Nahostkonflikt

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Nahostkonflikt

Als Nahostkonflikt bezeichnet man den Konflikt um die Region PalĂ€stina, der dort seit 1918 mit der von Arabern zunehmend abgelehnten Masseneinwanderung von Juden aus Europa entstand. Er fĂŒhrte zu sechs Kriegen zwischen dem am 14. Mai 1948 gegrĂŒndeten Staat Israel und einigen seiner Nachbarstaaten (Israelisch-Arabischer Konflikt) und zahlreichen bewaffneten Konflikten zwischen Israelis und PalĂ€stinensern (Israelisch-PalĂ€stinensischer Konflikt). Letztere dauern bis heute an.[1]

Inhaltsverzeichnis

PalÀstina im Osmanischen Reich

PalĂ€stina bestand aus Verwaltungsbezirken Großsyriens, das zum Osmanischen Reich gehörte. Der sĂŒdliche Teil gehörte zu Jerusalem, der nördliche zu Beirut, der transjordanische Teil zum Verwaltungsgebiet Syrien.

Aufteilung des Osmanischen Reiches

Im Krimkrieg (1853–1856) verhinderten Großbritannien und Frankreich, dass die osmanische TĂŒrkei dem Expansionsstreben des zaristischen Russland in Richtung auf das Mittelmeer erlag. Im Berliner Vertrag von 1878 verpflichteten sich die europĂ€ischen Staaten zum wiederholten Mal, sich nicht mehr in die inneren Angelegenheiten des Osmanischen Reichs einzumischen. Zu ihm gehörten die LĂ€nder des Nahen Ostens und der Maghreb.

Historische Bedeutung von „Naher Osten“: Gebiete des Osmanischen Reiches außerhalb Europas

Nationalistische Bewegungen fĂŒhrten 1908 zur GrĂŒndung Bulgariens und RumĂ€niens. Nach Kriegen mit den Balkanstaaten verlor das Osmanische Reich im Frieden von Bukarest und von Konstantinopel den grĂ¶ĂŸten Teil seiner europĂ€ischen Territorien. ZunĂ€chst erschien das verbliebene Osmanische Reich seinen muslimischen Bewohnern noch als Garant der politischen UnabhĂ€ngigkeit einer muslimischen Welt. Aber es war lĂ€ngst hoch verschuldet. Nach einem Staatsbankrott 1875 hatte es die Osmanische Schuldenverwaltung akzeptieren mĂŒssen. Mit diesem Amt, das einen großen Teil der Steuereinnahmen kontrollierte, hatten europĂ€ische Staaten auch die faktische Kontrolle ĂŒber alle RegierungsbeschlĂŒsse ĂŒbernommen, die finanzielle Auswirkungen hatten. Auch Tunesien war hoch verschuldet. Es wurde 1881 von französischen Truppen besetzt. Ägyptens Baumwolle und der 1869 eröffnete Sueskanal waren fĂŒr europĂ€ische Investoren gewinnbringend, wĂ€hrenddessen der verschuldete Ă€gyptische Staat unter eine europĂ€ische Finanzkontrolle geriet. Als die Urabi-Bewegung nationalistische ZĂŒge annahm, handelte Großbritannien. 1882 besetzten britische Truppen Ägypten. Mit Tunesien und Ägypten hatten die europĂ€ischen MĂ€chte begonnen, ihre InteressensphĂ€ren im Osmanischen Reich noch vor dessen Ende abzustecken. Spanien und Frankreich teilten sich Marokko. Schließlich beteiligte sich auch Italien und besetzte 1911 Tripolis. Der Wettlauf um Afrika hatte zu ersten Ergebnissen gefĂŒhrt.

Bis zum Ende des Osmanischen Reichs entwickelte die ansĂ€ssige arabische Bevölkerung kaum eine eigene nationale IdentitĂ€t. Nur in einigen GroßstĂ€dten des Nahen Ostens bildeten Teile der arabischen Bildungsschicht seit etwa 1860 eine Opposition gegen die osmanische Herrschaft, aus der ab 1914 der Panarabismus hervorging.

Der Judenstaat

Ab etwa 1860 entstand der Zionismus als jĂŒdische Nationalbewegung, die fĂŒr die Juden ebenso wie fĂŒr europĂ€ische Völker den Status einer eigenen Nation mit dem Recht auf ein eigenes Staatsgebiet beanspruchte. In seiner Programmschrift Der Judenstaat von 1896 streifte Theodor Herzl die Möglichkeit einer jĂŒdischen Staatsbildung in Argentinien, konzentrierte sich dann aber auf PalĂ€stina. 1897 grĂŒndete sich auf seine Initiative in Wien die Zionistische Organisation, die sich seit 1960 Zionistische Weltorganisation (WZO) nennt. Beim ersten Zionistenkongress erklĂ€rten etwa 200 Delegierte aus 17 Staaten die Schaffung einer öffentlich-rechtlich gesicherten „nationalen HeimstĂ€tte“ fĂŒr das jĂŒdische Volk in PalĂ€stina zum Ziel des Zionismus (Basler ErklĂ€rung).[2] Dabei wurde der Umgang mit der ortsansĂ€ssigen, arabischen oder tĂŒrkischen Bevölkerung noch nicht thematisiert.[3]

1882 lösten landesweite Pogrome gegen Juden in Russland eine erste Auswanderungswelle (Alija) osteuropĂ€ischer Juden nach PalĂ€stina aus. Erst nachdem auf dem 8. Zionistenkongress in Den Haag im Jahre 1907 die GrĂŒndung eines PalĂ€stinaamtes in Jaffa beschlossen wurde, begann die systematische jĂŒdische Ansiedlung, die auf eine kĂŒnftige jĂŒdische Staatsbildung in der Region abzielte. DafĂŒr wurde auch die zweite Alija (1904 bis 1914) von der WZO gefördert. 1909 grĂŒndeten jĂŒdische Siedler zu ihrem Schutz die paramilitĂ€rische HaSchomer, die als VorlĂ€ufer der Haganah und damit der israelischen Armee gilt.

Entstehung

Erster Weltkrieg

Im Ersten Weltkrieg unterstĂŒtzte Großbritannien den arabischen Nationalismus fĂŒr seine Kolonialinteressen, um das mit dem Deutschen Reich und Österreich-Ungarn verbĂŒndete Osmanische Reich zu schwĂ€chen. In der Hussein-McMahon-Korrespondenz von 1915/1916 versprach der britische Hochkommissar in Ägypten, Henry McMahon, dem Großscherifen von Mekka, Hussein ibn Ali, Großbritannien werde die UnabhĂ€ngigkeit der Araber anerkennen, um diese zur Vertreibung der TĂŒrken zu bewegen. Zudem unterstĂŒtzte Lawrence von Arabien die von den Briten forcierte Arabische Revolte 1916–1918 gegen das Osmanische Reich.

Mit der Balfour-Deklaration 1917 sagte die Regierung auch der WZO UnterstĂŒtzung fĂŒr den Aufbau einer „nationalen HeimstĂ€tte fĂŒr das jĂŒdische Volk in PalĂ€stina“ zu. Dabei sollten die bĂŒrgerlichen und religiösen Rechte der dort ansĂ€ssigen nichtjĂŒdischen Bevölkerung gewahrt werden. Von einem jĂŒdischen Staat war keine Rede. Nachdem britische Truppen 1918 PalĂ€stina eroberten, versprach die britische Regierung, PalĂ€stinas UnabhĂ€ngigkeit zu fördern. Die JĂŒdische Legion, bestehend aus fĂŒnf Bataillonen jĂŒdischer Freiwilliger, kĂ€mpfte im Ersten Weltkrieg auf Seiten der britischen Armee gegen das Osmanische Reich.

Britische Mandatszeit

Auf der Pariser Friedenskonferenz 1919 schloss die WZO mit dem Emir von Syrien Faisal das Faisal-Weizmann-Abkommen, in dem die arabische Delegation einem jĂŒdischen Staat im Raum PalĂ€stinas zustimmte, sobald die Araber die ihnen versprochene UnabhĂ€ngigkeit erhalten wĂŒrden, und sofern sie die Hoheit ĂŒber die islamischen HeiligtĂŒmer behielten. Doch 1920 ĂŒbergab der Völkerbund Großbritannien das Völkerbundsmandat fĂŒr PalĂ€stina. Die britische Regierung sah sich nicht an die jĂŒdisch-arabische Vereinbarung gebunden.

Seit 1920 gewann Mohammed Amin al-Husseini, PrĂ€sident des obersten islamischen Rats und Großmufti von Jerusalem, die FĂŒhrung in der Bewegung des arabischen Nationalismus. Er lehnte weiteren Zuzug jĂŒdischer Siedler aus Europa nach PalĂ€stina nun als Mittel der Briten ab, ihre Kolonialherrschaft im Nahen Osten zu festigen.

Auch wenn es schon vor der zionistischen Bewegung jĂŒdische Siedlungen in PalĂ€stina gegeben hatte, entstanden durch die Einwanderung nun erste Konflikte mit den dort ansĂ€ssigen Arabern. Die Mandatszeit war geprĂ€gt durch eine Erstarkung militanter (PalĂ€stina-)nationalistischer Gruppen. Konflikte rĂŒhrten etwa daher, dass arabische Großgrundbesitzer ihr Land an Juden verkauften, es aber diesen ĂŒberließen, die dort ansĂ€ssige arabische Bevölkerung zu vertreiben, die sich so von den Juden verjagt fĂŒhlten. Der antijĂŒdische Einfluss unter den Arabern stieg, die arbeitslosen Massen wurden aufgewiegelt, angestachelt vom Neid um die Entwicklungen in der Landwirtschaft, im StĂ€dtebau und in der Infrastruktur. Des Weiteren stellten die schnell entstandenen jĂŒdischen Unternehmen zum Teil nur Juden ein, wodurch sich die arabische Bevölkerung benachteiligt sah, da sie an dem neuen Wohlstand nicht teilhaben durfte. Zu Pogromen von arabischer Seite kam es zunĂ€chst 1921. Das judenfeindliche Massaker von Hebron von 1929 konnte nur durch das Einschreiten der britischen Polizei gestoppt werden und fĂŒhrte zur vollstĂ€ndigen Vertreibung aller Juden aus Hebron. 1936 entwickelte sich ein arabischer Generalstreik zum dreijĂ€hrigen Großen Arabischen Aufstand bis 1939. Infolgedessen erhielt die paramilitĂ€rische jĂŒdische Schutzorganisation Haganah zahlreichen Zulauf. Im Laufe der Dreißigerjahre wurden als extremistische Abspaltungen der Haganah der Irgun und als dessen Ableger die Stern-Gruppe gegrĂŒndet, die als Terrororganisationen angesehen wurden (siehe dazu Geschichte der jĂŒdischen StreitkrĂ€fte in PalĂ€stina).

