√Ąsthetik

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√Ąsthetik

√Ąsthetik (griech., eigentlich ¬ĽEmpfindungslehre¬ę), die Wissenschaft von dem Wesen und den Bedingungen derjenigen Eindr√ľcke der Wahrnehmung, die allein wegen ihres Gef√ľhlswertes der menschlichen Seele anziehend erscheinen. Gegenst√§nde √§sthetischer Wahrnehmung finden sich sehr zahlreich in der Natur, aber am vollkommensten werden sie durch die Kunst dargeboten. Ohne die sinnliche Wahrnehmung kann der √§sthetische Gegenstand nie vollst√§ndig zur Geltung gelangen: ein nur im Ged√§chtnis reproduziertes Naturbild oder Kunstgem√§lde oder ein in Gedanken vergegenw√§rtigtes Tonst√ľck geben nur ein Bruchst√ľck des durch die Sinne vermittelten Eindrucks wieder; am ehesten kommt eine im Ged√§chtnis erneuerte Dichtung dem durch gesprochene Worte vermittelten Eindruck nahe, doch geht auch in diesem Falle viel von dem Werte der sinnlichen Wahrnehmung verloren. √Ąsthetische Wahrnehmungen werden nur durch den Gesichts- und den Geh√∂rssinn vermittelt. Die √§sthetische Auffassung unterscheidet sich einerseits von der intellektuellen und anderseits von der voluntativen: die intellektuelle Auffassung geht auf die Gewinnung bestimmter Erkenntnisse aus, vollzieht sich zumeist unter starker Beteiligung abstrakter Begriffe und l√§√üt die Frage, welche Gef√ľhlseindr√ľcke solche Gedankenprozesse hervorrufen, ganz beiseite; die voluntative Auffassung setzt sich zum Zwecke, die Dinge unserm Willen zu unterwerfen und dienstbar zu machen: auch hierdurch werden die √§sthetischen Gef√ľhlswerte, die der Gegenstand ausl√∂sen kann, in den Hintergrund gedr√§ngt. Die √§sthetische Auffassung ist daher von der intellektuellen und voluntativen auf das strengste zu sondern. Gleichwohl kommen gewisse Gebiets√ľberschreitungen von beiden Seiten vor: abstrakte Gedanken k√∂nnen durch das Mittel der Allegorie in der bildenden Kunst, durch dieses und ohne dieses in der Dichtkunst ausgedr√ľckt werden; hier verbindet sich also die intellektuelle Auffassung mit der √§sthetischen. Anderseits vereinigt die tendenzi√∂se Kunst das voluntative Element mit dem √§sthetischen: sie bem√ľht sich, f√ľr oder gegen bestimmte Handlungen und Willensregungen die Seele des Aufnehmenden zu gewinnen. Beide Formen der Gebiets√ľberschreitung, die Heranziehung intellektueller und voluntativer Elemente in den Bezirk der √§sthetischen Auffassung, gelten jedoch als nur zu duldende Abweichungen von der rein √§sthetischen Form. W√§hrend die intellektuelle und voluntative Auffassung die Gegenst√§nde in gr√∂√üern Zusammenhang einordnet, einem System dienstbar macht, die einzelne Erscheinung aber nicht als solche einer isolierenden auszeichnenden Betrachtung w√ľrdigt, wird umgekehrt der √§sthetische Gegenstand in seiner Isoliertheit blo√ü um seines Gef√ľhlswertes willen gesch√§tzt. Der einzelne Gegenstand oder Vorgang wird mit Anteil vergegenw√§rtigt, weil er das Gem√ľt in Bewegung setzt. Zwei Faktoren der √§sthetischen Wahrnehmung sind zu unterscheiden: der objektive Sinneseindruck einerseits und die subjektive Gef√ľhlsreaktion, die sich an diesen Sinneseindruck in der Seele des Auffassenden anschlie√üt, anderseits. Hierbei sind zwei F√§lle m√∂glich: erstens, da√ü das √§sthetische Objekt derart beschaffen ist, da√ü es in der Seele jedes normalen Menschen eine Gef√ľhlsbewegung von bestimmter Qualit√§t hervorruft; zweitens der Fall, da√ü sich an den √§sthetischen Gegenstand nicht ohne weiteres und f√ľr jeden bestimmte Gef√ľhlsbewegungen anschlie√üen, sondern da√ü sie vielmehr nur durch die eigenartige Auffassungsweise eines bestimmten Individuums zu dem Gegenstande hinzugef√ľgt werden. Die √§sthetischen Gef√ľhle der ersten Art sind die objektiven √§sthetischen Gef√ľhle; hierher geh√∂ren: das Sch√∂ne im engern Sinne des Wortes, das Erhabene, das Tragische und das objektiv Komische; die √§sthetischen Gef√ľhle der zweiten Art sind die subjektiven √§sthetischen Gef√ľhle: zu ihnen geh√∂rt das Pathetische, Satirische, Elegische und der Humor. Au√üerdem kann eine Sinneswahrnehmung dadurch zu √§sthetischer Bedeutung erhoben werden, da√ü der Auffassende durch Hinzuf√ľgung bestimmter Vorstellungselemente den Inhalt der √§sthetischen Wahrnehmung steigert und bereichert (s. √Ąsthetische Apperzeptionsformen).

