√Ąrztekammern

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√Ąrztekammern

√Ąrztekammern, durch Verordnung vom 25. Mai 1887 eingef√ľhrte Standesvertretungen der √Ąrzte in Preu√üen, Bayern, Baden, Sachsen, W√ľrttemberg, Hessen, Oldenburg, Hamburg, Braunschweig, Elsa√ü-Lothringen und den th√ľringischen Staaten zur Er√∂rterung aller Fragen und Angelegenheiten, die den √§rztlichen Beruf oder die √∂ffentliche Gesundheitspflege betreffen. Jede Provinz w√§hlt eine √Ąrztekammer aus mindestens zw√∂lf Mitgliedern. Die Mitglieder werden auf 3 Jahre gew√§hlt und zwar auf 50 Wahlberechtigte ein Mitglied. Wahlberechtigt und w√§hlbar ist jeder approbierte Arzt, der im Wahlbezirk wohnt. Der Vorstand besteht aus mindestens f√ľnf Mitgliedern. Die A. haben Vorstellungen und Antr√§ge an die Staatsbeh√∂rden zu richten und w√§hlen Vertreter, die an wichtigen Sitzungen der Provinzialmedizinalkollegien und der Wissenschaftlichen Deputation f√ľr das Medizinalwesen teilnehmen. Nach Verordnung vom 6. Jan. 1896 bilden Delegierte der A. (je einer) f√ľr die Dauer der Wahlperiode der Kammer einen √Ąrztekammerausschu√ü mit dem Sitz in Berlin und der Aufgabe, vermittelnd zu wirken zwischen dem Minister und den Kammern und zwischen letztern untereinander. Der Vorsitzende des Ausschusses beruft ihn in der Regel j√§hrlich einmal. Nach Gesetz vom 25. Nov. 1899 ist die √Ąrztekammer befugt, von den wahlberechtigten √Ąrzten des Kammerbezirks einen von ihr festzusetzenden Beitrag zur Deckung des Kassenbedarfs zu erheben. Nach demselben Gesetz wird in Preu√üen f√ľr den Bezirk jeder √Ąrztekammer ein √§rztliches Ehrengericht und f√ľr den ganzen Staat ein Ehrengerichtshof gebildet. Ersteres hat zu erkennen √ľber die Verletzung der √§rztlichen Standespflichten durch die approbierten √Ąrzte. Auf Antrag eines Arztes mu√ü eine ehrengerichtliche Entscheidung √ľber sein Verhalten herbeigef√ľhrt werden. Politische, wissenschaftliche und religi√∂se Ansichten oder Handlungen bilden nicht den Gegenstand ehrengerichtlichen Verfahrens. Als Ehrenrat hat das Ehrengericht die Beilegung von Streitigkeiten zu vermitteln. Beamtete √Ąrzte, Milit√§r- und Marine√§rzte unterstehen nicht dem Ehrengericht. Gegen die Entscheidungen des Ehrengerichts ist Berufung an den Ehrengerichtshof zul√§ssig. Dieser besteht aus dem Leiter der Medizinalabteilung des Ministeriums, vier gew√§hlten Mitgliedern des √Ąrztekammerausschusses und zwei vom K√∂nig ernannten √Ąrzten. Vgl. Altmann, √Ąrztliche Ehrengerichte und √§rztliche Standesorganisation in Preu√üen (Berl. 1900).


http://www.zeno.org/Meyers-1905. 1905‚Äď1909.

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