Zweiter Weltkrieg und Holocaust

Die nationalsozialistische Judenverfolgung, die unmittelbar nach der Machtergreifung Hitlers einsetzte und sich in den folgenden Jahren zum Holocaust steigerte, gab dem Zionismus einen entscheidenden Anstoß. Auf der Konferenz von Evian im Juli 1938 weigerten sich die Vertreter von 32 Nationen, jĂŒdische FlĂŒchtlinge aus Deutschland und Österreich, das einige Monate zuvor an das Deutsche Reich „angeschlossen“ worden war, aufzunehmen. Manche von ihnen gingen nun nach PalĂ€stina, dem von jeher in ihrer Tradition Gelobten Land, und konnten auf diese Weise der „Endlösung der Judenfrage“ in Europa entkommen.

Teilungsplan der Vereinten Nationen von 1947

StaatsgrĂŒndung Israels

Als die Briten nach dem Zweiten Weltkrieg ankĂŒndigten, ihr Mandat ĂŒber PalĂ€stina aufgeben zu wollen, stellten die gerade gegrĂŒndeten Vereinten Nationen einen Teilungsplan (Resolution 181 der UN-Generalversammlung, 29. November 1947) auf, nach dem ein jĂŒdischer und ein arabischer Staat gegrĂŒndet werden sollte. WĂ€hrend die jĂŒdische FĂŒhrung in PalĂ€stina diesen Plan begrĂŒĂŸte, wurde er von den Arabern sowie einigen extremistischen jĂŒdischen Gruppen abgelehnt.

Nach dem Ablauf der britischen Mandatszeit und Abzug der britischen Truppen erklĂ€rte die provisorische Regierung unter David Ben Gurion am 14. Mai 1948 die UnabhĂ€ngigkeit des Staates Israel als eines jĂŒdischen Staates, der im Einklang mit dem Völkerrecht Frieden mit allen Nachbarn anstrebe und allen Juden als Zufluchtsort offen stehe. Die TĂŒrkei unter StaatsprĂ€sident Ismet InönĂŒ erkannte Israel als erster muslimischer Staat sofort an und nahm diplomatische Beziehungen zu dem Staat auf (spĂ€ter entwickelte sich eine BĂŒndnispartnerschaft zwischen den beiden Staaten), ebenso tat dies der Iran unter Kaiser Schah Mohammad Reza Pahlavi (siehe unter VerhĂ€ltnis zwischen Israel und Iran).

PalÀstinakrieg 1948/49

Verlauf

Der BĂŒrgerkrieg, der einen Tag nach der VerkĂŒndung des UN-Teilungsplans am 30. November 1947 begonnen hatte und durch zahlreiche wechselseitige TerroranschlĂ€ge radikaler Zionisten und arabischer Nationalisten gekennzeichnet war, steigerte sich am 15. Mai 1948 kurz nach der israelischen UnabhĂ€ngigkeitserklĂ€rung zum PalĂ€stinakrieg (in Israel „UnabhĂ€ngigkeitskrieg“ genannt). FĂŒnf arabische Staaten – Ägypten, der Irak, Libanon, Transjordanien und Syrien – rĂŒckten ohne formale KriegserklĂ€rung mit ihren und zwei zusĂ€tzlichen Armeen aus arabischen Freiwilligen – insgesamt etwa 55.000 Soldaten – gegen Israel vor. Nach anfĂ€nglichen Erfolgen wurden die Angreifer von den besser ausgebildeten und bewaffneten israelischen KrĂ€ften zurĂŒckgeschlagen. Israel kam zugute, dass es trotz eines Waffenembargos der UNO gegen die Kriegsteilnehmer, das von den USA und Großbritannien eingehalten wurde, mit Zustimmung der Sowjetunion aus BestĂ€nden des sich formierenden Ostblocks Waffen kaufen konnte. Nachdem Ägypten einen von der UNO vermittelten Waffenstillstand brach und jĂŒdische Terroristen den UN-Vermittler Folke Bernadotte ermordeten, eroberte Israel einen Großteil der den PalĂ€stinensern im Teilungsplan zugewiesenen Gebiete. Zwischen Februar und Juli 1949 unterzeichneten Israel und die arabischen Kriegsteilnehmer vier separate Waffenstillstandsabkommen.

Folgen

Ein Ergebnis des Krieges war das fĂŒr den Nahostkonflikt zentrale palĂ€stinensische FlĂŒchtlingsproblem: Etwa 726.000 palĂ€stinensische Araber verließen seit April 1948 zum Teil wegen gezielter AnschlĂ€ge ihre Wohngebiete, die Israel im Kriegsverlauf besetzte. Viele ihrer Stadtteile und Dörfer wurden zerstört sowie den in Israel verbliebenen und ins Ausland vertriebenen Arabern gehörendes Land bis heute entschĂ€digungslos enteignet. Bis 1966 galt fĂŒr Araber in Israel das Kriegsrecht mit damit einhergehenden EinschrĂ€nkungen der den Juden gewĂ€hrten Freiheiten.[4] Deshalb bezeichnen die PalĂ€stinenser Israels GrĂŒndung und den folgenden Krieg als al-Nakba (Katastrophe).

Ein Großteil von ihnen fand Unterkunft in FlĂŒchtlingslagern des Libanon, im Westjordanland und Jordanien, in Ägypten und im Gaza-Streifen. Die Bewohner leben dort bis heute unter teils menschenunwĂŒrdigen und slum-Ă€hnlichen Bedingungen. Die arabischen Staaten haben die PalĂ€stinaflĂŒchtlinge kaum integriert; bisher hat nur Jordanien den FlĂŒchtlingen auf seinem Gebiet die jordanische StaatsbĂŒrgerschaft angeboten.

Im Juni 1948 beschloss Israels Regierung zunĂ€chst, die RĂŒckkehr der FlĂŒchtlinge zu verhindern. Die UN-Resolution 194 vom 11. Dezember 1948 verlangte von ihr, die RĂŒckkehr friedenswilliger PalĂ€stinenser zu gestatten und nicht rĂŒckkehrbereite FlĂŒchtlinge zu entschĂ€digen.[5] Israel erklĂ€rte sich daraufhin verhandlungsbereit und bot die Aufnahme von 200.000 bis 300.000 FlĂŒchtlingen an. Dies lehnten arabische Staaten ab.

Die damals vertriebenen und geflohenen PalĂ€stinenser haben inzwischen wegen hoher Geburtenraten etwa vier Millionen Nachkommen. Ihre politischen Organisationen reklamieren fĂŒr sie alle ein Recht auf RĂŒckkehr in die frĂŒheren Wohngebiete. Israel lehnt dies ab, um sich als mehrheitlich jĂŒdischer Staat zu erhalten. Es sieht das FlĂŒchtlingsproblem als Folge eines Angriffskrieges und will daher palĂ€stinische RechtsansprĂŒche nicht bestĂ€tigen.

Jahrzehntelang stellten israelische GeschichtsbĂŒcher das Problem als Folge freiwilliger Auswanderung dar: Die arabischen Staaten hĂ€tten den FlĂŒchtlingen baldige RĂŒckkehr nach dem Sieg ĂŒber Israel versprochen und sie so angelockt. Einige jĂŒngere israelische Historiker weisen demgegenĂŒber auf gewaltsame Vertreibungsaktionen 1947–1948 hin, die keine Kriegsfolge gewesen seien. Israel habe sich als jĂŒdischer Staat nur so durchsetzen können (siehe dazu Israelischer Historikerstreit).

Eine Drohrede hoher islamischer Geistlicher an der Al-Azhar-UniversitĂ€t unmittelbar nach dem UN-Teilungsplan 1947 löste Pogrome und Gewaltakte gegen jĂŒdische Gemeinden in vielen arabischen und islamischen Staaten aus.[6] Von 1947 bis 1976 wurden ĂŒber 856.000 zuvor in arabischen Staaten ansĂ€ssige Juden von dort gewaltsam vertrieben. Etwa 550.000 davon kamen nach Israel, um den neuen Staat mit aufzubauen und wurden in die israelische Demokratie integriert. Ihr ehemaliger Besitz wurde ohne EntschĂ€digungen enteignet. Sie beanspruchen kein RĂŒckkehrrecht in ihre arabischen HerkunftslĂ€nder, da ihre Sicherheit dort nicht gewĂ€hrleistet ist.[7] Der israelische Staat betrachtet sie als FlĂŒchtlinge und sieht ihr Recht auf ihr Eigentum in ihren HerkunftslĂ€ndern als wirksam an.[8]

Internationaler Status Israels
GrĂŒn: diplomatische Beziehungen
Gelb: keine
Orange: abgebrochen
Rot: keine und Israel nicht anerkannt
Braun: nur Handel
Grau: ohne Angaben

Suezkrise 1956

Hauptartikel: Sueskrise

1956 verschĂ€rfte sich der Konflikt zwischen Ägypten und Israel, das sich zunehmend Angriffen durch Fedajin von Ă€gyptischem Territorium und vom Ă€gyptisch besetzten Gaza-Streifen aus erwehren musste. Ägypten unter der FĂŒhrung von PrĂ€sident Gamal Abdel Nasser blockierte den Golf von Akaba, um den Sueskanal fĂŒr israelische Schiffe zu sperren. Am 29. Oktober 1956 begann die Suezkrise mit der Invasion des Gazastreifens und der Sinai-Halbinsel durch Israel, dessen StreitkrĂ€fte schnell in Richtung des Suez-Kanals vorstießen. Gleichzeitig wurde, nach vorbereiteter Diplomatie, der Ă€gyptische Botschafter vom britischen und vom französischen Außenminister aufgefordert, 10 Meilen hinter den Kanal zurĂŒckzuweichen und die Sinai-Halbinsel zu rĂ€umen.

