Namborn

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Namborn
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Namborn
Namborn
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Namborn hervorgehoben
49.5211111111117.1405555555556348
Basisdaten
Bundesland: Saarland
Landkreis: St. Wendel
H√∂he: 348 m √ľ. NN
Fl√§che: 26 km¬≤
Einwohner:

7.295 (31. Dez. 2010)[1]

Bevölkerungsdichte: 281 Einwohner je km²
Postleitzahl: 66640
Vorwahlen: 06857 (Ortsteile Namborn und Heisterberg: 06854, Ortsteil Baltersweiler: 06851)
Kfz-Kennzeichen: WND
Gemeindeschl√ľssel: 10 0 46 113
Gemeindegliederung: 10 Ortsteile; 8 Gemeindebezirke
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Schloßstraße 13
66640 Namborn
Webpräsenz: www.namborn.de
B√ľrgermeister: Theo Staub (SPD)
Lage der Gemeinde Namborn im Landkreis St. Wendel
Nonnweiler Nohfelden Freisen Tholey Oberthal (Saar) Marpingen Namborn St. Wendel Rheinland-Pfalz Landkreis Merzig-Wadern Landkreis Saarlouis Landkreis NeunkirchenKarte
√úber dieses Bild

Namborn ist eine saarl√§ndische Gemeinde im Zentrum des Landkreises St. Wendel und liegt etwa 40 km nord√∂stlich von Saarbr√ľcken an der B 41 und der Bahnlinie Saarbr√ľcken-Mainz. Bekanntestes Wahrzeichen der Gemeinde ist die Ruine der Liebenburg auf dem Schlo√überg im Ortsteil Eisweiler.
Der Verwaltungssitz der Gemeinde befindet sich wegen der g√ľnstigen Verkehrsanbindung und der zentralen Lage im Ortsteil Hofeld-Mauschbach. Die Entfernung zum Bostalsee betr√§gt ca. 10 km und zur Kreisstadt St. Wendel ca. 7 km.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Die Gemeinde Namborn umfasst folgende 10 Ortsteile: Baltersweiler, Eisweiler, Furschweiler, Gehweiler, Heisterberg, Hirstein, Hofeld-Mauschbach, Namborn, Pinsweiler und Roschberg.

Namborn befindet sich in waldreicher Mittelgebirgslandschaft zwischen den Fl√ľssen Nahe und Blies im Naturpark Saar-Hunsr√ľck. H√∂chste Erhebung ist der Friedenberg (Hirstein) mit 509 m; die tiefste Stelle mit 298 m ist die Stelle, an der der Todbach das Gemeindegebiet nach St. Wendel (Urweiler) verl√§sst. Anerkannte Naturdenkm√§ler finden sich in Baltersweiler (Wendalinush√∂hle), in Furschweiler (Linde), in Namborn (Felswand Allerbach) und in Roschberg (3 Eichen).

Ein etwa 10 ha gro√ües Areal Schlossberg im Ortsteil Eisweiler ist wegen Vorkommen mehrerer seltener Pflanzenarten seit Februar 1937 bzw. November 1957 als Naturschutzgebiet gesch√ľtzt und ist damit das √§lteste NSG des Saarlandes (VO vom 16. Februar 1937 und 5. November 1957). Seit November 1983 gibt es mit dem Gebiet Weiherbruch und Rohrbachwiesen im Ortsteil Namborn gemeinsam mit der Nachbargemeinde Oberthal ein zweites NSG mit einer Gr√∂√üe von 19,68 ha (VO vom 14. November 1983).

Des Weiteren geh√∂ren Teile der Gemarkungen Heisterberg, Hirstein, Hofeld-Mauschbach, Namborn und Pinsweiler zum Landschaftsschutzgebiet des Landkreises St. Wendel (VO vom 12. August 1976 und sp√§tere √Ąnderungen).

Geschichte

Gemeinde Namborn

Zahlreiche Bodenfunde aus der Kelten- bzw. R√∂merzeit, die in den Orten Baltersweiler, Eisweiler, Furschweiler, Bornerhof, Heisterberg, Hirstein, Namborn und Roschberg entdeckt bzw. teilweise freigelegt wurden, belegen eine fr√ľhe Besiedlung des Gemeindegebietes. Auch die 1220 urkundlich erstmals erw√§hnte und vermutlich um 1200 erbaute Liebenburg auf dem Schlo√überg (Eisweiler) ist ein weiterer Beweis f√ľr die Bedeutung unseres Gebietes.

