Dëiphobe


Dëiphobe

DËIPHŎBE, es, des Glaukus Tochter, eine der Sibyllen, welche sich bey Cumä in einer Höhle aufhielt, und eine Priesterinn des Apollo und der Diana abgab, die den Aeneas in die Hölle führete. Virgil. Aen. VI. v. 36. Einige halten sie für die Sibylle, welche dem Tarquinius ihre Bücher zu verkaufen gebracht. Weil sie aber allzu alt müßte geworden seyn, wenn sie von des Aeneas Zeiten, als welchen sie in die Hölle führete, bis auf des Tarquinius Regierung sollte gelebet haben, so wollen andere für letztere lieber die erythräische Sibylle angeben. Serv. ad eumd. l. c. Sieh Demophile. Ihr unglaublich hohes Alter soll sie, nach ihrer eigenen Erzählung, auf folgende Art erhalten haben. Apollo wurde in ihrer Jugend in sie verliebt, und damit er sie zur Gegenliebe bewegte, so erboth er sich, ihr alles zu bewilligen, was sie wünschen würde. Sie nahm eine Hand voll Sand auf, und verlangete, so viele Jahre zu leben, als sie Körner darinnen hatte. Zum Unglücke aber vergaß sie, zugleich dabey zu wünschen, daß sie auch die Lebhaftigkeit der Jugend dabey behielte. Doch Apollo both ihr solche ebenfalls noch an, wenn sie in sein Begehren willigen wollte. Sie zog aber eine unverletzte Keuschheit der ewigen Jugend vor. Es folgete also ein trauriges und kraftloses Alter auf ihre schönen Zeiten. Sie hatte schon siebenhundert Jahre gelebet, sagete sie, als Aeneas zu ihr kam, und sollte noch dreyhundert Jahre leben, da sie denn wie ein Schatten vergehen, und nur bloß die Stimme noch von ihr bleiben würde. Ovid. Metam. XIV. 132. sqq.


http://www.zeno.org/Hederich-1770.

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  • Deiphobe — (griechisch Δηιφόβη) ist der von Vergil für die Sibylle von Cumae angegebene Name.[1] Sie wird von ihm Kind des Glaukos genannt. Literatur Otto Kern: Deiphobe. In: Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft (RE). Band IV,2 …   Deutsch Wikipedia

  • DEIPHOBE — Sibylla Cumana, Glauci filia, quae Aeneam ad in feros duxit. Virg. Aen. l. 6. v. 35. Phoebi Triviaeque sacerdos Deiphobe Glauci …   Hofmann J. Lexicon universale

  • Deïphŏbe — Deïphŏbe, Tochter des Glaukos, Priesterin der Trivia u. des Apollo in der Höhle bei Cumä, vgl. Sibylle. Apollo bat sie einst um ihre Gunst; da raffte sie eine Hand voll Sand auf u. verlangte von ihm dafür, so viele Jahre zu leben, als sie… …   Pierer's Universal-Lexikon

  • Deïphŏbe — Deïphŏbe, bei Vergil die Sibylle von Cumä (s. Sibyllen), Tochter des Glaukos, Priesterin des Apollon, führte den Äneas in die Unterwelt …   Meyers Großes Konversations-Lexikon

  • Deiphobe — Deiphobe, eine Priesterin der Diana u. des Apollo in der Höhle bei Kumä, nach Servius die räthselhafte Verkäuferin der sybillinischen Weissagungen, welche von den Zeiten des röm. Königthums bis in die späten des Vandalen Stilicho eine bedeutende… …   Herders Conversations-Lexikon

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