Nur unter bestimmten Bedingungen verkn√ľpft sich mit einem von intellektuellen und voluntativen Nebengedanken losgel√∂sten Inhalt der Wahrnehmung ein so bemerkenswertes Gef√ľhl, da√ü der Gegenstand als √§sthetisch bezeichnet werden darf. Die allgemeinste Bedingung l√§√üt sich dahin zusammenfassen. da√ü der √§sthetische Gegenstand f√ľr unser Seelenleben eine nach dieser oder jener Richtung gehende Bedeutung besitzen mu√ü; von der Bedeutsamkeit des Lebensgehaltes h√§ngt der √§sthetische Eindruck in erster Linie ab. Wesentlich zur Steigerung des Gef√ľhlseindrucks tr√§gt es fernerhin bei, da√ü der Gegenstand f√ľr den Auffassenden neu ist; die Neuheit bildet die zweite Bedingung. Die Gef√ľhlswirkung tritt ferner dann um so eher hervor, wenn sich in den Teilen des √§sthetischen Gegenstandes ein Gegensatz der Gef√ľhlsrichtungen offenbart: die Steigerung durch Kontraste bildet die dritte Bedingung. Tief eingreifen in unser Gef√ľhlsleben kann ferner nur das, was unsrer Zeit und unsrer Nation gem√§√ü ist: der zeitgem√§√üe, nationale und volkst√ľmliche Gehalt bildet die vierte Bedingung. Ferner d√ľrfen die einzelnen zueinander geh√∂rigen Seiten des √§sthetischen Gebildes, insbes. Form und Inhalt, nicht im Mi√üverh√§ltnis zueinander stehen: die f√ľnfte Bedingung der √§sthetischen Wirkung ist daher die der Harmonie der zueinander geh√∂rigen Teile des √§sthetischen Eindrucks. Weiterhin d√ľrfen die Gef√ľhlseindr√ľcke, die das √§sthetische Objekt erweckt, nicht √ľber ein gewisses Ma√ü hinausgehen, wenn anders die Seele nicht die F√§higkeit zu freiem Nacherleben der verschiedenen Gef√ľhlsqualit√§ten verlieren soll; ein allzu heftiger Affekt l√§hmt unser Gem√ľt und beraubt es der innern Freiheit, die das Wesen des √§sthetischen Verhaltens ausmacht: als sechste Grundbedingung ist daher die Abt√∂nung des √§sthetischen Lebensgehaltes, die D√§mpfung und Idealisierung aller derjenigen Elemente, die, statt anregend, hemmend wirken, hinzustellen. W√§hrend die Einstreuung intellektueller Elemente das √§sthetische Verhalten st√∂rt, wirkt anschauliche Lebensf√ľlle anregend: als siebente Bedingung ist daher die des konkreten Lebensgehaltes geltend zu machen. Sollen die k√ľnstlerischen Neusch√∂pfungen des Lebens als idealisierte Spiegelbilder der Wirklichkeit erscheinen, so m√ľssen sie nach Gesetzen gestaltet sein, die denjenigen der wirklichen Welt entsprechen: als achte Bedingung √§sthetischer Wirkungen ist daher die der Lebenswahrheit zu nennen. Von ihr kann unter Umst√§nden abgesehen werden, wenn uns der Schaffende ausdr√ľcklich in eine Welt entr√ľckt, in der die Naturgesetze nicht gelten. Will er jedoch Abbilder der Wirklichkeit geben, so mu√ü er auch deren Gesetze anerkennen. Mag er Neusch√∂pfungen des wirklichen Lebens oder Phantasiesch√∂pfungen geben, auf alle F√§lle wird er sich von den fundamentalen sittlichen Anschauungen nicht emanzipieren d√ľrfen. Wenn