Chromoxyd

Chromoxyd Cr2O3, Mol.-Gew. 153, spez. Gew. (krist.) 5,21.

Das Chromoxyd kann nach zahlreichen Darstellungsmethoden von sehr verschiedenen Eigenschaften erhalten werden; es bildet demnach hellgrüne amorphe bis dunkelgrüne, gut kristallisierte Massen. Letztere besitzen außerdem Metallglanz und eine sehr bedeutende Härte. Die gebräuchlicheren Handelsprodukte sind die grünen amorphen Pulver und ihre Mischungen. Nach dem Glühen in Wasser und Säuren unlöslich. – Die gebräuchlichste technische Darstellungsmethode besteht in einer Reduktion von Alkalidichromaten durch Schwefel: K2Cr2O7 + S = K2SO4 + Cr2O3. Man führt die Arbeit meist in kleinen eisernen Kesseln aus, anfangs vorsichtig erhitzend, nach beendigter Reaktion die Temperatur bis Rotglut steigernd. Aus der erkalteten, pulverisierten Schmelze langt man das Alkalisulfat durch heißes Wasser aus, trocknet und pulverisiert den Rückstand ( s.a. Chromoxydhydrate.) Außerdem wird es, besonders von Anilinfarbenfabriken, bei Oxydationsprozessen mit Chromaten als Nebenprodukt erhalten, dann aber meist wieder auf Chromate verarbeitet. Vgl. a. Chromgrün unter Chromfarben. Anwendung: In der Färberei, zum Färben von Glas und Porzellan.

Bujard.


http://www.zeno.org/Lueger-1904.

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  • Chromoxyd — Cr2O3 findet sich in der Natur mit Eisenoxydul verbunden als Chromeisenstein; künstlich erhält man es je nach der Bereitung bald in grünschwarzen, metallglänzenden Kristallen vom spez. Gew. 5,61, die Glas schneiden, bald in metallisch grün… …   Meyers Großes Konversations-Lexikon

  • Chromoxyd — Chromoxȳd, s. Chrom …   Kleines Konversations-Lexikon

  • Chromsaures Chromoxyd — (Chromichromat) entsteht durch Lösen von 1 Molekül Chromhydroxyd in wässeriger Lösung von 3 Molekülen Chromsäure. Beim Verdampfen erhält man lange Nadeln von Cr2 (Cr O4)3+9H2O. Viel zersetzlicher ist ein basisches Salz Cr2 (Cr O4)2 (OH)2. Man… …   Meyers Großes Konversations-Lexikon

  • Chrom [1] — Chrom (lat. Chromium, Min. u. Chem.), von Vauquelin 1797 u. fast gleichzeitig von Klaproth im rothen sibirischen Rothbleierz entdecktes Metall u. von Ersterem, wegen seiner vorwaltenden färbenden Eigenschaft, so benannt. Später in mehreren… …   Pierer's Universal-Lexikon

  • Schwefelsaure Salze — (Sulfate), Verbindungen der Schwefelsäure mit Basen. In den neutralen Sn S n verhält sich der Sauerstoff der Basis zu dem Sauerstoff der Säure wie 1 : 3, sie sind meist löslich in Wasser, vollkommen unlöslich ist der schwefelsaure Baryt, fast… …   Pierer's Universal-Lexikon

  • Chromfarben — Chromfarben, als Chromoxyd (Chromgrün), Chromoxydhydrat (Guignets Grün), chromsaures Bleioxyd (Chromgelb), chromsaures Zinkoxyd (Zinkchromgelb), Kadmiumchromat (Kadmiumchromgelb), chromsaurer Kalk (Kalkchromgelb), zinksaures Chromoxyd (Zinkgrün) …   Lexikon der gesamten Technik

  • Kobaltgrün — (Rinnmanns Grün, Sächsisches Grün, Zinkgrün), im Handel nicht vorkommende, sehr beständige, aber nicht sehr feurige, nicht besonders deckende Farbe, durch Auflösen von 1 Teil Kobaltoxyd in Salzsäure, Hinzufügen von 15 Teilen Alaun, Vermischen der …   Lexikon der gesamten Technik

  • Chrom — (Chromium) Cr, Metall, ausgezeichnet durch die Mannigfaltigkeit und Schönheit der Farben seiner Verbindungen (daher der Name), findet sich als Chromeisenstein FeCrO4, seltener als Chromocker, Rotbleierz (chromsaures Blei) und Vauquelinit… …   Meyers Großes Konversations-Lexikon

  • Chromsaures Kali — (saures oder rotes chromsaures Kali, dichromsaures Kali, Kaliumdichromat, rotes Chromsalz) K2Cr2O7 wird aus Chromeisenstein ähnlich wie das chromsaure Natron, meist aber aus letzterm und Chlorkalium dargestellt. Die Trennung der entstandenen… …   Meyers Großes Konversations-Lexikon

  • Chromverbindungen — in der Färberei und Druckerei. Das Chrom findet in der Form von Chromoxydsalzen und von chromsauren Salzen besonders in der Färberei ausgedehnte Anwendung. Die ersteren sind lediglich die Träger des als Beize für die Bildung der Farbstofflacke… …   Lexikon der gesamten Technik

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