Ausbildungs- und PrĂŒfungswesen

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Ausbildungs- und PrĂŒfungswesen

Ausbildungs- und PrĂŒfungswesen. Bei fast allen Eisenbahnverwaltungen wird heute der Standpunkt vertreten, daß sĂ€mtliche in den verschiedenen Dienstzweigen beschĂ€ftigten Klassen von Bediensteten einer grĂŒndlichen theoretischen wie praktischen Ausbildung und EinfĂŒhrung in den Dienst bedĂŒrfen, die vor ihrer Zulassung zur selbstĂ€ndigen AusĂŒbung einer BeamtentĂ€tigkeit durch eine eingehende strenge PrĂŒfung ihren Abschluß zu finden hat.

Im Bereiche der preußischen Staatseisenbahnen werden in dieser Hinsicht folgende GrundsĂ€tze beobachtet:

A. BezĂŒglich der höheren Beamten.

Als höhere Beamte werden in der Regel nur Beamte angestellt, die die höheren StaatsprĂŒfungen abgelegt haben. Es kommen hierbei die PrĂŒfung zum Gerichts- oder Regierungsassessor fĂŒr die juristisch oder administrativ vorgebildeten Beamten und die PrĂŒfung zum Regierungsbaumeister fĂŒr die technisch vorgebildeten Beamten in Betracht. Weitere Erfordernisse fĂŒr die Einstellung sind Unbescholtenheit, ErfĂŒllung der MilitĂ€rdienstpflicht, körperliche Brauchbarkeit und Lebensalter unter 40 Jahren.

Die Assessoren und Regierungsbaumeister werden vom Minister der öffentlichen Arbeiten fĂŒr den Staatseisenbahndienst angenommen und den Eisenbahndirektionen ĂŒberwiesen.

Die Assessoren haben eine in der Regel einjĂ€hrige Probe- und Ausbildungszeit zurĂŒckzulegen, wĂ€hrend der sie aus dem Ressort der Justiz-pp. Verwaltung von dem vorgesetzten Minister beurlaubt werden. WĂ€hrend der Ausbildungszeit sollen sie sich eine Übersicht ĂŒber die Beziehungen zwischen den einzelnen Gliedern der Staatseisenbahnverwaltung und den ĂŒbrigen Verwaltungszweigen verschaffen, sich mit den Einrichtungen der Staatseisenbahnverwaltung bekannt machen und ein volles VerstĂ€ndnis fĂŒr die den einzelnen Dienststellen und Beamtenklassen ĂŒbertragenen GeschĂ€fte unter persönlicher Teilnahme an diesen sich aneignen. Sie werden zu diesem Zweck, nach einer einleitenden BeschĂ€ftigung bei der königlichen Eisenbahndirektion, in der ersten HĂ€lfte des Probejahres bei einem Betriebs-, Verkehrs-, Maschinen-, WerkstĂ€ttenamt und den diesen untergeordneten Dienststellen, im zweiten Halbjahre vorzugsweise bei der königlichen Eisenbahndirektion in den nichttechnischen Dezernaten beschĂ€ftigt. Nach Ablauf des Probejahres wird auf den Bericht des EisenbahndirektionsprĂ€sidenten ĂŒber ihre dauernde Übernahme in den Staatseisenbahndienst vom Minister der öffentlichen Arbeiten entschieden. Die Gerichtsassessoren werden im Falle ihrer Beibehaltung alsdann zu Regierungsassessoren ernannt.

Die Regierungsbaumeister des Eisenbahnbaufachs, die dem Minister der öffentlichen Arbeiten als Ressortminister dienstlich und disziplinarisch unterstellt sind, sind zunĂ€chst zum Zweck ihrer Fortbildung und der Erprobung ihrer praktischen Brauchbarkeit fĂŒr den Staatseisenbahndienst tunlichst bei einem grĂ¶ĂŸeren Betriebsamte zu beschĂ€ftigen, u. zw. derart, daß sie sich mit allen Einzelheiten des Betriebs- und Bahnunterhaltungsdienstes genauer vertraut machen, insbesondere auch mit den die Signal- und Sicherungs- sowie die Telegraphenanlagen betreffenden technischen Angelegenheiten. Um sich weiterhin Sicherheit und Gewandtheit in der praktischen Handhabung des Betriebs- und Baudienstes in fortschreitendem Maße zu eigen zu machen, sind sie demnĂ€chst möglichst abwechselnd im Neubau-, Bahnunterhaltungs- und Betriebsdienst zu beschĂ€ftigen, auch mit den Vertretungen von beurlaubten oder erkrankten BetriebsamtsvorstĂ€nden zu betrauen.

Die Regierungsbaumeister des Maschinenbaufachs sollen möglichst in allen Zweigen des höheren maschinentechnischen Eisenbahndienstes, d.h. im WerkstĂ€ttenwesen, Maschinenbetriebsdienst, maschinentechnischen Konstruktionsarbeiten und Abnahmewesen beschĂ€ftigt werden. Die Dauer der BeschĂ€ftigung soll bei den WerkstĂ€tten- und MaschinenĂ€mtern in der Regel je 3 Monate betragen, wĂ€hrend deren Bemessung fĂŒr die Ausbildung bei den königlichen Eisenbahndirektionen diesen ĂŒberlassen ist.

Nach Vollendung einer zweijĂ€hrigen Staatsdienstzeit kann alsdann der Minister der öffentlichen Arbeiten fĂŒr die endgĂŒltig zu ĂŒbernehmenden Regierungsbaumeister die UnkĂŒndbarkeit der Anstellung aussprechen.

Zur Ausbildung der höheren Staatseisenbahnbeamten werden fachwissenschaftliche Vorlesungen von höheren Beamten der Staatseisenbahnverwaltung, von UniversitĂ€tslehrern u.s.w. gehalten. Sie erstrecken sich auf Eisenbahnrecht, die Verwaltung der preußischen Staatseisenbahnen, wirtschaftliche Aufgaben der Eisenbahnen (Nationalökonomie), insbesondere auch Tarifwesen, auf Eisenbahnbetrieb, Technologie und Elektrotechnik.

B. bezĂŒglich der mittleren und unteren Beamten.

Die Personen, die fĂŒr den mittleren und unteren Dienst angenommen werden, mĂŒssen gleichfalls eine Reihe von Vorbedingungen hinsichtlich des Lebensalters, der körperlichen Tauglichkeit, der Schulbildung und ihrer MilitĂ€rpflicht erfĂŒllen, auch mĂŒssen sie unbescholten und schuldenfrei sein.

FĂŒr die einzelnen Dienststellungen ist sodann eine Vorbereitungszeit festgesetzt, wĂ€hrend der die praktische Ausbildung erfolgt. Die EinfĂŒhrung in den Vorbereitungsdienst geschieht nach nĂ€herer Anweisung des vorgesetzten Amtsvorstandes oder der königlichen Eisenbahndirektion durch einen Dienstvorgesetzten. Gleichzeitig werden dem DienstanfĂ€nger die erforderlichen Dienstanweisungen und sonstigen Vorschriften zu seiner Unterweisung, insbesondere auch zum Zweck des Selbststudiums, ĂŒbergeben. Zur Heranbildung der DienstanfĂ€nger fĂŒr den mittleren Eisenbahndienst bestehen außerdem in allen Direktionsbezirken Eisenbahnschulen, in denen alle fĂŒr die einzelnen PrĂŒfungen in Betracht kommenden Lehrstoffe durch höhere und geeignete mittlere Beamte nach einem bestimmten Lehrplane behandelt werden. NĂ€heres s. unter Eisenbahnschulen.

Die Vorbereitungszeit dient zugleich als Probezeit. Treten wĂ€hrend der Ausbildung in der Person des DienstanfĂ€ngers erhebliche MĂ€ngel hervor, so ist von den mit der Überwachung der Ausbildung betrauten Beamten alsbald der vorgesetzten Stelle zu berichten. Erweist sich der DienstanfĂ€nger wĂ€hrend dieser Zeit als ungeeignet, so ist er wieder zu entlassen, ohne daß die Beendigung der Probezeit abgewartet zu werden braucht.

Welche Kenntnisse die einzelnen DienstanfĂ€nger sich zu erwerben und welchen Erfordernissen sie zu genĂŒgen haben, darĂŒber geben, soweit es sich um demnĂ€chstige Eisenbahn-Betriebs- und -Polizeibeamte handelt, die fĂŒr ganz Deutschland (mit Ausnahme von Bayern) geltenden, vom Bundesrate festgesetzten Bestimmungen ĂŒber die »BefĂ€higung von Eisenbahn-Betriebs- und -Polizeibeamten«, gĂŒltig vom 1. Mai 1906, Aufschluß. In diesen sind als gemeinsame Erfordernisse, die jeder unter diese Bestimmungen fallende Beamte erfĂŒllen muß, folgende genannt:

1. Bei der ersten Zulassung zur selbstĂ€ndigen Wahrnehmung des Dienstes mĂŒssen die Eisenbahn-Betriebs- und -Polizeibeamten in der Regel mindestens 21 Jahre alt sein, dĂŒrfen aber das 40. Lebensjahr nicht ĂŒber schritten haben.

2. Die Beamten mĂŒssen unbescholten sein; sie mĂŒssen die zur Wahrnehmung ihres Dienstes nötige körperliche RĂŒstigkeit und Gewandtheit und ein ausreichendes Hör-, Seh- und Farbenunterscheidungsvermögen besitzen.

3. Die Beamten mĂŒssen in deutschen und lateinischen Buchstaben Gedrucktes und Geschriebenes lesen, deutsch leserlich schreiben und in dem fĂŒr ihren Dienst erforderlichen Umfang in den vier Grundarten rechnen können.