PrĂ€sident Nasser wies die Forderungen zurĂŒck, worauf Großbritannien und Frankreich begannen, die Kontrolle ĂŒber den Kanal militĂ€risch zu gewinnen, mit dem Ziel, auch das Regime Nassers zu stĂŒrzen. Am 31. Oktober begannen Großbritannien und Frankreich mit dem Bombardement Ă€gyptischer FlughĂ€fen; in Folge gelang es zusammen mit israelischen Soldaten, den Kanal zu besetzen.

Die britisch-französische Intervention wurde jedoch von den USA, die einen Konflikt mit der UdSSR vermeiden wollten, und den Vereinten Nationen verurteilt. Im November 1956 wurden die beiden LĂ€nder zum Waffenstillstand und RĂŒckzug gezwungen. Auch die israelischen StreitkrĂ€fte mussten sich wieder zurĂŒckziehen. Die Vereinten Nationen stationierten nach dem RĂŒckzug die Friedenstruppe United Nations Emergency Force (UNEF).

In Konsequenz beschleunigte die Niederlage der Briten die Entwicklung, mit der in den nĂ€chsten Jahren auch die restlichen britischen und französischen Kolonien die UnabhĂ€ngigkeit anstrebten. Zunehmend schaltete sich zudem die UdSSR in den Nahostkonflikt ein und unterstĂŒtzte Ägypten militĂ€risch und wirtschaftlich. Auf Ă€gyptischer Seite stĂ€rkte die Krise trotz militĂ€rischer Niederlage massiv die Position Nassers in der arabischen Welt und seinen Panarabismus.

Politik der Arabischen Liga bis 1967

Nach Ende des Zweiten Weltkriegs grĂŒndeten Ägypten, Irak, das damalige Transjordanien, Jemen, Libanon, Saudi-Arabien und Syrien die Arabische Liga. Was zunĂ€chst als reiner Konsultativ- und Nichtangriffspakt konzipiert war, wurde nach dem verlorenen Krieg gegen das 1948 gegrĂŒndete Israel im Jahr 1950 zu einem umfangreichen Verteidigungspakt ausgebaut. Zur federfĂŒhrenden Nation schwang sich in der Folge Ägypten auf, dessen PrĂ€sident Gamal Abdel Nasser Vertreter des Panarabismus war, der eine Vereinigung des arabischen Kulturkreises zu einer großen zusammenhĂ€ngenden islamisch-sozialistischen Nation zum Ziel hatte. Eine Ă€hnliche Politik verfolgten die Baathisten im Irak.

1958 vereinigten sich Ägypten und Syrien zur Vereinigten Arabischen Republik, aus der das von MilitĂ€rputschen geschĂŒttelte Syrien drei Jahre spĂ€ter aufgrund der hegemonialen und diktatorischen AnsprĂŒche Nassers wieder austrat. Trotz teilweise unĂŒberbrĂŒckbarer Differenzen untereinander gelang es Nasser, die arabische Welt im Allgemeinen und Syrien und Jordanien im Speziellen fĂŒr einen neuerlichen Krieg gegen Israel zu begeistern.

Sechstagekrieg 1967 und seine Folgen

Hauptartikel: Sechstagekrieg

Israel nach dem Sechstagekrieg

1967 bereiten mehrere arabische Staaten unter FĂŒhrung des Ă€gyptischen PrĂ€sidenten Gamal Abdel Nasser einen Angriff auf Israel vor. Es kommt zu massiven TruppenaufmĂ€rschen im Sinai und an den Golanhöhen. Die Ă€gyptische Flotte errichtet eine völkerrechtswidrige Blockade der Straße von Tiran fĂŒr israelische Schiffe und fordert UN-Truppen an den Grenzen Israels auf, das Land zu verlassen.

In einem prĂ€ventiven Blitzangriff der israelischen Armee werden die arabischen Armeen vernichtend geschlagen. Die Ă€gyptischen LuftstreitkrĂ€fte werden in den ersten Stunden des Krieges noch am Boden zerstört, die Ă€gyptische Armee verliert ĂŒber 80 Prozent ihres militĂ€rischen Materials. Israelische Truppen besetzen die Sinai-Halbinsel und den unter Ă€gyptischer Verwaltung stehenden Gaza-Streifen und beziehen Stellung am Ostufer des Suezkanals.

Nach einem Waffenstillstandsabkommen mit Ägypten kommt es an der syrischen Front zu einer schnellen Eroberung der strategisch wichtigen syrischen Golanhöhen. Jordanien, das im Glauben an einen leichten Sieg in Israel einfĂ€llt, wird weit zurĂŒckgedrĂ€ngt und verliert dadurch den östlichen Teil Jerusalems und das Westjordanland.

Die Resolution 242 des UN-Sicherheitsrates erklĂ€rt den Erwerb von Territorien durch Krieg fĂŒr unzulĂ€ssig, was bereits seit Ende des Zweiten Weltkrieges Bestandteil des internationalen Rechts ist, und fordert Israel zum Abzug aus besetzten Gebieten auf.

Da im englischen Wortlaut der Resolution 242 nur von „besetzten Gebieten“, und nicht von „den besetzten Gebieten“ gesprochen wird, betrachtet Israel die Resolution 242 seit der RĂŒckgabe der Sinai-Halbinsel an Ägypten als erfĂŒllt. Die arabischen Staaten stehen jedoch auf dem Standpunkt, dass aufgrund des auch im Rahmen eines Verteidigungskrieges seit 1945 nicht mehr völkerrechtlich möglichen legalen Gebietserwerbes ohne Zustimmung des zedierenden Staates sich Israel aus allen 1967 besetzten Gebieten zurĂŒckziehen muss.

Die Resolution 242 fordert weiterhin die politische UnabhĂ€ngigkeit eines jeden Staates in der Region und das Recht, innerhalb sicherer und anerkannter Grenzen frei von Bedrohungen oder Gewaltakten zu leben. Israel beginnt damit, diese 67er-Gebiete und somit das heutige PalĂ€stina systematisch zu besiedeln. Ebenso werden erneut rund 250.000 Personen aus ihren frĂŒheren Wohngebieten vertrieben.

Nach dem Sechs-Tage-Krieg verĂŒbt die Fatah eine Reihe von AnschlĂ€gen gegen Israel, die 1968 zur Schlacht von Karame auf jordanischem Territorium fĂŒhren. König Hussein von Jordanien gerĂ€t immer mehr in einen Konflikt mit den palĂ€stinensischen Gruppen, weil er in den Provokationen gegen den Nachbarstaat und in marxistisch-leninistisch orientierten Gruppen (PFLP, DPFLP) eine ernst zu nehmende Gefahr fĂŒr seine Herrschaft sieht. Die PalĂ€stinenser drohen in Jordanien zu einem Staat im Staate zu werden. Die Situation eskaliert im September 1970 nach der EntfĂŒhrung dreier Flugzeuge durch die PFLP nach Jordanien. Die ZusammenstĂ¶ĂŸe wurden Schwarzer September genannt. In der Folge mĂŒssen die PLO und verschiedene bewaffnete palĂ€stinensische Widerstandsbewegungen ihre Basen in den Libanon und nach Syrien verlegen.

1968 begann Ägypten den Abnutzungskrieg und versuchte wĂ€hrend drei Jahren, den Sinai von Israel zurĂŒckzuerobern. Der Krieg endete mit einem 1970 geschlossenen Waffenstillstand; keine der beiden Parteien konnte Gebietsgewinne verzeichnen.

Die Khartum-Resolution vom 1. September 1967 wurde nach einem Treffen der FĂŒhrer acht arabischer Staaten nach dem Sechstagekrieg in der sudanesischen Hauptstadt Khartum verabschiedet. Sie bestimmte die Basis der Außenpolitiken dieser Staaten bis zum Jom-Kippur-Krieg im Jahre 1973. Sie enthielt in ihrem dritten Absatz Bestimmungen, die als die „drei Neins“ bekannt wurden:

  • Kein Frieden mit Israel
  • Keine Anerkennung Israels
  • Keine Verhandlungen mit Israel

TerroranschlÀge der PLO nach 1967

Nach dem Sechs-Tage-Krieg 1967 verĂŒbte die PLO eine Reihe von AnschlĂ€gen gegen Israel, die in der Schlacht von Karame 1968 auf jordanischem Territorium ihren Höhepunkt fanden. König Hussein von Jordanien geriet immer mehr in einen Konflikt mit der PLO, weil er einerseits durch deren Provokationen gegen den Nachbarstaat und andererseits durch die revolutionĂ€re innenpolitische Haltung der PLO in Jordanien eine ernstzunehmende Gefahr fĂŒr seine Monarchie sah. Dies eskalierte 1970 nach einem Attentat auf ihn zum Schwarzen September. In der Folge musste die PLO ihre Basen in den Libanon verlegen. Seitdem bezeichnet PalĂ€stina aus israelischer Sicht nur das Gebiet westlich des Jordans.

In den 1970er Jahren gab es in Israel kaum Bereitschaft zur Anerkennung einer palĂ€stinensischen Nation; dies Ă€nderte sich erst mit der internationalen Anerkennung von Jassir Arafat. Die palĂ€stinensischen Araber arbeiten in Israel bis heute hauptsĂ€chlich als billige ArbeitskrĂ€fte. Zur selben Zeit war die PLO fĂŒr einige EntfĂŒhrungen westlicher Flugzeuge verantwortlich, wobei jĂŒdische Passagiere ausgewĂ€hlt und ermordet wurden. Der oft benutzte Slogan arabischer Organisationen, die „Juden ins Meer zu treiben“, hĂ€lt das große Misstrauen Israels gegenĂŒber den Arabern aufrecht. WĂ€hrend der Geiselnahme von MĂŒnchen an den Olympischen Spielen 1972 entfĂŒhrten und töteten Mitglieder der palĂ€stinensischen Terrororganisation Schwarzer September elf israelische Sportler.

Seit den 1970er-Jahren begannen im nahen Osten die arabischen Staaten und Organisationen an verschiedenen Brandherden gegeneinander zu kĂ€mpfen. Nachdem die PLO 1970 versucht hatte, König Hussein zu ermorden, wurde sie von der jordanischen Armee nach schweren Gefechten aus dem Land vertrieben. Syrien hatte die PLO unterstĂŒtzt und Panzer nach Jordanien geschickt, die jedoch zurĂŒckgeschlagen wurden. Die PLO zog sich in den angrenzenden Libanon zurĂŒck. In dem multi-ethnischen Land kam es daraufhin zu dem jahrzehntelang schwelenden Libanesischen BĂŒrgerkrieg.