Seit dem fr√ľhen Mittelalter (um ca. 1300) bis zum 1. Juli 1952 ist die geschichtliche Entwickelung der 10 Ortsteile teilweise unterschiedlich verlaufen. Die 8 Orte Baltersweiler, Eisweiler, Furschweiler, Gehweiler (teilweise), Heisterberg, Hofeld-Mauschbach, Pinsweiler und Roschberg geh√∂rten bis 1794 zum Amt St. Wendel bzw. zeit- und teilweise zum Amt Liebenberg (Liebenburg) im Kurf√ľrstentum Trier.
Hirstein geh√∂rte zun√§chst zur Grafschacht Veldenz, die im 15. Jahrhundert im Wege der Erbfolge an Pfalz-Zweibr√ľcken √ľbergegangen ist. Ebenso der Teil des Ortes Gehweiler oberhalb des Eichertsbaches.
Namborn geh√∂rte dagegen zum Amt Schaumburg im Herzogtum Lothringen, das im Jahre 1766 an das K√∂nigreich Frankreich fiel. Mit Vertrag vom 15. November 1786 wurde dieses Amt im Tauschwege an Pfalz-Zweibr√ľcken √ľbertragen. Der tats√§chliche √úbergang erfolgte erst im M√§rz 1787.

Durch die Franz√∂sische Revolution und die folgende Besetzung des gesamten linken Rheinufers im Jahre 1794 sind das Kurf√ľrstentum Trier und das Herzogtum Pfalz-Zweibr√ľcken untergegangen. Unter franz√∂sischer Herrschaft wurden neue Verwaltungseinteilungen vorgenommen. Die 10 Ortsteile der Gemeinde Namborn waren folgenden Marien (B√ľrgermeistereien) zugeordnet:
a) Marie Walhausen = Baltersweiler, Eisweiler, Furschweiler, Gehweiler, Heisterberg, Hirstein, Hofeld-Mauschbach und Pinsweiler sowie Asweiler, Eitzweiler, Gonnesweiler, Mosberg-Richweiler, Steinberg-Deckenhardt und Walhausen
b) Marie Oberkirchen = Roschberg sowie Gr√ľgelborn, Haupersweiler, Oberkirchen, Reitscheid und Leitersweiler
c) Marie Namborn = eigene Marie im Moseldepartement
Die Vereinigung des Moseldepartements mit Frankreich erfolgte am 14. Februar 1793; die Vereinigung des Saardepartements, zu dem u.a. die Marien Walhausen und Oberkirchen geh√∂rten, erfolgte am 9. Februar 1801 mit dem Abschluss des endg√ľltigen Friedensvertrages. Mit diesem Vertrag wurde Frankreich das gesamte linksrheinische Gebiet √ľberlassen.

Nach der Niederlage Napoleons in der Schlacht bei Leipzig im Oktober 1813 wurde mit Friedensvertrag vom 31. Mai 1814 Frankreich auf seine ehemaligen Grenzen zum 1. Januar 1792 zur√ľck verwiesen. Gleichzeitig begann mit dem Wiener Kongress (18. September 1814 bis 9. Juni 1815) eine Neuordnung der Herrschaftsgebiete. In Artikel 49 und 50 der Wiener Schlussakte wurde das K√∂nigreich Preu√üen verpflichtet, bestimmte Teile der erhaltenen Gebiete u.a. an das Herzogtum Sachsen-Coburg und das Herzogtum Oldenburg abzutreten. In einer √úbergangsl√∂sung wurden aus "Marie Walhausen" bzw. "Marie Oberkirchen" ohne √Ąnderung der Zugeh√∂rigkeit der einzelnen Gemeinden nunmehr B√ľrgermeisterei Walhausen bzw. B√ľrgermeisterei Oberkirchen. Namborn wurde hierbei der B√ľrgermeisterei Tholey zugeordnet. Die Entlassung o.a. Gebiete an das Herzogtum Sachsen-Coburg und Herzogtum Oldenburg wurde mit dem K√∂niglich Preu√üischen Entlassungs-Patent vom 9. September 1816 ausgesprochen. Durch das Herzoglich Sachsen-Coburgische Besitzergreifungs-Patent vom 11. September 1816 kamen damit 9 Orte (au√üer Hirstein) unserer heutigen Gemeinde zum Herzogtum Sachsen-Coburg. Hirstein dagegen kam durch Patent √ľber die Besitznahme des F√ľrstentums Birkenfeld vom 16. April 1817 an das Herzogtum Oldenburg.