4. Die Beamten mĂŒssen Fertigkeit im Gebrauche des Fernsprechers besitzen.

5. Jeder Beamte muß die schriftlichen oder gedruckten Anweisungen ĂŒber seine dienstlichen Obliegenheiten und die seiner Untergebenen kennen.

6. Jeder Eisenbahn-Betriebs- und -Polizeibeamte muß die Eisenbahn -Bau- und -betriebsordnung, die Eisenbahn-Signalordnung mit den fĂŒr den Bahnbezirk erlassenen AusfĂŒhrungsbestimmungen, die Eisenbahn-Verkehrsordnung mit ihren AusfĂŒhrungsbestimmungen und die MilitĂ€r-Eisenbahnordnung kennen, soweit diese Ordnungen seinen eigenen Dienstkreis und den seiner Untergebenen berĂŒhren.

Im Anschluß daran sind dann weiterhin fĂŒr jede einzelne Kategorie von Eisenbahn-Betriebs- und -Polizeibeamten (WĂ€chter, Pförtner [Stationsdiener], Bahnsteigschaffner, Bremser, WagenwĂ€rter, Schaffner, ZugfĂŒhrer, Rangiermeister [Schirrmeister], SchrankenwĂ€rter, BahnwĂ€rter, RottenfĂŒhrer, Weichensteller, BlockwĂ€rter, HaltepunktwĂ€rter, Fahrdienstleiter und Aufsichtsbeamte auf Bahnhöfen, Vorsteher oder Aufseher kleinerer Bahnhöfe, Vorsteher mittlerer Bahnhöfe, Vorsteher grĂ¶ĂŸerer Bahnhöfe, Lokomotivheizer, LokomotivfĂŒhrer und Bahnmeister) die besonderen, von jedem einzelnen zu erfĂŒllenden Erfordernisse aufgezĂ€hlt. Zu betonen ist aber hierbei, daß diese bundesrĂ€tlichen BefĂ€higungsvorschriften nur das Mindestmaß der Anforderungen enthalten, denen die vorgenannten Beamten in ihrer Eigenschaft als Eisenbahn-Betriebs- und -Polizeibeamte genĂŒgen mĂŒssen. Den Landesaufsichtsbehörden ist es ĂŒberlassen geblieben, noch weitergehende Anforderungen, soweit sie fĂŒr notwendig erachtet werden, festzusetzen. FĂŒr den Bereich der preußischen Staatseisenbahnen werden denn auch durch die »PrĂŒfungsordnung fĂŒr die mittleren und unteren Staatseisenbahnbeamten«, gĂŒltig vom 1. Mai 1909, noch in dem »besonderen Teil« das Mindestmaß teilweise erheblich ĂŒberschreitende Kenntnisse gefordert. Außerdem ist an derselben Stelle fĂŒr alle ĂŒbrigen, in den bundesrĂ€tlichen BefĂ€higungsvorschriften nicht genannten Beamtenklassen angeordnet, welche Kenntnisse und Fertigkeiten die DienstanfĂ€nger sich wĂ€hrend ihrer Vorbereitungszeit anzueignen haben. Es kommen hierbei die Laufbahn zum BahnhofswĂ€chter, RangierfĂŒhrer, Lademeister, Magazinaufseher, Fahrkartenausgeber, zur Eisenbahngehilfin, zum Kanzlisten, Stellwerkschlosser, MaschinenwĂ€rter, MaschinenwĂ€rter bei elektrischen Anlagen, Maschinisten bei elektrischen Anlagen, Wagenmeister, WerkfĂŒhrer, WerkfĂŒhrer fĂŒr TelegraphenwerkstĂ€tten, Werkmeister, technischen Bureauassistenten, technischen EisenbahnsekretĂ€r und Eisenbahnbetriebsingenieur in Betracht.

Ist die Ausbildung beendet und erscheint die Überzeugung begrĂŒndet, daß der Bedienstete genĂŒgend vorbereitet und befĂ€higt ist, den Dienst in der Stellung, fĂŒr die die Vorbereitung erfolgt ist, selbstĂ€ndig wahrzunehmen, so hat er die erworbenen Kenntnisse in einer mit ihm vorzunehmenden PrĂŒfung nachzuweisen. Es ist hierbei zu unterscheiden zwischen »PrĂŒfungen fĂŒr die erste Anstellung« und »PrĂŒfungen fĂŒr die Beförderung«.

Die PrĂŒfung fĂŒr die erste Anstellung haben abzulegen:

Die DienstanfĂ€nger fĂŒr den Dienst eines

1. BahnwĂ€rters, Weichenstellers, Eisenbahngehilfen, Stellwerkschlossers, RottenfĂŒhrers,

2. WagenwÀrters, Schaffners,

3. BahnhofswÀchters, Stationsschaffners (Bahnhofspförtners und Bahnsteigschaffners),

4. Lademeisters, Magazinaufsehers, Fahrkartenausgebers, einer Eisenbahngehilfin,

5. MaschinenwĂ€rters, Lokomotivheizers, MaschinenwĂ€rters bei elektrischen Anlagen, Wagenmeisters, WerkfĂŒhrers, RangierfĂŒhrers,

6. Bahnmeisters, Werkmeisters, technischen Bureauassistenten,

7. Eisenbahnassistenten,

8. Kanzlisten,

9. technischen EisenbahnsekretÀrs oder wer

10. als Zivilsupernumerar fĂŒr den mittleren nichttechnischen Dienst angenommen ist.

Zu dieser PrĂŒfung werden die PrĂŒflinge entweder auf Veranlassung des vorgesetzten Amtsvorstandes oder der königlichen Eisenbahndirektion von Amtswegen vorgeladen. Besteht ein DienstanfĂ€nger die PrĂŒfung ganz oder teilweise nicht, so hat er sie in den nicht bestandenen Teilen oder GegenstĂ€nden nach Ablauf einer bestimmten Frist zu wiederholen. Diese soll bei den DienstanfĂ€ngern zu 1–3 lĂ€ngstens drei, bei denen zu 4 und 5 lĂ€ngstens sechs, bei denen zu 6 und 8 sechs bis lĂ€ngstens neun Monate, bei denen zu 7 sechs oder neun, bei denen zu 9 und 10 sechs oder zwölf Monate betragen. Bestehen sie die PrĂŒfung auch im Wiederholungsfalle nicht, so sind sie zu entlassen oder mit ihrem EinverstĂ€ndnis in einer geringeren Stellung, fĂŒr die sie die AnstellungsfĂ€higkeit und BefĂ€higung besitzen, zu verwenden. Eine drittmalige Ablegung der PrĂŒfung ist bei den DienstanfĂ€ngern zu 9 und 10 ĂŒberhaupt nicht zulĂ€ssig, den ĂŒbrigen DienstanfĂ€ngern darf sie nur unter besonderen UmstĂ€nden und ganz ausnahmsweise von der königlichen Eisenbahndirektion nachgelassen werden, wenn es von den zustĂ€ndigen vorgesetzten Stellen besonders befĂŒrwortet wird.

Durch das Bestehen der PrĂŒfung wird die BefĂ€higung zur selbstĂ€ndigen Verrichtung der DienstgeschĂ€fte erworben und eine der Vorbedingungen fĂŒr die erste etatmĂ€ĂŸige Anstellung erfĂŒllt (s. auch AnwĂ€rter).

Die Zulassung zur BeförderungsprĂŒfung, u. zw.:

a) vom BahnwÀrter zum Weichensteller, vom Weichensteller zum Weichensteller 1. Klasse,

b) vom Schaffner zum ZugfĂŒhrer,

c) vom Lokomotivheizer zum LokomotivfĂŒhrer,

d) vom MaschinenwÀrter bei elektrischen Anlagen zum Maschinisten bei elektrischen Anlagen

sowie die Zulassung der versorgungsberechtigten und der aus dem unteren Betriebsdienste hervorgegangenen Beamten zur FachprĂŒfung 1. Klasse erfolgt nach Ablauf der vorgeschriebenen Vorbereitungszeit auf Antrag. Im Falle des Nichtbestehens der PrĂŒfung darf sie auf Antrag des beteiligten Beamten nach einer Frist von 6 oder 12 Monaten wiederholt werden. Eine drittmalige Ablegung der PrĂŒfung darf ausnahmsweise fĂŒr die Beamten von a–d von der königlichen Eisenbahndirektion nachgelassen werden, wenn dies von den hierfĂŒr maßgebenden Stellen befĂŒrwortet wird und bei der königlichen Eisenbahndirektion die Überzeugung besteht, daß der Beamte die praktische BefĂ€higung fĂŒr das höhere Amt besitzt.

Durch das Bestehen der PrĂŒfung erwirbt im ĂŒbrigen kein AnwĂ€rter einen Anspruch auf Beförderung. Diese unterbleibt vielmehr, wenn der AnwĂ€rter in Zukunft den Anforderungen des Amtes nicht voll entspricht.