Jom-Kippur-Krieg 1973

Hauptartikel: Jom-Kippur-Krieg

Im Jom-Kippur-Krieg (oder Oktoberkrieg) 1973 erzielen Ägypten und Syrien durch einen Überraschungsangriff am Jom Kippur, dem höchsten jĂŒdischen Feiertag, Anfangserfolge gegen Israel. Teile des Sinai werden von Ă€gyptischen Truppen besetzt. Allerdings gelingt es Israel nach einigen Tagen, die Ă€gyptischen Truppen zurĂŒckzuschlagen. Am 16. Oktober ist die Ă€gyptische Armee eingekesselt und die Israelis stehen jenseits des Suezkanals, nur 220 km vor Kairo. Der Krieg wird durch massiven Druck der USA beendet.

Der Jom-Kippur-Krieg wird von den arabischen Staaten als Teilerfolg gesehen, da der Mythos der Unbesiegbarkeit der israelischen Armee Schaden genommen habe. Andere sehen ihn als eine greifbar nahe Niederlage, die Ägypten diesmal erspart blieb. Ein Öl-Embargo, das die arabischen Ölförderstaaten gegen israelfreundliche Staaten des Westens verhĂ€ngen, begrĂŒndet die Ölkrise und fĂŒhrt den Industrienationen mit steigenden Ölpreisen erstmals ihre AbhĂ€ngigkeit vom Erdöl auf erschreckende Weise vor Augen. Die Ägypter gewinnen dadurch zusĂ€tzlichen Verhandlungsspielraum.

Camp-David-Friedensabkommen 1978

Hauptartikel: Camp David I

1975 einigten sich Jordanien und Syrien, zur Bildung einer neuen Allianz ihre Feindseligkeiten zu beenden. Das Abkommen scheiterte 1978, da sich König Hussein weigerte, Syrien eine dominante Position im gemeinsamen BĂŒndnis zuzugestehen.

1978 unterzeichneten der israelische Premierminister Menachem Begin und der Ă€gyptische PrĂ€sident Anwar as-Sadat im amerikanischen Camp David ein Friedensabkommen, das vom US-PrĂ€sidenten Jimmy Carter ausgehandelt worden war. FĂŒr diese BemĂŒhungen erhielten Begin und Sadat den Friedensnobelpreis. Beide Seiten verpflichteten sich zum Gewaltverzicht, Israel zum RĂŒckzug von der Sinai-Halbinsel und zum Abbruch aller jĂŒdischen Siedlungen auf diesem Gebiet. Ägypten erkannte im Gegenzug den Staat Israel diplomatisch an. Die israelische Annexion des Gazastreifens lehnte Ägypten ab. Israelische Schiffe erhielten freie Durchfahrt durch den Golf von Suez und den Suezkanal.

Ein halbes Jahr spÀter, am 26. MÀrz 1979, folgte der israelisch-Àgyptische Friedensvertrag. Sadat wird zweieinhalb Jahre spÀter von Islamisten wÀhrend einer MilitÀrparade am 6. Oktober 1981 erschossen.

In der Folge von Sadats Israel-Besuch im Jahre 1978 verfassten 348 Reserveoffiziere der israelischen Armee eine Petition an Menachem Begin, die ihn dazu drĂ€ngen sollte, den Friedensprozess weiterzufĂŒhren. Dies fĂŒhrte zur GrĂŒndung von Peace Now, einer basisdemokratischen Bewegung, die sich darum bemĂŒht, UnterstĂŒtzung fĂŒr den Friedensprozess zu gewinnen.

Das Jerusalemgesetz von 1980 bezeichnet das vollstĂ€ndige und vereinigte Jerusalem als Hauptstadt Israels. Faktisch bedeutete dies die Annexion Ostjerusalems. Dieses Gesetz sowie die Annexion der Golanhöhen von 1981 werden vom grĂ¶ĂŸten Teil der Staaten völkerrechtlich nicht anerkannt.

Verschiedene VorstĂ¶ĂŸe und GesprĂ€che zwischen Israel und Syrien ĂŒber eine analoge Friedensregelung wie mit Ägypten und Jordanien scheiterten bisher stets bereits in den AnfĂ€ngen. Im Gegensatz zu Ägypten versteht sich Syrien seither stĂ€rker als arabisches Sprachrohr der palĂ€stinensischen Sache, insbesondere da Israel völkerrechtswidrig die Golanhöhen besetzt hat und dadurch analoge Landkonzessionen im Sinne von „Land gegen Frieden“ wie mit Ägypten aufgrund der so aufgerichteten innenpolitischen HĂŒrden einer Änderung daran prinzipiell ausschloss. Obwohl sich Syrien als Sprachrohr der palĂ€stinensischen Sache sieht, weigert es sich bis heute, die palĂ€stinensischen FlĂŒchtlinge im Land als StaatsbĂŒrger anzuerkennen. Sie haben einen palĂ€stinensischen Pass, damit sie ihre NationalitĂ€t nicht aufgeben mĂŒssen.

Erster Libanonkrieg 1982

Hauptartikel: Libanonkrieg 1982

Nachdem Israel bereits 1978 als Reaktion auf den KĂŒstenstraßen-Anschlag die Operation Litani im sĂŒdlichen Libanon gestartet und sich zwischenzeitlich wieder zurĂŒckgezogen hatte, griff es am 7. Juni 1982 unter dem Namen „Operation Frieden fĂŒr GalilĂ€a“ (Libanon-Feldzug) militĂ€risch in den BĂŒrgerkrieg im Libanon (1975–1990) ein und besetzte die Hauptstadt Beirut. Die PLO, die dort nach dem „Schwarzen September“ (1970) ihr Hauptquartier eingerichtet hatte, entwickelte im SĂŒden des Libanon eigene staatliche Strukturen. In der Folge zogen sie mit ihren militĂ€rischen VerbĂ€nden nach Tunesien ab, nachdem von amerikanischer Seite in Aussicht gestellt wurde, dass man sich fĂŒr eine Lösung des FlĂŒchtlingsproblems einsetzen werde.

Im September 1982 verĂŒbten phalangistische MilizionĂ€re unter den Augen der israelischen Armee in den palĂ€stinensischen FlĂŒchtlingslagern Sabra und Schatila Massaker an Zivilisten; spĂ€tere SchĂ€tzungen schwanken zwischen 460 und 2.500 Opfern. Es folgten Angriffe der Amal-Miliz der schiitischen Muslime auf die PalĂ€stinenserlager. Insgesamt wurden zwischen Juni und September 1982 etwa 20.000 PalĂ€stinenser getötet. Der libanesische BĂŒrgerkrieg kostete insgesamt zwischen 90.000 und 110.000 Menschen das Leben.

1985 besetzte Israel einen Streifen im SĂŒden des Landes und gab diese Region erst am 25. Mai 2000 mit dem Abzug der Armee an den Libanon zurĂŒck. Am 24. Juli erklĂ€rte die UN, dass sich die israelische Armee hinter die Waffenstillstandslinien der 40er Jahre zurĂŒckgezogen habe. UngeklĂ€rt blieb bisher der völkerrechtliche Status des schmalen Grenzstreifens der Shebaa-Farmen.

Nachdem die israelischen Truppen entgegen ihren eigenen Erwartungen von der libanesischen Bevölkerung anfangs hĂ€ufig als HoffnungstrĂ€ger auf ein Ende des BĂŒrgerkrieges begrĂŒĂŸt wurden, nahm die Zustimmung zur Besatzung schnell ab. Teils rĂŒcksichtslose MilitĂ€raktionen seitens Israels und einseitige Parteinahme fĂŒr einzelne libanesische Strömungen fĂŒhrten in der Bevölkerung zu dem Eindruck, Israel sei gar nicht an einer Stabilisierung des Libanon interessiert, sondern bloß an einer möglichst effektiven BekĂ€mpfung der PLO und anderen den Staat Israel bedrohender Gruppen. Mit jeder weiteren empfundenen Ungerechtigkeit seitens Israels wuchs die Zustimmung der libanesischen Bevölkerung zur Hisbollah, die immer mehr als einzige Organisation wahrgenommen wird, die Widerstand gegen Israel leistet.

Erste Intifada 1987

Gewaltsam eskalierte der Konflikt seit dem Ausbruch der ersten Intifada 1987, einem Aufstand der PalĂ€stinenser in den israelisch besetzten Gebieten. Im so genannten „Krieg der Steine“, der bis 1991 dauerte, kam es immer wieder zu ZusammenstĂ¶ĂŸen zwischen der israelischen Armee und aufstĂ€ndischen PalĂ€stinensern.

Irakische Angriffe auf Israel 1991

Im Golfkrieg von 1990 ĂŒberfiel der irakische Diktator Saddam Hussein das Nachbarland Kuwait und griff zudem Saudi-Arabien und Israel an.

Das vermehrte Zusammenarbeiten der arabischen Golfstaaten und Emiraten, aber auch nordafrikanischer Regime mit dem Westen im Allgemeinen und der Weltmacht USA im Speziellen fĂŒhrte in den 90er-Jahren zu einem tiefen Bruch zwischen den arabischen Staaten.[9] Der Iran versucht sich seit Beginn des neuen Jahrtausends verstĂ€rkt als Hegemonialmacht zu etablieren und sich zu einem Vorreiter fĂŒr den Kampf gegen Israel zu machen, hat jedoch aufgrund seiner islamistischen Ausrichtung und den guten Beziehungen zur Hamas ein sehr angespanntes VerhĂ€ltnis zu gemĂ€ĂŸigten Staaten wie dem heutigen Ägypten, wo die islamistischen Organisationen als staatsfeindlich angesehen werden.[10]

Oslo-Prozess 1991

Es gab und gibt viele Versuche, den Konflikt friedlich beizulegen, etwa die Madrider Konferenz 1991. Große Hoffnungen machte das 1993 geschlossene Oslo-Abkommen (Oslo I), das einen Abzug der israelischen Armee aus dem Westjordanland und dem Gazastreifen sowie eine palĂ€stinensische Selbstverwaltung in diesen Gebieten vorsah. Nach einer Übergangszeit sollte ein dauerhafter Status der Gebiete ausgehandelt werden. KonflikttrĂ€chtige Punkte wie die Jerusalemfrage oder das FlĂŒchtlingsproblem wurden dabei vertagt. Nach dem Gaza-Jericho-Abkommen und Oslo II geriet der Oslo-Friedensprozess jedoch ins Stocken. Er wurde als endgĂŒltig gescheitert angesehen, nachdem in Camp David beim Treffen Camp David II zwischen dem PLO-FĂŒhrer Arafat und dem israelischen Premierminister Barak im Juli 2000 keine Einigung erzielt werden konnte. Damals bot Ehud Barak Jassir Arafat etwa neunzig Prozent des Westjordanlandes, den ganzen Gazastreifen und Ostjerusalem als Hauptstadt eines neuen palĂ€stinensischen Staates an. ZusĂ€tzlich sollte ein neuer internationaler Fonds eingerichtet werden, um die PalĂ€stinenser fĂŒr das Land zu entschĂ€digen. FĂŒr Arafat ging dieses Angebot nicht weit genug. Er bestand darauf, dass allen FlĂŒchtlingen gestattet werden sollte, auf das Land zurĂŒckzukehren, das ihnen vor 1967 gehört hatte. Diese Forderung wollte Israel wiederum nicht akzeptieren.[11]

Am 26. Juli 1994 unterzeichneten König Hussein von Jordanien, der israelische MinisterprÀsident Jitzchak Rabin und US-PrÀsident Bill Clinton in Washington den israelisch-jordanischen Friedensvertrag.

