Deck

Deck (Verdeck, Seew.), 1) die horizontalliegende Plankenbedeckung der Schiffsräume, s. Deckbalken 2) u. Deckplanken. Eine Erhöhung in der Mitte (Spring) soll das Wasser ableiten, wozu noch Wassergänge angebracht sind; zugleich soll der Spring das Zurücklaufen der auf dem D. stehenden Kanonen hindern. Die ältesten Schiffe hatten blos 1 D.; nachher als die Schiffe grösser wurden, erhielten sie mehrere D-e, gleichsam Stockwerke, über einander, daher Zwei-, Dreidecker etc. (Biremen, Triremen etc.). Wenn man vom D. ohne nähere Bezeichnung spricht, so ist darunter immer das oberste D. (Verdeck) verstanden, welches, vom Bord umgeben, gegen Wind u. Wetter nicht od. nur durch Zeltdächec von Segeltuch geschützt ist. Man theilt dasselbe in Hinter- u. Vorderdeck, Peid, Theile vom Hauptmast od. der Mitte des Schiffes gerechnet. Das erste D. liegt dann gleich über den Raume, u. hat das zweite, auch wohl ein drittes D. (halbirte Schanze, vorn angebracht Back), nach Verschiedenheit der Größe der Schiff über sich. Unter Zwischendeck versteht man gewöhnlich den über dem untersten D. befindlicher Schiffsraum, für welchen bei Passagierschiffen ein geringeres Überfahrtsgeld gezahlt wird, während in dem über dem zweiten D. befindlichen Schiffsraum elegantere u. höhere Kajüten für ein feineres [783] Publicum eingerichtet sind. Schiffe mit 1 D. haben hinten ein halbes D. (Quarterdeck), welches als Kajüte u. zur Wohnung der Schiffsmannschaft dient. Geht das D. ununterbrochen von vorn bis hinten, so heißtes ein glattes D.; das Gegentheil, wo z.B. das Drittheil des Schiffes etwas erhöht ist, ist ein gebrochenes D; das D. der großen Schanze bis zur Hütte; Loses D., welches abgenommen werden kann, auf kleinen Fahrzeugen, um gegen die über Bord schlagenden Wellen zu schützen. Die auf dem D. lagernden Frachtgüter heißen Decklast. Es sind dies entweder solche Waaren, welche gefährlicher Natur sind, wie Vitriol u. dgl., od. solche, welche vom Wetter keinen Schaden nehmen, wie Holz, auch Baumwolle, die man des billigeren Frachtsatzes wegen nicht in die unteren Schiffsräume bringt. Es ist fast überall Brauch, daß Decklast nur für Totalverlust des Schiffes versichert werden kann, weil der Schiffer im Nothfall dieselbe zuerst über Bord wirst, um das Schiff zu erleichtern u. selbst bei Totalverlust zahlt der Versicherer nichts für die Decklast, wenn dieselbe bereits vor Untergang des Schiffes geworfen od. bespült wurde. 2) Die Schanze auf dem Hintertheile des Schiffes.


Pierer's Lexicon. 1857–1865.

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  • Deck — Deck, n. [D. dek. See {Deck}, v.] 1. The floorlike covering of the horizontal sections, or compartments, of a ship. Small vessels have only one deck; larger ships have two or three decks. [1913 Webster] Note: The following are the more common… …   The Collaborative International Dictionary of English

  • Deck — may refer to: In vehicles: Deck (ship), an outdoor floor of a ship Bus deck, referring to the number of passenger levels on a bus or coach Plane deck, referring to the flight deck or the fuselage In construction: Deck (building), an outdoor floor …   Wikipedia

  • Deck — [dɛk], das; [e]s, s: a) oberstes Stockwerk eines Schiffes: alle Mann an Deck! b) unter dem oberen Abschluss des Schiffsrumpfes liegendes Stockwerk: das Kino befindet sich im unteren Deck. Zus.: Promenadendeck, Sonnendeck, Zwischendeck. * * *… …   Universal-Lexikon

  • Deck — bezeichnet: eine Auswahl von Spielkarten in einem Sammelkartenspiel das Brett, auf dem man beim Skateboarden steht das Deck (Schiffbau) eines Schiffes bzw. eines Bootes ein Flugdeck einen Kassettenrekorder (Tapedeck) das Parkdeck, ein Geschoss in …   Deutsch Wikipedia

  • deck — deck1 [dek] n. [prob. aphetic < MLowG verdeck (< ver , FOR + decken, to cover: see THATCH), transl. of It coperta, cover] 1. any extended horizontal structure in a ship or boat serving as a floor and structural support, and covering,… …   English World dictionary

  • Deck — Saltar a navegación, búsqueda Un deck es un elemento estructural de un jardín que podría denominarse en español como terraza. Un deck es una terraza de madera que puede estar elevada o no, sobre el terreno. Para la instalación de un Deck se… …   Wikipedia Español

  • Deck — (d[e^]k), v. t. [imp. & p. p. {Decked} (d[e^]kt); p. pr. & vb. n. {Decking}.] [D. dekken to cover; akin to E. thatch. See {Thatch}.] 1. To cover; to overspread. [1913 Webster] To deck with clouds the uncolored sky. Milton. [1913 Webster] 2. To… …   The Collaborative International Dictionary of English

  • deck — DECK, deckuri, s.n. Magnetofon, casetofon etc. fără amplificator de putere. – Din engl. deck. Trimis de dante, 14.07.2004. Sursa: DEX 98  déck s.n., pl. déckuri Trimis de siveco, 10.08.2004. Sursa: Dicţionar ortografic  DECK s. n. magnetofon,… …   Dicționar Român

  • Deck — Deck, jeder Fußboden im Schiffskörper, der zur Raumeinteilung und zur Stärkung des Querverbandes des Schiffes dient. Jedes D. besteht aus Deckbalken, die mit den Spanten zusammen das Schiffsgerippe bilden und je nach der Bauart des Schiffes aus… …   Meyers Großes Konversations-Lexikon

  • deck — [dɛk] n. m. ÉTYM. 1925; angl. deck, même sens, d abord « couverture, revêtement, toit », emprunt au moyen néerlandais dec. ❖ ♦ Mar. (vx). Anglic. Pont (d un bateau). 0 (…) le 8 novembre, quand le Columbia appareille, il est en train d installer… …   Encyclopédie Universelle

  • deck — ► NOUN 1) a floor of a ship, especially the upper level. 2) a floor or platform, as in a bus or car park. 3) chiefly N. Amer. a pack of cards. 4) a component in sound reproduction equipment, incorporating a player or recorder for discs or tapes.… …   English terms dictionary

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