Dresden [1]

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Dresden [1]

Dresden (hierzu der Stadtplan: Dresden mit den Vororten und Innere Stadt, mit Registerblatt), Residenz und Hauptstadt des K√∂nigreichs Sachsen sowie Hauptort der gleichnamigen Kreishauptmannschaft (s. unten, S. 201), wegen ihrer anmutigen Lage (105,5 m √ľber der Ostsee) und ihrer Kunstsch√§tze von Herder das ¬Ľdeutsche Florenz¬ę genannt, liegt in einer reizenden Talsohle an beiden Ufern der Elbe, die hier einen nach SW. vorspringenden Bogen bildet und in und bei der Stadt den Prie√ünitz- und Kaitzbach sowie den Wei√üeritzflu√ü aufnimmt.

Wappen von Dresden.
Wappen von Dresden.

An das rechte Elbufer reichen Bergh√∂hen ziemlich nahe heran, teils mit Rebengel√§nden und Villen, teils mit der im N. und NO. der Stadt sich erstreckenden ¬ĽDresdener Heide¬ę, einem Kiefernwald, bedeckt; auf dem linken Ufer aber treten die letzten n√∂rdlichen Ausl√§ufer des Erzgebirges: die R√§cknitzer und Golberodaer H√∂hen und die Berge des Plauenschen Grundes, etwas weiter zur√ľck. D. liegt unter 51¬į3¬ī n√∂rdl. Br., 13¬į44¬ī √∂stl. L. v. Gr. Nachdem 1892 die Vororte Strehlen und Striesen, 1897 Pieschen und Trachenberge, 1899 der K√∂nig Albert-Park, 1901 Gruna, 1902 R√§cknitz, Zsch√§rtnitz und Seidnitz und 1903 Kaditz, Mickten, √úbigau, Trachau, Kotta, W√∂lfnitz, Nau√ülitz, L√∂btau und Plauen dem Stadtgebiet einverleibt worden sind, nimmt D. einen Fl√§cheninhalt von 62,44 qkm ein. Die √§ltern Stadtteile sind: auf dem linken Elbufer die Altstadt mit der Pirnaischen, See-, Wilsdruffer und S√ľdvorstadt und der Johannstadt, ferner die von der erstern durch die (jetzt hier trocken gelegte und in ein andres Bett geleitete) Wei√üeritz getrennte Friedrichstadt, auf dem rechten Elbufer die Neustadt und die Antonstadt mit der Leipziger Vorstadt.

Br√ľcken, Pl√§tze, Denkm√§ler, Stra√üen, Anlagen.

Beide Stadth√§lften werden durch f√ľnf Br√ľcken verbunden, die s√§mtlich sch√∂ne Aussichten gew√§hren: in der Mitte liegt die Alte Elb- oder Augustusbr√ľcke, die schon 1343 aus Stein erbaut war und 1727‚Äď31 ihre jetzige Gestalt erhielt. Sie enth√§lt 17 Pfeiler mit 16 Bogen, hat eine Fahrbahnl√§nge von 402 m und eine Kronbreite von 11,04 m. Ein Umbau ist geplant. Stromabw√§rts f√ľhren √ľber den Strom die Marienbr√ľcke (1846‚Äď51 erbaut, mit 12 je 28 m weiten Bogen in Korblinienform, 468 m lang und 17 m breit) und die neue eiserne Eisenbahnbr√ľcke (1901 erbaut, 461 m lang); stromaufw√§rts die K√∂nigin Carola-Br√ľcke (1892‚Äď95 erbaut, 326 m lang, mit nur zwei Strompfeilern und zwei bildnerischen Gruppen, Darstellungen der Stadt D. und des Flu√ügottes der Elbe), weiter aufw√§rts die Albertbr√ľcke (1875‚Äď77 erbaut, auf 15 Pfeilern ruhend, 316 m lang). Von den Pl√§tzen verdienen Erw√§hnung: in der Altstadt der Theaterplatz mit dem Reiterstandbild des K√∂nigs Johann von J. Schilling, 1889 errichtet; der Altmarkt mit dem Siegesdenkmal (14 m hoch, 1880 enth√ľllt); westlich der Postplatz mit dem Gutschmidbrunnen, einer von Semper errichteten, 18 m hohen gotischen Brunnens√§ule, nord√∂stlich der Neumarkt mit dem Bronzedenkmal des K√∂nigs Friedrich August II. (von H√§hnel), der Frauenkirche und dem Lutherdenkmal (1885 enth√ľllt); der Amalienplatz, der Holbeinplatz mit dem Gerechtigkeitsbrunnen und der Sachsenplatz, im S. der St√ľbelplatz mit monumentalem Brunnen, der Moltkeplatz und im W. jenseit des Hauptbahnhofs der Bismarckplatz. In der Neustadt liegen der Neust√§dter Markt mit dem kolossalen Reiterstandbild Augusts des Starken (seit 1736), der Kaiser Wilhelm-Platz, der Albertplatz (mit zwei Brunnen), auf den die Stra√üen von s√§mtlichen Elbbr√ľcken m√ľnden, und der K√∂nigin Carola-Platz. Au√üer den genannten Denkm√§lern sind noch hervorzuheben: der 15 m hohe Wettinobelisk, zwischen Schlo√ü, Prinzenpalais und Zwinger 1895 errichtet, die Bronzestatue der Mutter Anna (Gemahlin Augusts I.) bei der Annenkirche, die Denkm√§ler von Rietschel, Semper und Ludwig Richter auf der Br√ľhlschen Terrasse, ferner beim Belvedere das Denkmal des Kurf√ľrsten Moritz von Sachsen (1895 hierher √ľbergef√ľhrt). Vor der Kreuzschule steht das Bronzedenkmal Theodor K√∂rners (1871, von H√§hnel), ferner Denkm√§ler von Julius Otto und Gutzkow, vor dem Museum am Zwinger das Erzstandbild von Karl Maria v. Weber (1860, von Rietschel), in den Anlagen der Friedrichstadt ein Denkmal Antons des G√ľtigen, in denen an der Theresienstra√üe eins von Gustav Nieritz und au√üerhalb, in der sogen. Albertstadt, das Mausoleum des Kriegsministers v. Fabrice mit seinem Standbild (1893, von Schilling), endlich bei R√§cknitz das Moreaudenkmal (Syenitw√ľrfel).

Die wichtigsten Stra√üen in der Altstadt sind die Augustus-, Schlo√ü-, See- (und in der Seevorstadt die Prager-), Wilsdruffer, K√∂nig Johann- und Annenstra√üe, ferner der breite Stra√üenzug, der sich im S. und O. der Altstadt von der Johannesallee bis zur K√∂nigin Carola-Br√ľcke hinzieht; in der Neustadt die Neust√§dter Hauptstra√üe und die K√∂nig Albert-Stra√üe. ‚Äď Unter den √∂ffentlichen Anlagen nimmt den ersten Rang die durch die Aussicht auf den Strom und das obere Elbtal ber√ľhmte Br√ľhlsche Terrasse, √∂stlich von der alten Elbbr√ľcke, ein. Sie war einst Garten des 1900 abgetragenen Br√ľhlschen Palais, wurde 1814 vom russischen Gouverneur F√ľrsten Repnin angelegt und zieht sich 400 m weit hoch am Ufer der Elbe hin. Zu ihr f√ľhrt eine mit vier Gruppen von Schilling geschm√ľckte (s. Tafel ¬ĽBildhauerkunst XVI¬ę, Fig. 8 u. 9) Freitreppe. Hinter dem Zwinger befindet sich in sch√∂nen Anlagen der Zwingerteich mit Springbrunnen, westlich davon ist der Herzogingarten mit Orangeriehaus, ferner im O. der Seevorstadt die B√ľrgerwiesenanlage und endlich der k√∂nigliche Gro√üe Garten, 1870 angelegt, ein Park von 155 Hektar Umfang, mit k√ľnstlerischen Gruppen und einem im italienischen Renaissancestil 1680 erbauten k√∂niglichen Palais. Angrenzende Teile des Parkes bilden der Zoologische und der Botanische Garten sowie das st√§dtische Ausstellungsgrundst√ľck (mit der 1894 bis 1895 von Br√§ter erbauten Ausstellungshalle). Auch auf mehreren Pl√§tzen (Albert-, Kaiser Wilhelm-, Bismarckplatz u.a.) befinden sich Gartenanlagen.