Zweite Intifada 2000

In der Folge nahm die Gewalt wieder zu, besonders seit Beginn des zweiten palÀstinensischen Aufstands, der al-Aqsa-Intifada im Jahre 2000. Diese zweite Intifada war im Gegensatz zur ersten Intifada von Anfang an ein bewaffneter Aufstand mit zahlreichen Selbstmordattentaten auf israelische Zivilisten. Im Zuge der folgenden VergeltungsschlÀge der israelischen Armee wurden weite Teile der Infrastruktur in den palÀstinensischen Gebieten zerstört.

Besetzung, Abschottung und RĂ€umung des Gazastreifens 2003

In den letzten Jahren finden islamistische Organisationen wie Hamas zunehmende UnterstĂŒtzung unter der palĂ€stinensischen Bevölkerung. Diese opponieren gegen die aus ihrer Sicht zu gemĂ€ĂŸigte und wenig erfolgreiche Politik der PalĂ€stinensischen Autonomiebehörde. Diese Entwicklung ist geprĂ€gt durch eine große Zahl an SelbstmordanschlĂ€gen islamistischer Organisationen auf israelische Zivileinrichtungen. Im Mai 2003 marschierten israelische Truppen in das Westjordanland und den Gazastreifen ein. Die dort vom israelischen MinisterprĂ€sidenten Ariel Scharon angekĂŒndigte Strategie der „Zerstörung der terroristischen Infrastruktur“ hatte die Zerstörung der Einrichtungen der palĂ€stinensischen Autonomiebehörde sowie von Teilen der zivilen palĂ€stinensischen Infrastruktur zur Folge. Tausende PalĂ€stinenser wurden durch die Zerstörung ihrer HĂ€user obdachlos.

Verlauf der Sperranlage (Stand: Juli 2006)

Im Jahr 2003 begann die israelische Regierung mit der Errichtung einer Sperranlage, grĂ¶ĂŸtenteils einem elektronisch gesicherten Zaun, zu etwa 6 Prozent (rund 30 km) eine bis zu acht Meter hohe Betonmauer[12], die zu etwa dreiviertel ihrer LĂ€nge östlich der grĂŒnen Linie (Waffenstillstandslinie von 1948) auf palĂ€stinensischem Gebiet verlĂ€uft. Sie gliedert einen Großteil der jĂŒdischen Siedlungen an das israelische Kernland an. Bestimmte palĂ€stinensische Siedlungen wie Kalkilya werden so von drei Seiten umschlossen und damit Bauern teilweise von ihren Feldern abgetrennt, so dass die palĂ€stinensische Wirtschaft in diesem Grenzbereich stark beeintrĂ€chtigt wird. Einzelne jĂŒdische Siedlungsblöcke wie Maale Adumim und Ariel schieben sich zudem bis ca. 20 km tief ins palĂ€stinensische Kernland und erschweren dadurch Transporte und einen zukĂŒnftigen zusammenhĂ€ngenden palĂ€stinensischen Staat. Nach israelischer Sichtweise soll durch die Sperranlage das Eindringen von SelbstmordattentĂ€tern auf israelisches Territorium verhindert werden. Von palĂ€stinensischer Seite wird befĂŒrchtet, dass Israel entlang der Sperranlage einseitig seine Außengrenze festlegen will. ZusĂ€tzlich erschwerend fĂŒr den Transport und die Wirtschaft wirken die ĂŒber 500 Straßensperren und Checkpoints (Haaretz 3. September 2006) der israelischen Armee in der Westbank.

Am 22. MĂ€rz 2004 wurde der geistliche FĂŒhrer und GrĂŒnder der militanten Hamas-Bewegung, Scheich Ahmad Yasin durch einen gezielten israelischen Hubschrauberangriff in Gaza-Stadt getötet. Die Maßnahme ist Teil einer Politik der gezielten Tötung von Feinden des Staates Israel.

Ein weiterer FĂŒhrer der radikalen PalĂ€stinenserbewegung, Abd al-Aziz ar-Rantisi, rief nach dem Anschlag die islamische Welt zum Krieg gegen Israel auf. Am 17. April 2004, in unmittelbarer NĂ€he von Yasins Grab, kam ar-Rantisi durch einen gezielten Angriff der israelischen Armee auf sein Auto ebenfalls ums Leben. Die Hamas schwor umgehend Rache.

Im August 2005 begann die einen Monat dauernde RĂ€umung aller 21 jĂŒdischen Siedlungen im Gazastreifen (Gusch Katif) sowie vier weiterer im Westjordanland durch die israelische Armee. Dabei kam es zu gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen Siedlern und Armeeangehörigen. Etwa 8000 Menschen wurden bei dieser Aktion umgesiedelt. Gleichzeitig wird aber im Westjordanland der Siedlungsbau durch Israel teilweise fortgesetzt.

Nachdem sich seit der Wahl der Hamas in PalĂ€stina (Januar 2006) die Lage dort bĂŒrgerkriegsĂ€hnlich zuspitzt, hat der israelische MinisterprĂ€sident Ehud Olmert seinen zunĂ€chst unilateral gemeinten Konvergenz-Plan, der auf dem von der israelischen Bevölkerung mehrheitlich abgelehnten einseitigen Abkoppelungsplan von Ariel Scharon aufbaut, zum Verhandlungsangebot umgewandelt. Darin wird den PalĂ€stinensern ein eigener Staat angeboten, allerdings gegen u. a. die Zustimmung zu Gebietsverlusten, die durch den umstrittenen Verlauf der von Israel errichteten Sperranlagen weiter verfestigt worden sind.

Ungeachtet der Schleifung der jĂŒdischen Siedlungen feuerten extremistische PalĂ€stinenser seit 2006 mehrfach vom Gazastreifen, insbesondere von Bait Lahiya, Kassam-Raketen auf israelisches Gebiet ab. Ziele waren meist Sderot, Aschkelon und die umliegenden Kibbuzim. Abbas forderte im Juni 2006 militante palĂ€stinensische Gruppen auf, den Waffenstillstand mit Israel einzuhalten. Jeder, der weiterhin Raketen Richtung Israel abschieße, werde von ihm fĂŒr die Zerstörung und Opfer als Folge eines drohenden israelischen Angriffs verantwortlich gemacht.

Die Operation Sommerregen der israelischen Armee im palĂ€stinensischen Gaza-Streifen dauerte vom 25. Juni bis 28. August 2006. Von israelischer Seite wurde der Einmarsch als Reaktion auf die EntfĂŒhrung des Soldaten Gilad Schalit dargestellt, wobei im Gazastreifen zahlreiche GebĂ€ude und das zentrale Kraftwerk aus der Luft und mit Artillerie zerstört oder beschĂ€digt wurden und bis zum 3. November 2006 ĂŒber 280 PalĂ€stinenser, darunter viele Zivilisten jeder Altersgruppe, von der israelischen Armee getötet wurden.[13] Zudem wurden im Westjordanland neben dem Parlamentssprecher zahlreiche weitere Minister und Abgeordnete wegen ihrer Mitgliedschaft in der Hamas verhaftet.

Seit Februar 2006 kann durch die israelischen ZugangsbeschrĂ€nkungen fĂŒr PalĂ€stinenser zum Jordantal etwa ein Drittel der Westbank effektiv nur noch von Israelis bewirtschaftet werden.[14]

Zweiter Libanonkrieg 2006

Hauptartikel: Libanonkrieg 2006

Trotz des freiwilligen israelischen Abzugs 2000 kam es wiederholt zu Angriffen der Hisbollah, die Israel vom SĂŒdlibanon aus mit Raketen beschoss. Die UNO hatte die libanesische Regierung mehrfach dazu aufgefordert, ihre staatliche Gewalt gegenĂŒber den Hisbollah-Milizen durchzusetzen und diese zu entwaffnen, um die Angriffe zu unterbinden. Die Spannungen wurden durch die Aufnahme von Vertretern der Hisbollah in die libanesische Regierung und im Mai 2006 durch das Eindringen israelischer Kampfflugzeuge in den libanesischen Luftraum zusĂ€tzlich verstĂ€rkt. Die UNO drĂŒckte ihre Besorgnis aus und ermahnte beide Seiten zur ZurĂŒckhaltung. Ende Mai 2006 griff die israelische Luftwaffe zwei StĂŒtzpunkte militanter PalĂ€stinenser im Libanon an.

Die Auslöser des zweiten Libanonkrieges waren ein Überfall der Hisbollah auf einen israelischen Grenzposten am 12. Juli 2006, bei dem zwei israelische Soldaten von der Hisbollah entfĂŒhrt wurden, um in israelischen GefĂ€ngnissen festgehaltene Gefangene auszutauschen (Samir Kuntar), sowie der Raketenbeschuss der Hisbollah auf Nordisrael. Bei dem Versuch, die beiden Soldaten zu befreien, drangen israelische MilitĂ€rs in libanesisches Gebiet ein. Dabei wurden mehrere Soldaten getötet.