er auch in nebens√§chlichen Punkten fest gewurzelten sittlichen Anschauungen nicht zu gen√ľgen braucht, wenn es ihm auch frei steht, √ľber wichtige Dinge einen Standpunkt einzunehmen, den die Zeitgenossen nicht teilen, so mu√ü er doch irgendwie eine Regel des sittlichen Handelns kennen und geltend machen: in diesem Sinn ist als neunte Bedingung des √§sthetischen Eindrucks die Anerkennung einer so oder so gearteten moralischen Anschauung zu nennen. Endlich d√ľrfen die einzelnen Teile eines komplexen √§sthetischen Gebildes nicht ohne Zusammenhang sein, sondern sie m√ľssen sich zu einem einheitlichen Ganzen gliedern: als zehnte und letzte Bedingung ist daher die der Einheit des √§sthetischen Gebildes anzuf√ľhren. Wenn also unsre Wahrnehmungen, die unsrer Erkenntnis- und Willensregion entr√ľckt sind, diesen zehn Bedingungen entsprechen oder ann√§hernd entsprechen, so werden sie jenen lebendigen und leichten Abflu√ü der Gef√ľhle erm√∂glichen, der das charakteristische Merkmal der √§sthetischen Auffassung ausmacht. Das lebendige Spiel der Gef√ľhle ist aber nur ein Anzeichen der zu h√∂chster Leichtigkeit gesteigerten allgemeinen Seelent√§tigkeit. Der √§sthetische Zustand ist derjenige h√∂chster innerer Freiheit. In der √§sthetischen Anschauung kommt weiterhin das Wesen der Welt zu reinster Darstellung: w√§hrend der Forscher sich in abstrakten Gedankenoperationen von der Vergegenw√§rtigung des unmittelbar Gegebenen oft abwenden mu√ü, w√§hrend der praktisch Handelnde nur f√ľr das Blick besitzt, was seinen Zwecken dienlich ist, haftet der √§sthetisch Schauende an den Bildern der konkreten Wirklichkeit. Gesteigert wird die Bedeutung dieser √§sthetischen Anschauung noch dadurch, da√ü sich an die Gegenst√§nde der Wahrnehmung mannigfaltige Vorstellungs- und Gef√ľhlsassoziationen anschlie√üen, und da√ü das Gegebene h√§ufig als Symbol bedeutsamerer und allgemeinerer Erscheinungen auftritt, die unwillk√ľrlich in der Seele des Aufnehmenden lebendig werden. Trotzdem der √§sthetische Gegenstand isoliert ist, steigert er sich doch durch derartige Ausstrahlungen oft zu einer in weite Ferne hindeutenden Offenbarung tiefsten Seelenlebens (s. √Ąsthetische Apperzeptionsformen). Im einzelnen sind die Sch√∂pfungen der verschiedenen K√ľnste in hohem Grad abh√§ngig von den Darstellungsmitteln, √ľber die sie verf√ľgen. Die einheitlich gepr√§gte Form, in der sich die √§sthetische Gef√ľhlsauffassung des Schaffenden unmittelbar spiegelt, ist der Stil des Kunstwerkes. Liegt dem Darstellenden daran, den Lebensgehalt stark zu d√§mpfen und abzut√∂nen, so schafft er in idealistischem Stil; l√§√üt er dagegen die Besonderheiten der Lebensgebilde ohne tiefer eingreifende Ver√§nderungen zum Ausdruck gelangen, so bedient er sich des realistischen Stils, w√§hrend endlich der Naturalismus nur eine unk√ľnstlerische photographisch treue Wiedergabe der Wirklichkeit bezweckt.