Ohne förmliche PrĂŒfung, vorwiegend nach dem Grade der TĂŒchtigkeit der Beamten, erfolgen die Beförderungen zum Oberbahnhofsvorsteher, ObergĂŒtervorsteher, Oberkassenvorsteher, Betriebskontrolleur, Hauptkassenkassierer, EisenbahnsekretĂ€r (einschl. Verkehrskontrolleur) und Obermaterialienvorsteher aus der Zahl der Bahnhofsvorsteher, GĂŒtervorsteher und Kassenvorsteher, zum WerkstĂ€ttenvorsteher fĂŒr den Betriebsdienst aus der Zahl der Betriebswerkmeister, zum WerkstĂ€ttenvorsteher fĂŒr Betriebs-Wagenwerkmeistereien aus der Zahl der Betriebs-Wagenwerkmeister, zum Oberbahnmeister aus der Zahl der Bahnmeister 1. Klasse, zum Bahnmeister 1. Klasse aus der Zahl der Bahnmeister, zum WerkfĂŒhrer fĂŒr Stellwerke aus der Zahl der Stellwerksoberschlosser, zum Stellwerksoberschlosser aus der Zahl der Stellwerksschlosser (Weichensteller), zum Stellwerksweichensteller aus der Zahl der Weichensteller, zum Rangiermeister aus der Zahl der RangierfĂŒhrer.

FĂŒr die Abnahme der PrĂŒfungen bestehen fĂŒr die verschiedenen Beamtenkategorien besondere PrĂŒfungsausschĂŒsse, als deren Mitglieder grundsĂ€tzlich nur etatsmĂ€ĂŸige Beamte in Betracht kommen, deren Auswahl mit besonderer Sorgfalt zu erfolgen hat.

Die PrĂŒfungen zerfallen in der Regel in einen schriftlichen und einen mĂŒndlichen Teil, doch kann, falls dies von dem PrĂŒfungsausschuß fĂŒr notwendig erachtet wird, auch noch eine praktische PrĂŒfung (z.B. fĂŒr den Telegraphendienst) hinzugefĂŒgt werden. Im allgemeinen sollen die PrĂŒflinge mit den wichtigen und im praktischen Dienste hauptsĂ€chlich zur Anwendung kommenden Vorschriften genau bekannt, mit den ĂŒbrigen Bestimmungen aber im wesentlichen vertraut sein und insbesondere ein richtiges VerstĂ€ndnis sowie die FĂ€higkeit zeigen, sich leicht darin zurechtzufinden.

Die PrĂŒfungen werden unentgeltlich abgehalten. FĂŒr die Hin- und RĂŒckreise zum PrĂŒfungsorte erhalten die Beamten freie Eisenbahnfahrt, Tagegelder und Reisekosten werden jedoch nicht gewĂ€hrt.

Bei den elsaß-lothringischen (Reichs-) Eisenbahnen ist das A. (s. PrĂŒfungsordnung fĂŒr die mittleren und unteren Beamten der Reichseisenbahnverwaltung vom 1. Juli 1904) in Ă€hnlicher Weise wie bei den preußischen Staatsbahnen geregelt.

In Bayern hat die Aufnahme als AnwĂ€rter fĂŒr den höheren Dienst der bayrischen Staatseisenbahnverwaltung die erfolgreiche Ablegung der StaatsprĂŒfungen fĂŒr den höheren Justiz- und Verwaltungsdienst oder den höheren Baudienst (u. zw. entweder fĂŒr das Bauingenieurfach [Wasser-, Straßen- und Eisenbahnbau] oder fĂŒr Hochbau oder fĂŒr Maschinenbau) zur Voraussetzung.

Nach einmonatiger Probedienstleistung bei einer Eisenbahndirektion wird der AnwĂ€rter wĂ€hrend eines Jahres in allen GeschĂ€ftszweigen des Ă€ußeren Dienstes (auf Stationen, GĂŒterstationen, Bahnmeistereien, in BetriebswerkstĂ€tten und SicherungswerkstĂ€tten) ausgebildet. Hierbei wird der Schwerpunkt auf die selbstĂ€ndige Arbeitsleistung im Stationsdienste, bei den Bautechnikern auch im Bahnmeisterdienste und bei den Maschineningenieuren im Lokomotivheizer- und -fĂŒhrerdienste gelegt und hiernach die Dauer der Verwendung bei den einzelnen Dienststellen verschieden bemessen.

Hieran schließt sich eine mehrjĂ€hrige BeschĂ€ftigung als Hilfsarbeiter im inneren Dienste, wĂ€hrend der die etatsmĂ€ĂŸige Anstellung als Eisenbahnassessor erfolgt. Diese BeschĂ€ftigung wird bei den juristischen und den bautechnischen Beamten, die nicht ausschließlich fĂŒr den bautechnischen Dienst in Aussicht genommen sind, unterbrochen durch eine einjĂ€hrige Verwendung als Vorstand einer Station, bei den Maschineningenieuren durch eine ein- bis zweijĂ€hrige Verwendung als Vorstand einer BetriebswerkstĂ€tte. Vor seiner Verwendung als Referent muß sodann jeder Beamte des höheren Dienstes mehrere Jahre eine seiner Fachrichtung entsprechende Inspektion als Vorstand geleitet haben.

Als AnwĂ€rter fĂŒr den mittleren Eisenbahnbetriebs- und Verwaltungsdienst kommen Zivilbewerber, die die wissenschaftliche BefĂ€higung zum EinjĂ€hrig-Freiwilligen-MilitĂ€rdienst nachweisen, und MilitĂ€ranwĂ€rter in Betracht.

Die Zivilbewerber werden zunĂ€chst mehrere Monate lang auf einer Station mit gemischtem Dienst informatorisch beschĂ€ftigt, sodann in einem gemeinsamen Vorbereitungskurse ĂŒber die wichtigsten Zweige des Verwaltungs-, Rechnungs-, Betriebs-, Stations-, Sicherungs-, Verkehrs- und Postbetriebsdienstes theoretisch unterrichtet und hierauf der AufnahmeprĂŒfung unterzogen. Nach erfolgreicher Ablegung dieser PrĂŒfung werden sie zu einem mindestens zweijĂ€hrigen Vorbereitungsdienste als Aspiranten in den Bezirk einer Eisenbahndirektion ĂŒberwiesen und dĂŒrfen frĂŒhestens nach 6 Monaten aushilfsweise unter eigener Verantwortung verwendet werden. Die BefĂ€higung zur Anstellung als EisenbahnsekretĂ€r haben sie durch Bestehen der AnstellungsprĂŒfung nachzuweisen.

FĂŒr die Beförderung in die nĂ€chsthöhere Klasse ist zurzeit das Bestehen einer PrĂŒfung aus dem Betriebs- oder dem GĂŒter- oder dem Verwaltungs- (einschließlich Kassen-) Dienste vorgesehen.

Die MilitĂ€ranwĂ€rter haben, wenn sie nicht die wissenschaftliche BefĂ€higung zum EinjĂ€hrig-Freiwilligen-Dienste besitzen, eine VorprĂŒfung ĂŒber ihre allgemeine Bildung abzulegen. Die Dauer der informatorischen BeschĂ€ftigung einschließlich des Besuchs des Vorbereitungsunterrichts und der Ablegung der AufnahmeprĂŒfung ist bei ihnen auf sechs Monate festgesetzt. FĂŒr die Anstellung bildet sodann eine weitere neunmonatige Probedienstleistung und das Bestehen der AnstellungsprĂŒfung die Voraussetzung.

Die Aufnahme als Aspirant fĂŒr den mittleren technischen Dienst hat den Nachweis der Berechtigung zum EinjĂ€hrig-Freiwilligen-MilitĂ€rdienst und der AbschlußprĂŒfung an dem Technikum in NĂŒrnberg zur Voraussetzung. Der Aspirant hat frĂŒhestens nach Ableistung eines vierjĂ€hrigen Vorbereitungsdienstes, wĂ€hrend dessen er mit den GeschĂ€ftszweigen seiner Fachrichtung vertraut gemacht und unter UmstĂ€nden auch schon zu aushilfsweiser Dienstleistung herangezogen wird, die AnstellungsprĂŒfung abzulegen und erhĂ€lt nach deren Bestehen die Anstellung nach Maßgabe der verfĂŒgbaren Stellen. Zur AnstellungsprĂŒfung werden auch bewĂ€hrte Beamte des unteren technischen Dienstes zugelassen, die die BefĂ€higung fĂŒr den EinjĂ€hrig-Freiwilligen-MilitĂ€rdienst erlangt oder die AbschlußprĂŒfung an einer fĂŒnfklassigen Bauschule abgelegt und mindestens vier Jahre in der höchsten Klasse des unteren Dienstes gedient haben.

Die Beamten des unteren Dienstes ergĂ€nzen sich – außer durch vorzugsberechtigte AnwĂ€rter (MilitĂ€ranwĂ€rter und Inhaber des Anstellungsscheines) – in der Hauptsache aus dem Taglohnpersonale des Bahnunterhaltungsdienstes. FĂŒr die Zulassung zu bestimmten Dienstzweigen bildet jedoch die Erlernung eines Handwerks, der Besuch bestimmter Schulen oder der Nachweis gewisser allgemeiner Kenntnisse die Voraussetzung. Dies gilt namentlich fĂŒr eine Reihe technischer Stellen, dann aber auch z.B. fĂŒr den Stationsgesamtdienst, der nur im Wege einer VorprĂŒfung erreicht werden kann, ferner zum Teil auch fĂŒr den Portierdienst, in dem Sprachenkundige vorzugsweise Anstellung finden.

Im allgemeinen kommen beim Vorhandensein verschiedener persönlicher Voraussetzungen als AnwĂ€rter solche stĂ€ndig auf dauernd notwendigen Posten beschĂ€ftigte Taglohnarbeiter (Gehilfen) in Betracht, die nach mindestens einjĂ€hriger stĂ€ndiger Verwendung um Vormerkung fĂŒr Anfangsstellen in den einzelnen (bestimmt zu bezeichnenden) Dienstgruppen nachsuchen. Die Bewerbung kann sich auf mehrere Dienstgruppen erstrecken, ist jedoch stets nur zu bestimmten Zeitpunkten, nĂ€mlich dann zulĂ€ssig, wenn die zur Bewerbung zugelassenen Altersklassen durch Ausschreiben der Verwaltung aufgerufen werden. Eine frĂŒhere Vormerkung kann unterbleiben, weil fĂŒr die Reihenfolge der Vormerkungen allgemein der Zeitpunkt des Beginnes der anrechnungsfĂ€higen Dienstzeit maßgebend ist.