Am 13. Juli bombardierten israelische Kampfflugzeuge den internationalen Beiruter Flughafen. Weitere 150 Ziele im Libanon wurden angegriffen, darunter auch Beiruter Vororte und mehrere Dörfer im SĂŒden Libanons, die laut israelischem MilitĂ€r als Hisbollah-Hochburgen gelten, jedoch ĂŒberwiegend Zivilisten trafen. Daneben wurden von Israel auch weitere Infrastrukturanlagen wie Hafenanlagen, BrĂŒcken, Straßen, FlughĂ€fen, Einrichtungen der libanesischen Armee, Fernsehsender und Telekommunikationsanlagen zerstört. MinisterprĂ€sident Siniora bezifferte die angerichteten SchĂ€den bereits nach einer Woche intensiver Bombardierung auf ĂŒber eine Milliarde Dollar. Die Hisbollah beschoss ihrerseits Nord-Israel fortlaufend mit Raketen mit zum Teil unerwarteter Reichweite.

Bis Mitte August 2006 fielen auf israelischer Seite 43 Zivilisten den Kampfhandlungen zum Opfer, auf libanesischer Seite 1.183, wĂ€hrend auf beiden Seiten tausende Verletzte und hunderttausende FlĂŒchtlinge zu verzeichnen waren.

Die Verabschiedung der Resolution 1701 im UN-Weltsicherheitsrat, in der die Parteien zur Einstellung der KĂ€mpfe unter bestimmten Bedingungen aufgefordert werden, erfolgte am 12. August 2006. Der Waffenstillstand trat am 14. August 2006 um 7:00 Uhr MESZ in Kraft und wurde seitdem am Boden weitgehend eingehalten. In der Luft dagegen kommt es zu anhaltenden Verletzungen des libanesischen Luftraums durch israelische MilitĂ€rflugzeuge. Israel bezweifelt die EffektivitĂ€t der Schutztruppe und fĂŒrchtet ein neuerliches AufrĂŒsten extremistischer KrĂ€fte. Die in der Resolution geforderte vollstĂ€ndige Entwaffnung der Hisbollah und anderer bewaffneter Gruppen durch die UN-Sicherheitstruppen erfolgte bisher nicht.[15][16]

Ungelöst ist weiterhin die Beseitigung der Minenfelder und der von Israel eingesetzten nicht explodierten Streubomben (cluster bombs) im SĂŒdlibanon. Diese haben eine Vielzahl von nicht explodierten Projektilen hinterlassen, durch die immer wieder Zivilpersonen getötet und verletzt werden. Ohne eine Zusammenarbeit Libanons und Israels bei der Auffindung und Zerstörung solcher BlindgĂ€nger werden weitere Opfer erwartet. Israel hĂ€lt zudem weiterhin den eindeutig zu Libanon gehörenden Nordteil des Dorfes Ghadschar besetzt, wĂ€hrend der SĂŒdteil von Ghajar zu den Golanhöhen gehört.

InnerpalÀstinensische Konflikte 2006

Hauptartikel: Fatah-Hamas-Konflikt

Die PLO, die jahrzehntelang erfolgreich einen Absolutheitsanspruch auf die Vertretung palĂ€stinensischer Interessen erhoben hatte, begann nach der Jahrtausendwende schrittweise an Macht und Einfluss zu verlieren. Zur erfolgreichsten Opposition entwickelte sich die aus der Ă€gyptischen Muslimbruderschaft hervorgegangene, radikalislamische Hamas, die sich nach außen hin dem unbedingten Kampf gegen Israel verpflichtete, und nach innen hin mit einer Reihe von sozialen Projekten Anerkennung innerhalb der palĂ€stinensischen Bevölkerung erlangte. Die Hamas profitierte davon, dass die von der Fatah kontrollierte PalĂ€stinensische Autonomiebehörde und ihre SicherheitskrĂ€fte besonders verarmten Bevölkerungsschichten aufgrund massiver Korruption und willkĂŒrlicher Verhaftungen und Folterungen zunehmend verhasst war. Der Tod der palĂ€stinensischen Identifikationsfigur und des langjĂ€hrigen PLO-Chefs Jassir Arafat im Jahr 2004 und die Niederlage der Fatah bei den Wahlen zum palĂ€stinensischen Legislativrat im Jahr 2006 stellten weitere Eckpunkte des Machtverlustes der PLO dar. Der Konflikt zwischen Fatah- und Hamas-AnhĂ€ngern wurde insbesondere nach 2006 zunehmend gewalttĂ€tiger. KĂ€mpfe zwischen verfeindeten Milizen nahmen insbesondere im Juni 2007 bĂŒrgerkriegsĂ€hnliche ZĂŒge an. Der Hamas gelang es, militĂ€risch die Kontrolle ĂŒber den Gazastreifen zu erlangen, was zu einer De-facto-Teilung der PalĂ€stinensischen Autonomiegebiete fĂŒhrte. Trotz verschiedener Vermittlungsversuche aus der arabischen Welt schwelt der innerpalĂ€stinensische Konflikt bis heute weiter. Unvereinbar scheinen vor allem die Ziele bezĂŒglich eines zukĂŒnftigen palĂ€stinensischen Staates zu sein. WĂ€hrend die Fatah eine Koexistenz mit Israel und einen sĂ€kularen Staat anstrebt, lehnt die Hamas das Existenzrecht Israels kategorisch ab und hat die GrĂŒndung eines islamischen Gottesstaats zum Ziel.

Im Februar 2007 einigten sich Hamas und Fatah darauf, eine Einheitsregierung zu bilden. Die Hamas weigert sich weiterhin, Israel anzuerkennen, wobei sie in ihrer Position vom Iran gestĂ€rkt wird. In der Vereinbarung zur Bildung einer Einheitsregierung ist allerdings eine Zusage der Hamas enthalten, die zwischen Israel und der PLO geschlossenen Abkommen zu respektieren. Die in dieser Zusage enthaltene implizite Anerkennung Israels genĂŒgt der israelischen Regierung jedoch nicht. Die Verhandlungen zur Regelung des israelisch-palĂ€stinensischen Konflikts, die im Januar 2001 abgebrochen wurden, ruhen bis heute; die Kontakte zwischen Israel und dem palĂ€stinensischen PrĂ€sidenten Abbas von Fatah beschrĂ€nken sich auf technische Fragen.

Krieg im Gazastreifen 2008

Als Reaktion auf Raketenangriffe der Hamas auf israelisches Territorium begann die israelische Armee am 27. Dezember 2008 im Gazastreifen die Operation Gegossenes Blei mit einem Luftwaffenangriff. Die Operation wurde am 18. Januar 2009 mit einer einseitigen WaffenstillstandserklÀrung Israels beendet.

Siehe auch: den zeitlichen Ablauf des israelisch-palÀstinensischen Konfliktes.

Wiederaufnahme der FriedensgesprÀche 2010

Nach fast zweijĂ€hriger Unterbrechung nahmen Israelis und PalĂ€stinenser am 2. September 2010 in Washington ihre direkten FriedensgesprĂ€che wieder auf. Kurz vor dem Treffen, das US-PrĂ€sident Barack Obama vermittelt hatte, forderte Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu die PalĂ€stinenser auf, Israel als jĂŒdischen Staat anzuerkennen. PalĂ€stinenserprĂ€sident Mahmud Abbas und sein ChefunterhĂ€ndler Saeb Erekat machten erneut klar, dass sie einen völligen Siedlungsstopp im Westjordanland erwarteten.[17]

Die USA gaben am 8. Dezember 2010 bekannt, dass sie nicht lĂ€nger von Israel einen 90-tĂ€gigen Siedlungsstop im Westjordanland verlangen. Vorher hatten die USA ein Siedlungsbaumoratorium gefordert. Die New York Times und Jerusalem Post meldeten, dass diesbezĂŒgliche GesprĂ€che endgĂŒltig aufgegeben wurden. Israels Verteidigungsminister Ehud Barak kritisierte den stockenden Friedensprozess: „Die Verhandlungen sind momentan total blockiert [
] Die Amerikaner sind viel zu beschĂ€ftigt mit Nordkorea und den EnthĂŒllungen von Wikileaks“. [18]

Hauptkonfliktpunkte

Staatsgrenzen

Das Gebiet eines kĂŒnftigen palĂ€stinensischen Staates und sein Grenzverlauf zu Israel sind ungeklĂ€rt und auch unter den PalĂ€stinensern selbst umstritten. Da die Araber den UN-Teilungsplan von 1948 (Resolution 181) abgelehnt hatten und Israel einen Großteil der darin vorgesehenen PalĂ€stinensergebiete im PalĂ€stinakrieg annektierte, reduzierte sich das ursprĂŒnglich fĂŒr einen PalĂ€stinenserstaat vorgesehene Gebiet enorm.

Von 1960 bis etwa 1989 strebte die PLO gemĂ€ĂŸ interner und offizieller Dokumente einen PalĂ€stinenserstaat an, der die Gebiete Jordanien, Israel, das Westjordanland und den Gazastreifen einschließen sollte. Die PLO gab die Forderung nach einem Staat auf dem Gebiet Israels 1993 im Oslo-Abkommen auf und erkannte das Existenzrecht Israels 1998 offiziell an. Sie strebt heute einen Staat auf dem Gebiet des gesamten Westjordanlandes und in Gaza mit Ostjerusalem als Hauptstadt an.

Teile der Fatah sowie die islamistischen Organisationen Hamas und Islamischer Dschihad fordern jedoch weiterhin die „Befreiung ganz PalĂ€stinas“ einschließlich des Gebietes Israels, also dessen Beseitigung. Israelische Ultranationalisten, beispielsweise Vertreter der Kach-Bewegung, fordern wiederum ein „Großisrael“, das auch die verbliebenen PalĂ€stinensergebiete umfassen soll.

