Müldorf

Vilich-Müldorf
Stadt Bonn
Koordinaten: 50° 45′ N, 7° 9′ O50.7569305555567.1449757Koordinaten: 50° 45′ 25″ N, 7° 8′ 42″ O
Einwohner: 2569 (31. Dez. 2008)
Vorwahl: 0228
Karte
Lage von Vilich-Müldorf in Bonn

Vilich-Müldorf ist einer der 14 Ortsteile des Bonner Stadtbezirks Beuel und grenzt an die Stadt Sankt Augustin.

Vilich-Müldorf wird im Süden durch die B 56 und im Westen durch die Autobahn A 59 begrenzt und verkehrstechnisch erschlossen. Im Osten und Norden befindet sich die Stadtgrenze zum Ortsteil Hangelar von Sankt Augustin. Durch diese Grenzen hat das ca. 200 Hektar große Gebiet die Form eines Dreiecks.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Erstmalige Erwähnung findet der Ort 1172 in einer Urkunde der Äbtissin Sophia von Wied des Klosters Villich, in dem unter anderen eine Reinoldus de Molendorp genannt wird. Der Zusatz Müldorf bezieht sich wahrscheinlich auf eine zu dieser Zeit betriebene Mühle am den Ort durchfließenden Mühlenbach. Anfang des zweiten Jahrtausends dem Auelgau zugehörend, kam Vilich-Müldorf zusammen mit weiteren angrenzenden rechtsrheinischen Gebieten in den Besitz von Kurköln.

Später als Ortsteil der Stadt Beuel angeschlossen, wurde Vilich-Müldorf 1969 im Rahmen der kommunalen Neugliederung in Nordrhein-Westfalen Teil der Stadt Bonn.

Vilich-Müldorf heute

Der Ort zeichnet sich durch kleinteilige Baustruktur im Ortskern mit reger Bau- und Planungstätigkeit an den Ortsgrenzen aus. Die Wohnlage in unmittelbarer Nähe zum Zentrum der Bundesstadt Bonn zieht zahlreiche Bauinteressierte an, so dass die Bevölkerung rapide zunimmt. Aktuell ist die städtebaulichen Entwicklungsmaßnahme Wohnpark Vilich-Müldorf, mit dem Wohngebiet „Im Ziegelfeld“ am südwestlichen Ortsrand und dem Haupterschließungsgebiet des Wohnparks Vilich-Müldorf zwischen altem Ortskern, Bundesgrenzschutzstraße und Bundesstraße 56. Durch diese und frühere Bauvorhaben ist die Anzahl der Bevölkerung seit 1970 um 46,8% gewachsen. Zurzeit gibt es in Vilich-Müldorf 1093 (30. Juni 2008) Haushalte in denen im Durchschnitt 2,27 Personen leben. Da es im Ortsteil nur einige kleinere Handwerks- und Dienstleistungsbetriebe gibt, erfolgt die Versorgung und der Einkauf im wesentlichen in den Geschäftszonen von Beuel und Bonn sowie in Sankt Augustin (Hangelar). Durch die im Ort ansässigen Vereine, die die jährlichen Dorf- und Brauchtumsfeste organisieren und veranstalten, wird der Zusammenhalt der Dorfgemeinschaft gepflegt.

Straßennamen und ihre Bedeutung

Im alten Ortskern von Vilich-Müldorf gab es folgende Straßen: Burbankstraße, Bachstraße (heute Adolf-Quad-Straße), Mühlenstraße (heute Mühlenbachstraße), Beueler Straße, Siegburger Straße (heute Flughafenstraße). Die restlichen Straßen sind erst später (meist nach 1945) als Neubaugebiet entstanden oder neu benannt worden.

Die Straßen des Wohnparks wurden, um diesem Bereich eine erkennbare Identität zu verleihen und die Groborientierung im gesamtstädtischen Straßengefüge zu erleichtern, nach Künstlerinnen und Wissenschaftlerinnen benannt.

Die Liste der Vilich-Müldorfer Straßennamen führt die Straßennamen und deren Bedeutung auf.

Sehenswürdigkeiten

Ehrenmal für die Gefallenen der Weltkriege 1914-1918 und 1939-1945 in Vilich-Müldorf

Die Planung für ein Ehrenmal in Vilich-Müldorf durch den MGV „Sängerkreis“ geht auf eine Zeit lange vor dem Zweiten Weltkrieg zurück. Es sollte an der Beuler Straße verwirklicht werden. Durch den Ausbruch des zweiten Weltkrieges und diversen Forderungen der Machthaber des Dritten Reichs wurde dieses Mahnmal nicht verwirklicht.