Mit der Bildung von 3 Kantonen (St. Wendel, Baumholder und Grumbach) und 15 B√ľrgermeistereien unter Sachsen-Coburg durch Verordnung vom 11. Januar 1817 entstand u.a. erstmals die B√ľrgermeisterei Namborn, die folgende Orte umfasste: Namborn, Eisweiler, Furschweiler und Born (Bornerhof), Gehweiler, Heisterberg, Hofeld und Mauschbach sowie Pinsweiler. Roschberg kam zur B√ľrgermeisterei Oberkirchen. Gem√§√ü Verordnung vom 6. M√§rz 1819 benannte Sachsen-Coburg das am 11. September 1816 in Besitz genommene Gebiet nunmehr als F√ľrstentum Lichtenberg (Sitz in St. Wendel). Im Rahmen der Vergr√∂√üerung mit nur noch 7 B√ľrgermeistereien gem√§√ü Verordnung vom 22. September 1823 wurde zum 1. Oktober 1823 u.a. auch die B√ľrgermeistereien Namborn und Oberkirchen aufgel√∂st. Im Kanton St. Wendel entstanden daf√ľr nur noch 2 B√ľrgermeistereien, und zwar die B√ľrgermeisterei St. Wendel, zu der nunmehr Roschberg (neben 16 anderen Orten) geh√∂rte sowie die B√ľrgermeisterei Bliesen mit den Orten Bliesen, Oberthal, G√ľdesweiler, Gronig, Namborn, Eisweiler, Gehweiler, Heisterberg, Pinsweiler, Hofeld und Mauschbach, Baltersweiler, Furschweiler und Bornerhof, Alsweiler, Winterbach und Marpingen.

Durch Staatsvertrag vom 31. Mai 1834 trat das Herzogtum Sachsen-Coburg das F√ľrstentum Lichtenberg an das K√∂nigreich Preu√üen ab, das durch das K√∂niglich Preu√üische Besitzergreifungs-Patent vom 15. August 1834 hiervon Besitz nahm. Mit Anordnung vom 25. M√§rz 1835 wurde bestimmt, dass mit dem 1. April 1835 das bisherige F√ľrstentum Lichtenberg dem Regierungsbezirk Trier der Rhein-Provinz einverbleibt und nunmehr als Kreis St. Wendel gef√ľhrt wird. Unter preu√üischer Regentschaft erfolgte zum 1. Januar 1836 wieder eine Neuordnung der B√ľrgermeistereien des Kantons St. Wendel in die 3 B√ľrgermeistereien St. Wendel, Alsweiler und Oberkirchen. Nach der Verf√ľgung vom 23. September 1836 geh√∂rten zur B√ľrgermeisterei Oberkirchen folgende 17 Orte: Alsfassen und Breiten (bis 1843), Baltersweiler, Eisweiler, Furschweiler, Gehweiler, Gr√ľgelborn, Haupersweiler und Seitzweiler, Heisterberg, Hofeld, Leitersweiler, Mauschbach, Namborn, Oberkirchen, Pinsweiler, Reitscheid, Roschberg sowie Urweiler. Seit etwa Mitte des 19. Jahrhunderts wurde teilweise die Ortsbezeichnung "Hofeld-Mauschbach" verwandt, die jedoch erst in den Personenstandsb√ľchern ab 16. Oktober 1947 ihren dauernden Niederschlag fand.

Der am 10. Januar 1920 in Kraft getretene Friedensvertrag vom 28. Juni 1919 hatte sowohl eine Verwaltungstrennung auf Kreisebene (Kreis St. Wendel-S√ľd und Kreis St. Wendel-Nord) als auch auf B√ľrgermeistereiebene (Oberkirchen-S√ľd und Oberkirchen-Nord) zur Folge (Saargebietsgrenze). Die endg√ľltige Verwaltungstrennung auf Kreisebene erfolgte zum 23. M√§rz 1920 mit der Bildung des "Stammkreises" St. Wendel (St. Wendel-S√ľd im Saargebiet) und des "Restkreises" St. Wendel-Baumholder (St. Wendel-Nord in der Rheinprovinz). Bei der am 7. Mai 1920 vollzogenen Verwaltungstrennung der B√ľrgermeisterei Oberkirchen in Oberkirchen-S√ľd und Oberkirchen-Nord kamen Gehweiler und Roschberg neben Oberkirchen, Reitscheid, Gr√ľgelborn, Leitersweiler und Haupersweiler zu Oberkirchen-Nord. Zum 1. Januar 1921 wurde Roschberg wiederum Oberkirchen-S√ľd zugeteilt, so dass diese nunmehr die Orte Baltersweiler, Eisweiler, Furschweiler, Heisterberg, Hofeld-Mauschbach, Namborn, Pinsweiler, Roschberg sowie Urweiler umfasste. Mit Erlass der Regierungskommission des Saargebietes vom 7. Mai 1921 wurde die Bezeichnung B√ľrgermeisterei Oberkirchen-S√ľd in B√ľrgermeisterei Namborn (Sitz in St. Wendel) ge√§ndert. Die Einf√ľhrung der Preu√üischen Amtsordnung im Saarland (ab 1. M√§rz 1935 R√ľckgliederung des Saarlandes) durch Verordnung vom 31. Juli 1935 wandelte zum 1. August 1935 nunmehr die Bezeichnung B√ľrgermeisterei Namborn in Amt Namborn um. Zum 1. April 1937 ist der oldenburgische Landesteil Birkenfeld (1817 bis 1918 F√ľrstentum Birkenfeld) auf das Land Preu√üen √ľbergegangen und bildete mit dem Restkreis St. Wendel-Baumholder ab diesem Zeitpunkt den Landkreis Birkenfeld. Hirstein geh√∂rte somit rd. 120 Jahre zum F√ľrstentum/Landesteil Birkenfeld (Oldenburg) in der B√ľrgermeisterei bzw. dem Amt Nohfelden. Gehweiler (ab 1920 Oberkirchen-Nord) kam zun√§chst zur B√ľrgermeisterei Oberkirchen (Sitz in Oberkirchen) bzw. Amt Oberkirchen, das zum 1. April 1939 mit dem Amt Burglichtenberg zum neuen Amt Freisen mit Sitz in Berschweiler (nach dem Kriegsende in Freisen) vereinigt wurde. Die Personenstandsb√ľcher wurden vom 1. April 1939 bis 31. Juli 1946 beim Standesamt Berschweiler, jetzt Baumholder, gef√ľhrt.