RĂŒckkehrrecht

Unter den Parteien besonders umstritten ist das RĂŒckkehrrecht fĂŒr die palĂ€stinensischen FlĂŒchtlinge, die im Zuge der StaatsgrĂŒndung Israels ihre Heimat verließen, ihr Eigentum verloren haben und nicht mehr zurĂŒckkehren durften. Die PalĂ€stinenser fordern das RĂŒckkehrrecht fĂŒr alle damaligen FlĂŒchtlinge (etwa 700.000) sowie die heute als FlĂŒchtlinge gefĂŒhrten PalĂ€stinenser (etwa 6 Millionen, nach palĂ€stinensischen Angaben 8,5 Millionen). Israel verweigert dies und verweist dabei auf das israelische RĂŒckkehrgesetz fĂŒr Juden aus aller Welt sowie auf die wĂ€hrend Israels StaatsgrĂŒndung aus den arabischen LĂ€ndern vertriebenen Juden: ein RĂŒckkehrrecht sowohl fĂŒr Juden als auch fĂŒr PalĂ€stinenser wĂŒrde zu einer Auflösung des Staates Israel in seiner derzeitigen Konzeption als jĂŒdisch dominierter Staat fĂŒhren, ein RĂŒckkehrrecht oder eine EntschĂ€digung fĂŒr die arabischen Juden sei zudem undenkbar.

Die PalĂ€stinenser im Gazastreifen und im Westjordanland werden trotz ihrer Zugehörigkeit zu den PalĂ€stinensischen Autonomiegebieten bis heute vom UNRWA mehrheitlich als FlĂŒchtlinge gefĂŒhrt und sind zumeist faktisch staatenlos. Selbiges gilt auch fĂŒr die PalĂ€stinenser, die bis heute in FlĂŒchtlingslagern im Libanon und in Syrien leben. Trotz der schwierigen Lebensbedingungen in den FlĂŒchtlingslagern und den durch Israel besetzten Gebieten findet vor allem in letzteren ein anhaltendes Bevölkerungswachstum statt. Von 1967 bis 2002 stieg die Zahl der PalĂ€stinenser in den Gebieten von 450.000 auf 3,3 Millionen. Die Geburtenrate im Gazastreifen gehört seit Jahren zu den höchsten der Welt. Etwa die HĂ€lfte aller Bewohner der besetzten Gebiete und FlĂŒchtlingslager sind unter 15 Jahre alt.[19][20] Der Soziologe Gunnar Heinsohn sieht darin einen klassischen Fall des Youth Bulges und eines der wesentlichen Probleme des Nahostkonflikts im neuen Jahrtausend. Die hohe Arbeitslosigkeit und Perspektivlosigkeit unter palĂ€stinensischen jungen MĂ€nnern fĂŒhre zu einer erhöhten Gewaltbereitschaft und einer AnfĂ€lligkeit fĂŒr extremistische Ideologien, woran jedoch nach Ansicht Heinsohns auch ein unabhĂ€ngiger palĂ€stinensischer Staat vorerst nichts Ă€ndern wĂŒrde. Die palĂ€stinensischen und arabischen FĂŒhrer hĂ€tten gar kein Interesse, die Feindschaft zu Israel zu beenden, da sie befĂŒrchteten, die gewalt- und umsturzbereiten jungen MĂ€nner wĂŒrden sich sonst gegen sie wenden. Die palĂ€stinensischen FĂŒhrer hĂ€tten zudem keine Skrupel, die jungen MĂ€nner als „Waffe“ einzusetzen.[21]

JĂŒdische Siedlungen auf PalĂ€stinensergebieten

Der dritte Streitpunkt ist das Fortbestehen der von Israel seit 1967 in den besetzten Gebieten errichteten jĂŒdischen Siedlungen, in denen mittlerweile etwa 200.000 israelische Juden leben. Diese Siedlungen werden international gemeinhin als völkerrechtswidrig betrachtet.

Die meisten Gebiete im Westjordanland und der Gazastreifen sind unter anderem durch die militĂ€rische Umklammerung unter israelischer Kontrolle, einige palĂ€stinensische StĂ€dte und Dörfer werden seit dem Oslo-Abkommen von der palĂ€stinensischen Autonomiebehörde verwaltet. Nach der Besatzung errichtete Israel zahlreiche Israelische Siedlungen, fĂŒr die teilweise palĂ€stinensisches Land konfisziert wurde. Diese Siedlungspolitik wird von den PalĂ€stinensern sowie der internationalen Staatengemeinschaft vehement kritisiert. Die Hoffnung der Israelis, die Auflösung verschiedener Siedlungsgebiete wie beispielsweise die vollstĂ€ndige ZwangsrĂ€umung jĂŒdischer Siedlungen im Gazastreifen im Jahr 2005 wĂŒrde den Friedensprozess entscheidend voranbringen (Land fĂŒr Frieden), erfĂŒllte sich nicht. Der Gazastreifen wurde vielmehr zur Machtzentrale der islamistischen Hamas, Ă€hnlich wie der israelische RĂŒckzug aus dem SĂŒden Libanons Ende der 80er-Jahre keinen Frieden, sondern ein Erstarken der radikalislamischen Hisbollah zur Folge hatte.

Viele verschiedene Quellen sprechen von „besetzten palĂ€stinensischen Gebieten“, wenn sie PalĂ€stina oder Teile davon meinen.

Trinkwasser

Einige Grenzen Israels sind aufgrund der optimierten Wasserversorgung bereits im Satellitenbild erkenntlich

Der Nahe Osten als aride Region besteht zu 95 % aus WĂŒstengebieten und besitzt dabei geringe SĂŒĂŸwasservorkommen. Nur wenige FlĂŒsse fĂŒhren das ganze Jahr ĂŒber Wasser, die Zahl der unterirdischen Grundwasservorkommen und Aquifere ist begrenzt. Insgesamt stehen der Großregion Naher Osten nur 1 % der weltweit verfĂŒgbaren SĂŒĂŸwasserressourcen (bei ca. 5 % der Weltbevölkerung) zur VerfĂŒgung, das entspricht einer Pro-Kopf-VerfĂŒgbarkeit von 761 Kubikmeter/Jahr (zum Vergleich: die durchschnittliche weltweite VerfĂŒgbarkeit liegt bei 6895 Kubikmeter pro Kopf pro Jahr).

Auf Grund von SchĂ€tzwerten der Bevölkerungszahl Israels und der besetzten Gebiete ergibt sich hier eine Frischwassermenge von nur knapp ĂŒber 200 Kubikmetern pro Kopf und Jahr. Die Lage des Gaza-Streifens ist wegen des hohen Bevölkerungswachstums besonders kritisch. Isoliert betrachtet ergibt sich hier ein Wasserdargebot von lediglich 27-38 Kubikmetern pro Kopf und Jahr.[22]

Der JĂŒdische Nationalfonds versucht mit dem Bau von SĂŒĂŸwasserreservoirs dem Verbrauch von Wasser aus dem See Genezareth entgegenzuwirken. In Israel wurden unter anderem durch Michael Evenari erhebliche Forschungen zur Verbesserung der Wasserversorgung und Optimierung der kĂŒnstlichen BewĂ€sserung geleistet. Evenari unterstellte den zeitgenössischen Beduinen im Gegensatz zu den NabatĂ€ern, nicht Söhne, sondern durch suboptimale Landnutzung VĂ€ter der WĂŒste zu sein und die lokale Wasserkrise dadurch zu verschlimmern.

Im gesamten Nahen und Mittleren Osten birgt der Zugang zu SĂŒĂŸwasser Konfliktpotential. Genauso sind mögliche kooperative Lösungen eine wichtige Grundlage fĂŒr die Entwicklung der Gesamtregion. Der grundsĂ€tzliche Konflikt, die Jordan-Wasserfrage, wurde bereits 1953 faktisch im Rahmen des Johnston-Plans, eines UN-Kompromissvorschlags, gelöst, an den sich die Anrainer, insbesondere Israel, auch halten. Das Abkommen wurde auf Betreiben der Arabischen Liga nie offiziell ratifiziert, da man jedwede vertragliche Übereinkunft als Anerkennung Israels betrachtete. In Wasserfragen kam es ebenfalls sehr frĂŒh zu einem inoffiziellen und intensiv fortgesetzten bilateralen Dialog zwischen Jordanien und Israel. Im Gegensatz dazu gilt die syrische Absicht, das Wasser des Jordan durch Umleitung der nicht auf israelischem Gebiet liegenden QuellflĂŒsse Banyas und Hasbani vermehrt selber zu nutzen als ein Auslöser des Sechstagekrieges.

Jerusalemfrage

Ein weiteres ungelöstes Problem ist der zukĂŒnftige Status von Jerusalem, das beide Seiten als Hauptstadt beanspruchen, jedoch vom Staat Israel annektiert ist.

Der Nahostkonflikt hat fĂŒr viele involvierte Menschen auf beiden Seiten und sicher auch fĂŒr manche Beobachter eine starke religiöse Komponente. Sowohl fĂŒr Juden, Christen als auch fĂŒr Muslime ist Jerusalem eine heilige Stadt.

Den Tempelberg, auf dem bis 70 n. Chr. der jĂŒdische Tempel stand, und dessen westliche Außenmauer – die so genannte Klagemauer – heute das wichtigste Heiligtum des Judentums ist, wollen zahlreiche jĂŒdische Israelis aus religiösen GrĂŒnden nicht aus der Hand geben. Sie verbinden mit der RĂŒckkehr ins Â»Heilige Land« und der Eroberung Jerusalems 1967 die Verheißungen der Thora und das Warten auf den Messias. Die Besiedelung der heiligen StĂ€tten wie Hebron im Westjordanland wĂ€re ohne religiöse Motivation nicht in diesem Ausmaß möglich gewesen.

Es gibt tora- bzw. bibelglĂ€ubige Juden und Christen, die in den Ereignissen im Nahen Osten eine ErfĂŒllung göttlicher Prophezeiungen sehen.[23] So schrieb zum Beispiel Sacharja etwa 500 v. Chr.: Â»Ich will Jerusalem zum Taumelbecher zurichten fĂŒr alle Völker ringsumher« (Sacharja 12, 1). Zuvor schrieb Hesekiel von der RĂŒckkehr der Juden in ihr Land Â»aus allen Völkern« (Hesekiel 34) und – diese Bibelstelle fĂŒhren natĂŒrlich nur die Christen an – auch Paulus spricht in Römer 11 von Gottes Gnade fĂŒr Israel.[24] Arabische Christen und antizionistische Juden teilen diese Auffassung allerdings nicht.

Der Felsendom, der sich in Ost-Jerusalem befindet, stellt fĂŒr Muslime ein besonderes Heiligtum dar.[25] FĂŒr radikale Muslime ist schon die Existenz Israels ein Problem, denn ein Gebiet, das einst zum Einflussbereich des Islam gehörte, könne nicht „UnglĂ€ubigen“ ĂŒberlassen werden.