Bauwerke.

(Hierzu Tafel ¬ĽDresdener Bauten I und II¬ę.)

Unter den gottesdienstlichen Geb√§uden ragt besonders hervor die katholische Hofkirche, 1739 bis 1751 von Chiaveri im Barockstil aus Pirnaer Sandstein erbaut. Sie besteht aus einem ovalen Hauptschiff und zwei Nebenschiffen. Imposant wirken der 91 m hohe Turm mit vier S√§ulengeschossen und die auf der Balustrade des Mittelschiffs und den Seitend√§chern stehenden 59 Heiligenfiguren (von Matielli). S√ľd√∂stlich vom Zwinger steht die evangelische Hof- oder Sophienkirche, 1351‚Äď57 als Klosterkirche der Grauen Br√ľder erbaut, 1599 von der Kurf√ľrstin Sophie zum lutherischen Hofgottesdienst bestimmt und 1864‚Äď68 nach dem Plan des Professors Arnold im gotischen Stil umgebaut und mit zwei je 66 m hohen T√ľrmen versehen. Unweit des Altmarktes befindet sich die Kreuzkirche, die erste Pfarr- und Hauptkirche der Stadt, mit 96 m hohem Turm. 1760 durch die Beschie√üung und dreimal durch Feuer (zuletzt 1897) zerst√∂rt, ward sie bis 1900 wiederhergestellt. Auf dem Neumarkt steht die Frauenkirche mit 95 m hoher Kuppel; sie wurde 1726‚Äď45 vom Ratszimmermeister B√§hr aus Sandsteinquadern erbaut und ist bei der Beschie√üung durch die Preu√üen 1760 unbesch√§digt geblieben. In der Neustadt liegen die lutherische Dreik√∂nigskirche, nach Pl√§nen P√∂ppelmanns im 18. Jahrh. erbaut, mit 91 m hohem Turm, und die katholische Neust√§dter Kapelle, 1853 errichtet. Von neuern Kirchen sind zu nennen: in der Altstadt die Johanneskirche, 1874‚Äď78 von M√∂ckel in fr√ľhgotischem Stil erbaut; in der Johannstadt die Trinitatiskirche, im Renaissancestil, 1894 vollendet; in der S√ľdvorstadt die von G. Weidenbach 1898‚Äď1903 im Renaissancestil erbaute St. Lukaskirche mit 81 m hohem Turm (s. Tafel I, Fig. 1), deren Inneres als dreischiffiges Langhaus mit quadratischer Vierung, rechteckigem Chor und Querschiff gebildet ist und interessante Gew√∂lbe zeigt; in der Neustadt die Martin Luther-Kirche, im romanischen Stil 1885‚Äď87 erbaut. Am Ostende der Br√ľhlschen Terrasse steht die 1838‚Äď1840 im byzantinischen Stil von Semper errichtete Synagoge. Au√üer den Kapellen im k√∂niglichen Schlo√ü und im k√∂niglichen Palais z√§hlt D. √ľberhaupt 21 Kirchen, n√§mlich 13 evangelische, 3 r√∂misch-katholische, je eine russische, reformierte, englische, schottische (presbyterianische) u. amerikanische (Methodisten-) Kirche.

Die wichtigsten √∂ffentlichen Geb√§ude sind in der Altstadt in der N√§he der Augustusbr√ľcke vereinigt. Das k√∂nigliche Schlo√ü, 1530‚Äď35 von Herzog Georg erbaut (daher Georgenschlo√ü genannt) und von August II. u.a. erweitert, ist 1890‚Äď1902 zu einem einheitlichen Bau im deutschen Renaissancestil von den Baumeistern Fr√∂lich und Dunger umgestaltet (Tafel II, Fig. 2). Es hat drei Tore, unter denen das Georgentor mit dem Reiterbild Herzog Georgs, zwei Torw√§chtern (von Behrens in Breslau) und h√ľbschen Kinderfriesen (von P. P√∂ppelmann) geschm√ľckt ist. Das Schlo√ü besteht aus der nach der Br√ľcke gekehrten Hauptfront, zwei Fl√ľgeln und mehreren Zwischen- und Seitengeb√§uden und ist durch bedeckte G√§nge mit der Hofkirche und dem Prinzenpalais (1715 f√ľr die Gr√§fin Cosel erbaut, sp√§ter mehrfach erweitert) verbunden. Die fensterlose R√ľckwand des Schlo√üfl√ľgels in der Augustusstra√üe ist durch eine gro√üe Sgraffittomalerei von Walther, Darstellung eines Triumphzugs der s√§chsischen F√ľrsten vom Mittelalter bis auf die Gegenwart, verziert. Sehenswert sind der gro√üe Schlo√ühof mit vier Treppent√ľrmen in den Ecken und einer Loggia mit gro√üem fig√ľrlichen dries, im Innern der Thronsaal mit Fresken von Bendemann und der Ball- und Konzertsaal. Im Erdgescho√ü des gro√üen Schlo√ühofes befindet sich das Gr√ľne Gew√∂lbe (s. unten, S. 198). Nordwestlich vom Schlo√ü am Theaterplatz steht das k√∂nigliche Opernhaus, 1871‚Äď78 nach Pl√§nen von Georg Semper im italienischen Renaissancestil errichtet (Tafel II, Fig. 5; das alte, mehr √∂stlich gelegene brannte 1869 nieder). S√ľdlich davon liegt der sogen. Zwinger, 1709‚Äď18 von P√∂ppelmann nach den Angaben Augusts II. als Schauplatz f√ľr allerhand Festlichkeiten im Freien errichtet. Der Zwinger ist ein Rechteck mit halbkreisf√∂rmigen Ans√§tzen, vier l√§nglichen Eckbauten und schmalen Galerien im Renaissancestil nebst drei Pavillons in √ľppigem Barockstil. Inmitten des Zwingerhofs steht das Erzdenkmal K√∂nig Friedrich Augusts I. (von Rietschel und Semper 1843 errichtet). Im Zwinger sind mehrere wissenschaftliche Sammlungen (s. unten) untergebracht. Die vierte, unvollendete Seite des Zwingers wurde nach Sempers Pl√§nen 1847‚Äď54 durch das Neue Museum geschlossen. Das Hauptportal dieses Geb√§udes ist nach der Hofseite in der Art eines r√∂mischen Triumphbogens gehalten. Links und rechts stehen in Nischen die kolossalen Statuen Raffaels (s. Tafel ¬ĽBildhauerkunst XV¬ę, Fig. 3) und Michelangelos (von H√§hnel), weiter auf den Postamenten der vier untern korinthischen S√§ulen links der heil. Georg und Judith, rechts Siegfried und Simson. Die Attika ist mit freistehenden Standbildern (Giotto und Holbein, D√ľrer und Cornelius, von H√§hnel und Rietschel) und mit zahlreichen Reliefs geschm√ľckt. Das Geb√§ude enth√§lt die ber√ľhmte Gem√§ldegalerie (s. unten, S. 198, u. Tafel II, Fig. 3) und die Sammlung der Kupferstiche und Handzeichnungen. Zwischen dem Schlo√ü und dem Neumarkt liegt das Museum Johanneum, 1586 von Christian I. als Stallgeb√§ude erbaut, worin 1722‚Äď1855 die Gem√§ldesammlung untergebracht war. Jetzt befinden sich hier nach einem 1872 vollzogenen Umbau das Historische Museum und die Porzellan- und Gef√§√üsammlung. Die R√ľckseite der Br√ľhlschen Terrasse wird gebildet durch das zurzeit im Bau begriffene St√§ndehaus, die 1890‚Äď94 von Lipsius in neufranz√∂sischer Renaissance erbaute Kunstakademie mit reichem plastischen Schmuck, das daran ansto√üende akademische Kunstausstellungsgeb√§ude mit gl√§serner Kuppel und endlich durch das aus dem alten Zeughause von Canzler umgebaute und zur Aufnahme des Staatsarchivs und der Skulpturensammlung bestimmte Albertinum (Tafel II, Fig. 1). Am √§u√üersten Ende der Terrasse befindet sich in pr√§chtiger Umgebung das vornehme Restaurations- und Konzertlokal Belvedere. Weiter √∂stlich liegt das Justizgeb√§ude, von Canzler 1876‚Äď79 in Sandstein ausgef√ľhrt, in dem das Oberlandes-, das Landgericht und ein Teil des Amtsgerichts untergebracht sind, w√§hrend in der N√§he des Pirnaischen Platzes das 1774‚Äď75 erbaute Landhaus (Sitz der St√§ndeversammlung) und das k√∂nigliche Polizeigeb√§ude, 1897‚Äď1900 nach Pl√§nen von Schmiedel erbaut, sich befinden. Am Altmarkt steht das Rathaus, 1741‚Äď45 erbaut. Am Postplatz liegt das kaiserliche Telegraphenamt und westlich davon die Oberpostdirektion, 1881 von Zopf errichtet; gegen√ľber das stattliche Stadthaus an der Annenstra√üe, am Antonsplatz das Kunstgewerbemuseum. Unter den √∂ffentlichen Geb√§uden der Neustadt ragen hervor das Japanische Palais, 1715 vom Grafen Flemming erbaut, dann Sommerresidenz Augusts II., seit 1786 Sitz der k√∂niglichen Bibliothek; ferner das k√∂nigliche Schauspielhaus oder Alberttheater am Albertplatz, 1873 er√∂ffnet, das Finanzministerium am K√∂nigin Carola-Platz, 1890‚Äď94 erbaut, und das im Bau befindliche Geb√§ude f√ľr die Ministerien des Innern, der Justiz und des Kultus. Nord√∂stlich von der Neustadt liegt der selbst√§ndige Gutsbezirk Albertstadt mit einer Fl√§che von 383 Hektar, in dem sich die gro√üartigen, 1880 vollendeten Milit√§rneubauten (zahlreiche Kasernen, die Garnisonkirche und das Arsenal) befinden. Eine Anzahl hervorragender neuerer Bauten zeigt beifolgende Tafel.

