ausspruch Mohammeds auch MĂ€rtyrer geben, die nicht einmal verletzt werden.

Die schiitische Richtung des Islams kennt den Kult um die Schuhada („MĂ€rtyrer“), besonders im Gedenken an den Enkelsohn Mohammeds, Husain ibn Ali, der im Kampf gefallen ist. Im Gedenken daran feiern die Schiiten einmal im Jahr das Aschura-Fest, wo sich manche von ihnen selbst schlagen, geißeln oder anders verletzen. Zu einer besonderen Form wurde ein MĂ€rtyrerkult bei den „Hassasinen“ (siehe Sinan, der Alte vom Berg und Assassinen).

Die Erweiterung des Begriffs Ende des 20. Jahrhunderts

Im 21. Jahrhundert sehen sich zunehmend auch islamische Personen als „freiwillige MĂ€rtyrer“, die als KĂ€mpfer in „Selbstmordkommandos“ fĂŒr Terroraktionen ausgebildet und eingesetzt werden. Diese TĂ€ter gehen nach dem RechtsverstĂ€ndnis einiger Muslime nicht durch Selbstmord in den Tod, sondern sterben im Kampf bzw. im „Glaubenskrieg“ (Dschihad) gegen die „UnglĂ€ubigen“. Auch Terroraktionen im Namen des Al-Qaida-Netzwerkes gehören hierzu. Wegen der mangelnden militĂ€rischen Möglichkeiten und der begrenzten Anzahl an Waffen und Munition sollen MĂ€rtyrer im Namen des Islam potentielle Feinde durch Selbstmordattentate bekĂ€mpfen. Meistens tragen die „MĂ€rtyrer“ einen SprengstoffgĂŒrtel am Körper und fĂŒhren diesen an ausgewĂ€hlten Orten zur Explosion. Dabei nehmen sie keine RĂŒcksicht auf zivile, möglicherweise auch muslimische Opfer. Die TĂ€ter werden von ihren AnhĂ€ngern als „MĂ€rtyrer“ verehrt, und oft erhalten die Angehörigen aus verschiedenen Quellen finanzielle EntschĂ€digungen.

Dieses VerstĂ€ndnis der militanten, extremistischen „Salafiya Jihadiya“ widerspricht dem orthodoxen, sunnitischen und schiitischen Islam und hat sich im 20. Jahrhundert entwickelt.

Der MĂ€rtyrerbegriff außerhalb der Religion

WĂ€hrend der Französischen Revolution wurden einzelne Opfer von Attentaten, etwa Marat, Le Pelletier, Chalier, oder Bara, als „MĂ€rtyrer der Revolution“ bezeichnet.[12]

Das Wort „Blutzeuge“ wurde spĂ€ter außerhalb der christlichen Theologie auch von den Nationalsozialisten aufgegriffen; so wurde z.B. alljĂ€hrlich am 9. November der zu Tode gekommenen Beteiligten am so genannten Hitler-Ludendorff-Putsch gedacht. Der Blutzeugenkult der NSDAP bestimmte auch das Datum fĂŒr die Pogrome vom 9. November 1938, bei denen mehr als 400 Juden ermordet und 1400 Synagogen in Brand gesteckt wurden.

AnhÀnger des im Dezember 2006 hingerichteten ehemaligen irakischen Diktators Saddam Hussein schreiben diesem eine MÀrtyrerrolle zu.