Nach dem zweiten Weltkrieg wurde die Planung für ein Ehrenmal durch den MGV „Sängerkreis“ wieder aufgegriffen. Der bis dahin angesparte Betrag von rund 700,00 RM wurde durch die Währungsreform 1948 auf 70,00 DM abgewertet. Dem MGV gelang es durch unermüdliche Spendensammlungen die notwendigen Gelder zu sammeln, so das 1955 die Einweihung der Gedenkstätte auf einem Platz neben der Gaststätte Odenthal (heutige Dorfschänke) erfolgen konnte. Die Gedenkstätte bestand aus 18 einzelnen Kissensteine aus Lindlarer Grauwacke mit den Namen der Gefallenen des Zweiten Weltkrieges 2 größere Steine für die Heimattoten und Vermissten von 1939 bis 1945, sowie einem großen Stein, der der Gefallenen des Ersten Weltkrieges gedachte. Die Gedenkstätte war in eine Grünanlage eingebettet und um eine Linde angeordnet, die später die Anlage wie einen Ehrenhain überschatten sollte.

Am Allerheiligentag 1957 wurde der noch fehlende Findlingsstein aufgestellt. Er trägt, wie bereits in der Planung festgelegt, in einer Spitze das Symbol des Eisernen Kreuzes und die Inschrift "EUCH zur Ehre, UNS zur Mahnung".

Im Jahre 1962 bat der Eigentümer des Grundstückes, der dieses bis auf Widerruf kostenlos zur Verfügung gestellt hatte, die Anlage an einen anderen Ort zu verlegen. Der damalige Stadtverordnete Jakob Bertram, bat die Stadt Beuel, das Ehrenmal bei der Errichtung des geplanten Friedhofes dort in würdiger Form neu zu errichten.

Da der neue Platz jedoch nicht rechtzeitig zur Verfügung stand, wurde 1964 das Ehrenmal durch die Stadt sichergestellt. In diesem Zeitraum ging die bei der Einweihung eingemauerte Zinkkapsel mit Zeitdokumenten über die Gefallenen und Vermisste, sowie Zeitungsartikel und Bilder verloren. Die Unterlagen konnten rekonstruiert und am 10. August 1966 unter dem Hochkreuz des neuen Friedhofes Vilich-Müldorf inmitten der Ehrenmalanlage eingemauert werden.

Katholische Kirche Sankt Maria Königin

Die Kirche Sankt Maria Königin gehört zum Dekanat Bonn-Beuel und entstand für die damals neu errichtete Siedlung (Bereich zwischen „Am Herrengarten“ und A 59) am Rand des Dorfes. Die Kirche wurde aus roten Backsteinen entsprechend der Wohnbauten in der Siedlung gemauert. Das in Beton gegossene Gittermaßwerk des Turmes wurde 1953 bei Renovierungsarbeiten durch Backsteine ersetzt.

Auf Grund der Bauweise mit dem rechteckigen Grundriss, dem tief heruntergezogene Satteldach und den kleinen Fenstern wird diese Art von Sakralbauten oft als „Scheune“ bezeichnet. Die Bauweise der Kirche lässt sich jedoch auch als Zelt interpretieren, zumal die Gestaltung der Kirche durch Stefan Leuer auf das absolut notwendige reduziert wurde. Aus der Anzahl der Fenster in der Giebelwand (die 13 Fenster können für die Zwölf Apostel mit Christus an der Spitze stehen) und der 10 Fenster in der Eingangswand (können die Zehn Gebot symbolisieren) lässt sich eine christliche Deutung ableiten. Die Verglasung der Fenster ist in den liturgischen Farben der katholischen Kirche gehalten und spielt auf die Festkreise des Kirchenjahres an.

Die Ausstattung der Kirche ist in Gegensatz zu der sehr schlichten Architektur eher wuchtig. Altar, Kanzel, Tabernakel und Taufstein sind in Kunststein gegossen. Als einzigen Schmuck findet man an Tabernakel und Taufsteindeckel Metalle und Halbedelsteine. Das in das Holz des Altarkreuzes eingekerbte Fischgrätenmuster verweist auf das Symbol der ersten Christen, die zwölf Bergkristalle mit dem Medaillon in der Mitte verweisen wiederum auf die Apostel mit Christus in ihrer Mitte.