Bevölkerung, Industrie, Handel etc.

Die Zahl der Bewohner betrug 1. Dez. 1900 ohne die sp√§ter einverleibten Vororte, aber einschlie√ülich Albertstadt 396,146 (darunter 11,962 Mann Milit√§r); nach der sp√§tern Erweiterung des Weichbildes ist sie 1903 auf 494,000 Einw. gestiegen. Dem religi√∂sen Bekenntnis nach waren (1900) unter den Bewohnern 349,145 Lutheraner, 3340 Reformierte, 36,910 R√∂misch-Katholische und 3029 Juden. Die Zahl der Ausl√§nder (zu Dreiviertel aus √Ėsterreich-Ungarn) betr√§gt 22,710. Man z√§hlte 11,808 bebaute Grundst√ľcke. Nach der Berufsz√§hlung vom 14. Juni 1895 waren von 100 Erwerbst√§tigen 45,2 in der Industrie, 18,7 in Handel und Verkehr, 3,2 in Lohnarbeit wechselnder Art und 1,1 in der Landwirtschaft und G√§rtnerei besch√§ftigt; 15 geh√∂rten der Beamtenschaft und den freien Berufen, 4,9 dem Milit√§r an, 12,1 waren berufslos.

D. verdankt sein Emporkommen seiner politischen und k√ľnstlerischen Bedeutung und seiner sch√∂nen Lage. Deshalb waren Industrie und Handel fr√ľher unbedeutend und haben sich erst seit den 1860er Jahren kr√§ftig entwickelt. Zu hervorragender Bedeutung sind die Steingut-, N√§hmaschinen-, Fahrrad- und Schokoladenfabrikation, ferner die stetig emporstrebende Zigarettenindustrie, die Strohhutfabrikation und Kunstdruckerei gelangt. Nach der Gewerbez√§hlung von 1895 waren etwa 16 Proz. aller im Deutschen Reich hergestellten Schokolade, 14 Proz. der Fahrr√§der, 13 Proz des Steinguts und 12,5 Proz. der N√§hmaschinen, wenn man die Arbeiterzahl als Produktionsma√üstab gelten l√§√üt, Dresdener Fabrikat.

An kommerziellen Anstalten und Vereinen hat D. eine Fonds- und eine Produktenb√∂rse, neun auf Aktien gegr√ľndete Banken, darunter die S√§chsische Bank, 1865 neu gegr√ľndet, mit einem Aktienkapital von 30 Mill. Mk. und die 1872 begr√ľndete Dresdener Bank mit 130 Mill. Mk. Aktienkapital, eine Reichsbankhauptstelle (Gesamtumsatz einschlie√ülich vier Nebenstellen 1901:4176 Mill. Mk.), mehrere Filialen ausw√§rtiger Bankinstitute, darunter die Filiale der Deutschen Bank (s. Tafel ¬ĽDresdener Bauten I¬ę, Fig. 2), sowie gegen 50 Bank- und Wechselgesch√§fte. 1899/1900 hatten 100 Aktiengesellschaften in D. ihren Sitz mit einem eingezahlten Aktienkapital von 379 Mill. Mk., davon entfielen 210 Mill. auf die Aktienbanken. Der Verkehr ist durch die hier zusammentreffenden sechs verschiedenen Linien der S√§chsischen Staatsbahnen (Leipzig-Riesa-D., Leipzig-D√∂beln-D., D.-G√∂rlitz, D.-Bodenbach, D.-Chemnitz und D.-Elsterwerda), die Elbschiffahrt, sowie durch den ungemein starken Zusammenflu√ü von Fremden (j√§hrlich 300,000) au√üerordentlich belebt. Den Verkehr innerhalb der Stadt und ihrer Umgebungen vermitteln au√üer den Droschken, Fiakern und Omnibussen vor allem zwei Stra√üenbahngesellschaften mit elektrischem Betrieb, die 1901 auf ihren insgesamt 149 km langen Linien 78,5 Mill. Personen bef√∂rderten. An diese Stra√üenbahnen schlie√üen sich in weiterm Umkreise verschiedene Kleinbahnen an. Von den Eisenbahnh√∂fen dienen der Hauptbahnhof (seit 1898, s. Tafel ¬ĽBahnh√∂fe II¬ę, Fig. 3), der Neust√§dter Bahnhof (seit 1901) und der Friedrichst√§dter Bahnhof dem Fern- und Vorortverkehr, die √ľbrigen vier Bahnh√∂fe im wesentlichen nur letzterm. 1901 wurden in D. 4,5 Mill. Fahrkarten gel√∂st und 2,981,730 Ton. Frachtg√ľter mit der Eisenbahn bef√∂rdert. F√ľr den Verkehr ist die Elbschifffahrt von der gr√∂√üten Bedeutung; in D. haben vier Gesellschaften ihren Sitz. 1901 kamen hier 8858 Personendampfer, 609 Fracht- und Schleppdampfer, 6389 Segelschiffe und 301 Fl√∂√üe an; die Gesamtmenge der zu Schiff angekommenen Waren belief sich auf 734,331 Ton.