Die Ausbildung der Bewerber hat sich nach den Anforderungen des Dienstzweiges zu richten, in dem die Anstellung in Aussicht genommen ist. Ebenso ist die AnstellungsprĂŒfung nur auf die GegenstĂ€nde zu erstrecken, mit denen der Bewerber nach der Anstellung befaßt sein wird. Die Zeit der Vorbereitung vor der Zulassung zur AnstellungsprĂŒfung muß mindestens 3 Jahre betragen. Hiervon muß eine fĂŒr jeden Dienstzweig festgesetzte Mindestzeit auf die Sonderausbildung verwendet sein. Die vor der Sonderausbildung im gleichen Dienstzweig zurĂŒckgelegte Dienstzeit kann auf die Ausbildungszeit unter bestimmten Voraussetzungen angerechnet werden.

Der Bewerber kann wĂ€hrend der Vorbereitungszeit aushilfsweise auf verantwortlichen Posten selbstĂ€ndig verwendet werden, wenn durch eine mit ihm vorgenommene praktische PrĂŒfung aktenmĂ€ĂŸig festgestellt ist, daß er die Eignung hierzu besitzt. Weitere PrĂŒfungen als die AnstellungsprĂŒfung werden im allgemeinen nicht gefordert. In einzelnen technischen Dienstzweigen bilden jedoch noch besondere PrĂŒfungen die Voraussetzung fĂŒr die Beförderung.

FĂŒr die fortlaufende Weiterbildung des gesamten im Ă€ußeren Dienste verwendeten Personals (Beamte und Gehilfen) haben im ĂŒbrigen die DienstvorstĂ€nde durch die Abhaltung regelmĂ€ĂŸigen Unterrichts, der als Bestandteil des Dienstes gilt, nachweislich Sorge zu tragen.

Die vom Deutschen Bundesrate festgesetzten Bestimmungen ĂŒber die BefĂ€higung von Eisenbahn-Betriebs- und -Polizeibeamten, gĂŒltig vom 1. Mai 1906, haben gemĂ€ĂŸ Artikel 46, 2, der deutschen Reichsverfassung fĂŒr Bayern keine Geltung. SelbstverstĂ€ndlich werden aber auch in Bayern, wie sich schon zum Teil aus dem oben Gesagten ergibt, an die körperlichen und geistigen Eigenschaften der Bewerber entsprechende Anforderungen gestellt.

In WĂŒrttemberg ist das Ausbildungs- und PrĂŒfungswesen durch die königliche Verordnung betreffend die PrĂŒfungen fĂŒr den Dienst der Verkehrsanstalten vom 12. Juli 1909 neu geregelt worden.

Danach setzt die BefĂ€higung zum höheren Eisenbahndienst, nĂ€mlich zu den Stellen der VorstĂ€nde und Mitglieder der Kollegien, der Eisenbahnbetriebsinspektoren, Eisenbahnbetriebs- und Verkehrskontrolleure, der Bahnhofinspektoren, Eisenbahninspektoren u.s.w. die Ablegung der ersten höheren JustizdienstprĂŒfung oder der DiplomprĂŒfung als Architekt, Bauingenieur, Maschineningenieur, Verwaltungsingenieur oder Elektroingenieur an der Technischen Hochschule in Stuttgart sowie die Ablegung der StaatsprĂŒfung fĂŒr den höheren Eisenbahndienst voraus. Die Zulassung der Ausbildung fĂŒr letzteren erfolgt in der Eigenschaft eines Referendars. Voraussetzungen fĂŒr die Zulassung zu der höheren StaatsprĂŒfung sind:

1. eine mindestens zweijÀhrige Ausbildung im Eisenbahndienst,

2. Ablegung der praktischen PrĂŒfung im Telegraphieren,

3. Vorlegung der MilitÀrpapiere,

4. gute FĂŒhrung.

Die zweijÀhrige Ausbildung zerfÀllt in eine Probezeit im Betriebsdienst, deren Dauer in der Regel 14 Monate betrÀgt, von denen 10 Monate auf die Dienstleistung bei einer Bahnstation und 2 Monate auf die Erlernung des Telegraphendienstes entfallen, sowie in eine Probezeit im Verwaltungsdienst von 10 Monaten.

GegenstĂ€nde der StaatsprĂŒfung fĂŒr den höheren Dienst sind namentlich: Eisenbahngesetzgebung, Verwaltung und Betrieb, Verkehrsdienst einschließlich des Tarifwesens, Bahnoberbau und Fahrzeuge. Die Kandidaten, die die PrĂŒfung bestanden haben, treten in das VerhĂ€ltnis von Eisenbahnassessoren ein. Je nach Freiwerden etatsmĂ€ĂŸiger Stellen rĂŒcken sie alsdann in die Stellen von Eisenbahninspektoren, Eisenbahnbetriebsinspektoren und von Kollegialmitgliedern (FinanzrĂ€ten, OberfinanzrĂ€ten u.s.w.) ein.

Personen, die die zweite höhere JustizdienstprĂŒfung, die StaatsprĂŒfung fĂŒr den höheren Verwaltungsdienst oder fĂŒr den höheren Finanzdienst oder eine zweite StaatsprĂŒfung im Baufach bestanden haben, können ohne weitere PrĂŒfung in den höheren Eisenbahndienst ĂŒbernommen werden; die Anwartschaft auf eine etatsmĂ€ĂŸige Anstellung erlangen sie jedoch erst, nachdem sie ihre BefĂ€higung wĂ€hrend einer angemessenen Zeit nachgewiesen haben.

Die BefĂ€higung zum mittleren Dienste, nĂ€mlich zu den Stellen der OberbahnsekretĂ€re, Bahnhof- und GĂŒterverwalter, Bahnhof- und GĂŒterkassierer, Materialverwalter, EisenbahnsekretĂ€re, Oberbahnassistenten u.s.w. setzt die Ablegung der mittleren (SekretĂ€rs-) DienstprĂŒfung voraus. Die Zulassung zur Ausbildung fĂŒr den mittleren Dienst erfolgt in der Eigenschaft eines Eisenbahnpraktikanten 2. Klasse. Sie erfordert den Nachweis des Besuchs einer wĂŒrttembergischen humanistischen oder realistischen öffentlichen Unterrichtsanstalt, wenigstens bis zur Erlangung des BefĂ€higungszeugnisses fĂŒr den EinjĂ€hrig-Freiwilligen-MilitĂ€rdienst. Voraussetzungen fĂŒr die Zulassung zur mittleren PrĂŒfung sind außer der ZurĂŒcklegung des 21. Lebensjahres, Ablegung der praktischen PrĂŒfung im Telegraphieren und guter FĂŒhrung eine mindestens dreijĂ€hrige praktische Ausbildung, in die ein einjĂ€hriger Probedienst inbegriffen ist. Die Kandidaten, die die mittlere PrĂŒfung bestanden haben, werden zu Eisenbahnpraktikanten 1. Klasse ernannt.

Die BefĂ€higung zum niederen Dienste, nĂ€mlich zu den Stellen der Stationsverwalter, Stationskassierer, Kanzleiassistenten und Eisenbahnassistenten hat die Ablegung der niederen (Assistenten-) DienstprĂŒfung zur Voraussetzung. Die Zulassung zur Ausbildung fĂŒr den niederen Dienst erfolgt in der Eigenschaft eines EisenbahnanwĂ€rters und erfordert den Nachweis genĂŒgender Schulbildung, die nötigenfalls durch Ablegung einer VorprĂŒfung darzutun ist; Bewerber, die eine Latein-, Real- oder BĂŒrgerschule besucht haben, werden vorgezogen. Voraussetzungen fĂŒr die niedere PrĂŒfung sind neben den fĂŒr die mittlere PrĂŒfung genannten gleichfalls eine dreijĂ€hrige praktische Ausbildung, in die ein einjĂ€hriger Probedienst eingerechnet ist. Die Kandidaten, die die PrĂŒfung bestanden haben, treten in das VerhĂ€ltnis von Eisenbahngehilfen ein.

Auf welche GegenstĂ€nde sich die PrĂŒfungen fĂŒr den mittleren und niederen Eisenbahndienst erstrecken, ergibt sich aus der eingangs erwĂ€hnten königlichen Verordnung vom 12. Juli 1909, §§ 15 und 20.

Schließlich ist noch ĂŒber die Ausbildung und PrĂŒfung der AnwĂ€rter fĂŒr die Unterbeamtenstellen im Eisenbahnbetrieb VerfĂŒgung getroffen, u. zw. in der Weise, daß zu den bundesrĂ€tlichen BefĂ€higungsvorschriften vom 1. Mai 1906 noch besondere AusfĂŒhrungsbestimmungen, vom gleichen Tage ab gĂŒltig, erlassen sind. Sie erstrecken sich auf folgende Beamtenkategorien: Stationsdiener, Bremser, Tag- und NachtwĂ€chter, WagenwĂ€rter und Wagenrevidenten, Schaffner, ZugfĂŒhrer, Bahnhofsaufseher, SchrankenwĂ€rter und SchrankenwĂ€rterinnen, BahnwĂ€rter, OberbahnwĂ€rter, WeichenwĂ€rter, StationswĂ€rter, BlockwĂ€rter, Haltepunktvorsteher, Haltestellevorsteher, Lokomotivheizer und LokomotivfĂŒhrer.