Literatur

  • Reinhard Backes: Sie werden euch hassen. Christenverfolgung heute; hrsg. von Kirche in Not / Ostpriesterhilfe e.V. Sankt Ulrich-Verlag, Augsburg 2005, ISBN 3-936484-58-9.
  • Wiebke BĂ€hnk: Von der Notwendigkeit des Leidens. Die Theologie des Martyriums bei Tertullian. Göttingen 2001, ISBN 3-525-55186-X.
  • Christel Butterweck: Marytyriumssucht in der Alten Kirche? Studien zur Darstellung und Deutung frĂŒhchristlicher Martyrien. TĂŒbingen 1995, ISBN 3-16-146217-3.
  • DC Talk: Die wahren Jesus Freaks, Teil: 1: Berichte von Menschen, die bereit waren, fĂŒr ihren Glauben bis zum Äußersten zu gehen. Gerth Medien, Aßlar 2001, ISBN 3-89437-717-8.
  • Peter Hoover: Feuertaufe. Das radikale Leben der TĂ€ufer. Eine Provokation. Berlin 2006, ISBN 3-935992-23-8.
  • Franz Kloidt: VerrĂ€ter oder Martyrer? Dokumente. Katholische Blutzeugen des nationalsozialistischen Kirchenverfolgung geben Antwort; Patmos-Verlag, DĂŒsseldorf 1962; IDN: 452456762
  • Johannes Paul II.: Tertio Millennio Adveniente; Apostolisches Schreiben vom 10. November 1994.
  • MĂ€rtyrer 
 [Jahreszahl]: das Jahrbuch zur Christenverfolgung heute; hg. fĂŒr die Internationale Gesellschaft fĂŒr Menschenrechte und fĂŒr den Arbeitskreis fĂŒr Religionsfreiheit der Deutschen und Österreichischen Evangelischen Allianz und die Arbeitsgemeinschaft Religionsfreiheit der Schweizerischen Evangelischen Allianz im Auftrag von Idea. Idea, Wetzlar ab 2002; teilweise auch: Verlag fĂŒr Kultur und Wissenschaft, Bonn ISSN 1614-5038.
  • Helmut Moll: Martyrium und Wahrheit. Zeugen Christi im 20. Jahrhundert. Weilheim, 4., durchgesehene Auflage 2009.
  • Helmut Moll (Hrsg.): Zeugen fĂŒr Christus. Das deutsche Martyrologium des 20. Jahrhunderts, 2 BĂ€nde; 5, ergĂ€nzte und aktualisierte Auflage. Schöningh, Paderborn 2010, ISBN 3-506-75778-4.
  • Jozef Niewiadomski, Roman Siebenrock (Hrsg.): Opfer - Helden - MĂ€rtyrer. Das Martyrium als religionspolitologische Herausforderung. Tyrolia, Innsbruck 2011, ISBN 978-3-7022-3105-7.
  • Andrea Riccardi: Salz der Erde, Licht der Welt. Glaubenszeugnis und Christenverfolgung im 20. Jahrhundert. Herder, Freiburg i.Br. 2002, ISBN 3-451-27421-3.
  • Hermann Rieke-Benninghaus: Zeugen fĂŒr den Glauben. Verlag Hermann Rieke-Benninghaus, Dinklage 2005, ISBN 3-938929-06-5.
  • Hermann Rieke-Benninghaus: Ich gebe Zeugnis. Lebensbilder von Glaubenszeugen. Verlag Hermann Rieke-Benninghaus, Dinklage 2005, ISBN 3-938929-07-3.
  • Christine Schirrmacher, Erwin Damson: MĂ€rtyrer heute. Eine Dokumentation zur weltweiten Diskriminierung und Verfolgung der Christen. Idea-Dokumentation 16/1999. idea, Wetzlar 1999.
  • Harald Schultze, Andreas Kurschat (Hrsg.): „Ihr Ende schaut an 
“ Evangelische MĂ€rtyrer des 20. Jahrhunderts. Evangelische Verlagsanstalt, Leipzig 2006, 20082, ISBN 978-3-374-02370-7.
  • Sigrid Weigel (Hrsg.): MĂ€rtyrer-Portraits. Von Opfertod, Blutzeugen und heiligen Kriegern. Fink, MĂŒnchen 2007, ISBN 978-3-7705-4553-7.

Weblinks

Wiktionary Wiktionary: MĂ€rtyrer â€“ BedeutungserklĂ€rungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Anmerkungen