Von den zahlreichen Wohlt√§tigkeitsanstalten der Stadt sind zwei Stadtkrankenh√§user, ein st√§dtisches Irren- und Siechenhaus (mit Filiale in L√∂btau) zu nennen; f√ľr lungenkranke M√§nner besteht die st√§dtische Stiftung Fiedlerhaus, f√ľr weibliche Rekonvaleszenten das st√§dtische Augustenhaus, beide in Oberl√∂√ünitz, ferner von k√∂niglichen Anstalten das Krankenstift, die Frauenklinik (in einem gro√üartigen Neubau) und das Garnisonlazarett; Vereins- und Stiftungsanstalten sind das Krankenhaus des Albertvereins, das Carolahaus, das Krankenhaus der evangelisch-lutherischen Diakonissenanstalt, das katholische St. Josephstift, das Hospital der Kinderheilanstalt, das Maria-Anna-Kinderhospital und das S√§uglingsheim. Au√üerdem sind noch die st√§dtische Arbeitsanstalt, das Versorghaus, drei Waisenh√§user, das s√§chsische Kr√ľppelheim sowie mehrere Armenanstalten zu erw√§hnen.

Bildungsanstalten, Sammlungen, Behörden.

F√ľr die Pflege des wissenschaftlichen Lebens sowie f√ľr Erziehung und Unterricht sorgen die k√∂nigliche Technische Hochschule (seit 1828; 1082 Studierende), eine Tier√§rztliche Hochschule (210 Studierende), die staatswissenschaftliche Lehranstalt der Gehe-Stiftung mit Bibliothek, ein k√∂nigliches und 4 st√§dtische Gymnasien (darunter die Kreuzschule, seit dem 13. Jahrh. als Schule bestehend, seit 1539 protestantisch, und das Vitzthumsche Geschlechtsgymnasium, seit 1861, urspr√ľnglich schon 1638 gestiftet); 2 st√§dtische Realgymnasien, 4 Realschulen und 3 Privatschulen (mit Berechtigung zur Ausstellung von Zeugnissen zum einj√§hrigen Milit√§rdienst), 2 st√§dtische und 13 private h√∂here M√§dchenschulen, 47 st√§dtische evangelische und 5 katholische Volksschulen, die Handelslehranstalt der Kaufmannschaft, die Gewerbeschule, die Ehrlichsche Gestiftsschule, die israelitische Religionsschule, 2 k√∂nigliche und ein Stiftungslehrerseminar, das k√∂nigliche Lehrerinnenseminar, ein k√∂nigliches Konservatorium f√ľr Musik und Theater und die Gartenbauschule der Gesellschaft ¬ĽFlora¬ę. Endlich befinden sich in D. das k√∂nigliche Taubstummeninstitut, die k√∂nigliche Landesblindenanstalt, die k√∂nigliche Kunstgewerbeschule, die k√∂nigliche Baugewerkenschule, die k√∂nigliche Turnlehrerbildungsanstalt, ein Kadettenkorps und ein botanischer Garten. Die Akademie der bildenden K√ľnste (182 Studierende; s. Tafel ¬ĽDresdener Bauten II¬ę, Fig. 4) beschr√§nkt ihren Unterricht auf die zeichnenden K√ľnste und das Modellieren und ist mit einer Bauschule vereinigt.

Weltber√ľhmt sind die gro√üen Kunstsammlungen. Die k√∂nigliche Gem√§ldegalerie wurde 1722 von August II. gegr√ľndet und besonders 1746‚Äď47 und 1753‚Äď54 (Sixtinische Madonna) bereichert, ferner 1871 und seit 1880 aus der Pr√∂ll-Heuer-Stiftung durch Ank√§ufe vermehrt. Sie enth√§lt ca. 3000 Bilder. Ausgezeichnet vertreten ist die Bl√ľtezeit der italienischen, holl√§ndischen und fl√§mischen Malerei im 16. und 17. Jahrh., vortrefflich auch die Sammlung neuer Gem√§lde. Zu den Meisterwerken geh√∂ren die Sixtinische Madonna von Raffael, der Morette von Holbein (die ber√ľhmte Madonna ist eine Kopie), die heilige Familie von Giulio Romano, die heil. C√§cilia von Carlo Dolce, die b√ľ√üende Magdalena von Battoni, die Anbetung der Hirten (heilige Nacht) und drei Madonnenanbetungen von Correggio, die Findung Mosis, die Anbetung der K√∂nige und die Verehrung der Madonna von Paolo Veronese, der Zinsgroschen von Tizian, Abrahams Opfer von Andrea del Sarto, die Kartenspieler von Caravaggio, Christus mit der Dornenkrone von Guido Reni, die Schweinsjagd, Neptun auf den Wogen, Merkur und Argos von Rubens, die drei Kinder Karls I. von van Dyck, Raub des Ganymed und das Doppelbildnis des K√ľnstlers und seiner Frau von Rembrandt, eine Flucht der heiligen Familie (Landschaftsst√ľck) und Acis und Galatea (sizilische K√ľstengegend) von Claude Lorrain, Schlachten von Wouwerman, die Jagd, das Kloster und der Judenkirchhof von Ruisdael, kleine niederl√§ndische Genrebilder von Teniers, Terborch, A. van Ostade, Mieris, Lichteffekte von Schalcken, Abraham und Hagar von van der Werff. Von den Stilisten des 19. Jahrh. sind unter andern J. Schnorr v. Carolsfeld, A. L. Richter, Th. Grosse, von den Koloristen und Realisten der mittlern Zeit Knaus, Vautier, Defregger, Makart, Munkacsy, A. und Oswald Achenbach, A. B√∂cklin, Karl Hoff, F. Pauwels, von den Realisten und Naturalisten der neuesten Zeit F. v. Uhde, Max Klinger, Rob. Haug gut vertreten. Einen wissenschaftlichen Katalog der Gem√§ldegalerie verfa√üte deren Direktor Karl Woermann (2. Aufl., Dresd. 1892). Das k√∂nigliche Kupferstichkabinett enth√§lt 400,000 Kupferstiche, Holzschnitte, Handzeichnungen etc. (hervorragend vertreten ist das 15. Jahrh.). Die k√∂nigliche Skulpturensammlung (Museum Albertinum) vereinigt gegenw√§rtig vier fr√ľher getrennte Sammlungen plastischer Bildwerke: a) die Sammlung der Originalskulpturen besteht zum gr√∂√üten Teil aus den antiken Marmorwerken, die unter August II. 1723‚Äď28 teils aus der kurf√ľrstlich brandenburgischen Kunstkammer, teils aus Privatsammlungen erworben wurden; b) Gipsabg√ľsse von Werken √§lterer Meister, wozu den Grundstock die Sammlung von Raphael Mengs bildet; c) Abg√ľsse von Rietschels Werken und d) derer von E. H√§hnel u.a. Das Gr√ľne Gew√∂lbe oder die k√∂nigliche Schatzkammer (1560 begr√ľndet) enth√§lt eine unsch√§tzbare Sammlung von Juwelen, Kleinodien und Kunstwerken in Edelmetall, Elfenbein, Email, Mosaik (darunter die gr√∂√üte bekannte Onyxplatte, 17,4 cm hoch, 5,6 cm breit; der Hof des Gro√ümoguls Aurangzeb in 132 goldenen Figuren [von Dinglinger], eine Hutagraffe von Brillanten mit einem gr√ľnen Diamanten von 160 Gran). Das Historische Museum und die Gewehrgalerie (im Museum Johanneum) ist eine der bedeutendsten Waffensammlungen Europas; die Porzellan- und Gef√§√üsammlung ebendaselbst, 1715 von August II. begr√ľndet, ist namentlich reich an altchinesischem, altjapanischem und altmei√üener Porzellan (seit 1890 durch die Erwerbung der Spitzmerschen Sammlung vermehrt). Von sonstigen Sammlungen verdienen Erw√§hnung das k√∂nigliche Zoologische und Anthropologisch-ethnographische Museum, seit 1850 geschaffen, das k√∂nigliche Mineralogisch-geologische und Pr√§historische Museum, der k√∂nigliche Mathematisch-physikalische Salon (Instrumente des 16.‚Äď18. Jahrh. enthaltend), das Kunstgewerbemuseum (mit reicher Textilsammlung), das k√∂nigliche M√ľnzkabinett, die k√∂nigliche Armee- und die Arsenalsammlung (s√§mtlich im Zwinger untergebracht), ferner das Stadtmuseum, das K√∂rnermuseum (in K√∂rners Geburtshaus, 1863 angelegt), das Museum des Altertumsvereins (im Gro√üen Garten) etc. Die k√∂nigliche Bibliothek (im Japanischen Palais) zahlt 4‚Äď500,000 B√§nde gedruckter B√ľcher und 3000 Handschriften (Prachtst√ľcke: die √§lteste bekannte slawische Bibel in b√∂hmischer Sprache aus dem 14. Jahrh., die vier Evangelien in griechischer Sprache aus dem 13. Jahrh. mit Miniaturen byzantinischen Ursprungs, der B√∂rnersche Kodex, die Briefe des Apostels Paulus enthaltend, aus dem 9. Jahrh., der mexikanische Hieroglyphenkodex, noch unentr√§tselt etc.), 2000 Inkun abeln und 20,000 Landkarten.