Als abgegrenzte und mit ihrem jetzigen Namen bezeichnete Wissenschaft besteht die √Ą. seit den von dem Wolffianer A. G. Baumgarten (s. d.) 1750 herausgegebenen ¬ĽAesthetica¬ę. Doch finden sich bemerkenswerte √§sthetische Bestimmungen schon im Altertum. Platon bezeichnet im ¬ĽPh√§dros¬ę das Sch√∂ne, also den Hauptgegenstand der √Ą., als Nachbild des allein wahrhaft Seienden, d.h. der ¬ĽIdeen¬ę, in deren Reich das Gute die Sonne ist, bestimmt anderseits im ¬ĽPhilebos¬ę die Freude am Sch√∂nen als die Luft, die durch die Wahrnehmung eines Verh√§ltnis- und Ebenm√§√üigen erzeugt wird. F√ľr Aristoteles ist das Sch√∂ne das weder zu Gro√üe noch zu Kleine. Im √ľbrigen begegnen wir bei ihm wertvollen Einzeleinsichten, insbes. betreffs poetischer Fragen. Plotinos definiert das Sch√∂ne als die Gegenwart der Idee im Sinnlichen, Alexander Baumgartens Ausscheidung der √Ą. als einer besondern Wissenschaft h√§ngt zusammen mit der Wolffschen Unterscheidung eines doppelten Erkenntnisverm√∂gens, eines niedern, der Sinnlichkeit, und eines h√∂hern, des Verstandes oder der Vernunft. Beide haben das Wahre und Gute oder kurz die Vollkommenheit zum Gegenstande. Die Erkenntnis, die aus dem h√∂hern Verm√∂gen flie√üt, ist die logisch klare, begriffliche; die sinnliche Erkenntnis dagegen ist unklar und verworren, nur eine unvollkommene Vorstufe jener. Mit dieser verworrenen Erkenntnis nun wird die √§sthetische Auffassung oder Betrachtung identifiziert; und von ihr handelt die √Ą. Es fehlt bei Baumgarten die Anerkenntnis der Tatsache, da√ü der Genu√ü im F√ľhlen besteht, und da√ü F√ľhlen etwas andres ist als (sei es klares, sei es unklares). Erkennen. Letztere Einsicht tritt bei den sonstigen √Ąsthetikern der Wolffschen Schule, wie Eschenburg, Eberhardt, Sulzer (¬ĽTheorie der sch√∂nen K√ľnste¬ę), Mendelssohn, deutlicher hervor. Anderseits macht Lessing, unbeirrt durch die Schule und ohne eigne Neigung zu allgemeinen Begriffsbestimmungen, im einzelnen √§sthetische Entdeckungen von gr√∂√üter Wichtigkeit.

Einen weitern Fortschritt in der √Ą. bezeichnet Kant (¬ĽKritik der Urteilskraft¬ę). Seine Erkl√§rung: sch√∂n sei, was in der blo√üen Vorstellung ohne Interesse an seinem Dasein und ohne Begriff allgemein und notwendig gefalle, enth√§lt eine Einsicht von epochemachender Bedeutung. Zugleich hat aber Kant durch die Art, wie er das ¬ĽWohlgefallen ohne Begriff¬ę n√§her bestimmt, einem das Sch√∂ne seines Sinnes und Inhaltes beraubenden mit den Tatsachen und sich selbst in Widerspruch stehenden abstrakten Formalismus Vorschub geleistet, den dann Herbart (¬ĽAllgemeine praktische Philosophie¬ę und ¬ĽLehrbuch zur Einleitung in die Philosophie¬ę) und sein Sch√ľler Robert Zimmermann (¬ĽAllgemeine √Ą. als Formwissenschaft¬ę, 1865) zu einem System der formalistischen √Ą. weitergebildet haben. In jenem Formalismus ist auch Schiller teilweise befangen. Aber er geht zugleich dar√ľber hinaus bis zur Identifizierung des Sch√∂nen und des Widerscheins des Sittlichen in den Formen. Wenn er doch zugleich die Vernichtung des Stoffes durch die Form als Aufgabe des K√ľnstlers bezeichnet, so ist damit schlie√ülich nur gesagt, da√ü es nicht auf den Wert des Stoffes oder des ¬ĽSujets¬ę als solchen ankommt, sondern immer nur auf den Wert desjenigen, was aus der Form uns unmittelbar entgegentritt. Gegen Kant tritt mit nicht √ľberall klarer Leidenschaftlichkeit Herder auf, um (in der ¬ĽKalligone¬ę) das Sch√∂ne als √ľberall ausdrucksvoll