Die PrĂŒfungen bestehen aus einem schriftlichen und einem mĂŒndlichen Teil.

Die StaatsprĂŒfungen fĂŒr den höheren Dienst und die mittleren PrĂŒfungen werden unter Leitung des Ministeriums der auswĂ€rtigen Angelegenheiten, Verkehrsabteilung, durch besondere PrĂŒfungskommissionen vorgenommen, die aus Beamten dieses Ministeriums, der Generaldirektion oder anderen Beamten der Verkehrsanstalten, bei den PrĂŒfungen fĂŒr den mittleren Dienst außerdem aus Sprachlehrern an öffentlichen Unterrichtsanstalten, unter einem vom Ministerium zu bezeichnenden Vorsitzenden gebildet werden.

FĂŒr die niederen PrĂŒfungen werden stĂ€ndige PrĂŒfungskommissionen aus Beamten der Verkehrsanstalten und aus Sprachlehrern an öffentlichen Unterrichtsanstalten vom Ministerium bestellt.

Der Vorsitzende und die Mitglieder fĂŒr die PrĂŒfungskommission fĂŒr Unterbeamte werden alljĂ€hrlich von dem PrĂ€sidenten der Generaldirektion bestimmt.

Wer bei einer PrĂŒfung nicht fĂŒr befĂ€higt erkannt wird, kann sie nach einem Jahre wiederholen.

Bei den sĂ€chsischen Staatseisenbahnen kommt die Anstellung der höheren nichttechnischen Beamten gleichfalls erst nach Ablegung der beiden juristischen PrĂŒfungen in Frage. Assessoren oder Referendare, die sich dem Staatseisenbahndienste widmen wollen, treten in der Regel bei der Generaldirektion zunĂ€chst in den gewöhnlich ein Jahr dauernden Vorbereitungsdienst ein, wĂ€hrend dessen sie sich mit der Verwaltungsorganisation und dem GeschĂ€ftsgange im einzelnen bekannt zu machen haben. Haben sie sich wĂ€hrend der Vorbereitungszeit bewĂ€hrt, so werden sie fĂŒr eintretende Vakanzen vorgemerkt, mĂŒssen aber, falls eine offene Stelle am Schlusse jener Zeit nicht vorhanden ist, einstweilen wieder ausscheiden. Die erste Anstellung der angenommenen Assessoren erfolgt als »Direktionsreferendar« bei der Generaldirektion unter Belassung des Titels »Assessor«. Werden ausnahmsweise Referendare, die sich im einjĂ€hrigen Vorbereitungsdienste besonders bewĂ€hrt haben, mit der Absicht kĂŒnftiger Anstellung beibehalten, so werden sie bis zur Ablegung der zweiten juristischen StaatsprĂŒfung als Referendare zunĂ€chst diĂ€tarisch weiter beschĂ€ftigt.

In den ersten Jahren nach der Anstellung werden die Direktionsreferendare je nach Bedarf im Sekretariat der Generaldirektion beschĂ€ftigt oder einzelnen Referenten zur UnterstĂŒtzung zugeteilt, in der Regel auch wĂ€hrend dieser Zeit auf einige Monate einer Betriebsdirektion zur Ausbildung im Betriebsdienste zugewiesen. Bei Vakanzen in der Generaldirektion werden sie dorthin als juristische Hilfsarbeiter zurĂŒckberufen und erhalten ein selbstĂ€ndiges Referat. Im Laufe der Zeit werden sie zum »Finanzamtmann« ernannt und rĂŒcken in ErledigungsfĂ€llen in Finanzratstellen ein.

Die Einstellung und Ausbildung der höheren technischen Beamten (Regierungsbaumeister) erfolgt nach Ă€hnlichen GrundsĂ€tzen wie in Preußen.

Als DienstanfĂ€nger fĂŒr den mittleren Dienst gelten die diĂ€tarisch Besoldeten, d.h. die außerhalb des BeamtenverhĂ€ltnisses stehenden, im mittleren Dienste gegen DiĂ€ten beschĂ€ftigten Personen. Zu ihnen gehören die DiĂ€tisten und die Eisenbahnaspiranten, die DiĂ€tistinnen, die Telephonistinnen und die Maschinenschreiberinnen, die diĂ€tarischen Zeichner, die Techniker, Bahnmeister-, Telegraphenmeister- und Werkmeisteraspiranten sowie die technischen Hilfsarbeiter im mittleren Dienste.

Über ihre Annahme, die Vorbedingungen fĂŒr diese, die Dauer der Probezeit, Höhe der diĂ€tarischen Besoldung u.s.w. geben die »Dienstvorschriften fĂŒr die diĂ€tarisch Besoldeten (ZivilanwĂ€rter) im mittleren Dienste«, gĂŒltig vom 1. Mai 1910, Aufschluß. Nach Abschluß der Probezeit können die DiĂ€tisten zu Aspiranten befördert werden.

Die DienstanfĂ€nger fĂŒr den unteren Dienst gehen in der Hauptsache aus den »stĂ€ndigen Arbeitern« hervor (s. Arbeitsordnung fĂŒr die stĂ€ndigen Arbeiter).

Soweit die DienstanfĂ€nger des mittleren und unteren Dienstes demnĂ€chst als Eisenbahnbetriebs- und -polizeibeamte verwendet werden sollen ergibt sich aus den auch fĂŒr Sachsen geltenden bundesrĂ€tlichen Bestimmungen ĂŒber die »BefĂ€higung von Eisenbahnbetriebs- und Polizeibeamten«, gĂŒltig vom 1. Mai 1906, welches Mindestmaß von Kenntnissen sie sich zu erwerben und welchen Erfordernissen sie zu genĂŒgen haben. Welche weiter gehenden Anforderungen die DienstanfĂ€nger alsdann in den PrĂŒfungen zu erfĂŒllen haben, geht aus der »PrĂŒfungsordnung fĂŒr Beamte der Staatseisenbahnverwaltung«, gĂŒltig vom 1. April 1899, u. zw. aus dem Teil 2: »Besondere Bestimmungen fĂŒr die einzelnen Beamtenstellungen« hervor.

In Sachsen findet eine Heranziehung zur PrĂŒfung fĂŒr eine Beamtenstelle von Amtswegen nicht statt. Die Bediensteten können sich nach Ablauf der in den »Besonderen Bestimmungen fĂŒr die einzelnen Beamtenstellen« festgesetzten Vorbereitungszeit zur PrĂŒfung melden. FĂŒr die diĂ€tarisch Besoldeten ist eine Höchstzeit zur Meldung vorgeschrieben. Die Abnahme der PrĂŒfungen erfolgt durch PrĂŒfungskommissionen. Soweit diese bei der Generaldirektion bestellt sind, findet die Abnahme der PrĂŒfungen halbjĂ€hrlich statt. FĂŒr die ĂŒbrigen PrĂŒfungen ist kein bestimmter Zeitraum vorgeschrieben, sie werden vielmehr nach Bedarf abgenommen. Diese Frist betrĂ€gt 3–6, bzw. 12–24 Monate. Eine Zulassung zur drittmaligen Ablegung der PrĂŒfung ist nicht angĂ€ngig.

Bei den sĂ€chsischen Staatseisenbahnen bestehen auch PrĂŒfungen fĂŒr die erste Anstellung und fĂŒr die Beförderung. Die erstere haben abzulegen:

Die DienstanfĂ€nger fĂŒr den Dienst zum BahnwĂ€rter, RottenfĂŒhrer, WĂ€chter, Pförtner, Zugschaffner und WagenwĂ€rter, Wagenmeister, Materialausgeber, MaschinenwĂ€rter II. und I. Klasse, WerkfĂŒhrer und Wagenmeister I. Klasse, Werkmeister, Eisenbahnschreiber und Stationsaufseher, Eisenbahnassistenten, Bahnmeister, TelegraphenwĂ€rter, Telegraphenaufseher, Telegraphenmeister, Zeichner, FeuermĂ€nner II. und I. Klasse und LokomotivfĂŒhrer.

BeförderungsprĂŒfungen bestehen zum Bodenmeister, Schirrmeister, WeichenwĂ€rter I. Klasse, Oberschaffner, Oberwerkmeister, Bahnhofs-, GĂŒter- und Kassenvorsteher, EisenbahnsekretĂ€r, BausekretĂ€r, zum Vorstande von BetriebselektrizitĂ€tswerken, Heizhausvorsteher und Bahnverwalter.

Ein Anspruch auf Anstellung oder Beförderung wird durch das Bestehen der PrĂŒfungen nicht erlangt.

Ohne förmliche PrĂŒfung, vorwiegend nach dem Grade der TĂŒchtigkeit der Beamten, erfolgen die Beförderungen zum Oberbahnhofs- und ObergĂŒtervorsteher aus der Zahl der Bahnhofs-, GĂŒter- und Kassenvorsteher, zum EisenbahnobersekretĂ€r aus der Zahl der EisenbahnsekretĂ€re, zum Bahnverwalter I. Klasse aus der Zahl der Bahnverwalter II. Klasse, zum Heizhausvorsteher I. Klasse aus der Zahl der Heizhausvorsteher II. Klasse, zum Obertelegraphenmeister aus der Zahl der Telegraphenmeister I. Klasse und zum Telegraphenmeister I. Klasse aus der Zahl der Telegraphenmeister II. Klasse.