Au√üer den beiden Hoftheatern hat D. an Theatern noch das Residenz- und das Zentraltheater. Eine der trefflichsten Kunstanstalten ist die bereits von August II. gegr√ľndete, seitdem durch gro√üe Meister (Hasse, Naumann, Pa√ęr, Weber, Reissiger, Wagner) ber√ľhmt gewordene, mit dem Hoftheater verbundene Kapelle. Symphonie- und popul√§re Konzerte finden im Winter im Gewerbehaus, im Sommer im Belvedere, ferner im st√§dtischen Ausstellungspalast statt. Ber√ľhmte Kirchenmusiken werden Sonntags in der katholischen Hofkirche ausgef√ľhrt. √Ėstlich von Strehlen liegt ein Rennplatz und in der Johannstadt eine Radfahrrennbahn; f√ľr Rasenspiele besteht ein Sportplatz an der Lenn√©stra√üe. Unter den wissenschaftlichen und gemeinn√ľtzigen Vereinen sind zu erw√§hnen: die 1764 gestiftete √Ėkonomische Gesellschaft, die Mineralogische Gesellschaft (seit 1816), der Landwirtschaftliche Hauptverein f√ľr Sachsen, die Bibelgesellschaft (seit 1814) und der Missionsverein (seit 1819), der Altertumsverein (seit 1824), der P√§dagogische Verein (seit 1833), der Gewerbeverein (seit 1834), die ¬ĽIsis¬ę, Gesellschaft f√ľr Naturkunde (1834 gegr√ľndet), die Gesellschaft ¬ĽFlora¬ę f√ľr Botanik und Gartenbau, mehrere Turn- und Gartenbauvereine, der Verein f√ľr Erdkunde, der Verein f√ľr Geschichte und Topographie Dresdens, ein Handelswissenschaftlicher Verein, der Verein Volkswohl zur Pflege edlerer Volksunterhaltung, ein Ingenieur- und Architekten-, ein Kunstverein, mehrere literarische und zwei K√ľnstlervereine, ein Tonk√ľnstlerverein und zahlreiche Gesangvereine, ferner zwei Vereine zum Schutz der Tiere (der √§ltere 1839 gegr√ľndet) u.a. D. ist Sitz der √Ėkonomischen Gesellschaft des K√∂nigreichs Sachsen (seit 1815), des k√∂niglichen Stenographischen Instituts, der Tiedge-Stiftung 1841 gegr√ľndet zum Zweck der Unterst√ľtzung bed√ľrftiger Dichter, Musiker und bildender K√ľnstler und deren Witwen und Waisen, der Serreschen Zweig-Schillerstiftung, einer Sektion des Deutschen und √Ėsterreichischen Alpenvereins (seit 1873), des Albert-Vereins (s. d.) etc. Es erscheinen t√§glich 12 Zeitungen. Die Stadt hat 3 Gaswerke, 2 Elektrizit√§tskraftwerke, ein Elektrizit√§tslichtwerk und 2 Wasserwerke (in Loschwitz und Tolkewitz), ein drittes soll bei Hosterwitz angelegt werden.

Beh√∂rden. D., als Residenz- und Hauptstadt des Landes, ist Sitz der fremden Gesandtschaften von Preu√üen, Bayern, W√ľrttemberg, Gro√übritannien, √Ėsterreich-Ungarn und Ru√üland sowie des Landtags, Staatsgerichtshofs und Staatsrats, der Ministerien und obersten Landesbeh√∂rden, dann der Generaldirektion der k√∂niglichen Sammlungen f√ľr Kunst und Wissenschaft, des Oberlandesgerichts, eines Landgerichts (f√ľr die 14 Amtsgerichte zu Altenberg, D√∂hlen, D., Gro√üenhain, K√∂nigstein, Lauenstein, Lommatzsch, Mei√üen, Pirna, Radeberg, Radeburg, Riesa, Schandau und Wilsdruff), eines Schwur- und Amtsgerichts; ferner eines Handels- und eines Gewerbegerichts, einer Kreishauptmannschaft, zweier Amtshauptmannschaften, der k√∂niglichen Brandversicherungs-Kommission, der Versicherungsanstalt f√ľr das K√∂nigreich Sachsen (Invalidit√§ts- und Altersversicherung), der Zoll- und Steuerdirektion, eines Hauptzoll- und Hauptsteueramtes, der Generaldirektion der s√§chsischen Staatseisenbahnen, einer kaiserlichen Oberpostdirektion, des Landesmedizinalkollegiums und andrer Beh√∂rden. In milit√§rischer Hinsicht ist D. der Sitz des Generalkommandos des 12. deutschen Armeekorps sowie der St√§be der 23. und der 32. Division, der 45., 46., 63. und 64. Infanterie-, der 23. und 32. Kavallerie- und der 23. Artilleriebrigade. Die Garnison besteht aus den Grenadierregimentern Nr. 100 und 101, dem Sch√ľtzenregiment Nr. 108 und J√§gerbataillon Nr. 13, dem Infanterieregiment Nr. 177, dem Gardereiterregiment, 12. und 48. Feldartillerieregiment, einem Pion ier- und einem Trainbataillon. Die Verwaltung der Stadt, an deren Spitze ein Oberb√ľrgermeister und 2 B√ľrgermeister stehen, geschieht durch den Stadtrat (38 Mitglieder), dem ein Stadtverordnetenkollegium von 78 Mitgliedern zur Seite steht, die der Sicherheitspflege durch die k√∂nigliche Polizeidirektion. Die st√§dtischen Steuern betrugen 1900: 10,7 Mill., das Verm√∂gen 1901: 113,8 Mill., die Anleiheschuld 65,7 Mill. Mk. Als vornehmstes Wahrzeichen der Stadt gilt das an einem Br√ľckenbogen der alten Elbbr√ľcke sichtbare ¬ĽBr√ľckenm√§nnchen¬ę, das den Erbauer der Br√ľcke, Matthias Fotius oder Photius, darstellen soll.