Ab 1943 wurden kriegsbedingt die 3 √Ąmter Alsweiler, St. Wendel-Land und Namborn (alle Sitz in St. Wendel) gemeinsam verwaltet. Im M√§rz 1945 verlor Heisterberg auf Anordnung der amerikanischen Milit√§rregierung seine Selbst√§ndigkeit und wurde Namborn zugeschlagen. Die gemeinsame Verwaltung der 3 √Ąmter wurde zum 1. April 1945 durch die Abtrennung des Amtes Alsweiler aufgehoben und beschr√§nkte sich nur noch auf das Amt Namborn und Amt St. Wendel-Land. Durch Verf√ľgung vom 6. Mai 1946 wurde Heisterberg mit Wirkung vom 14. Mai 1946 wieder als selbst√§ndige Gemeinde erkl√§rt. Zum 20. Juli 1946 wurden die bisher dem Kreis Birkenfeld angeh√∂renden Gemeinden Gehweiler, Gr√ľgelborn, Leitersweiler und Reitscheid dem Amt Namborn und Hirstein dem Amt T√ľrkism√ľhle eingegliedert und geh√∂rten damit erstmals dem Saarland an. Durch Anordnung vom 26. Februar 1947 wurde die Bezeichnung Amt Namborn durch die Bezeichnung Verwaltungsbezirk Namborn ersetzt. Mit Wirkung vom 1. Mai 1947 wurde Hirstein vom Verwaltungsbezirk T√ľrkism√ľhle dem Verwaltungsbezirk Namborn zugewiesen. Zu diesem Zeitpunkt endete auch die gemeinsame Verwaltung der beiden √Ąmter (Verwaltungsbezirke) Namborn und St. Wendel-Land in Verbindung mit dem Zusammenschluss der √Ąmter (Verwaltungsbezirke) Alsweiler und St. Wendel-Land zu dem neuen Amt (Verwaltungsbezirk) St. Wendel-Land. Gleichzeitig wurden Baltersweiler, Haupersweiler, Leitersweiler und Urweiler aus dem Verwaltungsbezirk Namborn ausgegliedert und in den neuen Verwaltungsbezirk St. Wendel-Land eingegliedert. Der Trennung der beiden √Ąmter (Verwaltungsbezirke) folgte vom 8. Mai 1947 bis 20 Oktober 1950 eine vor√ľbergehende Verlegung des Verwaltungssitzes des Verwaltungsbezirkes Namborn nach Namborn, Heisterberger Stra√üe (Gasthaus Sesterheim) mit anschlie√üender R√ľckkehr nach St. Wendel, Julius Bettingen-Str. 5. Die Gemeindeordnung vom 10. Juli 1951 wandelte mit Wirkung vom 1. September 1951 die Bezeichnung Verwaltungsbezirke wieder in √Ąmter (Amt Namborn) um. Mit Wirkung vom 1. Juli 1952 wurden die Gemeinden Baltersweiler, Haupersweiler, Leitersweiler, Oberkirchen, Schwarzerden und Urweiler aus dem Amt St. Wendel-Land ausgegliedert und ins Amt Namborn eingegliedert. Gleichzeitig wurde die Bezeichnung von Amt Namborn in Amt Oberkirchen-Namborn ge√§ndert. Dem Amt Oberkirchen-Namborn geh√∂rten somit folgende 17 Gemeinden an: Baltersweiler, Eisweiler, Furschweiler, Gehweiler, Gr√ľgelborn, Haupersweiler, Heisterberg, Hirstein, Hofeld-Mauschbach, Leitersweiler, Namborn, Oberkirchen, Pinsweiler, Reitscheid, Roschberg, Schwarzerden und Urweiler.

