Aufblattung

Aufblattung (Anblattung), entweder eine verbesserte Stoßverbindung (Fig. 19) oder Verknüpfung zweier in rechtem oder spitzem Winkel sich kreuzender Hölzer (Fig. 1014 bezw. 1516).

Fig. 1 das kurze gerade Blatt; Fig. 2 das lange gerade Blatt; Fig. 3 das kurze Blatt mit geradem Zapfen; Fig. 4 dasselbe mit schwalbenschwanzförmigem Zapfen; Fig. 5 das schräg eingeschnittene gerade Blatt; Fig. 6 das gerade Blatt mit Kamm; Fig. 7 das geneigte Blatt; Fig. 8 dasselbe mit Kamm und Keil. Diese und andre künstlichere Verbindungen werden am Stoße von Mauerlatten, Schwellen, Pfetten, unter Umständen auch von Balken und Ueberzügen angewendet. Holznägel und Mutterschrauben sichern gegen Zug, seitliche Verschiebungen, Einschlagen oder Aufheben, soweit dies nicht durch die Form der Endigungen von selbst geschieht. Benachbarte Holznägel sind zu versetzen, damit die Hölzer durch das Eintreiben derselben nicht gespalten werden. Auch die Stöße von Doppelsäulen geschehen alternierend durch Aufblattung (Fig. 9). Die Fig. 1012 stellen Ueberblattung von Mauerlatten, Schwellen[351] und Pfetten dar, wo erforderlich, noch durch Dübel gegen Zug geschützt. Das schwalbenschwanzförmige Blatt (Fig. 13) und das Eckblatt mit schrägem Schnitt (Fig. 14) bedürfen der Dübel nicht. Die Fig. 15a und 15b zeigen schwalbenschwanzförmige Aufblattung einer Doppelzange auf einen Sparren (Mutterschraube unentbehrlich), Fig. 16 die Aufblattung eines Buges oder Kopfbandes auf Säule und Pfette (Holznägel genügen).

Fig. 1., Fig. 2., Fig. 3., Fig. 4., Fig. 5., Fig. 6., Fig. 7., Fig. 8., Fig. 9.
Fig. 1., Fig. 2., Fig. 3., Fig. 4., Fig. 5., Fig. 6., Fig. 7., Fig. 8., Fig. 9.
Fig. 10., Fig. 11., Fig. 12., Fig. 13., Fig. 14.
Fig. 10., Fig. 11., Fig. 12., Fig. 13., Fig. 14.
Fig. 15a., Fig. 15b.
Fig. 15a., Fig. 15b.
Fig. 16.
Fig. 16.

http://www.zeno.org/Lueger-1904.

Schlagen Sie auch in anderen Wörterbüchern nach:

  • Holzverband — (Holzverbindung). Die einzelnen Teile einer Holzkonstruktion – Holzstücke – müssen an den Zusammenstößen (der Berührungsflächen, Fugen) entsprechend geformt sein, damit sie genau zusammenpassen und (entweder ohne oder mit… …   Lexikon der gesamten Technik

  • Anblattung — Anblattung, s. Aufblattung …   Lexikon der gesamten Technik

  • Anplatten [2] — Anplatten (Anblatten) bei Holzverbindungen, s. Aufblattung …   Lexikon der gesamten Technik

  • Aufkämmen — (Verkämmen, Ueberkämmen), Herstellen von Holzverbindungen nach beistehender typischer Figur, angewendet sowohl am Stoß von Hölzern (vgl. Aufblattung, Fig. 6 und 8), als auch bei Kreuzung von solchen (s. Eckkamm, Endkamm). Am gebräuchlichsten ist… …   Lexikon der gesamten Technik

  • Blatt — Blatt, s. Blattwerk und Aufblattung …   Lexikon der gesamten Technik

  • Blätter — Blätter, s. Aufblattung …   Lexikon der gesamten Technik

  • Bundwand — Bundwand, Fach oder Riegelwand, die im Innern eines Fachwerkgebäudes als Zwischenwand aufgeteilt ist und die Umfassungswände miteinander verbindet. Zu diesem Zwecke sind die Schwellen und Pfetten der Bundwand mit den entsprechenden[393] Hölzern… …   Lexikon der gesamten Technik

  • Einblattung — Einblattung, Holz oder Eisenverbindung, 1. mit tief eingeschnittenem Blatt; 2. in der Längsrichtung gehende, langgestreckte Blattung (s. Aufblattung) …   Lexikon der gesamten Technik

  • Hakenblatt — Hakenblatt, eine Verbindung, welche bei Verlängerung von Kanthölzern zur Sicherung gegen Auseinanderziehen dient. Die Anordnung der beiden Hauptformen (des geraden und des schrägen Hakenblattes) ergibt sich aus Fig. 1 und 2. Zur Sicherung der… …   Lexikon der gesamten Technik

  • Schrägblatt — Schrägblatt, s. Aufblattung …   Lexikon der gesamten Technik

Share the article and excerpts

Direct link
Do a right-click on the link above
and select “Copy Link”

We are using cookies for the best presentation of our site. Continuing to use this site, you agree with this.