Stockbrunnen mit "Bottermelechsjonge"

Der Brunnen der Bottemelech’s-Jonge ("Buttermilchsjungen"), wurde von dem Beueler Künstler Heinrich Esser geschaffen und im August 1988 an der Straßenecke Burbankstraße/Beueler Straße im Rahmen eines Festaktes eingeweiht.

Bei dem Brunnen handelt es sich um einen sogenannten Stockbrunnen. Der grau gestrichene schlanke Brunnenstock wird gekrönt von einer kleinen Figur. Sie hält einen Krug in den Händen, aus dem sich ein feiner Strahl Wasser in mehrere Auffangbecken ergießt. Am oberen Ende des Brunnenstocks befindet sich ein Hinweis auf die Spender des Brunnens, den sogenannten Bottemelech's-Jonge, und auf das Einweihungsjahr. Außerdem ist etwas weiter unterhalb der Name des Künstlers eingeprägt.

Bildstöcke und Wegekreuze

Steinkreuz Ecke Beueler Straße/Am Herrengarten

Das Steinkreuz trägt die Inschrift: "Dieses Kreuz hat Cecilia Heider in Müldorf zu Ehren dem Leiden Jesu und der Schmerzhaften Mutter Maria aufrichten lasen im Jahr 1841."

Die Stifterin wurde in Vilich-Müldorf geboren und starb am 25. März 1870 ebenfalls in Vilich-Müldorf.

Betonkreuz am Ende der verlängerten Mühlenbachstraße

Das Kreuz steht am alten Kirchweg von Vilich-Müldorf nach Vilich. Das Kreuz steht auf einem Erdsockel eines früheren Kreuzes dessen, Reste in einem Privatgarten an der Mühlenstraße (heutige „Mühlenbachstraße“) gefunden wurden.

Im Lagerbuch der Gemeinde und Bürgermeisterei Vilich ist das alte Kreuz unter Nr. 84 mit den Worten festgehalten: "Steinernes Kreuz (Hammkreuz)." Das Kreuz stand bzw. sein Ersatz steht in der Gemarkung "Im kleinen Hamm" und war auf Vor- und Rückseite gleich bearbeitet.

1990 wurde es zerstört und im März 1991 wieder aufgerichtet. Heute (2008) ist der Beton sehr stark verwittert, und das Kreuz befindet sich in einem sehr schlechten Zustand.

Steinkreuz neben der Kirche (früher Mühlenstraße, heutige Mühlenbachstraße)

Inschrift: "Gelobt sei Jesus Christus! Errichtet von den Eheleuten Mathias Frembgen und Anna Maria Emons 1875."

Die Stifter, ein Maurer und Ackerer, wurde am 28. Oktober 1821 in Vilich-Müldorf geboren und verstarb am 11. April 1899 in Vilich-Müldorf.

Die Stifterin Anna Maria Emons wurde am 30. November 1821 in Beuel geboren und verstarb am 30. Januar 1903 ebenfalls in Vilich-Müldorf.

Heiligenhäuschen Ecke Burbank-/Adolf-Quad-Straße

Am Fuß des Bildstocks ist eine Marmorplatte eingelassen. Sie trägt folgende Inschrift: "Errichtet (zu) Ehren der Schmerzhaften Mutter Maria 1876 von Jungfrau Eva Schleifer."

Der Bildstock enthält eine Pietà. Stifterin ist die ledig gebliebene Ackerin Eva Schleifer, die am 7. Dezember 1833 in Geislar geboren wurde und am 4. März 1902 in Vilich-Müldorf starb.

1989 wurde das Heiligenhäuschen von den Bottemelech's Jonge vollständig renoviert. Die gestohlene Pietà wurde durch eine Kopie einer mittelalterlichen Mutter Gottes aus dem Vilicher Kloster ersetzt.

Mühlenbachhalle

Vorgeschichte
Mit der Schließung des sogenannten "Bungartz-Saal" in den frühen 60iger Jahren stand in Vilich-Müldorf kein geeigneter Saal für Ortsfeste zur Verfügung. Danach fanden die gesellschaftlichen Großereignisse der ortsansässigen Vereine zunächst in der Reithalle des Reiterhofs Petershagen und ab Mitte der 70iger Jahre im Pfarrheim der Kirche „St. Maria Königin“ statt. Dies konnte alleine wegen der räumlichen Enge nur als Provisorium betrachtet werden.

