Katze (1), die

1. Die Katze, plur. inus. ein nur in dem zusammen gesetzten Hüttenkatze übliches Wort, diejenige Krankheit zu bezeichnen, welcher die Bergleute wegen der eingesogenen metallischen Ausdünstungen am häufigsten unterworfen sind, und welche in einer Lähmung vornehmlich aber in Engbrüstigkeit und Abzehrung bestehet. Wenn es in dieser Bedeutung nicht aus Asthma verderbt ist, so scheinet es zu dem alten quad, übel, böse, schlimm, Ital. cattivo, zu gehören. Bey dem Notker ist chazzon quälen, bey dem Ottfried Quist Qual, im Bretagnischen Quaez das Elend, und im Schwed. quiddrag keichend, hartschlägig. Hüttenkatze würde also eigentlich das Hüttenübel, die Hüttenkrankheit bedeuten. Hierher scheinen auch die zusammen gesetzten Katzenglas, Katzenglimmer, Katzenkerbel, Katzengold, Katzensilber, Katzenmünze u.s.f. zu gehören, unechtes, falsches Gold, Silber u.s.f. zu bezeichnen, weil keine begreifliche Verbindung zwischen diesen Dingen und dem Thiere dieses Nahmens Statt findet. S. auch Katzbalgen, ingleichen 6. Katze.


http://www.zeno.org/Adelung-1793. 1793–1801.

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  • Katze (9), die — 9. Die Katze, plur. die n, Diminut. das Kätzchen, Oberd. Kätzlein, ein bekanntes vierfüßiges, fünfzehiges, kletterndes Thier, wovon die zahme Art sich unter den Menschen aufhält, und Hauskatze oder zahme Katze genannt wird, zum Unterschiede von… …   Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart

  • Katze (3), die — 3. Die Katze, plur. die n, ein anderes Wort, worin der Begriff des Jagens, des Treibens, des Stoßens, Werfens und Schießens der herrschende ist, in welchem es gleichfalls nur noch in einigen einzelnen Fällen gebraucht wird. 1. Mit dem Begriffe… …   Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart

  • Katze (8), die — 8. Die Katze, plur. die n, ein noch in verschiedenen Fällen übliches Wort, einen hohlen Raum, einen bedeckten Raum, hohles Behältniß, zu bezeichnen. 1) Im gemeinen Leben nennet man einen langen ledernen Geldbeutel, welchen man um den Leib gürtet …   Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart

  • Katze (2), die — 2. Die Katze, plur. die n, ein Wort, welches den Begriff der Verbindung, des Haltens, bey sich führet, aber nur noch in einigen wenigen Fällen üblich ist. Im Schiffbaue sind die Katzsparren oder Katzsporen Zimmerhölzer, welche über die… …   Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart

  • Katze (7), die — 7. Die Katze, plur. die n, ein sehr altes Wort, welches ehedem eine Erhöhung bedeutete, und nur noch im Festungsbaue üblich ist, wo die Katze ein hohes Werk auf einem Bollwerke oder auf dem Hauptwalle ist, das Feld rings um die Festung zu… …   Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart

  • Katze (5), die — 5. Die Katze, plur. die n, noch mehr im Diminut. das Kätzchen, Oberd. Kätzlein, ein Bündel, ein Büschel. 1) Im gemeinen Leben, eine sehr gewöhnliche Benennung derjenigen cylindrischen, zuweilen kugelförmigen Kelche an verschiedenen Bäumen, welche …   Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart

  • Katze (6), die — 6. Die Katze, plur. die n, ein Wort, welches in einigen Fällen einen harten Körper bedeutet. So pflegen die Bergleute die harten knorrigen Stellen und gelben mineralischen Adern in den Schieferbrüchen, welche das Spalten hindern, Katzen zu nennen …   Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart

  • Katze (4), die — 4. Die Katze, plur. die n, ein Haken, oder doch ein einem Haken ähnliches Werkzeug; ein nur noch in einigen Gegenden übliches Wort. So ist in Liefland die Katze ein Werkzeug mit zwey langen Haken, Gebäude damit einzureißen, wo denn auch das… …   Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart

  • Die drei Glückskinder — ist ein Schwank (ATU 1650, 1202, 1281, 1651). Er steht in den Kinder und Hausmärchen der Brüder Grimm ab der Zweitauflage von 1819 an Stelle 70 (KHM 70). Inhaltsverzeichnis 1 Inhalt 2 Erläuterungen 3 Herkunft …   Deutsch Wikipedia

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