  1. ↑ Allgemein bezeichnet martyrion eine ErklĂ€rung, die etwas bestĂ€tigt oder bekannt macht, oder die Dinge, die etwas bestĂ€tigen oder bezeugen. Im klassischen Griechisch bedeutet es auch Beweis.
  2. ↑ Zur Bluttaufe vgl. Meinolf Schumacher: SĂŒndenschmutz und Herzensreinheit. Studien zur Metaphorik der SĂŒnde in lateinischer und deutscher Literatur des Mittelalters; MĂŒnchen: Fink, 1996; ISBN 3-7705-3127-2; S. 580–587: „Das Blut der MĂ€rtyrer“
  3. ↑ Vgl. dazu Auszug aus dem MĂ€rtyrerspiegel; englisch; eingesehen am 22. Februar 2009
  4. ↑ Christian Hege und Christian Neff (Hrsg.): MĂ€rtyrer. In: Mennonitisches Lexikon, Band III. Eigenverlag, Karlsruhe 1958, S. 47.
  5. ↑ Rudolf Wolkan (Hrsg.): Geschicht-Buch der Hutterischen BrĂŒder; Wien 1923. Im vorangestellten Register des Buches findet sich auf S. XXXII ff. eine chronologische Zusammenstellung der beschriebenen TĂ€uferschicksale; auf Seite 182ff. findet sich eine Tafel der MĂ€rtyrer im Zeitraum 1527 bis 1544.
  6. ↑ Wolfgang Krauss: Niemanden zu sich hereinlassen. KĂŒndigen wir die Mennistenkonzession nach 350 Jahren?; S. 3; eingesehen am 22. Februar 2009. Krauss spricht von „Ekklesiozid“ (= Kirchenmord) in Parallele zum „Genozid“ (= Völkermord)
  7. ↑ Bingener: Artikel Versöhnung nach 500 Jahren, in: Frankfurter Allgemeine Zeitung; eingesehen am 3. August 2010
  8. ↑ Apostolisches Schreiben: Tertio millenio adveniente vom 10. November 1994, Absatz 37 [1]
  9. ↑ Moll (Hrsg.)
  10. ↑ Beschreibung der Ikone (ital.)
  11. ↑ Schultze & Kurschat (Hrsg.)
  12. ↑ Vgl. dazu Martin Höppl: Druckgraphik der Französischen Revolution. Kunstgeschichte, Kulturanthropologie und Kollektivpsyche; in: Helikon. A Multidisciplinary Online Journal, 1 (2010), S. 144–183.

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   Pierer's Universal-Lexikon

  • MĂ€rtyrer — (Martyrer, griech.), im allgemeinen Personen, die um ihrer sei es politischen, sei es religiösen Überzeugung willen leiden; in der alten Kirche im Unterschied von den Konfessoren (s. Confessor) diejenigen, die unter den Christenverfolgungen als… 
   Meyers Großes Konversations-Lexikon

  • MĂ€rtyrer — MĂ€rtyrer, griech. deutsch, Zeugen; in der Kirchensprache Blutzeugen d.h. solche Christen, welche um ihres Glaubens willen den Tod oder doch schwere Mißhandlungen und Verbannung erlitten, wĂ€hrend die Bekenner (s.d.) mit Verlust des Vermögens u.… 
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  • MĂ€rtyrer — MĂ€r|ty|rer [ mɛrtyrɐ], der; s, , MĂ€r|ty|re|rin [ mɛrtyrərÉȘn], die; , nen, MĂ€r|ty|rin [ mɛrtyrÉȘn], die; , nen: Person, die sich fĂŒr ihre Überzeugung opfert, Verfolgungen und den Tod auf sich nimmt: die frĂŒhchristlichen MĂ€rtyrer; sie ist als… 
   Universal-Lexikon

  • MĂ€rtyrer — 1. MĂ€rtyrer haben einen schönen Tod, sagte der Dieb, als man ihn zum Galgen fĂŒhrte. Holl.: Die het op de galg aanstellt, zei Joris, die sterft een profeet en een martelaar. (HarrebomĂ©e, I, 199.) 2. Vierzig MĂ€rtyrer, vierzig Morgenfröste. – Orakel 
   Deutsches Sprichwörter-Lexikon

  • MĂ€rtyrer — Jemanden oder sich zum MĂ€rtyrer machen: allein fĂŒr alle anderen die Verantwortung ĂŒbernehmen, stellvertretend fĂŒr die anderen bĂŒĂŸen mĂŒssen; jemanden zum Symbol fĂŒr eine Sache machen. Griech. martys bedeutet Zeuge. In christlicher Zeit wurden… 
   Das Wörterbuch der Idiome

  • MĂ€rtyrer — MĂ€ÌŁr|ty|rer 〈m.; Gen.: s, Pl.: âŒȘ 1. Christ, der fĂŒr seinen Glauben den Tod erlitten hat; Syn. 〈oberdt.âŒȘ Martyrer 2. Mann, der fĂŒr eine Idee gestorben ist, Blutzeuge; ein MĂ€rtyrer seines Glaubens, seiner Überzeugung [Etym.: <mhd. marterer,… 
   Lexikalische Deutsches Wörterbuch


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