Umgebung.

(Hierzu ¬ĽKarte der Umgebung von Dresden¬ę.)

Was die n√§chste Umgebung der Stadt betrifft, so breitet sich vor der Pirnaischen Vorstadt der k√∂nigliche Gro√üe Garten (s. oben, S. 196) aus. Vor der Neu- und Antonstadt liegen stromaufw√§rts die vielbesuchten Restaurationen und Konzertlokale: das Linckesche Bad und weiterhin das Waldschl√∂√üchen, letzteres die √§lteste gro√üe Aktienbierbrauerei Dresdens; ferner die prachtvollen Albrechtsschl√∂sser, die der verstorbene Prinz Albrecht von Preu√üen 1847 erbaute. Stromabw√§rts, n√∂rdlich vom Neust√§dter Bahnhof, liegt der innere Neust√§dter Kirchhof, auf dem sich die Gr√§ber des Sprachforschers Adelung, des Dichters Tiedge, Elisas v. d. Recke u.a. und der ber√ľhmte ¬ĽTotentanz¬ę Georgs des B√§rtigen befinden. 2 km vor der Stadt die Villenvororte des Distrikts L√∂√ünitz; auf dessen mit Weinbergen besetzten Anh√∂hen mehrere Vergn√ľgungsorte mit reizender Aussicht sowie das seiner Aussicht wegen ber√ľhmte Spitzhaus. In der weitern Umgebung Dresdens sind anzuf√ľhren auf dem rechten Elbufer, aufw√§rts von der Albrechtsburg: das Dorf Loschwitz, wo Schiller im Sommer 1786 wohnte und den gr√∂√üten Teil seines ¬ĽDon Carlos¬ę dichtete (Bergschwebebahn zur H√∂he), und der Kurort Wei√üer Hirsch (elektrische Bahn von D.-Neustadt und Drahtseilbahn von Loschwitz); etwas weiter Wachwitz und der k√∂nigliche Weinberg mit h√ľbschem Schlo√ü, Hosterwitz, wo in einem isoliert stehenden Haus Weber seinen ¬ĽFreisch√ľtz¬ę und ¬ĽOberon¬ę komponierte, und das k√∂nigliche Lustschlo√ü Pillnitz; auf dem linken Ufer, Loschwitz gegen√ľber, liegt Blasewitz, durch die ¬ĽGustel von Blasewitz¬ę bekannt, mit einer Schillerlinde und seit 1859 einem Denkstein des Dichters. S√ľdlich von D. liegt zwischen den jetzt einverleibten Vororten R√§cknitz und Zsch√§rtnitz die Franzensh√∂he (187 m), ein Steinbau mit sch√∂ner Aussicht auf die S√§chsische Schweiz; weiter landeinw√§rts liegt die Goldene H√∂he (330 m) und in s√ľdwestlicher Richtung in der Vorstadt Plauen der Westendpark mit dem 25 m hohen Bismarckturm, die Restauration Hoher Stein (mit Aussichtsturm) und die Felsenkellerbastei, ein Felsenvorsprung √ľber dem Plauenschen Grunde.

Geschichte.

Der Name D. ist von altslawisch drńôzga, ¬ĽWald¬ę, drńôzgajan, ¬ĽWaldleute¬ę, abzuleiten. D. war urspr√ľnglich eine slawische Dorfniederlassung rechts an der Elbe (weshalb sp√§ter dieser Stadtteil Alten-Dre√üden hie√ü). Da√ü sich diese auch auf das linke Ufer ausdehnte, ist vielleicht durch die Erbauung der Frauenkirche veranla√üt worden; die neue Ansiedelung (die heutige Altstadt) wurde im Gegensatz zu jenem Dorf Neu-Dre√üden genannt. Urkundlich wird D. zuerst 1206, als Stadt 1216 erw√§hnt; vermutlich also ist es von Markgraf Dietrich von Mei√üen erbaut als Knotenpunkt f√ľr den sich anbahnenden Handelsverkehr zwischen Westen und Osten, der hier seinen √úbergang √ľber die Elbe nehmen sollte. Gef√∂rdert wurde die Entwickelung der Stadt durch die von Konstantia, der ersten Gemahlin Heinrichs des Erlauchten, mitgebrachte kostbare Reliquie, ein angebliches St√ľck vom Kreuze Christi, die, in der Kreuzkirche ausgestellt, zahlreiche Wallfahrer herbeizog. Bei der Teilung der wettinischen L√§nder unter Heinrichs Erben (1288) kam Stadt und Pflege D. an seinen j√ľngsten Sohn, Friedrich den Kleinen, der 1289 vor√ľbergehend sein Gebiet an den b√∂hmischen K√∂nig Wenzel, dann an seinen Neffen Friedrich Tutta (gest. 1291) verkaufte Nach Friedrichs des Kleinen Tode (1316) fiel D. und das dazu geh√∂rige Gebiet infolge des Krieges, in den Friedrichs Neffe und Erbe, Friedrich der Freidige, mit Brandenburg verwickelt gewesen war, vor√ľbergehend, bis 1319, an den Markgrafen Waldemar von Brandenburg. Unter den folgenden Markgrafen erfreute sich die Stadt fortschreitender Entwickelung, trotz vielfacher innerer und √§u√üerer Anfechtungen und Unf√§lle, wie Pest und Krieg und 1429 der Ein√§scherung eines gro√üen Teiles durch die Hussiten. Bei der Teilung Sachsens von 1485 fiel D. an die albertinische Linie und blieb seitdem ununterbrochen deren Residenz. Am 15. und 16. Juni 1491 wurde der gr√∂√üte Teil der Stadt ein Raub der Flammen. Durch Alberts Sohn, Herzog Georg den B√§rtigen, wurden 1520‚Äď1528 die Befestigungen verst√§rkt und 1534‚Äď37 das Georgenschlo√ü erbaut. Sein Nachfolger, Heinrich der Fromme, f√ľhrte 1539 hier die Reformation ein. Herzog, dann Kurf√ľrst Moritz, Sohn und Nachfolger Heinrichs, gab den Festungswerken der Altstadt eine andre Gestalt, legte die Moritzstra√üe an und sorgte f√ľr eine zweckm√§√üige Verwaltung der Stadt. Sein Bruder und Nachfolger August lie√ü die Annenkirche, das Zeughaus, den J√§gerhof und andre √∂ffentliche Geb√§ude erbauen und wurde der Gr√ľnder der Bibliothek und der meisten wissenschaftlichen und Kunstsammlungen. W√§hrend des Drei√üigj√§hrigen Krieges wurde auch die Stadt am rechten Ufer befestigt.