Mit dem saarl√§ndischen Gesetz zur Neugliederung der Gemeinden und Landkreise vom 19. Dezember 1973 wurden zum 1. Januar 1974 die bisherigen selbst√§ndigen Gemeinden zu Einheitsgemeinden zusammengeschlossen und die bisherigen √Ąmter aufgel√∂st. Als Rechtsnachfolger des Amtes Oberkirchen-Namborn wurde die neue Gemeinde Namborn mit den 10 Ortsteilen (Gemeindeteilen) Baltersweiler, Eisweiler, Furschweiler, Gehweiler, Heisterberg, Hirstein, Hofeld-Mauschbach, Namborn, Pinsweiler und Roschberg bestimmt. Die restlichen 7 ehemaligen Gemeinden Leitersweiler und Urweiler wurden der Stadt St. Wendel und die Gemeinden Gr√ľgelborn, Haupersweiler, Oberkirchen, Reitscheid und Schwarzerden der Gemeinde Freisen zugeordnet. Mitte August 1975 erfolgte schlie√ülich die Verlagerung der Amtsgesch√§fte von St. Wendel, Julius Bettingen-Str. 5 zum Rathaus im Ortsteil Hofeld-Mauschbach, Schlo√üstr. 13, dem neuen Verwaltungssitz der Gemeinde Namborn.
Quelle: Dokumentendarstellung in der Orts-Chronik Heisterberg

Einzelne Ortsteile

Baltersweiler

Ersterwähnung: 1304 Balterswilre

Eisweiler

Ersterwähnung: 1757 Eysweiler

Siehe auch unter www.eisweiler.de

Furschweiler

Ersterwähnung: 1469 Forswyler, 1328 Born (Bornerhof)

Siehe auch unter www.furschweiler.de

1883 wurde am Hang des Metzelberges eine alte R√∂mervilla freigelegt. Beim Ausr√§umen dieser Villenreste wurden ein Steinbeil und ein Steinspitz gefunden, beides Werkzeuge, wie sie vor ca. 4000 Jahren in der Jungsteinzeit hergestellt wurden. Auf dem Bornh√ľbel stie√ü ein Landwirt beim Pfl√ľgen auf Flachgr√§ber der sp√§teren La-T√®ne-Zeit, die nachweisen, dass schon in der vorr√∂mischen Eisenzeit (5. bis 3. Jahrhundert vor Christus) hier Menschen ans√§ssig waren. Furschweiler wurde zwar erst am 9. Dezember 1469 zum ersten Mal urkundlich erw√§hnt, aber besiedelt die Gegend schon sehr viel fr√ľher. Keltische Wohnst√§tten sind zwar nicht vorhanden, es wurden jedoch Gr√§berfelder gefunden, anhand derer es nachgewiesen ist, dass hier Kelten gesiedelt haben m√ľssen. Im Zuge der Eroberung Galliens durch Julius C√§sar (58 - 51 v. Chr.) kamen auch r√∂mische Legion√§re in die Namborner Gegend. Es kam es zu K√§mpfen an der (heute) Alten Trierer Stra√üe. Die Treverer trugen ihre Gefallenen auf die H√∂he, wo heute das Reitscheider Kreuz an der Kreuzung R√∂merstra√üe - Gehweiler Weg steht, und beerdigten in Massengr√§bern mit 30 Urnen, √ľber die andere Asche gestreut war, und 10 Minuten n√∂rdlich des Reitscheider Kreuzes entfernt, nach Roschberg zu, auf der H√∂he links am Weg ihre Toten. [2] Dieses Massengrab wurde bei einer Erweiterung eines Steinbruches freigelegt.

Gehweiler

Ersterwähnung: 1325 Gewiller

Heisterberg

Ersterwähnung: 1360 Heysterberg
Mit dem Dokument vom 20. Juli 1360 wird dem Hesso von Esch (auf der Liebenburg Eisweiler) der Zehnte von Heysterberg durch Erzbischof Boemund II von Trier √ľbertragen.
Heisterberg wird im Volksmund auch "die Mauer" genannt.
Siehe auch unter www.heisterberg-saar.de

Hirstein

Ersterwähnung: 1397 Hirstein

Hofeld-Mauschbach

Ersterw√§hnung: 1278 Hoychfelde, 1303 Musbach - F√ľhrung mit Doppelnamen "Hofeld-Mauschbach" - siehe unter Gemeinde (Seit etwa Mitte des 19. Jahrhunderts ......)