PrĂŒfungen sind zurzeit nicht vorgesehen: fĂŒr Eisenbahngehilfinnen, Bureau- und Kassendiener, Botenmeister, Fahrkartendrucker, Steindrucker und Werkstattaufseher.

In Baden hat die Einstellung der administrativen AnwĂ€rter fĂŒr den höheren Eisenbahnverwaltungsdienst zur Voraussetzung, daß diese zunĂ€chst die erste PrĂŒfung zum höheren öffentlichen Dienst in der Justiz und inneren Verwaltung (RechtspraktikantenprĂŒfung) bestanden haben. Binnen einer Woche nach der Aufnahme als Rechtspraktikant haben sie sich um Aufnahme in den höheren Finanzdienst zu bewerben und, ohne die Entscheidung ĂŒber die Aufnahme in letzteren abzuwarten, sich zunĂ€chst mindestens. 8 Monate lang in dem Justizdienst praktisch vorzubereiten. Werden sie in den Finanzdienst aufgenommen, so treten sie nach Ablauf dieser Zeit in den Vorbereitungsdienst bei der Finanzverwaltung ĂŒber und werden zu Finanzpraktikanten ernannt. Die Finanzpraktikanten, die sich dem höheren Eisenbahnverwaltungsdienst widmen wollen, haben die Aufnahme in diesen ein Jahr nach ihrer Ernennung zum Finanzpraktikanten nachzusuchen. Werden sie in den Eisenbahndienst aufgenommen, so treten sie, nachdem sie eine Vorbereitungszeit von mindestens einem Jahr und vier Monaten bei der Finanzverwaltung durchgemacht haben, in den Vorbereitungsdienst bei der Eisenbahnverwaltung ĂŒber, der mindestens ein Jahr dauert und sich auf die BeschĂ€ftigung bei verschiedenen Dienststellen, Inspektionen und bei der Generaldirektion erstreckt. Nach Beendigung dieser Vorbereitung haben sie die StaatsprĂŒfung fĂŒr den höheren Finanzdienst (FinanzassessorenprĂŒfung) mit den besonders vorgeschriebenen FĂ€chern aus dem Gebiete des Eisenbahnwesens abzulegen. Die in den Eisenbahnverwaltungsdienst ĂŒbernommenen Finanzassessoren werden alsdann zum Zweck ihrer weiteren Ausbildung 18 Monate lang bei Ă€ußeren Dienststellen beschĂ€ftigt und nach Ablauf dieser Zeit zur selbstĂ€ndigen Dienstleistung bei Stationen und GĂŒterverwaltungen, Betriebsinspektionen, Zentralanstalten und der Generaldirektion herangezogen.

Bei der Besetzung von Stellen des höheren Eisenbahnverwaltungsdienstes kann von dem Nachweis der vorstehend beschriebenen regelmĂ€ĂŸigen Vorbildung abgesehen werden, sofern der zu Ernennende die zweite juristische StaatsprĂŒfung mit Erfolg abgelegt und seine praktische BefĂ€higung fĂŒr den Eisenbahndienst nachgewiesen hat.

Als AnwĂ€rter fĂŒr die Stellen des höheren technischen Dienstes kommen die Diplomingenieure (Praktikanten) des Ingenieurbaufachs oder Hochbaufachs sowie des Maschinenbaufachs in Frage. Erstere haben eine praktische Vorbereitungszeit von 3 Jahren durchzumachen und spĂ€testens mit Ablauf des 4. Jahres nach der Annahme zum Vorbereitungsdienst die StaatsprĂŒfung abzulegen. Die Vorbereitungszeit der Diplomingenieure des Maschinenbaufachs dauert nur 2 Jahre, jedoch mĂŒssen sie vor Zulassung zur DiplomprĂŒfung bereits eine einjĂ€hrige praktische TĂ€tigkeit abgeleistet haben. Die StaatsprĂŒfung mĂŒssen sie spĂ€testens mit Ablauf des 3. Jahres nach der Annahme zum Vorbereitungsdienst ablegen. Nach bestandener StaatsprĂŒfung erhalten die Ingenieure den Titel »Regierungsbaumeister« und werden, soweit sich Gelegenheit dazu bietet, in der Staatsverwaltung, u. zw. zunĂ€chst gleichfalls zum Zweck der weiteren Ausbildung, beschĂ€ftigt. NĂ€heres ist enthalten in den im badischen Gesetzes- und Verordnungsblatt veröffentlichten landesherrlichen Verordnungen vom 26. Juni, 2. Juli und 10. Oktober 1906, 3. August 1907, 8. Januar 1909 und 30. April 1910.

FĂŒr die Ausbildung und PrĂŒfungen der DienstanfĂ€nger des mittleren und niederen Dienstes gelten im allgemeinen Ă€hnliche Bestimmungen wie in Preußen. Soweit es sich um die demnĂ€chstige Verwendung der DienstanfĂ€nger als Eisenbahn-betriebs- und -polizeibeamte handelt, finden auch hier die bereits mehrfach erwĂ€hnten bundesrĂ€tlichen BefĂ€higungsvorschriften vom 1. Mai 1906 Anwendung. Welche Kenntnisse darĂŒber hinaus von diesen und auch von den anderen in den BefĂ€higungsvorschriften nicht genannten Beamtenklassen gefordert werden, ergibt sich aus den »Aufnahmebestimmungen fĂŒr Bewerber um mittlere und niedere Stellen des badischen Eisenbahn- und Dampfschiffahrts-Verwaltungsdienstes« in Verbindung mit der Verordnung, betreffend die Vorbereitung fĂŒr den mittleren nichttechnischen Eisenbahndienst vom 11. MĂ€rz 1908. Danach muß, wer zu einem Staatsdienst im mittleren nichttechnischen Eisenbahndienst gelangen will, abgesehen von dem erfolgreichen Besuch einer deutschen Mittelschule (7 oder 9 Jahreskurse) eine 3-, bzw. 2jĂ€hrige praktische Vorbereitungszeit als Eisenbahngehilfe zurĂŒcklegen und alsdann die AssistentenprĂŒfung bestehen.

FĂŒr die Aufnahme als mittlere technische Beamte des tiefbau-, hochbau-, maschinen- und elektrotechnischen Dienstes kommen in der Regel Personen in Betracht, die die Baugewerkschule in Karlsruhe mit Erfolg durchgemacht und die WerkmeisterprĂŒfung bestanden oder die eine gleichwertige Vorbildung aufzuweisen haben.

Der etatsmĂ€ĂŸigen Anstellung hat im allgemeinen mindestens eine einjĂ€hrige Probedienstzeit und eine zweijĂ€hrige Dienstzeit als nichtetatsmĂ€ĂŸiger Beamter voranzugehen. AnwĂ€rtern fĂŒr obere und mittlere Beamtenstellen wird jedoch die Eigenschaft als nichtetatsmĂ€ĂŸiger Beamter nach Bestehen der maßgebenden PrĂŒfung ohne ZurĂŒcklegung einer Probedienstzeit verliehen. Bei MilitĂ€ranwĂ€rtern hat die der etatmĂ€ĂŸigen Anstellung vorangehende Dienstleistung als nichtetatmĂ€ĂŸiger Beamter nur ein Jahr zu dauern.

FĂŒr die erste etatmĂ€ĂŸige Anstellung der mittleren und unteren Beamten kommen folgende Amtsstellen in Betracht:


a) mittlere Stellen:

Eisenbahngehilfinnen, Bureau- und Abfertigungsbeamte, Amtsstelle Gehaltsklasse II, technische Beamte Amtsstelle Gehaltsklasse II, Vermessungsbeamte in nicht selbstÀndiger Stellung;

b) untere Stellen:

Matrosen, Schiffskassiere, Schiffsheizer, Bremser, RottenfĂŒhrer, Wagenaufschreiber, Lademeister, Bahn- und WeichenwĂ€rter, SchirrmĂ€nner, Schaffner, Diener, Schreibbeamte, Lokomotivheizer, Bau-, Betriebs-, Werk- und Magazinaufseher, MaschinenwĂ€rter, Drucker, Wagenrevidenten, Maschinisten, Schirrmeister, Telegraphenmeister, Bahnmeister, technische Beamte und Zeichner (untere), Bureau-, Abfertigungs- und Vermessungsbeamte (untere).


Wo fĂŒr bestimmte Arten von Amtsstellen mehrere Gehaltsklassen vorgesehen sind, soll der Beamte seine erste Anstellung in der Regel in der untersten Gehaltsklasse finden. Das VorrĂŒcken in die höheren Gehaltsklassen erfolgt nach dem Dienstalter des Beamten, sofern nicht seine Leistungen und Verwendbarkeit eine abweichende Behandlung begrĂŒnden, also ohne weitere PrĂŒfung. FĂŒr gewisse Beamtengruppen bestehen noch Gehaltsstufen fĂŒr wichtigere Stellen, in die das EinrĂŒcken nach Dienstalter und TĂŒchtigkeit der Beamten erfolgt.

Weiter können ohne Ablegung einer ferneren PrĂŒfung befördert werden:

Mittlere nichttechnische Bureau- und Abfertigungsbeamte zu StationsvorstĂ€nden, GĂŒterverwaltern und Bureauvorstehern,

mittlere technische Beamte zu WerkstÀttenvorstehern,

Zugmeister zu Zugrevisoren,

Magazinaufseher zu Magazinmeistern,

WagenwÀrter zu Wagenrevidenten,

Lademeister zu Hallenmeistern u.s.w.