Die gl√§nzendste Periode der Stadt begann mit der Regierung Friedrich Augusts I. (Augusts II. des Starken, 1694‚Äď1733). Das 1685 abgebrannte Altdresden wurde nach einem gro√üartigen Plan wieder aufgebaut und von da an Neustadt-D. genannt. Es entstanden die Ritterakademie, die Kaserne, das Japanische Palais, die Zwingergeb√§ude, die Neust√§dter Kirche, die jetzige Frauenkirche und andre hervorragende Bauwerke; auch die Kunstsammlungen sowie die Bibliothek erhielten die wertvollsten Bereicherungen. Friedrich August II. (III., 1733‚Äď63) vollendete mehrere vom Vater angefangene Geb√§ude und lie√ü 1739‚Äď54 die pr√§chtige katholische Hofkirche erbauen. Nachdem die Preu√üen im zweiten Schlesischen Kriege nach der Schlacht von Kesselsdorf D. eingenommen hatten, kam hier 25. ‚Äď Dez. 1745 der Friede von D. zwischen Preu√üen, √Ėsterreich und Sachsen zu stande. Der Siebenj√§hrige Krieg brach Dresdens Bl√ľte auf l√§ngere Zeit; Friedrich II. r√ľckte 9. Sept. 1756 in D. ein. Nach der Schlacht bei Kunersdorf √ľbergab der preu√üische Gouverneur, General Graf von Schmettau, 4. Sept. 1759 die Stadt voreilig durch Kapitulation an die Reichstruppen. Die h√§rtesten Leiden trafen die Stadt bei der erfolglosen Belagerung und dem Bombardement durch Friedrich d. Gr. (im Juli 1760). Unter der vormundschaftlichen Regierung des Prinzen Xaver (1763‚Äď68) wurde die Stadt nicht nur wiederhergestellt, sondern auch bedeutend erweitert und 1764 die Akademie der K√ľnste gegr√ľndet, und Friedrich August III. (1768‚Äď1827, als K√∂nig von Sachsen Friedrich August I. der Gerechte) vollendete, was der Vormund begonnen. Nach der Schlacht bei Jena (1806) wurde D. von den Franzosen, w√§hrend des Krieges mit √Ėsterreich (1809) von den √Ėsterreichern besetzt. Vor Er√∂ffnung des russischen Feldzugs von 1812 veranstaltete Napoleon 16.‚Äď28. Mai in D. eine gl√§nzende F√ľrstenzusammenkunft, zu der auch der Kaiser von √Ėsterreich und der K√∂nig von Preu√üen erschienen.

Im J. 1813 war die Stadt ein Hauptst√ľtzpunkt der Elbestellung Napoleons, der die ganze Gegend bis Pirna, den Lilienstein, den K√∂nigstein und Stolpen in ein gro√ües verschanztes Lager verwandelt hatte. Am 13. M√§rz r√ľckte Marschall Davout mit 12,000 Mann von Mei√üen nach D. vor und lie√ü bei Ann√§herung der Verb√ľndeten 19. M√§rz einen Pfeiler und zwei Bogen der Elbbr√ľcke sprengen, worauf er abzog und die Russen 22. M√§rz D. besetzten. Nach der Schlacht bei Gro√üg√∂rschen wurde die Stadt von den Russen ger√§umt, und 12. Mai kehrte der K√∂nig nach D. zur√ľck. Die Franzosen befestigten nun die Neustadt, und als im August nach der Kriegserkl√§rung √Ėsterreichs an Frankreich der Krieg von neuem ausbrach, blieb D. der Mittelpunkt der Bewegungen der franz√∂sischen Armee und war 26. und 27. Aug. das Ziel einer gro√üen, freilich planlosen Demonstration der b√∂hmischen Armee (Schlacht bei D.). Diese r√ľckte, 70,000 Mann stark, von B√∂hmen gegen D. vor. Da aber der Hauptangriff auf die nur mit 30,000 Mann besetzte Stadt nicht am 25., sondern am 26. erfolgte, so hatte Napoleon Zeit, von seinem Zug nach Schlesien gegen Bl√ľcher noch rechtzeitig am 26. vormittags zur√ľckzukehren, wodurch das bei D. versammelte Heer auf 70,000, am folgenden Tage sogar auf 120,000 Mann stieg, w√§hrend sich auch die Macht der Verb√ľndeten auf 150,000 Mann erh√∂hte. Nach langer Unschl√ľssigkeit schritten diese 26. Aug. nachmittags 4 Uhr endlich zum Angriff; auf dem rechten Fl√ľgel griffen die Russen unter Wittgenstein den Windm√ľhlenberg an, wurden aber bis nach Striesen zur√ľckgetrieben. Die Preu√üen eroberten den ¬ĽGro√üen Garten¬ę, doch ihre Angriffe auf die Schanzen am Pirnaer und Dohnaer Schlage scheiterten, und sie mu√üten bis nach Strehlen zur√ľckgehen. Nicht besser erging es im Zentrum den √Ėsterreichern, welche die Schanzen am Falkenschlag und vor dem Hospitalgarten erst√ľrmten, aber trotz heftiger Gegenwehr am Abende den Franzosen √ľberlassen mu√üten. Auch auf dem linken Fl√ľgel jenseit der Wei√üeritz wurden die Angriffe der √Ėsterreicher auf die Friedrichstadt abgeschlagen. Als Napoleon am Morgen des 27. den Feind wider Erwarten noch vor sich sah, erneuerte er ohne Verzug den Angriff. Die Hauptmacht der Verb√ľndeten im Zentrum hielt er durch eine heftige Kanonade, bei der Moreau t√∂dlich verwundet wurde, auf den H√∂hen von Zsch√§rtuitz und R√§cknitz unt√§tig fest, w√§hrend er ihre beiden Fl√ľgel mit √úbermacht umklammerte. Als auf dem linken die √∂sterreichische Division Mezko jenseit des Plauenschen Grundes von Murat umgangen und bei Pennrich gefangen, auf dem rechten Wittgenstein durch Mortier auf die H√∂he zur√ľckgeworfen worden und dadurch die Teplitzer Stra√üe verloren gegangen war, traten die Verb√ľndeten in der Nacht zum 28. den R√ľckzug √ľber das Gebirge an. Sie hatten 15,000 Mann an Toten und Verwundeten und 23,000 Gefangene verloren; aber auch die Franzosen z√§hlten an Verwundeten allein mehr als 10,000 Mann.

Die Stadt wurde nach der Schlacht bei Leipzig durch den √∂sterreichischen General Klenau blockiert und die Besatzung zur Kapitulation gegen freien Abzug gen√∂tigt. Doch F√ľrst Schwarzenberg willigte darein nicht, und Saint-Cyr mu√üte sich unterwegs mit 35,000 Mann kriegsgefangen geben. Nom 17 Nov. an war D. Sitz der russischen Landesverwaltung unter dem F√ľrsten Repnin, bis es 8. Nov. 1814 dem preu√üischen Gouverneur v. d. Reck √ľbergeben wurde. Nach dem Frieden und unter der Pflege des am 7. Juni 1815 in sein Land zur√ľckgekehrten K√∂nigs Friedrich August gewann D. allm√§hlich ein immer freundlicheres Aussehen, besonders infolge der Abtragung der Festungswerke, die 1810 begannen, 1811 energisch betrieben und 1817 wieder in Angriff genommen ward. Unter der Regierung K√∂nig Antons des G√ľtigen (1827‚Äď36) wurde die Gasbeleuchtung eingef√ľhrt, die Stadtpost errichtet, die Kavalleriekasernen in der Neustadt, die Hauptwache, das neue Posthaus in der Altstadt und die Wei√üeritzbr√ľcke in der Friedrichstadt erbaut, ferner 1828 die technische Bildungsanstalt (Technische Hochschule, s. oben, S. 197) errichtet. Die Erweiterung der Stadt auf der Neust√§dter Seite ward 1835 zu einem vierten Stadtteil unter dem Namen Antonstadt vereinigt. Der am 9. Sept. 1830 ausgebrochene Aufstand hatte f√ľr die Stadt insbes. die Umgestaltung der Polizei und die Einf√ľhrung der St√§dteordnung zur Folge. Auch unter der Regierung des K√∂nigs Friedrich August II. (1836‚Äď54) ward D. erweitert und versch√∂nert, namentlich durch das neue Theater, das am 21. Sept. 1869 ein Raub der Flammen wurde, durch das k√∂nigliche Orangeriegeb√§ude und das Belvedere auf der Br√ľhlschen Terrasse. Auch wurde 1835‚Äď39 die Leipzig-Dresdener Eisenbahn von einer Aktiengesellschaft gebaut. √úber den am 3. Mai 1849 hier ausgebrochenen Aufstand und Barrikadenkampf, der endlich am 9. von s√§chsischen und preu√üischen Truppen unterdr√ľckt wurde, s. Sachsen (Geschichte). Vom 23. Dez. 1850 bis 15. Mai 1851 fanden hier Ministerkonferenzen der deutschen Staaten statt. Unter der Regierung des K√∂nigs Johann (1854‚Äď73), mehr noch unter seinem Nachfolger Albert (1873‚Äď1902) hat D. hinsichtlich seiner innern und √§u√üern Entwickelung und Versch√∂nerung einen bedeutenden Aufschwung genommen. Die Eingriffe des Jahres 1866, wo D. durch Preu√üen als strategischer Punkt vor√ľbergehend mit einem starken Schanzeng√ľrtel umgeben wurde, haben dieses Aufbl√ľhen nicht zu hemmen vermocht. Das Innere der Stadt ist durch zahlreiche Neubauten und Durchbr√ľche versch√∂nert, neue Stadtteile (die Johannstadt im SO. und die Albertstadt im NO.) sind angelegt und seit 1892 viele Vororte einverleibt worden (s. oben, S. 195).