Namborn

Ersterwähnung: 1360 Nuimborn

Pinsweiler

Ersterwähnung: 1344 Pontzweiler

Siehe auch unter www.pinsweiler.de

Roschberg

- Ersterwähnung: 1335 Roßbergh

Siehe auch unter www.roschberg.de


Politik

B√ľrgermeister

  • 1. Januar 1974 bis 31. M√§rz 1983: Reinhold Sartorius, CDU
  • 1. April 1983 bis 31. M√§rz 2001: Herbert M√ľller, SPD
  • 1. April 2001 bis heute: Theo Staub, SPD

Gemeinderat

Der Gemeinderat mit 27 Sitzen setzt sich nach der Kommunalwahl vom 7. Juni 2009 wie folgt zusammen:

‚ÄĘ‚ÄĘ‚ÄĘ Wahlbeteiligung: 74,03 %‚ÄĘ‚ÄĘ‚ÄĘ(in Verbindung mit der Direktwahl des B√ľrgermeisters der Gemeinde Namborn)

  45,13 %  (-5,5)   13 Sitze  ( -2)
  30,63 %  (-1,7)   8 Sitze  (-1)
  13,79 %  (+0,4)   4 Sitze  (+1)
  7,42 %  (neu)   2 Sitze  (+2)
  3,0 %  (neu)   -  (=)

Gemeindebezirke

Das Gemeindegebiet Namborn ist seit 15. Februar 1974 durch Satzung nach dem KSVG in folgende 8 Gemeindebezirke eingeteilt: Baltersweiler, Eisweiler/Pinsweiler, Furschweiler, Gehweiler, Hirstein, Hofeld-Mauschbach, Namborn/Heisterberg und Roschberg. Grunds√§tzlich bildet jeder Ortsteil der Gemeinde einen eigenen Gemeindebezirk. Die Ortsteile Heisterberg und Pinsweiler verf√ľgen jedoch jeweils nicht √ľber die geforderte gesetzliche Mindest-Einwohnerzahl von 200 Einwohnern zur Bildung eigener Gemeindebezirke. Daher bilden die Ortsteile Eisweiler und Pinsweiler den gemeinsamen Gemeindebezirk Eisweiler/Pinsweiler sowie die Ortsteile Namborn und Heisterberg den gemeinsamen Gemeindebezirk Namborn/Heisterberg.

Der Begriff "Gemeindebezirk" ist ein rein rechtlicher Verwaltungsbegriff und stellt lediglich die "räumliche Abgrenzung der Zuständigkeit des jeweiligen Ortsrates" dar (Gebrauch daher nur in Verbindung mit einer Ortsrats- bzw. Ortsvorstehertätigkeit; Name des Ortsteiles hat Vorrang).

Wappen

Seit 1976 f√ľhrt die Gemeinde ihr Wappen, auf dem in Rot auf einem goldenen Dreiberg ein gezinnter goldener Turm mit zwei schwarzen Fenstern, begleitet rechts und links von je einer goldenen heraldischen Lilie abgebildet ist.

Der Turm mit den drei Zinnen und zwei Fenstern symbolisiert die Liebenburg auf dem Schlossberg. F√ľr die Darstellung wurde eine Abbildung eines ehemaligen Amtsschreibers von 1613 als Vorlage genutzt. Die Lilien wurden u. a. in Anlehnung an das Wappen der ehemals kurtrierischen Stadt, heute Kreisstadt St. Wendel aufgenommen. Die Farben Rot und Gold sind die des ehemaligen Herzogtums Lothringen, dem der Ortsteil Namborn angeh√∂rte; auch im Wappen der ehemaligen Lehnsherren der Liebenburg finden sich die beiden Farben wieder.

Städtepartnerschaften

Seit 1987 besteht eine Partnerschaft zwischen Namborn und der rund 800 km entfernten franz√∂sischen Stadt Langeac in der Auvergne.

Wirtschaft und Infrastruktur

Gemarkungsflächen, Einwohnerzahlen u.a.

Ortsteil Gemarkungsfläche EW mit Hauptwohnung EW mit Nebenwohnung Einwohner insgesamt
Baltersweiler 246,4724 ha 1.131 67 1.198
Eisweiler 132,0778 ha 420 30 450
Furschweiler 326,1688 ha 933 82 1.015
Gehweiler 122,5562 ha 621 39 660
Heisterberg 146,3769 ha 96 4 100
Hirstein 530,6873 ha 981 60 1.041
Hofeld-Mauschbach 260,4522 ha 1.063 60 1.123
Namborn 467,4555 ha 1.743 116 1.859
Pinsweiler 62,4329 ha 64 2 66
Roschberg 305,2517 ha 369 40 409
Insgesamt 2.599,9317 ha 7.421 500 7.921

Gemarkungsflächen nach dem Stande vom 4. Januar 2010 laut ALB des Katasteramtes. Einwohnerzahlen nach der Fortschreibung des Einwohnermeldeamtes der Gemeinde Namborn zum 30. Juni 2011.