und durch seinen Inhalt unsre Sympathie weckend zu preisen. Die idealistische Philosophie vor allem der Hegelschen Schule bezeichnet dann als Inhalt des Sch√∂nen allgemein das Absolute, die Idee, die Gottheit, und macht es sich zur Aufgabe, die Art, wie dieser Inhalt des Sch√∂nen in die unmittelbare Erscheinung tritt und so die verschiedenen Gattungen des Sch√∂nen sich verwirklichen, als denknotwendigen Proze√ü zu begreifen. Neuere aus dieser Bewegung hervorgegangene √Ąsthetiker haben mit den metaphysischen Grundgedanken derselben wertvolle, auf eindringender Kenntnis des Sch√∂nen beruhende und z. T. au√üerordentlich tiefes Verst√§ndnis verratende Einsichten im einzelnen zu verbinden gewu√üt. Hierher geh√∂rt vor allen Friedrich Theodor Vischers geniale, in den allgemeinen Paragraphen vielfach abstruse und mit Begriffen spielende, in den Ausf√ľhrungen von Geist spr√ľhende ¬Ľ√Ąsthestik¬ę (Stuttg. 1846‚Äď57, 3 Tle.) samt den das System vielfach korrigierenden ¬ĽKritischen G√§ngen¬ę, daneben die ¬Ľ√Ąsthetik¬ę von M. Carriere (3. Aufl., Leipz. 1885, 2 Bde.) und nicht zuletzt die ¬ĽGeschichte der √Ą. in Deutschland¬ę von Lotze (1868), die √ľberall sein und geistreich mit der Geschichte die Kritik und die Darlegung eigner Anschauungen verbindet. Auf den Standpunkt der Erfahrung und der induktiven Forschung stellt sich mit Bewu√ütsein Fechner (¬ĽBeitrag zur experimentellen √Ą.¬ę, Leipz. 1871, und ¬ĽVorschule der √Ą.¬ę, das. 1876, 2. Aufl. 1897), der den symbolischen Faktor Lotzes als assoziativen dem direkten oder sinnlichen Faktor der Sch√∂nheit entgegenstellt. F√ľr die √Ą. der Architektur und der technischen K√ľnste sind bahnbrechend geworden B√∂ttichers ¬ĽTektonik der Hellenen¬ę und Sempers ¬ĽPraktische √Ą. oder der Stil in den technischen und tektonischen K√ľnsten¬ę.

Vgl. au√üer den schon genannten Hauptwerken: Jean Paul, Vorschule der √Ą. (1804), mit vortrefflichen Bemerkungen √ľber Komik und Humor; Schelling, √úber das Verh√§ltnis der bildenden K√ľnste zur Natur (1808); Derselbe, Vorlesungen √ľber Philosophie der Kunst (Bd. 5 der ¬ĽS√§mtlichen Werke¬ę, 1859); Solger, Erwin. Vier Gespr√§che √ľber das Sch√∂ne und die Kunst (Berl. 1815); Hegel, Vorlesungen √ľber √Ą. (das. 1835‚Äď38); Schleiermacher, Vorlesungen √ľber √Ą. (das. 1842); Schopenhauer, Die Welt als Wille und Vorstellung; K. Chr. F. Krause, Abri√ü der √Ą. (G√∂tting. 1837); Wei√üe, System der √Ą. (Leipz. 1830); Die ¬Ľ√Ąsthetiken¬ę von K. K√∂stlin (T√ľbing. 1869), Schasler (Leipz. u. Prag 1886), Lemcke (¬ĽPopul√§re √Ą.¬ę, 6. Aufl., Leipz. 1890), J. v. Kirchmann (Berl. 1868), E, v. Hartmann (Leipz. 1887); Lotze, Grundz√ľge der √Ą. (u. Aufl., das. 1888); K√∂stlin, √úber den Sch√∂nheitsbegriff (T√ľbing. 1878); Derselbe, Prolegomena zur √Ą. (das. 1889); Groos, Einleitung in die √Ą. (Gie√ü. 1892); Derselbe, Der √§sthetische Genu√ü (das. 1902); Elster, Prinzipien der Literaturwissenschaft, Bd. 1 (Halle 1897); Jonas Cohn, Allgemeine √Ą. (Leipz. 1901). Eine vollst√§ndige Geschichte der √Ą. hat zun√§chst Rob. Zimmermann geliefert (Wien 1858), dann Schasler (Berl. 1872); die Geschichte der √Ą. in Deutschland behandelt Lotze (s. oben), die √Ą. nach Kant Neudecker (W√ľrzb. 1878) und E. v. Hartmann (Berl. 1886), die vor Kant H. v. Stein (¬ĽEntstehung der neuern √Ą.¬ę, Stuttg. 1886), die √Ą. Kants Herm. Cohen (Berl. 1889).


http://www.zeno.org/Meyers-1905. 1905‚Äď1909.

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