Grell

Grell, August Eduard, Komponist, geb. 6. Nov. 1800 in Berlin, gest. daselbst 10. Aug. 1886, Sohn des Organisten an der dortigen Parochialkirche und Schüler von Zelter, wurde schon im Alter von 16 Jahren Organist an der Nikolaikirche, 1832 Vizedirigent und nach Rungenhagens Tode (1851) erster Dirigent der Singakademie und Kompositionslehrer an der Kompositionsschule der Akademie. 1839 war er auch als Hofdomorganist und 1843 als Lehrer des neuerrichteten Domchors angestellt sowie 1841 zum Mitglied der königlichen Akademie der Künste ernannt worden. Als Komponist nimmt G. eine eigenartige Stellung ein durch seine streng im Geiste der Palestrina-Epoche gehaltenen Vokalwerke: Motetten, Kantaten, 8- und 11stimmige Psalmen, Tedeum, Choralsätze für Männerchor, die aber alle von seiner 16stimmigen Messe a cappella (1861) überragt werden. Nur wenige Werke schrieb er für Gesang mit Begleitung (Oratorium »Die Israeliten in der Wüste«, Kantaten, Lieder) und noch einige für Instrumente (Orgelstücke, eine Ouvertüre). 1876 trat G. in den Ruhestand. Seine »Aufsätze und Gutachten über Musik« wurden von H. Bellermann (Berl. 1886) herausgegeben, der auch seine Biographie schrieb (das. 1899).


http://www.zeno.org/Meyers-1905. 1905–1909.

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  • Grell — ist der Familienname folgender Personen: Albert Grell (1814–1891), Professor an der Bau und Gewerbeakademie in Berlin Eduard Grell (1800−1886), deutscher Komponist und Organist Heinrich Grell (1903–1974), deutscher Mathematiker Karl Grell… …   Deutsch Wikipedia

  • grell — Adj. (Mittelstufe) unangenehm blendend, sehr auffallend Beispiele: Sie hatte heute ein Kleid mit grellen Mustern an. Die Sonne scheint grell durch die Gardinen. grell Adj. (Aufbaustufe) so hell, dass es das Sehvermögen beeinträchtigt Beispiele:… …   Extremes Deutsch

  • grell — Adj std. (13. Jh.), mhd. grel zornig, laut , mhd. grellen vor Zorn schreien Stammwort. Vgl. ae. grillan knirschen, grell tönen . Zumindest in der Vokalabwandlung eine lautbedeutsame Sippe, vgl. grillen, grellen, grollen; Grell für Farben ist eine …   Etymologisches Wörterbuch der deutschen sprache

  • grell — grell: Mhd. grel »zornig, heftig, brüllend« ist eine Bildung zu dem im Nhd. untergegangenen Verb mhd. grellen »laut schreien, vor Zorn brüllen«, vgl. aengl. griellan »erzürnen, die Zähne fletschen«. Im Ablaut dazu stehen die unter ↑ Groll… …   Das Herkunftswörterbuch

  • Grell — Grell, 1) hellglänzend; 2) von Farben, die sehr ins Auge fallen, bes. Roth u. Gelb; 3) (Mal.), Gegensätze von Farben u. die von Schatten u. Licht unvermittelt durch Übergänge neben einander stehen, in letzterem Falle vornehmlich wenn eine kleine… …   Pierer's Universal-Lexikon

  • Grell — Grell, Eduard, Komponist und Theoretiker, geb. 6. Nov. 1800 zu Berlin, 1851 76 Direktor der Singakademie das., gest. 10. Aug. 1886 in Steglitz …   Kleines Konversations-Lexikon

  • Grell — Grêll, er, este, adj. et adv. ein nur hin und wieder im gemeinen Leben übliches Wort. 1) Sehr hell, sehr glänzend. Grelle Augen haben, glänzende, lebhafte Augen. Ein grelles Feuer, welches sehr hell brennt. Ein grelles Licht, in der Mahlerey, ein …   Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart

  • grell — Mot Monosíl·lab Nom masculí …   Diccionari Català-Català

  • grell — blendend; gleißend; hell * * * grell [grɛl] <Adj.>: 1. in unangenehmer Weise blendend hell: in der grellen Sonne; das Licht ist sehr grell. 2. (von Farben) in auffallender, unangenehmer Weise hervorstechend, stark kontrastierend: ein… …   Universal-Lexikon

  • grell — 1. a) blendend, hell. b) auffallend, auffällig, bonbonfarben, giftig, grellfarbig, hart, hervorstechend, ins Auge fallend/springend, kontrastreich, laut, schreiend, schrill; (ugs.): knallig. 2. dröhnend, durchdringend, durch Mark und Bein gehend …   Das Wörterbuch der Synonyme

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