Entstehung
Im April 1985 beschlossen unter der Federführung des Bürgervereins die ortsansässigen Vereine (Sängerkreis Vilich-Müldorf, Sportverein Vilich-Müldorf, Karnevalsgesellschaft Kleffbotze, Junggesellenverein "Gemütlichkeit" Vilich-Müldorf) die „Aktion Mehrzweckhalle“. In Bonn Bad Godesberg wurde für den Bau dieser Mehrzweckhalle ein Wohnheim demontiert und die Teile im Bunker gelagert. Es wurden Bau- und Finanzierungspläne für eine Halle erstellt, die auf der Liegewiese des ehemaligen Schwimmbades errichtet und in die der Bunker, der am 1. Mai 1940 fertiggestellt wurde, integriert werden sollte. Das zugehörige Grundstück wurde durch die Stadt Bonn in Erbpacht auf 99 Jahr zur Verfügung gestellt. Nach einjähriger Planungs- und Genehmigungsphase wurde am 7. Februar 1986 durch die Stadt Bonn die Baugenehmigung erteilt und am 13. April 1986 erfolgte im Rahmen einer öffentlichen Feier der erste Spatenstich durch den Bezirksvorsteher Hans Lennarz. Offizieller Baubeginn war der 1. August 1986. Dank der tatkräftigen Unterstützung der Vereine und der Bürger, konnte die Mühlenbachhalle im Juni 1988 im Rahmen der Kirmes eingeweiht werden.

Nutzung
Heute ist die Mühlenbachhalle fester Bestandteil des Ortes und zum Mittelpunkt des Vereinslebens geworden. Veranstaltungen, wie Karneval und Kirmes sind ohne sie undenkbar. Selbst über die Ortsgrenzen hinaus, ist die Mühlenbachhalle beliebt und bietet sich als ausgesprochen gute Feststätte zum Feiern von Familienfesten an.

Einwohner

Jahr Einwohner
31. Dezember 2008 2.569
31. Dezember 2007 2.446
31. Dezember 2006 2.303
31. Dezember 2005 2.261
31. Dezember 2004 2.300
31. Dezember 2003 2.253
31. Dezember 2002 2.262
31. Dezember 2001 2.265
31. Dezember 2000 2.287
31. Dezember 1995 2.258
Datum Einwohner
31. Dezember 1970 1.691
31. Dezember 1962 1.831
31. Dezember 1954 1.037
31. Dezember 1946 977
31. Dezember 1933 997
31. Dezember 1916 462
31. Dezember 1846 339
31. Dezember 1764 202
31. Dezember 1662 80

Wohn- und Wissenschaftspark Bonn / Sankt Augustin

Die Pläne für den Wohn- und Technologiepark der Städte Sankt Augustin und Bonn reichen bis in das Jahr 1993 zurück. Damals wurden drei Gebiete vorgesehen: Für den Wissenschaftspark das Gelände der Gesamtschule Beuel, für den Technologiepark das Gelände zwischen der Autobahn A 59 und dem Gelände der Bundespolizei sowie für die Ortserweiterung Vilich-Müldorf das Gelände zwischen altem Ortsteil und der Bundesstraße 56.

Heute ist die Euphorie der Planer und Politiker für dieses damals bahnbrechende Projekt gewichen.

Es wird zwar, wie ursprünglich geplant, schon seit längerem im Wohnpark Vilich-Müldorf gewohnt, doch lassen die Wissenschaftseinrichtungen bzw. die innovativen Produktionsstätten weiter auf sich warten. Das fehlende Interesse an diesem Technologiestandort führt dazu, dass mehr und mehr Fläche für Wohnbebauung reserviert wird.

Wohnpark Vilich-Müldorf

Aus der ehemals geplanten Ortserweiterung Vilich-Müldorf wurde der Wohnpark Vilich-Müldorf. Er gliedert sich zurzeit in den Wohnpark I und den Wohnpark II. Seit 2006 wird in Ausschüssen der Stadt Bonn zusätzlich über den dritten Teil des Wohnparks (Wohnpark III) diskutiert. Dieser ist auf der Dreiecksfläche Sankt Augustiner Straße, Siegburger Straße und Am Herrengarten, geplant. Die Fläche ist fünf Hektar groß und würde für bis zu 100 Wohneinheiten ausreichen.