Vgl. Klemm, Chronik der Stadt D. (Dresd. 1833 bis 1837, 2 Bde.); Lindau, Geschichte der Haupt- und Residenzstadt D. (2. Aufl., das. 1884‚Äď85, 2 Bde.); O. Richter, Verfassungs- und Verwaltungsgeschichte der Stadt D. (das. 1885‚Äď91, 3 Bde.); Derselbe, Geschichte der Stadt D. (das. 1901, Bd. 1) und ¬ĽDresdener Geschichtsbl√§tter¬ę, herausgegeben vom Verein f√ľr Geschichte Dresdens (1892 ff.); After, Schilderung der Kriegsereignisse in und vor D. (das. 1844); v. Waldersee, Der Kampf in D. im Mai 1849 (Berl. 1849); v. Montb√©, Der Maiaufstand in D. (Dresd. 1850); Th√ľme und Gebauer, Heimatskunde von D. (das. 1876, mit Atlas); F√ľrstenau, Geschichte der Musik und des Theaters am Hof zu D. (das. 1861‚Äď62, 2 Bde.); Pr√∂l√ü, Geschichte des Hoftheaters in D. (das. 1877); ¬ĽDie Bauten, technischen und industriellen Anlagen von D.¬ę, herausgegeben vom Ingenieur- und Architektenverein (das. 1878); ¬ĽDie Kunstdenkm√§ler Dresdens¬ę, bearbeitet von C. Gurlitt (das. 1900‚Äď1903,3 Teile); Schumann, F√ľhrer durch die Architektur Dresdens (das. 1900); ¬ĽF√ľhrer durch die k√∂niglichen Sammlungen zu D.¬ę (amtlich, 7. Aufl., das. 1903); ¬ĽStatistisches Jahrbuch f√ľr die Stadt D.¬ę; ¬ĽF√ľhrer durch das Verwaltungsgebiet der Stadt D.¬ę und O. Richter, Geschichte der Stadt D. 1871‚Äď1902 (beide Werke hrsg. vom Rat zu D. zur St√§dteausstellung 1903); Lokalf√ľhrer durch D. und Umgebung von Gottschalck, Meinhold, Gampe u.a.

Die Kreishauptmannschaft Dresden, die den Kern des Sandsteingebirges der S√§chsischen Schweiz nebst dem erzreichsten Teil des Erzgebirges umfa√üt (s. Karte ¬ĽSachsen¬ę), z√§hlt auf 4336,86 qkm (78,77 QM.) 1900: 1,216,489 Einw. (280 auf 1 qkm), davon 1,132,876 Evangelisch-Lutherische, 74,744 Katholiken und 3507 Juden, und zerf√§llt au√üer der Stadt D. in die sieben Amtshauptmannschaften:

Tabelle

http://www.zeno.org/Meyers-1905. 1905‚Äď1909.

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  • DRESDEN ‚ÄĒ DRESDEN, capital of Saxony, Germany. A Jewish community existed there in the early 14th century, and its members were massacred in the black death persecutions of 1349. Jews are not mentioned in Dresden again until 1375. They were expelled in… ‚Ķ   Encyclopedia of Judaism

  • Dresden ‚ÄĒ Dresden, NY U.S. village in New York Population (2000): 307 Housing Units (2000): 139 Land area (2000): 0.305427 sq. miles (0.791053 sq. km) Water area (2000): 0.000000 sq. miles (0.000000 sq. km) Total area (2000): 0.305427 sq. miles (0.791053… ‚Ķ   StarDict's U.S. Gazetteer Places

  • Dresden ‚ÄĒ Dresden. Wenn der Fr√ľhling die Fluren und W√§lder des mittleren und s√ľdlichen Deutschlands fr√ľher mit seinem Gr√ľn und seinem Bl√ľthenschnee schm√ľckt, als jene der n√∂rdlichern Grade, dann pilgern die gebildeten und wohlhabenden Bewohner… ‚Ķ   Damen Conversations Lexikon

  • Dresden [1] ‚ÄĒ Dresden, 1) Kreisdirectionsbezirk od. Kreis des K√∂nigreichs Sachsen, gebildet aus dem ehemaligen M ei√üner Kreise (mit Ausschlu√ü des halben Amtes Stolpen) u. den √Ąmtern Altenberg, Frauenstein u. Freiberg des vormaligen Erzgebirgischen Kreises, 78… ‚Ķ   Pierer's Universal-Lexikon

  • Dresden, KS ‚ÄĒ U.S. city in Kansas Population (2000): 51 Housing Units (2000): 28 Land area (2000): 0.943217 sq. miles (2.442922 sq. km) Water area (2000): 0.000000 sq. miles (0.000000 sq. km) Total area (2000): 0.943217 sq. miles (2.442922 sq. km) FIPS code:… ‚Ķ   StarDict's U.S. Gazetteer Places

  • Dresden, NY ‚ÄĒ U.S. village in New York Population (2000): 307 Housing Units (2000): 139 Land area (2000): 0.305427 sq. miles (0.791053 sq. km) Water area (2000): 0.000000 sq. miles (0.000000 sq. km) Total area (2000): 0.305427 sq. miles (0.791053 sq. km) FIPS… ‚Ķ   StarDict's U.S. Gazetteer Places

  • Dresden, OH ‚ÄĒ U.S. village in Ohio Population (2000): 1423 Housing Units (2000): 687 Land area (2000): 1.167008 sq. miles (3.022536 sq. km) Water area (2000): 0.043650 sq. miles (0.113052 sq. km) Total area (2000): 1.210658 sq. miles (3.135588 sq. km) FIPS… ‚Ķ   StarDict's U.S. Gazetteer Places

  • Dresden, TN ‚ÄĒ U.S. town in Tennessee Population (2000): 2855 Housing Units (2000): 1331 Land area (2000): 5.307737 sq. miles (13.746975 sq. km) Water area (2000): 0.010315 sq. miles (0.026717 sq. km) Total area (2000): 5.318052 sq. miles (13.773692 sq. km)… ‚Ķ   StarDict's U.S. Gazetteer Places


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