Wichtigstes Anliegen der muslimischen PalĂ€stinenser ist Jerusalem als Hauptstadt eines eigenen Staates mit dem Tempelberg als Mittelpunkt. Sie stĂŒtzen sich dabei auf die bereits frĂŒhomayadische Überlieferung, dass, der ErzĂ€hlung nach, in der Sure 17, Vers 1-2 des Korans, die Zusammenkunft Mohammeds mit Allah in Begleitung des Erzengels Gabriel sowie die Himmelfahrt Mohammeds am Standort des heutigen Felsendomes auf dem Tempelberg stattgefunden haben soll.

Das in den Amarna-Briefen erwĂ€hnte Uruschalim verfĂŒgte bereits Jahrhunderte vor der Inbesitznahme durch die Israeliten ĂŒber einen jebusitischen (kanaanitischen) Haupttempel. Es war somit damals schon nicht nur ein politischer, sondern auch ein religiöser Mittelpunkt.

Im Konfliktgebiet prĂ€sentieren sich daher der Konflikt und seine Lösungsmöglichkeiten verschieden je nach Anwendung der Prinzipien des Selbstbestimmungsrechtes der heute dort ansĂ€ssigen Bevölkerung allein aufgrund der demographischen VerhĂ€ltnisse oder unter Anwendung historischer bzw. historisch-religiöser Überlegungen. Da nicht einmal ĂŒber die anzuwendenden maßgebenden Kriterien auf beiden Seiten Einigkeit besteht, bzw. jede Seite die ihr am meisten bei der Argumentation nĂŒtzenden GrundsĂ€tze als maßgebend postuliert, ist der langandauernde und zĂ€he Konflikt erklĂ€rbar. Er wird sogar noch weiter geschĂŒrt, indem fortlaufend neue Fakten vor Ort geschaffen werden. So das Errichten neuer israelischer Siedlungen in der Westbank, demgegenĂŒber werden von israelischer Seite Ängste geĂ€ußert, die insgesamt deutlich stĂ€rkere Geburtenrate der Araber wĂŒrde auf lange Sicht die bestehende demografische Situation Ă€ndern und zu einem arabischen Übergewicht fĂŒhren, wobei aber die Geburtenrate gerade bei den Siedlern genauso hoch ist. Diese und auch noch andere Argumente erschweren eine Konsenslösung um das Errichten zweier gleichberechtigter Staaten nebeneinander.

Literatur

  • Aus Politik und Zeitgeschichte 9/2010: Nahost-Konflikt.
  • Martin Beck: Friedensprozess im Nahen Osten. RationalitĂ€t, Kooperation und politische Rente im Vorderen Orient. Wiesbaden: Westdeutscher Verlag, 2002, ISBN 3-531-13724-7
  • Reiner Bernstein: Von Gaza nach Genf. Die Genfer Friedensinitiative von Israelis und PalĂ€stinensern. Wochenschau Verlag, Schwalbach/Ts. 2006
  • Daniel C. Brecher: Fremd in Zion. Aufzeichnungen eines UnzuverlĂ€ssigen, Deutsche Verlags-Anstalt, MĂŒnchen 2005.
  • Wesley H. Brown & Peter F. Penner (ed.): Christian Perspectives on the Israeli-Palestinian Conflict. Neufeld Verlag, Schwarzenfeld 2008. ISBN 978-3-937896-57-1.
  • Conor Cruise O’Brien: Belagerungszustand. Die Geschichte des Staates Israel und des Zionismus (Originaltitel: „The Siege: The Saga of Israel and Zionism“) ISBN 978-3-85445-033-7 (Original: ISBN 978-0-671-63310-3)
  • Noah Flug, Martin SchĂ€uble: Die Geschichte der Israelis und PalĂ€stinenser. Mit Karten, Zeittafel und Medienhinweisen. MĂŒnchen 2009 (aktualisierte Auflage), ISBN 978-3-423-62416-9
  • Meike Janosch, Rahel Schomaker (Hg.): Wasser im Nahen Osten und Nordafrika. Wege aus der Krise. Waxmann, MĂŒnster 2008.
  • Margret Johannsen: Der Nahost-Konflikt, VS Verlag fĂŒr Sozialwissenschaften, Wiesbaden 2006, ISBN 3-531-15243-2.
  • Mike Lukasch: Zwischen Hoffnung und Scheitern. Die USA und der Nahostfriedensprozess 1997–2005. Verlag Schöningh, Paderborn 2011. ISBN 978-3-506-77060-8.
  • Naseef Naeem & Hatem Elliesie: „Gemeinsames Dach: Der Staatenbund – eine mögliche Lösung fĂŒr den Nahostkonflikt“, in: Frankfurter Allgemeine Zeitung (F.A.Z.), Rubrik „Staat und Recht“, Donnerstag, den 12. Februar 2009, S. 10.
  • Irit Neidhardt: Mit dem Konflikt leben!? Berichte und Analysen von Linken aus Israel und PalĂ€stina. Unrast Verlag, 2004, ISBN 3-89771-010-2
  • Avi Primor: Der Friedensprozeß im Nahen Osten und die Rolle der EuropĂ€ischen Union, ZEI, 1998, ISBN 3-933307-25-2. - (Zentrum fĂŒr EuropĂ€ische Integrationsforschung <Bonn>: ZEI discussion paper ; 25)
  • Gernot Rotter, Schirin Fathi: Nahostlexikon. Der israelisch-palĂ€stinensische Konflikt von A-Z, Palmyra Verlag, Heidelberg 2001, ISBN 3-930378-28-0
  • Tom Segev: Es war einmal ein PalĂ€stina. Juden und Araber vor der StaatsgrĂŒndung Israels. MĂŒnchen 2005, ISBN 978-3-570-55009-0
  • Tom Segev: 1967. Israels zweite Geburt. Bonn 2007 (Schriftenreihe der Bundeszentrale fĂŒr politische Bildung 635), ISBN 978-3-89331-789-9
  • Rolf Steininger: Der Nahostkonflikt, Fischer-Kompakt, Frankfurt am Main 2003, 4. Auflage 2006, ISBN 3-596-16121-5
  • Rolf Steininger / Rudolf Agstner (Hgg.): Israel und der Nahostkonflikt 1972–1976, Olzog Verlag. MĂŒnchen 2006, ISBN 978-3-7892-6812-0. (Rezension)
  • Tilman Tarach: Der ewige SĂŒndenbock. Heiliger Krieg, die „Protokolle der Weisen von Zion“ und die Verlogenheit der sogenannten Linken im Nahostkonflikt. Mit einem Geleitwort von Henryk M. Broder. Dritte ĂŒberarbeitete Auflage. Edition Telok, Freiburg 2010, ISBN 978-3-9813486-0-6.
  • Angelika Volle, Werner Weidenfeld (Hrsg.): Frieden im Nahen Osten? Chancen, Gefahren, Perspektiven, Verlag fĂŒr Internationale Politik, Bonn 1997, 308 S.

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Wiktionary Wiktionary: Nahostkonflikt â€“ BedeutungserklĂ€rungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Dossiers

Einzelnachweise

  1. ↑ Margret Johannsen: 'Der Nahostkonflikt, VS Verlag fĂŒr Sozialwissenschaften, 2. aktualisierte Auflage, Wiesbaden 2009, S. 11
  2. ↑ Israelisches Außenministerium: Herzl und der Zionismus; The Center for Online Judaic Studies: The First Zionist Congress: The Basle Declaration, August 1897
  3. ↑ Rolf Steininger: Der Nahostkonflikt, 4. Auflage 2006, S. 6f
  4. ↑ Margret Johannsen: Der Nahostkonflikt, 2. Auflage 2006, S. 24
  5. ↑ Rolf Steininger: Der Nahostkonflikt, 4. Auflage 2006, S. 82f
  6. ↑ Der Beschluß der Vereinten Nationen zur GrĂŒndung des Staates Israel und die Reaktion der arabischen Staaten auf zionismus.info vom haGalil e. V.
  7. ↑ Prof. Ada Aharoni: The forced Migration of Jews from Arab Countries and Peace (Haifa 2002)
  8. ↑ The State of Israel — Ministry of Justice (28. Dezember 2003): Decision n. 1250: Rights of Jews from Arab Lands
  9. ↑ http://www.internationalepolitik.de/archiv/jahrgang1995/maerz1995/politische-instabilitaten-im-nahen-osten.html
  10. ↑ http://www.bpb.de/publikationen/WRMCK2,1,0,Iran_und_die_arabische_Welt.html
  11. ↑ Mosab Hassan Yousef mit Ron Brackin, Sohn der Hamas – Mein Leben als Terrorist, SCM HĂ€ssler Verlag, 1. Auflage 2010, S. 138
  12. ↑ Webseite des israelischen Verteidigungsministeriums
  13. ↑ Deutsche Welle Israel setzt Angriffe auf Gazastreifen fort, 3. November 2006
  14. ↑ Israel excludes Palestinians from fertile valley The Guardian , 14. Februar 2006
  15. ↑ Keine Entwaffnung der Hisbollah, Spiegel Online, 22. August 2006
  16. ↑ Wieland Schneider: „Neuer Libanon-Krieg wĂ€re schwierig“, Die Presse, 8. Juli 2007
  17. ↑ Sie reden von Frieden – aber wollen sie ihn auch? tagesschau.de, 2. September 2010
  18. ↑ Artikel in der TAZ vom 8. Dezember 2010:Siedlungs-Moratorium in Israel lĂ€uft aus. USA fordern keinen Baustopp mehr.
  19. ↑ http://www.palaestina.org/news/nachrichten/zeigeNachricht.php?ID=3501
  20. ↑ http://www.welt-auf-einen-blick.de/bevoelkerung/geburtenrate-1.php
  21. ↑ Gunnar Heinsohn: Söhne und Weltmacht, ZĂŒrich 2006, S.31 ff.
  22. ↑ Henning Thobaben. Der Wasserkonflikt im Jordanbecken. Kooperationspotentiale im Wassersektor als Beitrag zur Lösung des Nahost-Konflikts? (PDF-Datei)
  23. ↑ Einzigartiges Israel – Prophetie
  24. ↑ Einzigartiges Israel – Römerbrief
  25. ↑ Jerusalem – die drittheiligste Stadt des Islam, Institut fĂŒr Islamfragen e. V.

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