Wohnpark I

Teil I

Er wird begrenzt durch den alten Ortsteil Vilich-Müldorf, dem Mühlenbach, der Bundesgrenzschutzstraße und der Trasse der Stadtbahnlinie 66. Dies entspricht einer Fläche von zirka 20 Hektar, wovon 7,7 Hektar als reine Wohnbaufläche vorgesehen sind.

Nachdem der Bebauungsplan "Wohnpark Vilich-Müldorf" am 22. Januar 2003 rechtskräftig wurde, wurde Ende 2003 mit dem Bau der Erschließung begonnen. Derzeit sind etwa 65 Prozent der Wohnbauflächen vermarktet, bebaut oder befinden sich noch im Bau. Insgesamt sollen bis zu 259 Doppel- und Reihenhäuser sowie sechs Mehrfamilienhäuser entstehen.

Die Straßenbenennung nach Künstlerinnen bzw. Wissenschaftlerinnen wurde am 24. Januar 2006 durch die Bezirksvertretung Beuel beschlossen. Die Benennung erfolgte auf Vorschlag des Arbeitskreises WTP-Straßenbenennung. Dieser hat am 3. November 2005 ein Konzept für die Straßenbenennungen im WTP-Gelände entworfen. Berücksichtigung im Konzept fand die Vorgabe, vornehmlich Namen der Straßenbenennungsliste, insbesondere Frauennamen, zu wählen. Als weiteres Kriterium für die Auswahl der Straßennamen wurde es für sinnvoll erachtet, bei einem solch großen Baugebiet Bezeichnungen zu wählen, die in einem thematischen Zusammenhang zueinander stehen, um somit diesem Bereich eine erkennbare Identität zu verleihen und die Groborientierung im gesamtstädtischen Straßengefüge zu erleichtern.

Im Wohnpark I hat sich ein Mehrgenerationenprojekt, "Amaryllis", mit 32 Wohnungen etabliert. Bis Ende des Jahres soll der Kindergarten des Wohnparks fertiggestellt sein, der nach einiger Diskussion in den verschiedensten städtischen Gremien als städtischer Kindergarten geführt wird. Der Kindergarten soll zunächst mit zwei Gruppen starten. Eine Erweiterung auf bis zu vier Gruppen erfolgt mit dem weiteren Baufortschritt im Wohnpark.

Aktuell in der Planung des Wohnparks ist der Bau einer Solarsiedlung. Hierzu wurden im Kern des Neubaugebietes zwölf Baufelder mir einer Gesamtfläche von 9.465 Quadratmeter europaweit ausgeschrieben.

Teil II

Zurzeit (Dezember 2008) entsteht am südwestlichen Ortsrand von Vilich-Müldorf das neue Wohngebiet "Im Ziegelfeld" mit einer Fläche von ca. 30.000 m2. Hier sollen etwa 30-40 Einfamilien- und Doppelhausgrundstücke angeboten werden. Angrenzend an die Wohnbaugrundstücke ist eine Frei- und Aufenthaltsfläche geplant, die Spielmöglichkeiten und insgesamt Raum für eine wohnraumnahe Erholung bietet.

Das Wohngebiet ist nach Information der Bundesstadt Bonn Bestandteil der städtebaulichen Entwicklungsmaßnahme "Wohn- und Wissenschaftspark Bonn/ Sankt Augustin (WTP I)".

Wohnpark II

Er wird begrenzt durch die Trasse der Stadtbahnlinie 66, dem Mühlenbach, der Bundesgrenzschutzstraße und der Bundesstraße 56. Durch die geringe Nachfrage am Technologiestandort, soll die Realisierung des Wohnparks II vorgezogen werden. Auf dem dafür vorgesehenen Gelände sollen rund 300 Wohneinheiten geschaffen werden.

Technologie- und Wissenschaftspark

Von dem ehrgeizigen Projekt der 1990er Jahre für den Technologie- und Wissenschaftspark wird zurzeit in der Öffentlichkeit nur die Weiterentwicklung des Wissenschaftspark diskutiert. Der heute "Wissenschaftspark-Ost" genannte Park wird begrenzt durch die Bundesstraße 56, die Landstraße 83 (Siegburger Straße) und die Straße "Am Herrengarten". Dies entspricht einer Fläche von zirka 14 Hektar. Der Bebauungsplan für dieses Gelände, das im Beuler Ortsteil Bechlinghoven liegt, ist seit Oktober 2002 rechtskräftig. Zurzeit wird über eine Nutzungsänderung nachgedacht. Unter anderem soll geprüft werden, ob das Gelände für eine Wohnbebauung freigegeben werden kann.


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