Dagegen ist eine weitere PrĂŒfung z.B. abzulegen vor der Beförderung

vom Matrosen zum Untersteuermann oder SchleppschiffĂŒhrer,

vom Bremser zum Schaffner,

vom Lokomotivheizer zum LokomotivfĂŒhrer,

vom Schiffsheizer zum Schiffsmaschinisten,

vom Schaffner zum Zugmeister,

vom Untersteuermann zum Steuermann,

vom Steuermann zum SchiffskapitÀn,

vom Bahn- oder WeichenwÀrter zum Vorsteher eines Stationsamtes V. Klasse,

vom Vorsteher eines Stationsamtes V. Klasse zum Vorsteher eines Stationsamtes IV. Klasse.

Der Übergang von einer Dienststellung in eine andersartige erfolgt in der Regel nur auf Antrag des Beamten.

FĂŒr die Abnahme der PrĂŒfungen bestehen fĂŒr die einzelnen Beamtenarten besondere PrĂŒfungsausschĂŒsse.

Die AnwĂ€rter fĂŒr obere Beamtenstellen haben bei Ablegung der StaatsprĂŒfung eine PrĂŒfungsgebĂŒhr von 60 M., die Geometer fĂŒr die vorgeschriebenen 2 PrĂŒfungen zusammen GebĂŒhren von 40 M. und die mittleren nichttechnischen Beamten fĂŒr die AssistentenprĂŒfung eine GebĂŒhr von 20 M. zu entrichten. Im ĂŒbrigen erfolgen die PrĂŒfungen unentgeltlich.

Nach den in Österreich geltenden Bestimmungen darf daselbst niemand zum exekutiven Dienste verwendet werden, der sich nicht vorher ĂŒber die seine Dienstverrichtungen betreffenden Vorschriften genaue Kenntnisse verschafft und diese durch ZurĂŒcklegung einer Probezeit und durch entsprechende PrĂŒfungen nachgewiesen hat. Das Unterbeamten-, Diener- und Arbeiterpersonal muß im allgemeinen durch den unmittelbaren Dienstvorstand in periodischen ZwischenrĂ€umen eingehend ĂŒber die einschlĂ€gigen Vorschriften belehrt und auch geprĂŒft werden. Im Fall eines ungenĂŒgenden PrĂŒfungsergebnisses sind die Bediensteten entweder in den Vorschriften, in denen sie versagt haben, einer NachprĂŒfung zu unterziehen oder, falls Gefahr fĂŒr den Dienst vorhanden ist, zeitweilig aus diesem herauszunehmen (PrĂŒfungsvorschrift fĂŒr den niederen Staatseisenbahndienst, gĂŒltig vom 1. Juni 1909.

FĂŒr die Aufnahme in den Dienst der österr. Staatsbahnen sind den Bewerbern um eine Anstellung als Beamter (Beamtenaspirant), Unterbeamter oder Diener bestimmte Aufnahmsbedingungen vorgeschrieben. Sie mĂŒssen danach die österreichische StaatsbĂŒrgerschaft besitzen, dĂŒrfen zur Erlangung eines öffentlichen Amtes nicht unfĂ€hig sein, mĂŒssen ein Alter zwischen 18 und 35 Jahren haben sowie von gesunder Körperbeschaffenheit sein; es wird ferner gefordert die Kenntnis der deutschen Sprache und die fĂŒr den betreffenden Dienstposten verlangte besondere Vorbildung sowie ein ehrenhaftes Vorleben (Dienstordnung fĂŒr die Bediensteten der k. k. österr. Staatsbahnen, gĂŒltig vom 7. April 1898, § 5).

Von Bewerbern um eine Anstellung als Unterbeamter oder Diener wird, abgesehen von dem etwa erforderlichen Nachweise der die spezielle Voraussetzung fĂŒr die Erlangung einzelner solcher Posten bildenden besonderen Fachkenntnisse ein bestimmtes Maß an allgemeiner Schulbildung gefordert (Besuch einer allgemeinen Volksschule fĂŒr Bewerber um Dienerposten, Besuch einer BĂŒrger-, Gewerbe- oder Unterrealschule pp. fĂŒr Bewerber um Unterbeamtenposten, die erste Anstellungen im niederen Staatseisenbahndienst bilden).

Bei Besetzung von Beamtenposten, die juridische oder technische Kenntnisse erfordern, können nur solche Bewerber berĂŒcksichtigt werden, die die Absolvierung der rechts- und staatswissenschaftlichen FakultĂ€tsstudien und die fĂŒr die Aufnahme in den Staatsdienst vorgeschriebenen StaatsprĂŒfungen, bzw. die Absolvierung der Studien an einer technischen Hochschule und die an einer technischen Hochschule des Inlandes abgelegten Staats- oder DiplomprĂŒfungen aus jenen FĂ€chern, deren Kenntnis fĂŒr den angestrebten Dienstposten erfordert wird, auszuweisen in der Lage sind.

Bewerber um sonstige Anstellungen als Beamte (Beamtenaspiranten), mit Ausnahme des Kanzlei- (Manipulations-) Dienstes, mĂŒssen, falls sie nicht in dem k. u. k. Heere pp. als aktive Offiziere gedient haben, den Nachweis einer entsprechenden Vorbildung erbringen. Dieser Nachweis ist zu fĂŒhren:


a) Durch das Zeugnis ĂŒber die vollstĂ€ndige Absolvierung eines Obergymnasiums, einer Oberrealschule oder einer hinsichtlich des Bildungsgrades diesen gleich zu achtenden anderen inlĂ€ndischen Lehranstalt,

b) Durch die AuszĂŒge aus den Klassifikationslisten der MilitĂ€rbildungsanstalten des k. u. k. Heeres u.s.w.,

c) Durch das Zeugnis ĂŒber die mit gutem Erfolge bestandene BefĂ€higungsprĂŒfung zum EinjĂ€hrig-Freiwilligen-Dienst.


FĂŒr Beamtenstellen im Kanzlei- (Manipulations-) dienste genĂŒgt, die sonstige Eignung vorausgesetzt, der Nachweis der fĂŒr Unterbeamte vorgeschriebenen Schulbildung.

Nach Ablauf einer praktischen Ausbildungszeit von bestimmter, fĂŒr die verschiedenen Kategorien verschieden bemessener Dauer haben sich sowohl die Bewerber um Unterbeamten- und Dienerposten, die erste Anstellungen im niederen Eisenbahndienste bilden, wie auch die AnwĂ€rter fĂŒr Beamtenposten im mittleren Eisenbahnbetriebs- und Verwaltungsdienst DienstprĂŒfungen abzulegen.

Die als Voraussetzung fĂŒr die Erlangung von Posten des niederen Eisenbahndienstes nachzuweisenden besonderen Fachkenntnisse, ferner die mindeste Dauer der von den Bewerbern um solche Posten zurĂŒckzulegenden Ausbildungszeit, sowie endlich die GegenstĂ€nde der abzulegenden DienstprĂŒfungen sind im »Besonderen Teil« der PrĂŒfungsvorschrift fĂŒr den niederen Staatseisenbahndienst vom 1. Juni 1909, § 10, fĂŒr jede einzelne Dienstklasse der Unterbeamten und Diener enthalten. Außer den dort aufgefĂŒhrten PrĂŒfungsgegenstĂ€nden kommen bei den DienstprĂŒfungen fĂŒr alle in die Kategorie der Unterbeamten gehörigen Posten noch folgende in Betracht: Die Dienstordnung fĂŒr die Bediensteten der k. k. österr. Staatsbahnen samt GebĂŒhrenregulativ, die Statuten der Altersversorgungsinstitute, die Eisenbahngeographie des eigenen Bezirkes, die das Personal berĂŒhrenden Bestimmungen der Eisenbahnbetriebsordnung, das Statut der Krankenkasse sowie die wichtigsten, das Personal berĂŒhrenden Bestimmungen des Statutes fĂŒr die berufsgenossenschaftliche Unfallversicherungsanstalt der österr. Staatsbahnen.

Zur Abnahme der DienstprĂŒfungen fĂŒr die Posten des niederen Eisenbahndienstes sind bei jeder Staatsbahndirektion stĂ€ndige PrĂŒfungskommissionen bestellt.

Bewerber, die als Kandidaten fĂŒr einen Beamtenposten im mittleren Eisenbahnbetriebs- und Verwaltungsdienst aufgenommen wurden, sind 3 Monate lang im Telegraphendienste auszubilden und haben nach Schluß dieser Ausbildungszeit die Signal- und TelegraphenprĂŒfung abzulegen. Nach Ablegung dieser PrĂŒfung haben sich die Kandidaten des mittleren Eisenbahnbetriebs- und Verwaltungsdienstes einem besonderen Eisenbahnfachbildungsdienste zu unterziehen. ZunĂ€chst sind sie auf die Dauer von 4–7 Monaten im exekutiven Verkehrsdienst auszubilden und haben sich nach Ablauf dieser Frist einer FachprĂŒfung aus den fĂŒr den Verkehrsdienst geltenden Instruktionen und sonstigen Vorschriften, der VerkehrsprĂŒfung, zu unterziehen. Nach bestandener VerkehrsprĂŒfung sind die Aspiranten (VolontĂ€re) auf weitere 3–9 Monate in dem Dienstzweige auszubilden, fĂŒr den sie bestimmt sind, und haben danach eine FachprĂŒfung aus den allgemein fĂŒr den Staatseisenbahndienst und speziell fĂŒr den betreffenden Dienstzweig geltenden und nicht schon in eine der vorhergegangenen PrĂŒfungen einbezogenen Instruktionen und Vorschriften abzulegen.