Der namensgebende Gemeindeteil Namborn hat zwar die meisten Einwohner und der Ortsteil Hirstein ist fl√§chenm√§√üig gesehen das gr√∂√üte Dorf, Zentrum des √∂ffentlichen Lebens ist jedoch der Ortsteil Eisweiler, wo sich neben einem Einkaufszentrum mit Postagentur die Liebenburghalle und das Seniorenzentrum ‚ÄěSt. Laurentius‚Äú befinden.

Schulen

Grundschule Namborn (Annenschule) - Ergänzung erfolgt

Erweiterte Realschule Namborn/Oberthal - Ergänzung erfolgt

Kindergärten

Es sind 3 gemeindliche Kindertagseinrichtungen mit folgenden genehmigten Plätzen vorhanden:

Kindergarten in Regelkindergarten Ganztagskindergarten Kindergrippe halbtags Kinderkrippe ganztags
Furschweiler 65 Plätze 10 Plätze 0 Plätze 0 Plätze
Hirstein 62 Plätze 13 Plätze 5 Plätze 10 Plätze
Namborn 23 Plätze 40 Plätze 5 Plätze 20 Plätze
Insgesamt 150 Plätze 63 Plätze 10 Plätze 30 Plätze

Die √Ėffnungszeiten in allen Kinderg√§rten der Gemeinde f√ľr den Ganztagskindergarten und die Ganztagskrippe beginnen derzeit um 7.30 Uhr und enden jeweils um 16.00 Uhr. F√ľr den Regelkindergarten und den Halbtagskrippenplatz stehen die √Ėffnungszeiten von 7.30 Uhr bis 13.30 Uhr zur Verf√ľgung. Voraussichtlich ab 1. M√§rz 2012 verl√§ngern sich die √Ėffnungszeiten auf 7.00 Uhr bis 17.00 Uhr. W√§hrend den Betriebsferien (in den Sommer-Schulferien) ist immer ein Kindergarten der Gemeinde ge√∂ffnet. Lediglich der Bustransport entf√§llt w√§hrend dieser Zeit. Kirchliche Kitas sind in der Gemeinde nicht vorhanden.

Verkehr

Namborn liegt an der Bundesstra√üe 41. Die Regionalbahn auf der Nahetalbahnstrecke verbindet die Gemeinde bzw. ihre drei Bahnh√∂fe/Haltepunkte Baltersweiler, Hofeld-Mauschbach und Namborn mit Orten zwischen Bingen/Mainz und Saarbr√ľcken. Die im Gemeindegebiet verkehrenden Buslinien bedient die Verkehrsverbund-Gesellschaft Saar (VGS).

Energieversorgung

Die Wasserversorgung liegt seit 1. Januar 2003 in den Händen der WVW Wasser- und Energieversorgung Kreis St. Wendel GmbH. In den Ortsteilen Baltersweiler, Eisweiler, Furschweiler, Hofeld-Mauschbach und Namborn besteht die Möglichkeit der Versorgung mit Erdgas.

Kultur und Sehensw√ľrdigkeiten

In allen Ortsteilen (au√üer Pinsweiler) stehen Dorfgemeinschaftsr√§ume zur Verf√ľgung. Unter der Br√ľcke der B 41 im Ortsteil Eisweiler findet seit 1990 allj√§hrlich der zweit√§gie gemeindliche Weihnachtsmarkt am 2. Adventswochenende statt.

Beliebtes Ausflugsziel f√ľr Wanderer ist die Ruine der aus dem 12. Jahrhundert stammenden Liebenburg im Ortsteil Eisweiler. Der 1976/77 auf den Bergfriedfundamenten errichtete, weithin sichtbare Aussichtsturm bietet Ausblicke √ľber die Gemeinde und das St. Wendeler Land.

Der in 2009 geschaffene Premium-Wanderweg "Schmuggler-Pfad" (mit 53 Punkten bewertet) hat eine Streckenl√§nge von 12,8 km bei einer H√∂henlage von 310 bis 480 m √ľber NN (H√∂henmeter 436 m). Bei dem mittelschweren Schwierigkeitsgrad ist eine Gehzeit von 4 bis 4,5 Stunden einzuplanen. Startpunkt: am Sch√ľtzenhaus im Ortsteil Hofeld-Mauschbach, Furschweilerstra√üe (mit empfohlener Gehrichtung im Uhrzeigersinn). F√ľr Wandergruppen bietet sich auch die M√∂glichkeit einer gef√ľhrten Wanderung. Telefonische Anmeldung im Namborner Rathaus.