Diese FachprĂŒfungen sind fĂŒr die einzelnen Dienstzweige verschieden, u. zw. haben abzulegen:

1. die Kandidaten des allgemeinen Verwaltungsdienstes die administrative FachprĂŒfung,

2. die Kandidaten des Bau- und Bahnerhaltungsdienstes die bautechnische FachprĂŒfung,

3. die Kandidaten des Zugförderungs- und WerkstĂ€ttendienstes die maschinentechnische FachprĂŒfung,

4. die Kandidaten des exekutiven Betriebsdienstes, die des kommerziellen Dienstes und des Einnahmenkontrolldienstes die kommerzielle FachprĂŒfung,

5. die Kandidaten des Rechnungs- und Materialdienstes die FachprĂŒfung aus den Verrechnungsvorschriften.

Von allen Beamten abzulegen ist schließlich die FachprĂŒfung aus den Vorschriften fĂŒr den Eisenbahnkriegsverkehr.

Jedem Beamten, der eine dieser FachprĂŒfungen bestanden hat, bleibt es unbenommen, zur Erhöhung seiner Qualifikation sich der gleichen PrĂŒfung auch aus den fĂŒr andere Dienstzweige vorgeschriebenen PrĂŒfungsgegenstĂ€nden zu unterziehen.

Auch fĂŒr die vorgenannten PrĂŒfungen sind am Sitze der Staatsbahndirektionen stĂ€ndige PrĂŒfungskommissionen bestellt, die entweder nach Bedarf oder zu bestimmten Terminen im Laufe des Jahres die PrĂŒfungen vorzunehmen haben. Die Ladungen zu sĂ€mtlichen PrĂŒfungen erfolgen von Amtswegen. Jedem Kandidaten, der eine PrĂŒfung bei der erstmaligen Ablegung nicht bestanden hat, ist nur eine einmalige Wiederholung gestattet. Eine zweite Wiederholung kann nur ganz ausnahmsweise und aus besonders zu berĂŒcksichtigenden GrĂŒnden bewilligt werden. SĂ€mtliche PrĂŒfungen sind unentgeltlich.

Die Ablegung der fĂŒr eine Stelle vorgeschriebenen PrĂŒfung befĂ€higt den Kandidaten zur selbstĂ€ndigen AusĂŒbung des Dienstes, gewĂ€hrt aber fĂŒr sich allein noch keinen Anspruch auf die Stelle. Die Entscheidung ĂŒber die wirkliche Verleihung der Stelle erfolgt vielmehr von Amtswegen unter BerĂŒcksichtigung des dienstlichen und außerdienstlichen Verhaltens, der praktischen BewĂ€hrung, des Dienstalters und der vorhandenen Vakanzen.

In Belgien erfolgt die Aufnahme der Bediensteten auf Grund freien Wettbewerbs, in Frankreich auf Grund einer AufnahmsprĂŒfung, die fĂŒr die einzelnen Dienstzweige genau geregelt ist.

Was die Ausbildung des Personals betrifft, so bestehen hierĂŒber in den beiden genannten LĂ€ndern keine bestimmten Normen. Die Bediensteten haben sich die Kenntnisse in AusĂŒbung des Dienstes zu erwerben, wobei sie von ihren Vorgesetzten stĂ€ndig ĂŒberwacht werden. In Belgien bestehen keinerlei weitere PrĂŒfungen zum Nachweis der BefĂ€higung fĂŒr höhere Dienstposten; es erfolgt auch die Beförderung auf Grund des freien Wettbewerbs.

In der Schweiz haben Anstellungswerber fĂŒr den höheren Dienst die Absolvierung einer technischen Hochschule oder einer UniversitĂ€t, fĂŒr den mittleren Dienst ein Abgangszeugnis einer gewerblichen Fachschule, bzw. Mittelschule nachzuweisen. Sie werden in der Regel einer Vorbereitung unterzogen, deren Erfolg durch eine PrĂŒfung festgestellt wird. FĂŒr die einzelnen Dienstgruppen (LokomotivfĂŒhrer, AnwĂ€rter des Stations- und Expeditionsdienstes, ZugsfĂŒhrer, Kondukteure u.s.w.) bestehen besondere PrĂŒfungen; hierbei wird vielfach auch die Kenntnis einer fremden Sprache gefordert. Das gesamte, beim Betriebsdienst beschĂ€ftigte Personal ist durch fortgesetzte Instruktion und Belehrung durch die vorgesetzten Stellen auf der Höhe seiner Aufgabe zu erhalten, und wird periodischen PrĂŒfungen in der Weise unterzogen, daß jeder Angestellte mindestens alle vier Jahre zur PrĂŒfung gelangt. Außerdem hat jeder Angestellte anlĂ€ĂŸlich seiner Beförderung oder Versetzung in eine andere Dienstkategorie sich ĂŒber die fĂŒr den neuen Dienstkreis erforderlichen Kenntnisse durch eine besondere PrĂŒfung auszuweisen.

In Italien haben sich zwecks Aufnahme alle Bewerber, ausgenommen Ingenieure und Rechtslizentiaten, die auf Grund ihrer Studienzeugnisse ausgewĂ€hlt werden, einer AufnahmsprĂŒfung und, wenn eine große Anzahl von Bewerbern vorhanden ist, einem Wettbewerb zu unterziehen. Hierauf erfolgt eine vorlĂ€ufige Verwendung in der Dauer von mindestens einem Jahre (bis zu 18 Monaten), worauf bei entsprechendem Erfolg die definitive Ernennung stattfindet. Jene Bediensteten, die sich um die Stelle eines Stationsvorstandes, eines Telegraphisten oder eines LokomotivfĂŒhrers bewerben, haben sich einer BefĂ€higungsprĂŒfung zu unterziehen, die vor einer von der Regierung ernannten Kommission abzulegen ist.

Bei den nordamerikanischen Eisenbahnen muß der AnfĂ€nger in der Regel ohne RĂŒcksicht auf seine allgemeine Vorbildung und ganz gleich, ob er dem technischen oder nichttechnischen Dienste angehört, auf der untersten Stufe des Dienstzweiges beginnen. BewĂ€hrt er sich im praktischen Dienste, so stehen ihm an sich alle Stellen offen. Auf eine außerhalb des praktischen Dienstes erworbene Fachbildung wird gewöhnlich kein Wert gelegt, oft genug setzt man sich bei der Besetzung von Stellen, die an sich eine fachtechnische Vorbildung wĂŒnschenswert erscheinen lassen, ĂŒber den Mangel einer solchen hinweg.

Allerdings hat sich die American Railway Association schon seit einer Reihe von Jahren damit beschĂ€ftigt, fĂŒr die Annahme des Eisenbahnbetriebspersonals Regeln aufzustellen, damit die Erfordernisse, die an die körperliche Tauglichkeit und die elementaren Kenntnisse der Bewerber gestellt werden, wenigstens im allgemeinen ĂŒbereinstimmen. So hat die Association am 5. April 1905 Bedingungen angenommen, die nicht nur bei der ersten Annahme der Bewerber, sondern auch bei der spĂ€teren Beförderung in höhere Stellen u.s.w. Anwendung finden sollen. Sie betreffen das Sehvermögen, das Gehör, andere physische Erfordernisse und Kenntnisse (Lesen, Schreiben, Rechnen in den 4 Spezies, genĂŒgende Auffassungsgabe und Sprachkenntnis sowie Kenntnis der Dienstpflichten).

Dieser Beschluß vom 5. April 1905 ĂŒber die Annahmebedingungen des Betriebspersonals bedeutet sicherlich einen erheblichen Fortschritt, er zeigt auch zugleich, daß die ganz und gar willkĂŒrliche Einstellung von Personal, die bisher als allein richtiger Grundsatz angesehen worden war, mit einem sicheren Eisenbahnbetrieb als nicht vertrĂ€glich allmĂ€hlich erkannt wird. Trotzdem sind diese Bedingungen aber immerhin erst als ein Anfang zu betrachten. Umfangreichere DienstprĂŒfungen kennt man bei den amerikanischen Eisenbahnen nicht, fĂŒr die Beförderung in höhere Stufen gibt vielmehr, wie erwĂ€hnt, die praktische BefĂ€higung die nĂ€chste Anwartschaft. DienstaltersvorzĂŒge lĂ€ĂŸt man im allgemeinen nicht gelten, so daß in allen Dienststufen die verschiedensten Lebensalter vertreten sind. In der Regel hĂ€lt man jedoch darauf, daß bewĂ€hrte KrĂ€fte möglichst schnell in ihrer Stellung aufrĂŒcken, so daß an den verantwortungsvollsten Posten im Durchschnitt MĂ€nner im besten Lebensalter angetroffen werden (s. Hoff und Schwabach, Die nordamerikanischen Eisenbahnen).

Nach Ă€hnlichen GrundsĂ€tzen wie bei den nordamerikanischen Eisenbahnen wird in England verfahren, indem auch hier der Schwerpunkt auf eine grĂŒndliche kaufmĂ€nnische Vorbildung und geschĂ€ftliche Gewandtheit gelegt wird. Indessen geht man auch bei den englischen Bahnen schon seit einer Reihe von Jahren mehr und mehr zu einer systematischen Ausbildung des Eisenbahnpersonals durch Unterricht in zahlreichen Eisenbahnschulen ĂŒber, auch wird in gewissem Umfange bereits von den Bediensteten die Ablegung von fachlichen PrĂŒfungen verlangt (vgl. Artikel Eisenbahnschulen).

Literatur: Bulletin de la Commission internationale du CongrĂšs des chemins de fer. 1900. Bd. XIV.

Seydel.


http://www.zeno.org/Roell-1912. 1912–1923.

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