Auch die Stra√üe der Skulpturen, die von St. Wendel zum Bostalsee f√ľhrt, ber√ľhrt bei Baltersweiler das Gemeindegebiet.

Durch die Gemeinde verlief auch der Westwall, von dessen Anlagen im Gemeindegebiet jedoch nur noch bei Hirstein und Gehweiler gesprengte Bunker oder bei Hofeld-Mauschbach und Baltersweiler wenige Überreste in Form von Höckerlinien vorhanden sind.

Sehenswert sind des Weiteren die Pfarrkirchen Mariä Himmelfahrt in Namborn und St. Willibrord in Baltersweiler. Eine ähnliche Kirche wie Mariä Himmelfahrt ist St. Markus in Braunshorn.

Die Liebenburg
Kirche "Mariä Himmelfahrt" in Namborn

Siehe auch: Liste der Baudenkmäler in Namborn

Persönlichkeiten

Söhne und Töchter der Gemeinde

  • Bernhard Cullmann, (* 4. Dezember 1903; ‚Ć 10. August 1977), Orientmaler und Grafiker
  • Prof. Dr. Otwin Massing, (* 3. Mai 1934), Politikwissenschaftler und Soziologe

Verbunden mit Namborn

Einzelnachweise

  1. ‚ÜĎ Saarland.de ‚Äď Fl√§che, Bev√∂lkerung in den Gemeinden am 31.12.2010 nach Geschlecht, Einwohner je km¬≤ und Anteil an der Gesamtbev√∂lkerung (PDF) (Hilfe dazu)
  2. ‚ÜĎ Heimatbuch des Kreises St. Wendel, Dr. Kolling, von 1967/68.

Literatur

  • Hans Kr√§ber (Red.): Im St. Wendeler Land. Gemeinde Namborn. Heimatkundliche Lesestoff. Bd. 17. Kreissparkasse St. Wendel (Hg.), St. Wendel 1977
  • G√ľnter Scholl (Red.): 650 Jahre Heisterberg - Orts-Chronik 2010 (u.a. mit ca. 60 Dokumenten (1816 - 1974) der Stammkreis St. Wendel-Gemeinden 1920 - 1946) -

Weblinks

 Commons: Namborn ‚Äď Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien



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  • Namborn ‚ÄĒ Namborn ‚Ķ   Wikipedia

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  • Namborn ‚ÄĒ Original name in latin Namborn Name in other language State code DE Continent/City Europe/Berlin longitude 49.51667 latitude 7.13333 altitude 319 Population 7642 Date 2011 04 25 ‚Ķ   Cities with a population over 1000 database

  • Mauer (Namborn) ‚ÄĒ Wappen Deutschlandkarte ‚Ķ   Deutsch Wikipedia

  • Mauschbach (Namborn) ‚ÄĒ Wappen Deutschlandkarte ‚Ķ   Deutsch Wikipedia

  • Liste der Baudenkm√§ler in Namborn ‚ÄĒ In der Liste der Baudenkm√§ler in Namborn sind alle Baudenkm√§ler der saarl√§ndischen Gemeinde Namborn und ihren Ortsteilen aufgelistet. Grundlage ist die Ver√∂ffentlichung der Landesdenkmalliste im Amtsblatt des Saarlandes vom 22. Dezember 2004.… ‚Ķ   Deutsch Wikipedia

  • Gehweiler (Namborn) ‚ÄĒ Gehweiler ist ein Dorf im Nordosten des Saarlandes. In ihm leben etwa 740 Einwohner. Es ist Ortsteil der Gemeinde Namborn. Der Ort liegt in waldreichem Gebiet am Fu√ü des Leidenberges. Erstmals urkundlich erw√§hnt wurde er im Jahr 1325. Das Dorf… ‚Ķ   Deutsch Wikipedia

  • Fall Namborn ‚ÄĒ Der Fall Namborn in den Jahren 1873/1874 war einer der schwersten Kulturkampf Konflikte der Di√∂zese Trier, bevor es zu einer noch gr√∂√üeren Eskalation im Zusammenhang mit den Marienerscheinungen in Marpingen 1876/1877 kam. Im Sommer 1873 wurde der ‚Ķ   Deutsch Wikipedia

  • Baltersweiler ‚ÄĒ Wappen Deutschlandkarte ‚Ķ   Deutsch Wikipedia

  • Eisweiler ‚ÄĒ Wappen Deutschlandkarte ‚Ķ   Deutsch Wikipedia


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